Produktbild: Der letzte Mensch

Der letzte Mensch Reclams Klassikerinnen

3

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

Reclam Verlag

Seitenzahl

590 (Printausgabe)

Dateigröße

2402 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Irina Philippi

Sprache

Deutsch

EAN

9783159618371

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

Reclam Verlag

Seitenzahl

590 (Printausgabe)

Dateigröße

2402 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Irina Philippi

Sprache

Deutsch

EAN

9783159618371

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    25.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    beklemmend...

    Shelley legt mit diesem Roman die ‘erste Dystopie der Weltliteratur’ vor - so wird es auf dem Buchumschlag angekündigt. Der Roman setzt im Jahr 2073 ein und endet 2100 - eine zukunftsträchtige Erzählung - in der romantischen Sprache jener Zeit, in der der Roman geschrieben wurde (1826). Die Geschichte selbst gliedert sich in 3 Bände, im ersten wird ‘der Boden bereitet’, quasi die Kulisse des Kommenden aufgestellt, die Protagonisten eingeführt - inmitten von Romantik und Liebe, von Macht und Politik, von Intrigen und Ränkespielen deutet nichts auf kommendes Unheil. Im 2. Band ist es dann allmählich ‘im Kommen’ - zunächst als Gerücht, dann als ferne Wirklichkeit - bis die Pest selbst in England seinen gefrässigen Schlund öffnet. Sommer für Sommer - 7 Jahre lang. Der 3. Band zeigt die grausige Realität der letzten verbliebenen Engländer und deren Entschluss zur Emigration, zunächst Frankreich, dann die Schweiz. - Doch zeigt es sich auch, dass gegen diesen ungreifbaren Feind keine Schlacht gewonnen werden kann… Meisterhaft schildert Shelley das Unheil, was es im Menschen anrichtet, wie es den einen durchaus im Mitgefühl zu ‘menschlicher Höhe’ hinauf führt, während es den andern in den Abgrund von Verzweiflung schleudert. Mit vielen Zitaten von (z.B.) Defoe, Calderon, Shakespeare, Anleihen an griechische Mythologie und römische Geschichte, etc. zeigt Shelley eine breite, fundierte Bildung, die ebenso beleuchtend in die Erzählung einfliesst. Beklemmend, wie Shelley auf der einen Seite die Krankheit und ihre Auswirkungen beschreibt - und diese verknüpft mit einer ‘entfesselten’ Natur - alles scheint aus dem Lot geraten… Zurück bleibt eine entvölkerte Welt, ihrer Schönheit beraubt - und nurmehr ein Überlebender seiner Rasse… auf der Suche und in der Hoffnung doch nicht der letzte zu sein… Reflektiere ich die vergangenen beiden Jahre, die zunehmende Umweltzerstörung, beschleicht mich beim Lesen ein Grauen - und man kann es einem nicht verdenken, dass sich ein mulmiges Gefühl breit macht… Wie gesagt, der Roman spielt zwar in ferner Zukunft (auch wir haben sie noch nicht erreicht - …vielleicht liegt darin genau die Chance…!!!), doch wird sie in der Sprache und Gebundenheit jener Schreibvergangenheit situiert - kein SiFi - man ist mit Ross und Dampfer, gar Ruderboot unterwegs und kocht mit Feuer. Gegen die Krankheit gibt es nicht eine medizinische Strategie (eher eine von Moral, Ordnung, Disziplin und Nächstenliebe). Das erzeugt eine gewisse Spannung zu unserem Erleben - ohne aber dem Geschriebenen eine tiefere Aussage und Glaubwürdigkeit abzusprechen. Der Roman entbehrt nicht eines gewissen Imperatives - im Anblick unserer Zeit… - Vielleicht ist genau das das Tüpfchen auf dem i der/meiner Beklemmung…

  • Bewertung

    4/5

    07.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die wohl erste Dystopie in der Literaturgeschichte

    Manchmal holt die Vergangenheit die Gegenwart ein. Als Mary Shelley 1826 „Der letzte Mensch“ veröffentlichte, konnte niemand ahnen, dass ihr Roman knapp 200 Jahre später aktueller denn je sein würde. Die wohl erste Dystopie der Literaturgeschichte thematisiert eine weltweite Pandemie, an deren Ende nur ein Mensch überleben wird. Der Text liegt nun erstmals in einer vollständigen, äußerst gelungenen deutschen Übersetzung (von Irina Philippi) vor, welche die blumige, ausdrucksstarke und bildreiche Sprache wortgewaltig in Szene setzt. Das spätromantische Werk ist jedoch mehr als eine Gothic Novel, sondern gleichzeitig - ähnlich wie Bram Stokers Roman „Dracula“ - ein Kind seiner Zeit. So spiegelt sich insbesondere im ersten Drittel Shelleys politisches Engagement wider, schaffen deren Hauptcharaktere doch die Monarchie ab und rufen gleichzeitig die Republik aus. Besagte Protagonisten haben nicht zufällig Gemeinsamkeiten mit Mary Shelley selbst, wie mit ihr bekannten Personen. Insbesondere Percy Bhysshe Shelley und Lord Byron standen hier Pate. Ein sprachliches wie dramaturgisches Meisterwerk, das erschaudern lässt. Nicht zuletzt, weil die Handlung im 21. Jahrhundert angesiedelt ist. Am Ende fragt man sich verdutzt: Konnte die englische Autorin etwa in die Zukunft blicken?

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    4/5

    18.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Seuche kommt...

    Klappentext: „Die Welt im 21. Jahrhundert: Eine neuartige und tödliche Seuche breitet sich aus. Sie hat verheerende Auswirkungen auf die Menschheit, auf Wirtschaft und Politik. Über allen schwebt eine Frage: Was ist angesichts einer weltweiten Krise der öffentlichen Gesundheit zu tun?“ Ich muss gestehen, das ich Mary Shelley immer nur mit ihrem großen Erfolg „Frankenstein“ (einer Dystopie im besonderen Sinne)in Verbindung gebracht habe, aber nicht mit so einer Dystopie die heute an Aktualität schon wahrlich erschreckend ist. Umso besser das Reclam dieses Buch neu aufgelegt hat und es gebe keinen besseren aktuellen Zeitpunkt als diesen dafür! Lionel Verney, Shelleys Hauptprotagonist, gerät in Griechenland mit einer neuartigen Pest in Berührung, deren Ausbreitung schlimmer und schneller vonstatten geht, als das bekannte Lauffeuer seine Runden dreht. Die Menschen haben keine Ahnung von dem, was sie erwartet, was die Seuche mit ihnen macht, wie sie sich verhalten sollen...Verney begreift schnell und nimmt die Lage durch alle möglichen Öffentlichen Punkte auf und macht sich sein Bild der Lage und schnell ist klar, es bleibt nur noch die Flucht vor dieser Pest - das Ende der Menschheit naht, die Natur rächt sich für alles und übrig bleibt „Der letzte Mensch“?! Lesen Sie selbst! Es ist wahrlich erstaunlich welche Präsenz und welche Aktualität dieser „alte“ Roman von Mary Shelley aus dem Jahr 1826 hat. Sie war definitiv ihrer Zeit voraus, das wissen Kenner und Liebhaber ihrer Literatur, aber ich glaube, niemand hätte es für möglich gehalten, das uns im 21. Jahrhundert eine ähnliche Welle in der Menschheit trifft und die Welt in einer Pandemie steckt, deren Virus mit allen Mitteln bezwungen werden muss. Man bleibt nach diesem grandiosen Buch wirklich erschrocken zurück und staunt über Shelleys Intelligenz, ihren Weitblick und ihre Fantasie. Ihr Schreibstil ist wieder erstaunlich und auch ihre Wortwahl ist ein Fest für den Leser! Ich vergebe hier 4 von 5 Sterne für dieses Werk!

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Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Nate Pischner

    Nate Pischner

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Düster!

    Mary Shelly zeichnet in diesem wahrlich dystopischen Roman ein grausames Bild. In einer fernen Zukunft wird (fast) die gesammte Menschheit ausgerottet von der Pest. Wie jede gute Science Fiction zeichnet auch diese vor allem Fragen und Themen der Zeit nach, in der sie geschrieben wurde und doch scheint die Geschichte heute von erschreckender Aktualität zu sein. Sprachlich ist das Buch allerdings sehr der Romantik verhaftet, was es anfangs nicht ganz leicht zu machen scheint, in die Geschichte zu finden, aber wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat, entwickelt es einen eigenen Charme.

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Bewertungen (1)

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