Zwei Männer - ein gemeinsames Schicksal.
Nach 2000 Jahren kennt man noch ihre Namen; der eine wurde zu einem Heiligen ernannt, der andere zum größten Verräter aller Zeiten. Doch was, wenn das nicht die Wahrheit ist? Wenn sie allesamt falschlagen? Dies ist die Geschichte von Judas und Jeshua.
Ein Manifest über die Liebe und den Mut ihr zu folgen, wohin sie auch führen mag.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
22.12.2021
eBook (ePUB)
Die älteste Geschichte der Welt neu erzählt
Die Geschichte von Jesus und Judas aus der Bibel kennt wohl fast jeder. Jesus, der von Gott auf die Erde gesandt wurde, um für die Sünden der Menschen zu sterben, und Judas, einer seiner Jünger, ein Apostel, der ihn verraten hat. Der eine ein Heiliger, der andere ein Verräter. Was aber wäre, wenn das nicht die ganze Wahrheit wäre? Wenn es eigentlich ganz anders war?
Katja A. Freese erzählt die Geschichte von Jesus (hier Jeshua) und Judas neu, und dies tut sie entgegen allen Konventionen. Behutsam und respektvoll entwirft sie ein Szenario, das so oder so ähnlich passiert sein könnte. Anfangs aus der Sicht von Judas lässt sie mich daran teilhaben, was sich damals vielleicht zugetragen hat, als Judas und Jeshua aufeinander trafen, sich kennenlernten und wohin das geführt haben könnte. Später kommt auch Jeshua zu Wort, die Perspektiven wechseln, sodass ich beide Sichtweisen erfahre. Das ist aufregend, das ist spannend, das könnte man revolutionär nennen.
„Jeshuas Hand fuhr plötzlich leicht über meine und legte sie dann dicht neben mich. Ein Angebot. Ich nahm es an, konnte nicht anders und legte meine Hand halb auf seine, ankerte dort.“ Seite 120
Katja A. Freese hat eine Geschichte über die Liebe und den Mut, sie zu leben, geschrieben. Sie kann wahr oder auch unwahr sein, auf jeden Fall ist sie aber unterhaltsam und hat mir beim lesen angenehme Lesestunden beschert. Ich mag den Schreibstil und diese neue Sichtweise auf eine der ältesten Erzählungen der Welt. Von mir gibt es fünf Sterne.
Bewertung
aus Horgen
5/5
04.09.2021
eBook (ePUB)
Philosophisch anmutende, sehr besondere Geschichte
Einerseits eine berührende Liebesgeschichte, wenn es nicht andererseits eine ungewöhnliche, mutige Neuinterpretation DER Geschichte aus dem Buch der Bücher wäre ... Die Protagonisten: Jesus und Judas.
Ob nun religiös oder nicht: als Leser sollte man sich möglichst unvoreingenommen auf dieses besondere Werk einlassen: Es lohnt sich; die Sprache ist wunderschön; die Autorin schreibt flüssig und atmosphärisch. Die Dialoge sind eindringlich und sensibel geführt; das macht die Charaktere authentisch und die Story wirkt daher auch nicht provokativ. Denn die Idee dahinter ist beinah revolutionär. Dieser sorgfältig konstruierte Roman regt zum Denken an: Wie findet man seine eigene Wahrheit? Was bedeutet Liebe und was zeichnet diese aus? Auch vor rund 2000 Jahren waren das wohl zentrale Fragen. Klare Leseempfehlung.
MoMe
5/5
22.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine sehr berührende Geschichte
Viele von uns kennen die Geschichte von Jesus, seinen Jüngern und dem Verräter Judas. Doch was wäre, wenn das, was wir glauben, was geschah, in Wahrheit ganz anders gewesen ist? Diese ursprüngliche Frage fand ich spannend und ich war sehr neugierig, wie Katja A. Freese dieser Idee nachgehen würde. Denn Fakt ist, niemand weiß genau, wie sich alles damals zugetragen hatte und dass das geschriebene Wort nicht gleichbedeutend mit der Wahrheit sein muss. Dementsprechend offen fing ich an „Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ zu lesen.
Katja A. Freeses unglaublich schöner Schreibstil führte mich sofort in eine lebendige Atmosphäre und die von ihr beschriebenen historischen Schauplätze waren eindrucksvoll. Ich hatte sofort das Gefühl, mittendrin zu sein, die warme Luft zu spüren, den Wind auf meiner Haut zu fühlen. Gleich beim ersten Aufeinandertreffen mit Judas spürte ich seine Verzweiflung, seine Getriebenheit und seine Sorgen. Er ließ mich direkt teilhaben an seinem Leben, an seinen Gedanken und Handlungen. Ich durfte Judas fast das ganze Buch über begleiten und er war mir sofort sympathisch. Ich lernte ihn und seine quälende Vergangenheit kennen und musste dabei aufpassen, nicht in Mitleid für Judas zu versinken. Seine Emotionen und Zwiespalte berührten mich tief.
Genauso wie Judas war auch ich fasziniert von Jeshua, als wir ihn zum ersten Mal begegneten. Mehr als nur einmal fragte ich mich, wie es wohl für die Menschen damals gewesen sein muss, diesem Mann und seinen Worten zu lauschen. Seine Sicht auf das Leben war faszinierend und in ihrer Einfachheit so logisch und nachvollziehbar. Ich wäre ihm auch zu gern im echten Leben begegnet. „Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ war voller wunderschöner Aussagen und Worte, die mich ergriffen und zum Nachdenken brachten.
„Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ war anders. Kein historischer Roman, wie ich ihn kenne. Durch die teilweise sehr poetische, mit teilweise leicht philosophischen Einschlägen verfasste Sprache wurde ein spannendes Kunststück vollführt. Ich wurde zwar in die damalige Zeit versetzt, gleichzeitig fühlte es sich so zeitlos an, dass es auch im Hier und Jetzt gewesen sein könnte.
Es war, als würde goldenes Licht durch die Zeilen zu mir hindurchscheinen, mich wärmen und dafür sorgen, dass ich mich rundherum wohlfühlte. Hier tobte keine Action durchs Buch, doch das war gar nicht notwendig, um mich gebannt lesen zu lassen. Stattdessen begegnete ich zwei Menschen, die fühlende und lebendige Wesen waren und eben nicht Verräter und Heiliger. Dafür sorgte auch Katja A. Freese, die mich zwischendurch auch an den Gedanken und Gefühlen Jeshuas teilhaben ließ. Die philosophischen Ansätze waren einfach gehalten, sehr gut verständlich und boten Platz für eigene Überlegungen.
Generell war „Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ so voller Emotionen, die so tief gingen, dass es mich beim Lesen manchmal körperlich schmerzte, mich aber auch häufig glücklich lächeln ließ. Hier lagen Freude und Leid, Liebe und Kummer so eng umschlungen nebeneinander, dass das Buch förmlich wie ein eigenes Wesen atmete und lebte.
Mit dem Fortschreiten der Geschichte wurde mir irgendwann bang, wir wissen ja alle, wie es endete. Doch ich vertraute darauf, dass mir Katja A. Freese nicht das Herz brechen würde und einen Schluss finden würde, der diesem bewegenden Buch würdig ist.
So kam es auch. Sie söhnte mich mit dem Unausweichlichen, aber nicht Ausgesprochenen aus. Bis zur letzten Seite war formvollendete Liebe spürbar.
Fazit:
„Noch tausend Schritte bis Jerusalem“ ist wirklich allen zu empfehlen, die ihr Herz für diese ungewöhnliche und eindringlich schöne Geschichte öffnen können und auch wollen.
Vivienne E.
5/5
24.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine Geschichte über die Liebe - mutig, revolutionär, poetisch
Inhalt: Die Geschichte von Jeshua und Judas – auf eine neue, revolutionäre Art erzählt
Schreibstil: Ich-Perspektive (Judas und Jeshua), Präteritum - bildhaft, poetisch
Meine Meinung: Die Autorin versetzt den Leser in eine längst vergangene Zeit, lässt ihn an der Seite von Jeshua und Judas wandeln und in deren Gedanken eintauchen. Dabei passt die bildhafte, poetische Sprache perfekt zu der historischen Kulisse sowie zu der Geschichte, z. B. „Wir liebten dieses Land, sein staubrotes Gesicht, das sanfte Grün an den knorrigen Bäumen, verschwommene Hügel, die wie Geister in der Ferne schwebten.“ Auch verbergen sich zwischen den Zeilen zahlreiche Weisheiten, über die der Leser einfach hinweglesen oder bei denen er innehalten und reflektieren kann, z. B. „Glaubst du, jeder Mensch hat eigenes Glück verdient?“
Die Geschichte der beiden Freunde wird ruhig und sanft erzählt, ohne hohen Spannungsbogen und große Twists, und für mich sind diese auch nicht notwendig. Vielmehr liegt der Reiz dieses Romans darin, die biblische Überlieferung zu hinterfragen. Schließlich könnte es sich auch anders zugetragen haben. Vielleicht so, wie es die Autorin schildert? Mir persönlich würde dies viel besser gefallen.
Fazit: Eine Geschichte über die Liebe – mutig, revolutionär, poetisch
Bewertung
aus Gotha
5/5
29.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Noch tausend Schritte bis Jerusalem
ein Buch, das ich jedem an Herz legen möchte Eine Geschichte, die Judas gewidmet ist. Seine bedingungslose, loyale Liebe zu Jeshua.Dieser Roman hat nichts mit Gotteslästerung zu tun! Es geht um ein Bund zwischen 2 Menschen, die am Ende, jeder aus bestem Gewissen gehandelt haben. Ich habe beim lesen so viel Respekt,Schwermut, Trauer,Leichtigkeit und die Macht der Liebe gespürt. Katja A.Freese hat einen unglaublich zarten Schreibstilich hoffe ihr Roman geht noch viele weitere Schritte verdiente 5*****
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