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Schwimmen muss man selbst Wie ich als Arbeiterkind den Weg ins deutsche Fernsehen fand

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.10.2021

Verlag

Penguin

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,3 cm

Gewicht

546 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60201-9

Beschreibung

Rezension

»Ein Buch, das Mut macht.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.10.2021

Verlag

Penguin

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,3 cm

Gewicht

546 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60201-9

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben meiner Schulkameradin

    Normalerweise nutze ich in Rezensionen respektvoll den Nachnamen der Autor*innen, wenn ich über sie spreche. Hier muss ich allerdings eine Ausnahme machen. Pinar Atalay und ich machten zusammen Abitur und waren in der 5. und 6. Klasse auf Geburtstagseinladungsniveau miteinander befreundet, bis die Wahl der zweiten Fremdsprache uns ab der 7. Klasse in unterschiedliche Klassen verfrachtete. In der Oberstufe kreuzten sich unsere Wege nicht mehr auf dem gleichen Niveau. Aber so habe ich natürlich einen ganz anderen Blick auf dieses Buch als der Großteil der Leser*innen. Literaturaffine mögen Pinars Gespräch mit der Autorin Deniz Ohde besonders spannend finden, Politikinteressierte vielleicht das Interview mit Armin Laschet. Mich hingegen berührt am meisten ihr Gespräch mit Werner Damm, unserem Jahrgangsstufenleiter - Pinar übertreibt nicht, wenn sie herausstellt, wie relevant fördernde Lehrer*innen wie er sind für Leute, die nicht komplett aus dem Mainstream kommen. Pinar lässt uns an ihrem Leben Teil haben und zeigt sich als selbstbewusste Person, die sich von Anfang an durchbeißt - nicht zuletzt, weil man ihr ermöglicht, ihren Weg zu gehen. Dabei ist sie findig - ob sie ihre eigene Kinderleihbibliothek etabliert oder sich kreativ die Möglichkeit verdient, sich Reiten als Hobby zu leisten. Dass Pinars Familie weniger wohlhabend war als vergleichbare Familien fiel mir übrigens nie auf. Pinar erwähnt im Buch ihren C64 - und ich erinnere mich, dass ich damals ziemlich neidisch darauf war (und ehrlich gesagt erinnere ich mich sogar an das Spiel "Giana Sisters", das sie ebenfalls erwähnt). Und ich wusste z.B. auch nicht, dass sie während ihrer Grundschulzeit kurz wieder in der Türkei wohnte - das war vor unserer Bekanntschaft und kam irgendwie nie auf. Im September steht die Feier unseres 25-jährigen Abiturs an, und im Gegensatz zu früheren Feierlichkeiten werde ich daran wohl teilnehmen. Ich hoffe mal, dass ehemalige antagonistische Mitschüler*innen (zu denen gehörte Pinar nicht - wir standen uns wohlwollend neutral gegenüber, würde ich behaupten) ähnlich viel Menschlichkeit offenbaren können wie Pinar in diesem Buch - wahrscheinlich waren viele von uns so sehr mit uns und unseren Bubbles beschäftigt, dass wir den Tiefgang der anderen nicht wahrnahmen. Aber Pinar, solltest Du für ein Nachfolgewerk eine LGBTQ-Stimme benötigen, um Kleinstadt-Erfahrungen zu vergleichen, sag Bescheid!

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