Produktbild: Der Dolmetscher

Der Dolmetscher

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9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Abbildungen

1 Farbabb.

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Gewicht

326 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7534-3371-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Abbildungen

1 Farbabb.

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Gewicht

326 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7534-3371-4

Herstelleradresse


Email: info@bod.de

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    19.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Die Kriegserlebnisse meines Vaters als Dolmetscher

    Die Autorin Isabella Pallavicini, schildert in ihrem beeindruckenden Debütroman "Der Dolmetscher" die wahren Kriegserlebnisse ihres Vaters, begleitet mit fiktiven Personen und Handlungen, die sie sehr interessant zu einer Geschichte aufgebaut hat. Inhalt: Enzo verbringt intensive Kindheitssommer auf Sizilien, bevor er als Kind einer in die Schweiz eingewanderten sizilianischen Familie 1942 zum italienischen Kriegsdienst eingezogen wird. Auch seine Cousins sind als Jagdpilot, Priester im Vatikan und als Kollaborateur der Mafia in zentrale Kriegsereignisse involviert. Enzo wird Zeitzeuge der Invasion Siziliens durch die Alliierten und entschließt sich, auf eigene Faust nach Hause zurückzukehren. In atmosphärisch dichten Bildern ersteht das Leben in Sizilien vor dem Zweiten Weltkrieg, bevor eine ganze Generation nationenübergreifend in einen schrecklichen Krieg hineingezogen wird, der ihnen dennoch die Hoffnung auf Frieden und Freiheit nicht nehmen kann. Der Dolmetscher beruht auf wahren Begebenheiten. Isabella Pallavicini schildert darin die Kriegserlebnisse ihres Vaters vor dem Hintergrund fiktiver Personen, Orte und Handlungen. Meine Meinung: Im Anhang hat die Autorin gut recherchierte Erläuterungen und Fakten zum Zeitgeschehen der Kriegsjahre 1942/43 in Italien zusammengefasst, die mir sehr hilfreich beim Lesen der Geschichte waren. Es gibt viele schöne und unschöne Situationen, in denen Enzo scheinbar seine Leichtigkeit nie verliert, trotz der großen Ungerechtigkeit, die ihm Wiederfahren ist. Ausgerechnet er wird vom Italienischen Militär als Dolmetscher eingezogen obwohl er in der Schweiz geboren wurde. Als Dolmetscher scheint er keinem Kommando zugeordnet zu sein und erschwert ihm zusätzlich das Leben beim Militär. Als sein bester Freund und Cousin während eines Kriegseinsatzes ums Leben kommt, da war der Moment, wo ich sah, dass Enzo an seine Grenzen angekommen ist. Vor der Bombardierung von Lampedusa, gelingt es Enzo gerade noch rechtzeitig zum Festland zu gelangen. Viele tausende Soldaten machten sich in Italien zur selben Zeit wie Enzo auf die Flucht nach Hause. Fazit: Der Autorin ist es wunderbar gelungen, historische Details aus den Kriegsjahren 1942/43 in Italien, packend und chronologisch zu erzählen und ihren Vater sowie die Protagonisten, vielschichtig und sehr glaubwürdig im Handlungsverlauf einzubinden. Das Buch hat alles, was für mich eine lesenswerte Geschichte ausmacht und ein Ende, mit dem ich sehr zufrieden bin. Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    4/5

    20.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Krieg ist immer ungerecht

    Sehr emotional und mit vielen Fakten aus der Familiengeschichte der Autorin versehen ist dieses lesenswerte Buch. Der Protagonist Enzo hat bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ein angenehmes Leben. Seine Familie ist von Italien in die Schweiz ausgewandert, führt dort ein Leben in Zufriedenheit und Wohlstand. Nur in den Ferien geht es nach Italien zur Verwandtschaft. Sogar in Deutschland studieren kann der Filius, keine Selbstverständlichkeit damals. Aber dann bricht der Krieg aus, Enzo wird eingezogen und gezwungen, für Italien und damit die Faschisten zu kämpfen. So schnell wie möglich will er diesem Grauen entkommen. Spannend erzählt und gut zu lesen fand ich diese berührende Geschichte.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    22.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Zweite Weltkrieg aus italienischer Sicht - spannend und emotional

    „...Öffentlich äußert er sich nicht darüber, aber im Geheimen hasst er die Faschisten. Er sagt es mir nie deutlich, aber er macht Anspielungen und ich verstehe ihn...“ Enzo, der eigentlich in der Schweiz lebt, unterhält sich mit seinem Cousin Luca, als er wieder einmal während der Ferien bei den Verwandten auf Sizilien ist. Wir schreiben das Jahr 1936. Die Lage ist angespannt. Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben und dabei ein Stück eigene Familiengeschichte verarbeitet. Das Buch lässt sich flott lesen. Der Schriftstil passt sich der Situation an. Stellenweise unterstützt er die spannende Handlung, andererseits lässt er Raum für abwechslungsreiche Gespräche. Enzos Verwandte gehören zur gehobenen Gesellschaft. Außerdem sind sie weit verstreut. Ein Onkel lebt mit seiner Familie in Amerika. Dadurch hat die Autorin die Möglichkeit, das Geschehen der letzten Kriegsjahre aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. 1941 wird Enzo Student an der Fachhochschule für Textilindustrie in Cottbus. Er findet Freunde, die dem Regime kritisch gegenüberstehen. Als er in den Semesterferien in die Schweiz zurückkehrt, trifft es ihn hart. Da er nach wie vor italienischer Staatsbürger ist, wird er mit sofortiger Wirkung zur italienischen Armee eingezogen. Wegen seiner Sprachkenntnisse wird er als Dolmetscher nach Rom beordert. Dort erkennt er: „...Es war nicht nur die Sprache, vielmehr das Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Kulturen. Südländer trafen auf Nordländer. Italienisches Temperament stieß auf deutsche Arroganz...“ Enzo, der in beiden Kulturen gelebt hat, wirkt als Vermittler und erarbeitet sich auf beiden Seiten ein gutes Ansehen. Das gilt auch für seine nächste Station, die Insel Lampedusa. Immer wieder wird die Handlung an andere Orte verlagert. So erfahre ich eine Menge über die geheime Arbeit von Priestern des Vatikan, aber auch über die Rolle, die italienische Emigranten bei der Landung der Alliierten auf Sizilien gespielt haben. Wichtige Kriegsereignisse wie die Bombardierung des Hafens von Bari erlebt Enzo hautnah. Danach entschließt er sich die Armee zu verlassen und in die Schweiz zurückzukehren. Ausführlich wird die beschwerliche Reise beschrieben. Im Text sind Briefe eingebunden, die während des Krieges geschrieben worden sind. Sie geben dem Buch eine zusätzliche Authentizität. Auch Tod und Trauer werden nicht ausgespart. Im Nachwort werden die politischen Zusammenhänge nochmals ausführlich erläutert. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, dass viele Dinge aus italienischer Sicht anders bewertet wurden als aus deutscher.

  • iGirl

    4/5

    28.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mafia, Vatikan und der Krieg

    Gleich zu Beginn des Buches lernen wir Enzo, den Protagonisten kennen. Luca und Enzo sind dicke Kinderfreunde und doch sieht das Schicksal völlig verschiedene Lebenswege für die beiden vor. Anfangs scheint es so als würde für Enzo alles ganz gut laufen: der Studienbeginn in Deutschland mit seinen internationalen Kommilitonen, den neuen Freunden, der Musik und nicht zuletzt mit der Liaison mit Luise. Doch urplötzlich und unerwartet kommt Enzos Einberufung als Dolmetscher zur italienischen Armee allem in die Quere. Enzos sympathische Art und Hilfsbereitschaft hilft ihm während des Krieges Freundschaften zu Italienern und Deutschen zu schließen. Mit zunehmendem Kriegsverlauf fällt der den Entschluss wieder zurück in die Schweiz zu kommen. Allgegenwärtig ist der Einfluss von Enzos Familie, die bis hinein in den Vatikan reicht. Immer, wenn es darauf ankommt, dann hilft jemand aus der Familie, teils auch durch mafiöse Unterstützung. Das Leben in Sizilien und die Feste der Familie mit schier unendlicher Menge an leckerem Essen und Trinken sind wunderbar dargestellt. Manche Tradition, z.B. das Thunfisch-Gemetzel, mutet sonderbar an, ist aber für die Einheimischen ganz normal. Ebenso werden Zahlungen an die Mafia als gegeben hingenommen, wenn auch teils als probates Mittel, um Repressalien zu entgehen. Leichtfüßig und bildhaft wird Enzos Lebensweg während des 2. Weltkriegs geschildert. Viele Figuren und Begebenheiten ziehen sich durch das aufregende Leben Enzos während des Krieges. Einige Handlungsstränge bleiben offen, viele finden zueinander. Der Handlungsverlauf wirkt authentisch, teilweise ein wenig dokumentarisch. Da hätte mir manchmal die Vermittlung von etwas mehr Gefühl besser gefallen, um einen besseren Bezug zu den handelnden Personen zu erhalten. Die Dynamik des Schreibstils, teils schildernd, teils über Dialoge, teils in Briefen lässt keine Langeweile aufkommen. Gut fand ich, im Anhang, die ergänzenden geschichtlichen Hintergründe, die sich in der Geschichte verpackt wiederfinden. Auch das Ende der Geschichte hat mir gut gefallen. Mein Fazit: Die Autorin, Isabella Pallavicini, hat ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte geschrieben und darin die Kriegserlebnisse ihres Vaters eingearbeitet. Das ist gut gelungen.

  • iGirl

    aus Bad Nauheim

    4/5

    28.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mafia, Vatikan und der Krieg…

    Mafia, Vatikan und der Krieg Gleich zu Beginn des Buches lernen wir Enzo, den Protagonisten kennen. Luca und Enzo sind dicke Kinderfreunde und doch sieht das Schicksal völlig verschiedene Lebenswege für die beiden vor. Anfangs scheint es so als würde für Enzo alles ganz gut laufen: der Studienbeginn in Deutschland mit seinen internationalen Kommilitonen, den neuen Freunden, der Musik und nicht zuletzt mit der Liaison mit Luise. Doch urplötzlich und unerwartet kommt Enzos Einberufung als Dolmetscher zur italienischen Armee allem in die Quere. Enzos sympathische Art und Hilfsbereitschaft hilft ihm während des Krieges Freundschaften zu Italienern und Deutschen zu schließen. Mit zunehmendem Kriegsverlauf fällt der den Entschluss wieder zurück in die Schweiz zu kommen. Allgegenwärtig ist der Einfluss von Enzos Familie, die bis hinein in den Vatikan reicht. Immer, wenn es darauf ankommt, dann hilft jemand aus der Familie, teils auch durch mafiöse Unterstützung. Das Leben in Sizilien und die Feste der Familie mit schier unendlicher Menge an leckerem Essen und Trinken sind wunderbar dargestellt. Manche Tradition, z.B. das Thunfisch-Gemetzel, mutet sonderbar an, ist aber für die Einheimischen ganz normal. Ebenso werden Zahlungen an die Mafia als gegeben hingenommen, wenn auch teils als probates Mittel, um Repressalien zu entgehen. Leichtfüßig und bildhaft wird Enzos Lebensweg während des 2. Weltkriegs geschildert. Viele Figuren und Begebenheiten ziehen sich durch das aufregende Leben Enzos während des Krieges. Einige Handlungsstränge bleiben offen, viele finden zueinander. Der Handlungsverlauf wirkt authentisch, teilweise ein wenig dokumentarisch. Da hätte mir manchmal die Vermittlung von etwas mehr Gefühl besser gefallen, um einen besseren Bezug zu den handelnden Personen zu erhalten. Die Dynamik des Schreibstils, teils schildernd, teils über Dialoge, teils in Briefen lässt keine Langeweile aufkommen. Gut fand ich, im Anhang, die ergänzenden geschichtlichen Hintergründe, die sich in der Geschichte verpackt wiederfinden. Auch das Ende der Geschichte hat mir gut gefallen. Mein Fazit: Die Autorin, Isabella Pallavicini, hat ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte geschrieben und darin die Kriegserlebnisse ihres Vaters eingearbeitet. Das ist gut gelungen.

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