Produktbild: Kleine Paläste

Kleine Paläste

14

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2021

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/3 cm

Gewicht

424 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-2804-9

Beschreibung

Rezension

Andreas Moster beweist, was für ein gewitzter Erzähler er ist: virtuos, klug und zutiefst menschlich. Mareike Fallwickl

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2021

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/3 cm

Gewicht

424 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-2804-9

Herstelleradresse

Zeitfracht GmbH
Ferdinand-Jühlke-Str. 7
99095 Erfurt
DE

Email: kas-va@kolibri360.de

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Großartig

Bewertung am 13.09.2024

Bewertungsnummer: 2291501

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman hat mich sehr begeistert, klug und vielschichtig. 1986 Familie Holtz und Familie Dreyer sind Nachbarn. Man kennt sich aber für eine engere Verbindung ist Familie Holtz zu perfekt und Familie Dreyer im Gegenzug etwas zu gewöhnlich. Die Kinder Hanno und Susanne verbindet eine Freundschaft und sie verbringen viel Zeit miteinander. Nach einer großen Feier von Familie Holtz verändert sich auf einmal so einiges. Susanne zieht sich zurück und Hanno geht weg. 2018 Hanno kehrt zurück um sich um seinen Vater zu kümmern. Die Mutter ist verstorben und der Vater sitzt im Rollstuhl und leidet an Demenz. Hanno ist zunehmend überfordert und sehr froh als Susanne aus dem Nachbarhaus ihre Hilfe anbietet. Susanne lebt immer noch im Haus ihrer Eltern, hier sind beide schon verstorben, sie geht kaum raus und beobachtet das Familienleben der Familie Holtz mit einem Fernglas. So ist sie bestens vertraut mit ihren Gewohnheiten und kann bei der Pflege des Vaters unterstützen. Der Roman erzählt von schwierigen Familienkonstellationen, Schuldgefühlen, Sprachlosigkeit, vom Neid unter Nachbarn, Konflikten unter Generationen untereinander und dem Anspruch immer nach Außen perfekt scheinen zu müssen. Vielschichtige Story, großartig erzählt, einfach ein ganz wunderbarer Roman. Ganz große Empfehlung!

Großartig

Bewertung am 13.09.2024
Bewertungsnummer: 2291501
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman hat mich sehr begeistert, klug und vielschichtig. 1986 Familie Holtz und Familie Dreyer sind Nachbarn. Man kennt sich aber für eine engere Verbindung ist Familie Holtz zu perfekt und Familie Dreyer im Gegenzug etwas zu gewöhnlich. Die Kinder Hanno und Susanne verbindet eine Freundschaft und sie verbringen viel Zeit miteinander. Nach einer großen Feier von Familie Holtz verändert sich auf einmal so einiges. Susanne zieht sich zurück und Hanno geht weg. 2018 Hanno kehrt zurück um sich um seinen Vater zu kümmern. Die Mutter ist verstorben und der Vater sitzt im Rollstuhl und leidet an Demenz. Hanno ist zunehmend überfordert und sehr froh als Susanne aus dem Nachbarhaus ihre Hilfe anbietet. Susanne lebt immer noch im Haus ihrer Eltern, hier sind beide schon verstorben, sie geht kaum raus und beobachtet das Familienleben der Familie Holtz mit einem Fernglas. So ist sie bestens vertraut mit ihren Gewohnheiten und kann bei der Pflege des Vaters unterstützen. Der Roman erzählt von schwierigen Familienkonstellationen, Schuldgefühlen, Sprachlosigkeit, vom Neid unter Nachbarn, Konflikten unter Generationen untereinander und dem Anspruch immer nach Außen perfekt scheinen zu müssen. Vielschichtige Story, großartig erzählt, einfach ein ganz wunderbarer Roman. Ganz große Empfehlung!

Trautes Heim, Glück allein. Nicht.

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 09.02.2022

Bewertungsnummer: 1653779

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hannos Mutter Sylvia ist verstorben, ermordet vom Hund. Das teilt sie mir sofort zu Beginn des Buches mit und auch, dass es nicht der erste Mordversuch des Hundes war, aber der erfolgreichste. Weil nun ist sie ja tot. Da Carl, Hannos Vater, dadurch alleine ist, kehrt Hanno nach Hause zurück, fast dreißig Jahre war er weg. Aus Gründen. Susanne, die Nachbarstochter wiederum, die war nie weg. Die wohnt nach dem Tod ihrer Eltern immer noch nebenan und beobachtet. Als Hanno Hilfe bei der Pflege von Carl braucht, der dement und auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist Susanne zur Stelle. Auch sie hat ihre Gründe, die sie seit Jahrzehnten verschweigt. Schon der erste Satz ist grandios und zeigt die Richtung an, in die sich die Geschichte entwickelt. Sylvia ist zwar tot, aber ihre Gedanken und Gefühle bekomme ich als Leser mit. Die Story springt zwischen Sylvia, Hanno und Susanne hin und her, dazu noch zwischen den Jahren. Was damals im Jahre 1986 geschah, bleibt lange unklar. Was in 2018 passiert, das bekomme ich hautnah mit. Die Sprünge halten eine gewisse Spannung aufrecht und über allem schwebt eine unterschwellige Gefahr, die ich nicht näher benennen kann. Ich spüre, dass etwas Gewaltiges der Grund dafür ist, dass die Beteiligten zerrissen, zerstört, ja fast schon dysfunktional durch ihr Leben stolpern. Als ich den Grund dann irgendwann erfahre, bin ich entsetzt, aber endlich macht vieles einen Sinn. Die gutbürgerliche Fassade hat lange gehalten. Bis sie es nicht mehr tut. Ein literarischer Genuss, der von mir verdiente fünf Sterne bekommt. Lesenswert!

Trautes Heim, Glück allein. Nicht.

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 09.02.2022
Bewertungsnummer: 1653779
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hannos Mutter Sylvia ist verstorben, ermordet vom Hund. Das teilt sie mir sofort zu Beginn des Buches mit und auch, dass es nicht der erste Mordversuch des Hundes war, aber der erfolgreichste. Weil nun ist sie ja tot. Da Carl, Hannos Vater, dadurch alleine ist, kehrt Hanno nach Hause zurück, fast dreißig Jahre war er weg. Aus Gründen. Susanne, die Nachbarstochter wiederum, die war nie weg. Die wohnt nach dem Tod ihrer Eltern immer noch nebenan und beobachtet. Als Hanno Hilfe bei der Pflege von Carl braucht, der dement und auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist Susanne zur Stelle. Auch sie hat ihre Gründe, die sie seit Jahrzehnten verschweigt. Schon der erste Satz ist grandios und zeigt die Richtung an, in die sich die Geschichte entwickelt. Sylvia ist zwar tot, aber ihre Gedanken und Gefühle bekomme ich als Leser mit. Die Story springt zwischen Sylvia, Hanno und Susanne hin und her, dazu noch zwischen den Jahren. Was damals im Jahre 1986 geschah, bleibt lange unklar. Was in 2018 passiert, das bekomme ich hautnah mit. Die Sprünge halten eine gewisse Spannung aufrecht und über allem schwebt eine unterschwellige Gefahr, die ich nicht näher benennen kann. Ich spüre, dass etwas Gewaltiges der Grund dafür ist, dass die Beteiligten zerrissen, zerstört, ja fast schon dysfunktional durch ihr Leben stolpern. Als ich den Grund dann irgendwann erfahre, bin ich entsetzt, aber endlich macht vieles einen Sinn. Die gutbürgerliche Fassade hat lange gehalten. Bis sie es nicht mehr tut. Ein literarischer Genuss, der von mir verdiente fünf Sterne bekommt. Lesenswert!

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Kleine Paläste

von Andreas Moster

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Matthias Kesper

Thalia Kassel

Zum Portrait

4/5

"Ja, Susanne kommt wieder. Sie ist ja nicht aus der Welt. Nur ein Haus weiter..."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kennen Sie diese Bücher, die man einfach nicht aus der Hand legen kann, obwohl man sie eigentlich gar nicht weiter lesen mag? Die wunderbar geschrieben sind, die aber dermaßen unter die Haut gehen, das es fast eine Qual ist, den Protagonisten, und ihrer Geschichte, zu folgen? So erging es dem Rezensenten jedenfalls mit den "Kleinen Palästen"! Über dreißig Jahre sind vergangen, seit Hanno nach einem, dem letzten großen, Streit, inklusive Tätlichkeiten, sein Elternhaus verließ. Der damals 17-jährige introvertierte junge Mann kehrt, nach dem Tod seiner Mutter, nach Hause zurück. Der ehemals dominante Vater benötigt Hilfe, gezeichnet von der voranschreitenden Demenz, ist er zu einem selbstständigen Leben nicht mehr in der Lage. Im Nachbarhaus lebt, seit Jahren allein, Hannos Freundin aus Kinder- und Jugendtagen, jobbt im Supermarkt, ansonsten dreht sich ihr Dasein vor allem um eines: Ihr Lebensmittelpunkt sind Hannos Eltern. Sie beobachtet sie, ist immer da, am Fenster, oft mit Fernglas, heimlich. Warum? Etwas ist passiert, damals, 1986, etwas, das zwei wohl situierte Mittelschicht-Familien nicht loslässt. Die merkwürdige (Nicht)-Beziehung zwischen Susanne und Hanno, aber auch die, noch einmal, (Nicht)-Beziehung der elterlichen Paare, die selbst nach dem Tod von Susannes Vater nicht aufgebrochen werden kann. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten betritt Susanne Das Haus der Nachbarn, hilft Hanno bei der Pflege des Vaters. Aber die Mauern der Vergangenheit lassen sich nicht so einfach einreissen... Andreas Moster hat mit großer erzählerischer Kraft einen kaum zu ertragenden Roman geschrieben. Der banale Satz: "Die Vergangenheit ist niemals vergangen" beweist seine absolute Gültigkeit! Und das Beste, und Schlimmste, sind Erinnerungen, und, tja, die eigene Familie... Vielschichtig, drei Erzählperspektiven, die sich bestens ergänzen, ein Lese-Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Dazu noch ein Tip: Lesen Sie das Buch jetzt, bevor Sie der Herbst-Blues in die Finger bekommt, aber lesen Sie es - manchmal muss man auch für Bücher stark sein!
  • Matthias Kesper
  • Buchhändler/-in

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"Ja, Susanne kommt wieder. Sie ist ja nicht aus der Welt. Nur ein Haus weiter..."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kennen Sie diese Bücher, die man einfach nicht aus der Hand legen kann, obwohl man sie eigentlich gar nicht weiter lesen mag? Die wunderbar geschrieben sind, die aber dermaßen unter die Haut gehen, das es fast eine Qual ist, den Protagonisten, und ihrer Geschichte, zu folgen? So erging es dem Rezensenten jedenfalls mit den "Kleinen Palästen"! Über dreißig Jahre sind vergangen, seit Hanno nach einem, dem letzten großen, Streit, inklusive Tätlichkeiten, sein Elternhaus verließ. Der damals 17-jährige introvertierte junge Mann kehrt, nach dem Tod seiner Mutter, nach Hause zurück. Der ehemals dominante Vater benötigt Hilfe, gezeichnet von der voranschreitenden Demenz, ist er zu einem selbstständigen Leben nicht mehr in der Lage. Im Nachbarhaus lebt, seit Jahren allein, Hannos Freundin aus Kinder- und Jugendtagen, jobbt im Supermarkt, ansonsten dreht sich ihr Dasein vor allem um eines: Ihr Lebensmittelpunkt sind Hannos Eltern. Sie beobachtet sie, ist immer da, am Fenster, oft mit Fernglas, heimlich. Warum? Etwas ist passiert, damals, 1986, etwas, das zwei wohl situierte Mittelschicht-Familien nicht loslässt. Die merkwürdige (Nicht)-Beziehung zwischen Susanne und Hanno, aber auch die, noch einmal, (Nicht)-Beziehung der elterlichen Paare, die selbst nach dem Tod von Susannes Vater nicht aufgebrochen werden kann. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten betritt Susanne Das Haus der Nachbarn, hilft Hanno bei der Pflege des Vaters. Aber die Mauern der Vergangenheit lassen sich nicht so einfach einreissen... Andreas Moster hat mit großer erzählerischer Kraft einen kaum zu ertragenden Roman geschrieben. Der banale Satz: "Die Vergangenheit ist niemals vergangen" beweist seine absolute Gültigkeit! Und das Beste, und Schlimmste, sind Erinnerungen, und, tja, die eigene Familie... Vielschichtig, drei Erzählperspektiven, die sich bestens ergänzen, ein Lese-Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Dazu noch ein Tip: Lesen Sie das Buch jetzt, bevor Sie der Herbst-Blues in die Finger bekommt, aber lesen Sie es - manchmal muss man auch für Bücher stark sein!

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