Staatenkonkurrenz und Vernunft
Band 1984
Beck Paperback Band 1984

Staatenkonkurrenz und Vernunft

Europa 1648 - 1789

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Staatenkonkurrenz und Vernunft

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Beschreibung

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.07.2021

Verlag

C. H. Beck

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Erscheinungsdatum

15.07.2021

Verlag

C. H. Beck

Seitenzahl

368 (Printausgabe)

Dateigröße

1439 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406671753

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Was für ein Welttheater!

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 18.01.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Dieser Aktivismus der Kaiser, Könige, Fürsten (und vieles mehr) in den 150 Jahren vor der französischen Revolution - was für ein Welttheater! Ein Hin und Her der Schlachten, der Allianzen, der Listen und Intrigen, der Machtverschiebungen, Machtkämpfe, Machtspiele; und zwar ausgehend von Europa wellenartig sich ausbreitend bis zu den Kolonialstaaten im Osten, im Westen und im Süden. Sehr anregend und unterhaltsam geschrieben, viele Fakten. Es gibt schlicht zu viele Ereignisse, so dass man ziemlich schnell den Überblick verliert. Aber das ist nicht schlimm. Es darf ruhig so wirken, wie es ist: kunterbunt, jeder mit jedem, alle miteinander und gegeneinander. Erstaunlich ist, dass auf diesem Welttheater der Machtspiele die Schweiz quasi abwesend ist: sie lieferte Söldner und hat daran kräftig verdient und wohl den gesamten Staatshaushalt sichergestellt. Aber ansonsten verhielt sie sich wohl diskret im Hintergrund (neutral). Interessant ist, dass trotz all der Kriege, die wohl zur Unterhaltung der Adeligen bzw. des obersten Standes unumgänglich waren, das Gesamtwohl der Bevölkerung sowie der Trend Richtung Aufklärung und Demokratie langsam und langsam wuchsen. In der untersuchten Zeit wechselte das Staatsverständnis vom Absolutismus hin zum König als dem „Diener des Volkes“, den man dann auch als „überflüssig und unnütz“ gleich abschaffen konnte.

Was für ein Welttheater!

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 18.01.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Dieser Aktivismus der Kaiser, Könige, Fürsten (und vieles mehr) in den 150 Jahren vor der französischen Revolution - was für ein Welttheater! Ein Hin und Her der Schlachten, der Allianzen, der Listen und Intrigen, der Machtverschiebungen, Machtkämpfe, Machtspiele; und zwar ausgehend von Europa wellenartig sich ausbreitend bis zu den Kolonialstaaten im Osten, im Westen und im Süden. Sehr anregend und unterhaltsam geschrieben, viele Fakten. Es gibt schlicht zu viele Ereignisse, so dass man ziemlich schnell den Überblick verliert. Aber das ist nicht schlimm. Es darf ruhig so wirken, wie es ist: kunterbunt, jeder mit jedem, alle miteinander und gegeneinander. Erstaunlich ist, dass auf diesem Welttheater der Machtspiele die Schweiz quasi abwesend ist: sie lieferte Söldner und hat daran kräftig verdient und wohl den gesamten Staatshaushalt sichergestellt. Aber ansonsten verhielt sie sich wohl diskret im Hintergrund (neutral). Interessant ist, dass trotz all der Kriege, die wohl zur Unterhaltung der Adeligen bzw. des obersten Standes unumgänglich waren, das Gesamtwohl der Bevölkerung sowie der Trend Richtung Aufklärung und Demokratie langsam und langsam wuchsen. In der untersuchten Zeit wechselte das Staatsverständnis vom Absolutismus hin zum König als dem „Diener des Volkes“, den man dann auch als „überflüssig und unnütz“ gleich abschaffen konnte.

Ein gutes Buch über die Neuzeit zwischen 1648 und 1789

S.A.W aus Salzburg am 15.07.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Zeit zwischen 1648 und 1789 gilt als Zeitalter des Absolutismus. Tatsächlich hat sich in dieser Zeit viel geändert. Nach dem Westfälischen Frieden hatte alle genug von den Religionskriegen, allerdings war Europa noch sehr religiös, die Gegenreformation machte die Kirchen mächtiger den je. Die Adligen waren die herrschende Klasse, die Kirche besaß in einigen Ländern ein Drittel des Landes und des Reichtums. Die Könige verbündeten sich mit dem Bürgertum gegen den Adel, um dessen Privilegien zurückzudrängen und den Staat zu zentralisieren. Dies war besonders in Frankreich stark, Ludwig XIV. übernahm 1661 alle Regierungsgeschäfte, Colbert war sein williger Gehilfe, der die Verwaltung reorganisierte und die Wirtschaft förderte. Davon profitierten viele Städte, binnen weniger Jahre stieg die französische Flotte von 50 auf 650 Schiffe. Mit diesen Reformen begann der Nationalismus, vorher waren die Untertanen einfach ihrem Fürsten verpflichtet, die Territorien waren oft Flickenteppiche, die man ständig durch Kriege zu erweitern suchte. Dies galt vor allem für die Großmacht Spanien, das ein riesiges Heer und die größte Flotte unterhalten musste, um all die verschiedenen Länder und Kolonien zusammenzuhalten. Es mangelte zwar nicht an Gold und Silber, jedoch wurde die Wirtschaftskraft ausgeblutet, sodass 1659 die Führung an Frankreich überging. Es gab zwar nur in England ein Parlament, das vor allem aus tüchtigen Unternehmern und Kaufleuten bestand, aber in allen Ländern regierten die Stände und Zünfte mit, indem sie Druck auf die Fürsten machten. Je besser es einem König gelang, darauf einzugehen und die Stände für sich zu gewinnen, desto effizienter wurde ein Land (Frankreich). Blieben die Fürsten aber ein loser Haufen, dann ging das Land unter (Polen). Nach dem Westfälischen Frieden versuchte man, durch Diplomatie einen neuen Krieg zu vermeiden, England proklamierte die „balance of power“, jeder Gebietsgewinn wurde durch Kompensationen ausgeglichen. Inoffiziell ging die Konkurrenz weiter, das Gleichgewicht benutze England, um Frankreich kleinzukriegen und zu übertrumpfen, was 1763 auch gelang. Frankreich konnte zwar sein Gebiet arrondieren, musste aber alle Träume von einem Kolonialimperium aufgeben, weil England alle seine Kolonien übernahm. Erfolgreich war der Tausch von Lothringen gegen die Toskana, damit war Frankreichs Ostgrenze stabilisiert. Die Gebietspolitik der deutschen Fürsten war noch anational, dies zeigt sich am Versuch der Wittelsbacher, Bayern gegen die österreichischen Niederlande zu tauschen und mit seinen rheinischen Gebieten zu einem neuen Königreich zu verbinden. Die Habsburgerkaiser verloren an Macht, waren nur mehr oberster Schiedsrichter zwischen den Fürsten, aber nicht deren Vorgesetzter.

Ein gutes Buch über die Neuzeit zwischen 1648 und 1789

S.A.W aus Salzburg am 15.07.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Zeit zwischen 1648 und 1789 gilt als Zeitalter des Absolutismus. Tatsächlich hat sich in dieser Zeit viel geändert. Nach dem Westfälischen Frieden hatte alle genug von den Religionskriegen, allerdings war Europa noch sehr religiös, die Gegenreformation machte die Kirchen mächtiger den je. Die Adligen waren die herrschende Klasse, die Kirche besaß in einigen Ländern ein Drittel des Landes und des Reichtums. Die Könige verbündeten sich mit dem Bürgertum gegen den Adel, um dessen Privilegien zurückzudrängen und den Staat zu zentralisieren. Dies war besonders in Frankreich stark, Ludwig XIV. übernahm 1661 alle Regierungsgeschäfte, Colbert war sein williger Gehilfe, der die Verwaltung reorganisierte und die Wirtschaft förderte. Davon profitierten viele Städte, binnen weniger Jahre stieg die französische Flotte von 50 auf 650 Schiffe. Mit diesen Reformen begann der Nationalismus, vorher waren die Untertanen einfach ihrem Fürsten verpflichtet, die Territorien waren oft Flickenteppiche, die man ständig durch Kriege zu erweitern suchte. Dies galt vor allem für die Großmacht Spanien, das ein riesiges Heer und die größte Flotte unterhalten musste, um all die verschiedenen Länder und Kolonien zusammenzuhalten. Es mangelte zwar nicht an Gold und Silber, jedoch wurde die Wirtschaftskraft ausgeblutet, sodass 1659 die Führung an Frankreich überging. Es gab zwar nur in England ein Parlament, das vor allem aus tüchtigen Unternehmern und Kaufleuten bestand, aber in allen Ländern regierten die Stände und Zünfte mit, indem sie Druck auf die Fürsten machten. Je besser es einem König gelang, darauf einzugehen und die Stände für sich zu gewinnen, desto effizienter wurde ein Land (Frankreich). Blieben die Fürsten aber ein loser Haufen, dann ging das Land unter (Polen). Nach dem Westfälischen Frieden versuchte man, durch Diplomatie einen neuen Krieg zu vermeiden, England proklamierte die „balance of power“, jeder Gebietsgewinn wurde durch Kompensationen ausgeglichen. Inoffiziell ging die Konkurrenz weiter, das Gleichgewicht benutze England, um Frankreich kleinzukriegen und zu übertrumpfen, was 1763 auch gelang. Frankreich konnte zwar sein Gebiet arrondieren, musste aber alle Träume von einem Kolonialimperium aufgeben, weil England alle seine Kolonien übernahm. Erfolgreich war der Tausch von Lothringen gegen die Toskana, damit war Frankreichs Ostgrenze stabilisiert. Die Gebietspolitik der deutschen Fürsten war noch anational, dies zeigt sich am Versuch der Wittelsbacher, Bayern gegen die österreichischen Niederlande zu tauschen und mit seinen rheinischen Gebieten zu einem neuen Königreich zu verbinden. Die Habsburgerkaiser verloren an Macht, waren nur mehr oberster Schiedsrichter zwischen den Fürsten, aber nicht deren Vorgesetzter.

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Staatenkonkurrenz und Vernunft

von Gerrit Walther

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