Rote Ernte
detebe Band 20292

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Beschreibung

Den Glauben an das Gute im Menschen hat der Continental Op längst verloren, und auch er selbst steht nicht immer auf der richtigen Seite des Gesetzes. San Francisco, wo seine Detektei ihren Sitz hat, ist ein moralischer Sumpf, Korruption ist an der Tagesordnung – und das gilt auch für Personville (besser bekannt als Poisonville), ein schäbiges Bergwerksstädtchen, wohin ihn sein aktueller Auftrag führt. Dort angekommen, muss er feststellen, dass sein Auftraggeber, Don Willsson, Sohn des Stadtpatriarchen, einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Und es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Am Ende des Romans sind 18 Menschen tot, die Erde von Poisonville blutgetränkt – und die Ordnung wiederhergestellt. Ein grandioser Albtraum von einem Krimi und zugleich ein bedeutender politischer Roman, der uns noch heute viel über Korruption, Machtmissbrauch und organisierter Kriminalität zu erzählen vermag.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2021

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12/3 cm

Gewicht

359 g

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2021

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12/3 cm

Gewicht

359 g

Auflage

1

Originaltitel

Red Harvest

Übersetzer

Dirk van Gunsteren

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-12042-1

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Bodo Volle

Thalia Laatzen - Leine-Center

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5/5

Ein Klassiker des Hardboiled-Thrillers

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch wenn Dashiell Hammett gemeinhin als der Begründer der sogenannten „Hardboiled“- Kriminalgeschichten gilt, gebührt diese Ehre doch eigentlich einem Autor namens Carroll John Daly, welcher, wie auch Hammett, im Magazin „Black Mask“ veröffentlichte. Es ist allerdings zweifelsohne Hammetts Verdienst, dieser neuen Spielart des Kriminalromans die literarische Nachhaltigkeit zu verschaffen, die das Genre bis heute – und über die USA hinaus – einflussreich und populär macht.  -- „Hammett gab den Mord den Leuten zurück, die Grund haben zu morden, und nicht nur da sind, um eine Leiche zu liefern.“  --- (Raymond Chandler)      Und Hammett kannte die Gründe, nicht nur fürs Morden. Er war sieben Jahre lang – von 1915 bis 1922 – Angestellter bei Pinkertons.  Diese Erfahrungen verschafften seinen Büchern eine ungeheure Authentizität, nicht nur was die Schilderung von Verbrechen – und deren Aufklärung – angeht, sondern auch seine Wiedergabe des Jargon der Straße, des Slang der Kneipen und Hinterhöfe.    War auch das Wertesystem seines Ermittlers dem seiner Umgebung auf jeden Fall moralisch überlegen, so skrupellos konnte er durchaus bei der Durchsetzung seiner Ziele sein. Der Zweck heiligt hier die Mittel.   Der kleine Ort,  in welchen ihn sein Auftrag führt, beherbergt neben einigen rivalisierenden Gangs einen korrupten Polizeiapparat und einen alten Patriarchen, der  gerne „seine“ Stadt wiedergehabt hätte.   Und genau darin sieht der namenlose Erzähler seine Aufgabe. Geschickt spielt er die verschiedenen Interessengruppen gegeneinander aus – selbst dann noch, als er selbst unter Mordverdacht gerät.  Hier handelt es sich mitnichten um den Kampf Gut gegen Böse/David vs. Goliath, die uns so vertraute und bequeme Trennung zwischen Gut und Böse entfällt hier komplett; es sei denn man ist ein konsequenter Anhänger der Aussage, das der Zweck die Mittel heiligt.  Der Detektiv geht hier genauso eiskalt und rücksichtslos vor wie seine Gegner, ist dabei aber wesentlich effektiver und geht dabei mit einer Kaltblütigkeit vor, die seine Gegner schlichtweg überrascht, da man den unscheinbaren Großstädter immer wieder unterschätzt. Immer wieder haben Kritiker eine politische Komponente in dieses Werk hereingelesen, welches es – und seinen Autor – zumindest in die Nähe des Kommunismus rückte. Und als dann die McCarthy-Mühlen zu mahlen begannen endete Hammett, wie viele andere Künstler dieser Zeit, im Gefängnis. In einer Zeit, in welcher das organisierte Verbrechen zu bisher nie dagewesener Macht gelangte und durch Erpressung und Korruption auch Einfluss auf die Politik nehmen konnte, war diese Geflecht natürlich auch ein oft gewähltes Thema in der Populärkultur, vornehmlich im Hardboiled-Roman, dessen Protagonist sich zwischen den verschiedenen Machtgefügen bewegen mußte, ohne einer der Parteien trauen zu können. Dazu musste er sich zwangsläufig. zumindest vorübergehend, mit einer der Parteien verbünden, um die andere nachhaltig schwächen zu können. Nichts anderes schildert Hammett in „Rote Ernte“, er komprimiert die Geschichte nur in die Grenzen einer Kleinstadt. Er entfernt sich ebenfalls von der bereits etablierten Handlung der reinen Verbrechensaufklärung zu der Bekämpfung des zugrunde liegenden Systems, etwas, das man später als Thriller klassifizierte und Agenten, Spione und zuweilen Söldner in die Kriminalliteratur einführte. Hammetts Konstrukt wurde zur Basis und Inspiration für zahllose Bücher und Filme, was „Rote Ernte ohne Zweifel zu einem der wichtigsten - weil richtungsweisenden – Klassiker der Kriminalliteratur macht.
5/5

Ein Klassiker des Hardboiled-Thrillers

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch wenn Dashiell Hammett gemeinhin als der Begründer der sogenannten „Hardboiled“- Kriminalgeschichten gilt, gebührt diese Ehre doch eigentlich einem Autor namens Carroll John Daly, welcher, wie auch Hammett, im Magazin „Black Mask“ veröffentlichte. Es ist allerdings zweifelsohne Hammetts Verdienst, dieser neuen Spielart des Kriminalromans die literarische Nachhaltigkeit zu verschaffen, die das Genre bis heute – und über die USA hinaus – einflussreich und populär macht.  -- „Hammett gab den Mord den Leuten zurück, die Grund haben zu morden, und nicht nur da sind, um eine Leiche zu liefern.“  --- (Raymond Chandler)      Und Hammett kannte die Gründe, nicht nur fürs Morden. Er war sieben Jahre lang – von 1915 bis 1922 – Angestellter bei Pinkertons.  Diese Erfahrungen verschafften seinen Büchern eine ungeheure Authentizität, nicht nur was die Schilderung von Verbrechen – und deren Aufklärung – angeht, sondern auch seine Wiedergabe des Jargon der Straße, des Slang der Kneipen und Hinterhöfe.    War auch das Wertesystem seines Ermittlers dem seiner Umgebung auf jeden Fall moralisch überlegen, so skrupellos konnte er durchaus bei der Durchsetzung seiner Ziele sein. Der Zweck heiligt hier die Mittel.   Der kleine Ort,  in welchen ihn sein Auftrag führt, beherbergt neben einigen rivalisierenden Gangs einen korrupten Polizeiapparat und einen alten Patriarchen, der  gerne „seine“ Stadt wiedergehabt hätte.   Und genau darin sieht der namenlose Erzähler seine Aufgabe. Geschickt spielt er die verschiedenen Interessengruppen gegeneinander aus – selbst dann noch, als er selbst unter Mordverdacht gerät.  Hier handelt es sich mitnichten um den Kampf Gut gegen Böse/David vs. Goliath, die uns so vertraute und bequeme Trennung zwischen Gut und Böse entfällt hier komplett; es sei denn man ist ein konsequenter Anhänger der Aussage, das der Zweck die Mittel heiligt.  Der Detektiv geht hier genauso eiskalt und rücksichtslos vor wie seine Gegner, ist dabei aber wesentlich effektiver und geht dabei mit einer Kaltblütigkeit vor, die seine Gegner schlichtweg überrascht, da man den unscheinbaren Großstädter immer wieder unterschätzt. Immer wieder haben Kritiker eine politische Komponente in dieses Werk hereingelesen, welches es – und seinen Autor – zumindest in die Nähe des Kommunismus rückte. Und als dann die McCarthy-Mühlen zu mahlen begannen endete Hammett, wie viele andere Künstler dieser Zeit, im Gefängnis. In einer Zeit, in welcher das organisierte Verbrechen zu bisher nie dagewesener Macht gelangte und durch Erpressung und Korruption auch Einfluss auf die Politik nehmen konnte, war diese Geflecht natürlich auch ein oft gewähltes Thema in der Populärkultur, vornehmlich im Hardboiled-Roman, dessen Protagonist sich zwischen den verschiedenen Machtgefügen bewegen mußte, ohne einer der Parteien trauen zu können. Dazu musste er sich zwangsläufig. zumindest vorübergehend, mit einer der Parteien verbünden, um die andere nachhaltig schwächen zu können. Nichts anderes schildert Hammett in „Rote Ernte“, er komprimiert die Geschichte nur in die Grenzen einer Kleinstadt. Er entfernt sich ebenfalls von der bereits etablierten Handlung der reinen Verbrechensaufklärung zu der Bekämpfung des zugrunde liegenden Systems, etwas, das man später als Thriller klassifizierte und Agenten, Spione und zuweilen Söldner in die Kriminalliteratur einführte. Hammetts Konstrukt wurde zur Basis und Inspiration für zahllose Bücher und Filme, was „Rote Ernte ohne Zweifel zu einem der wichtigsten - weil richtungsweisenden – Klassiker der Kriminalliteratur macht.

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