Der Verlust ihres Kindes noch vor der Geburt wirft Angelina aus der Bahn. Es fällt ihr schwer, Worte zu finden - sogar ihrem Bruder und Vater gegenüber. Der Wunsch nach Halt und Geborgenheit führt sie von Genf nach St. Gallen zurück, wo sie aufgewachsen ist. Am Grab ihrer Mutter sucht sie Trost. Nichts mehr in ihrem Leben scheint so, wie es einmal war, selbst der Ort ihrer Kindheit hat sich verändert. Derweil zweifelt sie immer mehr an ihrer Liebe zu Maurice in Genf. Als der Vater erkrankt, gelingt es Angelina endlich, ihm vom Verlust ihres Kindes zu erzählen. Kurz darauf stirbt er. Bei der Wohnungsräumung muss sie feststellen, dass die Eltern ein Geheimnis wahrten - eines, für das sie offenbar nie Worte oder den richtigen Zeitpunkt fanden, um es auszusprechen. Nur Rosa, die beste Freundin der Mutter kann weiterhelfen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Zürich
5/5
05.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sonntagsgeschirr
Es ist ein sehr berührendes Buch, einerseits das Thema Verlust und andererseits der Umgang mit der eigenen Kindheit. zeigt auf, wie wenig Geschwister sich gegenseitig äussern können, ganz nach dem Muster des Elternhauses. Erinnert mich sehr an meine eigenen Kindheit, an meine persönlichen Versuche, meine Ehe mit Gesprächen zu retten, die dann ähnlich wie im Buch, mit Abwesenheit des Partners umgangen wurden. Es waren keine Viertausender, die dies verhinderten, es waren Vereine, die den Präsidenten brauchten.
Hat für mich etwas wie einen Spiegel aufgetan!
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