Zwei Männer – ein gemeinsames Schicksal. Nach 2000 Jahren kennt man noch ihre Namen; der eine wurde zu einem Heiligen ernannt, der andere zum größten Verräter aller Zeiten. Doch was, wenn das nicht die Wahrheit ist? Wenn sie allesamt falschlagen? Dies ist die Geschichte von Judas und Jeshua.
Ein Manifest über die Liebe und den Mut ihr zu folgen, wohin sie auch führen mag.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Viele von uns kennen die Geschichte von Jesus, seinen Jüngern und dem Verräter Judas. Doch was wäre, wenn das, was wir glauben, was geschah, in Wahrheit ganz anders gewesen ist? Diese ursprüngliche Frage fand ich spannend und ich war sehr neugierig, wie Katja A. Freese dieser Idee nachgehen würde. Denn Fakt ist, niemand weiß genau, wie sich alles damals zugetragen hatte und dass das geschriebene Wort nicht gleichbedeutend mit der Wahrheit sein muss. Dementsprechend offen fing ich an „Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ zu lesen.
Katja A. Freeses unglaublich schöner Schreibstil führte mich sofort in eine lebendige Atmosphäre und die von ihr beschriebenen historischen Schauplätze waren eindrucksvoll. Ich hatte sofort das Gefühl, mittendrin zu sein, die warme Luft zu spüren, den Wind auf meiner Haut zu fühlen. Gleich beim ersten Aufeinandertreffen mit Judas spürte ich seine Verzweiflung, seine Getriebenheit und seine Sorgen. Er ließ mich direkt teilhaben an seinem Leben, an seinen Gedanken und Handlungen. Ich durfte Judas fast das ganze Buch über begleiten und er war mir sofort sympathisch. Ich lernte ihn und seine quälende Vergangenheit kennen und musste dabei aufpassen, nicht in Mitleid für Judas zu versinken. Seine Emotionen und Zwiespalte berührten mich tief.
Genauso wie Judas war auch ich fasziniert von Jeshua, als wir ihn zum ersten Mal begegneten. Mehr als nur einmal fragte ich mich, wie es wohl für die Menschen damals gewesen sein muss, diesem Mann und seinen Worten zu lauschen. Seine Sicht auf das Leben war faszinierend und in ihrer Einfachheit so logisch und nachvollziehbar. Ich wäre ihm auch zu gern im echten Leben begegnet. „Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ war voller wunderschöner Aussagen und Worte, die mich ergriffen und zum Nachdenken brachten.
„Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ war anders. Kein historischer Roman, wie ich ihn kenne. Durch die teilweise sehr poetische, mit teilweise leicht philosophischen Einschlägen verfasste Sprache wurde ein spannendes Kunststück vollführt. Ich wurde zwar in die damalige Zeit versetzt, gleichzeitig fühlte es sich so zeitlos an, dass es auch im Hier und Jetzt gewesen sein könnte.
Es war, als würde goldenes Licht durch die Zeilen zu mir hindurchscheinen, mich wärmen und dafür sorgen, dass ich mich rundherum wohlfühlte. Hier tobte keine Action durchs Buch, doch das war gar nicht notwendig, um mich gebannt lesen zu lassen. Stattdessen begegnete ich zwei Menschen, die fühlende und lebendige Wesen waren und eben nicht Verräter und Heiliger. Dafür sorgte auch Katja A. Freese, die mich zwischendurch auch an den Gedanken und Gefühlen Jeshuas teilhaben ließ. Die philosophischen Ansätze waren einfach gehalten, sehr gut verständlich und boten Platz für eigene Überlegungen.
Generell war „Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ so voller Emotionen, die so tief gingen, dass es mich beim Lesen manchmal körperlich schmerzte, mich aber auch häufig glücklich lächeln ließ. Hier lagen Freude und Leid, Liebe und Kummer so eng umschlungen nebeneinander, dass das Buch förmlich wie ein eigenes Wesen atmete und lebte.
Mit dem Fortschreiten der Geschichte wurde mir irgendwann bang, wir wissen ja alle, wie es endete. Doch ich vertraute darauf, dass mir Katja A. Freese nicht das Herz brechen würde und einen Schluss finden würde, der diesem bewegenden Buch würdig ist.
So kam es auch. Sie söhnte mich mit dem Unausweichlichen, aber nicht Ausgesprochenen aus. Bis zur letzten Seite war formvollendete Liebe spürbar.
Fazit:
„Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ ist wirklich allen zu empfehlen, die ihr Herz für diese ungewöhnliche und eindringlich schöne Geschichte öffnen können und auch wollen.
Vivienne E.
5/5
24.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine Geschichte über die Liebe - mutig, revolutionär, poetisch
Inhalt: Die Geschichte von Jeshua und Judas – auf eine neue, revolutionäre Art erzählt
Schreibstil: Ich-Perspektive (Judas und Jeshua), Präteritum - bildhaft, poetisch
Meine Meinung: Die Autorin versetzt den Leser in eine längst vergangene Zeit, lässt ihn an der Seite von Jeshua und Judas wandeln und in deren Gedanken eintauchen. Dabei passt die bildhafte, poetische Sprache perfekt zu der historischen Kulisse sowie zu der Geschichte, z. B. „Wir liebten dieses Land, sein staubrotes Gesicht, das sanfte Grün an den knorrigen Bäumen, verschwommene Hügel, die wie Geister in der Ferne schwebten.“ Auch verbergen sich zwischen den Zeilen zahlreiche Weisheiten, über die der Leser einfach hinweglesen oder bei denen er innehalten und reflektieren kann, z. B. „Glaubst du, jeder Mensch hat eigenes Glück verdient?“
Die Geschichte der beiden Freunde wird ruhig und sanft erzählt, ohne hohen Spannungsbogen und große Twists, und für mich sind diese auch nicht notwendig. Vielmehr liegt der Reiz dieses Romans darin, die biblische Überlieferung zu hinterfragen. Schließlich könnte es sich auch anders zugetragen haben. Vielleicht so, wie es die Autorin schildert? Mir persönlich würde dies viel besser gefallen.
Fazit: Eine Geschichte über die Liebe – mutig, revolutionär, poetisch
Bewertung
aus Gotha
5/5
29.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Noch tausend Schritte bis Jerusalem
ein Buch, das ich jedem an Herz legen möchte Eine Geschichte, die Judas gewidmet ist. Seine bedingungslose, loyale Liebe zu Jeshua.Dieser Roman hat nichts mit Gotteslästerung zu tun! Es geht um ein Bund zwischen 2 Menschen, die am Ende, jeder aus bestem Gewissen gehandelt haben. Ich habe beim lesen so viel Respekt,Schwermut, Trauer,Leichtigkeit und die Macht der Liebe gespürt. Katja A.Freese hat einen unglaublich zarten Schreibstilich hoffe ihr Roman geht noch viele weitere Schritte verdiente 5*****
Bewertung
5/5
11.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Verräter aus Liebe
Seit 2000 Jahren fasziniert eine der wichtigsten Personen, die das Neue Testament im Rahmen der Erlösungsgeschichte überliefert, die christgläubigen Menschen: Judas Iskarioth, der Jünger, der Jesus an die orthodoxe jüdische Priesterschaft verrät. Der Makel des geldgierigen Verräters haftet der Gestalt bis heute an, ohne daß m. W. in der offiziellen christlichen Theologie allermeist nicht genauer reflektiert wird, welche Aufgabe ihm im göttlichen Erlösungsplan zugedacht ist oder ob er überhaupt zur Erfüllung der selbstgewählten Rettungsmission des Gottessohnes notwendig ist.
Katja A. Freese hat sich auf der Basis des vor einigen Jahrzehnten wiederentdeckten apokryphen Judas-Evangeliums ihre eigenen Gedanken dazu gemacht und legt sie in einem Neugier weckenden gut erzählten Roman vor.
Sie wählt dazu das zentrale Anliegen der christlichen Botschaft, die universelle, alles überwindende, bedingungslose Liebe Gottes zu seiner Schöpfung, zu den Menschen. So lesen wir auf dem Bucheinband, was sie uns bieten möchte: „Ein Manifest über die Liebe und den Mut, ihr zu folgen, wohin sie auch führen mag.“ In behutsamen, einfühlsamen Bildern und Dialogen entwickelt die Autorin die – auch nach heutigen Maßstäben – äußerst provokante Geschichte einer Liebesbeziehung zwischen Jesus und Judas. Diese findet letztlich in der „Katastrophe“ von Jerusalem, in der Judas Jesus bestärkt, seine Mission durch den Kreuzestod zu vollenden, ihre Erfüllung.
Eine höchst anregende Erzählung für Menschen, die abseits der über fast 20 Jahrhunderte eingefahrenen dogmatischen Vorstellung offen sind, neu über diese bedeutende Person des Judas nachzudenken.
Lupitus.
reading.every.time
4/5
10.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Große Leseempfehlung!
Zunächst einmal möchte ich gerne sagen, dass ich nicht sehr religiös bin und ich erst Bammel vor der Geschichte hatte, da ich mir nicht sicher war wie sich die Geschichte entfalten wird. Aber ich habe mich an das Buch herangetraut und bereue es keine einzige Sekunde lang. In nur zwei Tagen habe ich das Buch regelrecht verschlungen und möchte gerne meine Meinung zu dem Buch teilen, da ich finde, dass das Buch gelesen gehört.
Ich habe super schnell in das Buch gefunden und hatte keinerlei Schwierigkeiten mich in das Setting zu denken. Es begann direkt mitten im Geschehen und ohne große Umwege, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere sind tiefgründig und machen eine wundervolle Metamorphose mit, die sich sehr schön beobachten lässt. Geplagt von Selbstzweifeln, Existenzängsten und einem großen „Selbstwertmangel“ hin zu einer Zufriedenheit und Positivität, sowie Toleranz und Akzeptanz. Dabei ist nicht Gott Mittelpunkt des Ganzen, sondern der Mensch selbst und das hat dem Buch etwas Einzigartiges und Besonderes verliehen. Es bietet eine neue Perspektive und klingt so einleuchtend, wenn man es gelesen hat. Es regt zum Nachdenken an und wird an keiner Stelle langweilig, trotz mangelnder Storyline. Es gibt keine große Action in diesem Buch. Die Spannungskurve ist nicht so offensichtlich, aber dennoch hat das Buch etwas an sich, dass einen fesselt. In meinen Augen ist das der Hang zur Realität. All dies was beschrieben wird, ist nicht so fernab von heute. Die Toleranz der Homosexualität ist heutzutage noch immer nicht da, wie es eigentlich sein sollte. Dieses Buch beschreibt eine einzigartige Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die sich lieben. All die theologischen Grundlagen bedarf es gar nicht um dieses Buch zu lesen und zu mögen. Das Buch spricht für sich selbst und gehört daher auf jeden Fall zu den Büchern, die man gelesen habe sollte. Auch wenn man nicht konform geht mit der Richtung des Buches, so ist es dennoch empfehlenswert einen Blick hineingeworfen zu haben und sich selbst die Möglichkeit zu bieten seinen Blickwinkel zu ändern oder seine eigene Meinung zu festigen. Ich habe dem Buch 4/5 Sternen gegeben (Abzug für die fehlende Handlungsspannungskurve) und möchte dennoch eine große Leseempfehlung aussprechen - Ein grandioses Buch von einer wunderbaren Autorin!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.