Produktbild: Auto

Auto

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17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.08.2021

Verlag

Braumüller Verlag

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

3137 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783992003105

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.08.2021

Verlag

Braumüller Verlag

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

3137 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783992003105

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  • Bewertung

    aus Luckenwalde

    5/5

    08.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anhalten im Leben

    "Auto" von Christina Walker ist ein Buch, an das ich ganz sicher noch lange zurückdenken werde. Busch ist ein Vertreter, der nicht mehr reist, erst fährt er nicht mehr Auto, dann möchte er gar keinen Ortswechsel mehr. Sein Auto steht im Hof unter dem Fenster seiner Wohnung und Busch sitzt darin. Der alte Mercedes und Busch versuchen sich in Bewegungslosigkeit. Nachbarn, Frau und Sohn sind irritiert, was ich mir so sehr gut vorstellen konnte. Es ist ein Buch wie ein Theaterstück, wir verlassen fast gar nicht die Bühne, sondern bleiben beim Auto. Busch ist irgendwie aus dem Raster gefallen, er funktioniert nicht mehr wie vorgesehen. Um überhaupt mit seinem Leben zurechtzukommen, stellt er sich Regeln auf und versucht diese zu verfolgen. Mit Busch reisen wir in seine Vergangenheit und können dadurch einige Zusammenhänge besser greifen und begreifen, aber ganz viel bleiben wir mit ihm im Heute und Jetzt und erkunden seine innersten Gedanken. Das ist so intensiv geschrieben, mit jedem Satz wird eine Aussage getroffen. Busch hat jetzt Zeit und beobachtet und reflektiert und wartet. Die Beobachtungen sind sehr intensiv und detailliert, ob es den Alltag seiner Frau und seines Sohnes betrifft, als auch einer Ameisenkolonie, die er beobachtet und auch füttert. Der Blick auf die Details des Alltags ist sehr scharf und fokussiert und brachte mich oftmals zum Nachdenken. Busch wartet auch auf keine Veränderung im Äußeren, er wartet irgendwie auf sich selbst, auf sein Leben, auf etwas, was ihm in der Hektik des Alltags verloren gegangen ist. Das Ende der Erzählung hat mich nochmals etwas überrascht, aber jedes andere hätte es wohl ebenso. Mir hat das Buch so sehr gefallen, da waren so viele Gedanken und Gefühle eingebettet, über die es sich nachzudenken lohnt, dass ich es ganz sicher nochmals lesen werde. Ein Buch für Leser, die nicht nach Action suchen, sondern eher nach Reflexion und tiefgründigen Gedanken.

  • Bewertung

    5/5

    07.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Entschleunigung - radikal und ruhig zugleich

    Der Klappentext klingt besonders und genauso ist dieses wundervolle Buch. Unser Protagonist will entschleunigen und lebt deshalb in einem alten fahruntüchtigen Mercedes. Frau und Kind leben weiterhin in der Wohnung, die er nur selten und kurz aufsucht, und wir lernen im Laufe der Geschichte einige Methoden der Kommunikation und „Alltagsstrukturen“ einer Familie mit diesen ungewöhnlichen Lebensumständen kennen. Als seine Frau mit seinem Sohn wegfährt, stellen sie ihn mit einer kleinen Überraschung auf die Probe und er muss über sich hinaus wachsen. Ebenso lernt die Regeln unseres Protagonisten kennen, welche er sich selbst auferlegt, um besser zu beschleunigen. Begleitet werden wir nach einiger Zeit von dem absoluten Gegenteil seiner derzeitigen Situation, den Ameisen auf dem Innenhof, von denen jede Ameise ihren Platz in der Gesellschaft kennt. Ein Buch mit viel Ruhe und Entschleunigung, die auch mir als Leser gegeben wurde. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber schafft durch seine Art ein langsameres Lesen, welches sehr gut mit dem Inhalt harmoniert. Es gibt sowohl humorvolle, nachdenklich und philosophische als auch traurige Stellen und ich möchte es sehr bald erneut lesen. Es hat mich begeistert und nachdenklich gemacht.

  • Bewertung

    5/5

    03.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehnsucht nach dem Nichts

    Stillstand, Ruhe, Zurückgezogenheit - es passiert kaum etwas, warten, auf was? Was soll sich ändern? Ist es ein Burnout? Ein Rückzug von der Welt? Ein langsamer Tod? In unserer bewegten Welt ist diese Lebensweise des Herrn Busch - ein Rückzug in sein stehendes Auto im Hof eines Mehrfamilienhauses - doch sehr ungewöhnlich. Erstaunlich, dass unser Protagonist nicht mehr Abwehr oder gar Übergriffe von Anwohnern oder seiner Familie zu spüren bekommt. Seine Gattin Susanne und auch sein Sohn Matti haben sich eingerichtet, auch wenn sie immer wieder versuchen, ihn aus seinem freiwilligen Exil heraus zu lotsen und in sein / ihr altes Leben wieder einzubeziehen. Was ist der Sinn des Daseins? Was ist das Ziel? Diese Fragen stellen sich dem Leser automatisch, wenn er das Verhalten des skurrilen Aussteigers Busch betrachtet. Und auch, wenn man diesen Wunsch nach Einsamkeit, Kontaklosigkeit und Regelhaftigkeit nicht teilt, ist es doch beeindruckend zu sehen, mit welcher Energie und Entschlossenheit er seinen neuen Weg durchsetzt. Wird die Familie wieder zueinander finden und werden sie die Barrieren überwinden? Wird Busch die Eigenschaften des von ihm so hochgeschätzten Ameisenvolkes übernehmen können? Ein kleines, ruhiges Buch, in dem auf der Handlungsebene nicht viel passiert, das aber trotzdem immer wieder zum Nachdenken und Überdenken der eigenen Position anregt. Eine sprachlich sehr ansprechende Erzählung voller poetischer Bilder und origineller und witziger Ideen und außerdem eine Leseempfehlung jenseits von Action und Schnelllebigkeit.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    4/5

    11.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Busch braucht Zeit

    „Und genau das brauchte er. Mehr Zeit. (S. 186/187). Aber für was eigentlich? Das weiß Busch auch noch nicht so genau. Seine Vertretertätigkeit hat er gekündigt, seine Wohnung nutzt er nur noch für die allernötigsten Dinge. Er zieht in seinen alten, nicht mehr fahrtauglichen Mercedes, der auf dem Hof steht und beschließt, nur noch absolut erforderliche Bewegungen auszuführen. Er verordnet sich ein Höchstmaß an Stillstand. Die Situation ist skurril, Busch ein verschrobener Typ, der keiner Ameise etwas zuleide tun möchte, nicht mehr weiter weiß und völlig blockiert ist. Stück für Stück erfahren wir einzelne Schnipsel aus seinem vergangenen Privat- und Berufsleben. Aus dem Auto heraus beobachtet Busch sehr genau seine Umgebung im Hof, seine Nachbarn und zufällig vorbeikommende Passanten. Er denkt über die Ameisen am Nachbargrundstück ebenso nach wie über die Löcher im Dach seines Mercedes und über den Sinn des Lebens. Verhaltensregeln, die er sich selbst stellt, geben ihm Orientierung in dieser schwierigen Zeit. Letztendlich hofft Busch, dass der Stillstand ihm zeigen wird, wie es weitergehen kann. Regelrecht irritierend gestalten sich die Beziehungen zu seiner Ehefrau und seinem Sohn, deren mündliche Kommunikation fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Auto ist ein klug komponierter, fragmentarischer Roman, der dazu einlädt über das Leben in unserer Gesellschaft nachzudenken. Beim Lesen war ich oft traurig, musste aber auch des öfteren schmunzeln und manchmal einfach nur innerlich den Kopf schütteln. Vieles bleibt in dieser Geschichte offen und wird nicht auserzählt. Das ist meiner Meinung nach zugleich Schwäche und Stärke des Romans. Das Ende besticht durch seine traurige Poesie. Ich hätte mir jedoch sehr gewünscht zu wissen, wie es mit Busch weitergeht. Aber gerade diese Offenheit schafft zugleich den Raum für eigene Gedanken und führt letztendlich dazu, sich mit Buschs Ansichten und seiner Situation tiefer auseinanderzusetzen.

  • Bewertung

    4/5

    10.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Choreografie des Sinns

    „Manchmal ist die Zeit ein kalter Hauch.“ – Busch hat jetzt viel Zeit in seinem selbst auferlegten Stillstand, die Zeit und sich selbst sowie das Außenherum detailliert zu beobachten. Er ist aus dem Hamsterrad ausgestiegen – früher war er Vertreter für die Verlagsbranche, kilometerweit ist er mit seinem Mercedes gefahren, bis er beschlossen hat, zu entschleunigen. Erst ist er auf den Zug umgestiegen, bis er ganz ausgestiegen ist. Misstrauisch beäugt von den Nachbarn wohnt er jetzt im stillgelegten Mercedes im Hof – nur zum Essen und Duschen kommt er noch in seine Wohnung, in der seine disziplinierte Frau Susanne und sein Sohn Matti wohnen. Ansonsten ist nun der Hinterhof sein eigener Mikrokosmos geworden, in dem jede Veränderung in der Langsamkeit wahrgenommen wird. Innerhalb der Familie wird nicht viel über seinen Ausstieg gesprochen, es scheint eine Engelsgeduld zu herrschen, doch das täuscht. Nicht nur sein Psychologe, mit dem Busch wöchentlich telefoniert, möchte ihn zurück auf die 'richtige Spur' schicken, doch er verfolgt einen ganz eigenen Stillstand-Plan mit selbst erteilten Regeln (Regel 2: Alle Eigenbewegung auf das Nötigste und Wichtigste reduzieren. Regel 8: Warten und dankbar sein. Und dankbar fürs Warten sein.) und dem präzisen Beobachten des Himmels und der Ameisenkolonie im Hof – die Tiere folgen ohne Pause oder Hinterfragen ihrer Schwarmintelligenz, jede Ameise hat ihre Aufgabe, innere Ordnung und ihren Sinn: „Ameisen funktionieren in Formation. Da schert keine aus. Und das ist stets sinnvoll und nützlich für sie. Das ist die Choreografie des Sinns schlechthin.“ S. 31 In assoziativen Rückblenden wirft die Autorin Christina Walker kleine, liebevolle Schlaglichter auf den gutmütigen Protagonisten und seine Vergangenheit im Berufs- und Eheleben – sie zeichnet kein vollständig interpretierbares Bild seiner Beweggründe und trotzdem ist ihr eine berührende und tiefgründige Parabel auf unsere Hochleistungs-Gesellschaft mit ihren festgelegten Normen gelungen. Was wird als krankhaft oder normal angesehen? Wie reagiert das unmittelbare Umfeld auf einen Übergang in einem Menschenleben, das beschließt, sich teilweise der Gesellschaft abzuwenden? Mit subtilem Humor und einer Brise Lakonie sowie einer philosophisch angehauchten Poesie folgt der Leser berührt den teils obskuren und doch so feinsinnigen Gedankengängen von Busch, wenn er nicht nur seinen Körper und seine Befindlichkeiten, sondern auch die Tiere und Menschen aus seinem Rückzugsort Mercedes ins kleinste Detail beobachtet oder wenige abgezählte Schritte zum Supermarkt wagt. Dabei stand sein Auto mal für Schnelligkeit und Mobilität – alles Dinge, denen sich Busch nun entzieht, um vielleicht durchlässig und unsichtbar zu werden. Er betrachtet sein Leben nun aus einem anderen Blickwinkel und tariert das Da-Sein aus. Die einzigen Konstanten in seinem Tagesablauf sind der tägliche Apfel und die Wettervorsage sowie das Beobachten der Ameisen sowie der Schrullen der Nachbarn. Mit knappen, präzisen und wohlkomponierten Sätzen entwirft Christina Walker eine tragikomische, bewegende und mehrdeutige Geschichte über das Aussteigen und einer Sinnkrise, die zum Nachdenken und Reflektieren einlädt. Und der ruhige Roman sollte entschleunigt gelesen werden, da es so viele subtil-zarte Beobachtungen und lebenskluge Metaphern zu entdecken gibt. Ein feines, weises und lesenswertes Debüt, das sich auf verschiedene Arten interpretieren lässt und so schnell gedanklich nicht loslässt. „Und er glaubt an die Liebe und daran, dass sie einem Bahnhof gleicht. Hin und her, empfänglich für Zugluft und Hoffnung gleichermaßen. Und manchmal so unsterblich wie ein Ameisenvolk.“ S. 155

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