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Das Patriarchat der Dinge

Warum die Welt Frauen nicht passt

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Beschreibung

Unsere Umwelt wurde von Männern für Männer gestaltet. In ›Das Patriarchat der Dinge‹ öffnet Rebekka Endler uns die Augen für das am Mann ausgerichtete Design, das uns überall umgibt. Und sie zeigt, welche mitunter lebensgefährlichen Folgen es für Frauen hat. Unsere westliche Medizin ist beispielsweise – mit Ausnahme der Gynäkologie – auf den Mann geeicht: von Diagnoseverfahren und medizinischen Geräten bis hin zur Dosierung von Medikamenten. Aber auch die Dummys für Crashtests haben den männlichen Körper zum Vorbild – und damit das ganze Auto samt Airbags und Sicherheitsgurten. Der öffentliche Raum ist ebenso für Männer gemacht: Architektur, Infrastruktur und Transport, sogar die Anzahl öffentlicher Toiletten oder die Einstellung der Temperatur in Gebäuden.
Wer überlebt einen Herzinfarkt? Wer friert am Arbeitsplatz und für wen ist dieser gestaltet? Für wen sind technische Geräte leichter zu bedienen? Das Patriarchat ist Urheber und Designer unserer Umwelt. Wenn wir uns das bewusst machen, erscheinen diese Fragen plötzlich in einem neuen Licht.

»Rebekka Endler zeigt die Ungerechtigkeiten unserer materiellen Welt.« DIE ZEIT, SACHBUCHBESTENLISTE

»Ein Augenöffner.«
Christian Ewers, STERN

»Ein bemerkenswertes Buch«
Bettina Böttinger, KÖLNER TREFF

»Rebekka Endler erzählt […] mit Ironie und Humor von den unhinterfragten Ungerechtigkeiten im Alltag zwischen Frau und Mann.«
NDR KULTUR

»Selten habe ich ein Sachbuch so hässig geliebt.«
Anna Rosenwasser, SRF KULTUR

»Mehr als feministische Literatur: Dieses Sachbuch ist ein wahnsinnig wertvoller, gut recherchierter Augenöffner, von dem man kaum mehr loskommt.«
Lara Stoll, INTERVIEW BY RINGIER

»[Rebekka Endlers] Buch ist spannender als mancher Roman und brisanter ohnehin.«
Linus Volkmann, MUSIKEXPRESS

»Schlag auf Schlag liefert Rebekka Endler Beispiele, die sie mit aktuellen Studien, Interviews und oft witzigen Blicken in die Geschichte unterfüttert. Bei all dem hält sie gekonnt die Balance zwischen angemessenem Sarkasmus, journalistischer Neugier und Aufklärungswillen, und liefert dazu noch nette Zeichnungen.«
Anette Schneider, NDR KULTUR

»[Rebekka Endler] beschreibt ein Unbehagen, das ich selbst oft spüre. (…) Mir hat dieses kurzweilig zu lesende Buch gezeigt, dass mit meinem Gefühl alles stimmt. Die Welt ist nicht für Frauen gemacht. Das fällt mir jetzt an noch viel mehr Stellen unangenehm auf.«
Johanna Heller, HEBAMMENFORUM

»Rebekka Endlers Buch ist lesenswert, weil es an alltäglichen Beispielen anschaulich macht, dass hinsichtlich einer geschlechtergerechten Gestaltung unserer Umwelt noch viel Luft nach oben ist.«
Thomas Wagner, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

»Wer schlagkräftige und alltagsnahe Argumente für die anhaltende Notwendigkeit des Feminismus sucht, findet diese in ›Das Patriarchat der Dinge‹.«
Miriam Scheibe, TAZ FUTUR ZWEI

»Es ist eine unglaubliche Fülle an Tatsachen, die die Journalsitin Rebekka Endler zusammengetragen hat, die allesamt belegen, dass die Welt für Frauen nicht gemacht ist.«
Wolfgang, Ritschl, Ö1 KONTEXT

»Rebekka Endler über eine Welt, die sich nach Durchschnittsmännern richtet.«
Alexander Diehl, TAZ

»Endler macht deutlich, wie schwer es ihr selbst als Frau fällt, sich in einer für Männer gedachten und gemachten Welt zu bewegen und zu behaupten.«
Andreas Hartmann, DER FREITAG

»Rebekka Endler zeigt die Ungerechtigkeiten unserer materiellen Welt.«
DIE ZEIT SACHBUCHBESTENLISTE

»Rebekka Endler macht in ›Das Patriarchat der Dinge‹ humorvoll auf den Sexismus aufmerksam, der Gegenständen innewohnt.«
Julia Hubernagel, TAZ

»Rebekka Endler hat ein wichtiges Plädoyer für ein Umdenken im Design, in der Medizin und in der Konzeption unseres Alltags geschrieben.«
Kristian Teetz, REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND

»Nicht nur patriarchale Strukturen nimmt die Autorin in den Blick, sondern ebenso Kapitalismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit. Das Buch zeigt gut, wie verschiedene Unterdrückungsformen ineinanderwirken - und wo sie sich unterscheiden.«
Claudia Lindner, L-MAG

»Das Buch lädt einfach dazu ein, die eigene Umwelt auch mal genauer zu betrachten, zu hinterfragen und vielleicht auch ein bisschen zu verändern.«
Katharina Mild, RADIO BREMEN

»Der Mann ist das Maß aller Dinge. Wer‘s nicht glauben kann sollte das angemessen wütende und herrlich humorvolle Buch von Rebekka Endler lesen«
Barbara Knopf, B5 KULTUR

»Rebekka Endler hat [...] eine beeindruckende Bandbreite an Beispielen recherchiert.«
Max Bauer, SWR2 AM MORGEN

»Rebekka Endler zeigt auf, dass unsere Umwelt von Männern für Männer gestaltet wurde.«
Sabrina Holland, THE CURVY MAGAZIN

»In ›Das Patriarchat der Dinge‹ öffnet Rebekka Endler uns die Augen für das am Mann ausgerichtete Design, das uns überall umgibt. Und sie zeigt, welche mitunter lebensgefährlichen Folgen es für Frauen hat.«
Susanne Wellner, MEIN SAMSTAG

»In diesem System stimmt grundsätzlich etwas nicht und das legt die Autorin Rebekka Endler in ihrem Buch ›Das Patriarchat der Dinge‹ offen.«
Julia Dührkop, GOSLARSCHE ZEITUNG

»›Das Patriarchat der Dinge‹ verspricht einen Überblick über patriarchisch geprägtes Design, bietet jedoch viel mehr als das.«
Julia Ingold, ANALYSE UND KRITIK

»Ihr provokativer Tonfall ist maßgeblicher Charakterzug eines Buchs, das sich unterhaltsamer und spannender als mancher Roman liest.«
Linus Volkmann, KAPUT MAGAZIN

»Rebekka Endler zeigt die Gefahr männlicher Normen für Frauen – etwa bei Medikamenten oder Airbags. Und dass ein Umdenken dringend nötig ist.«
Jutta Koch, COSMIA

»Augenöffnenden Lektüre«
Birgit Strahlendorff, Frauen im DBB

»Augenöffnenden Lektüre«
Birgit Strahlendorff, Frauen im DBB

»Trägt zum Verständnis von Machtstrukturen und Asymmetrien bei.«
Daphne Blauwhoff, SCHWÄBISCHES TAGBLATT

»Mir hat dieses lustig und klug geschriebene Buch einen wacheren Blick auf die Welt geschenkt. Ein Highlight, ich kann dieses Buch allen nur ans Herz legen.«
Shida Bazyar, TRIERISCHER VOLKSFREUND

Details

Verkaufsrang

10680

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.06.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

10680

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.06.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,4 cm

Gewicht

332 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6629-8

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Das Patriarchat der Dinge und alles andere

Miss Pageturner am 10.09.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem ich letztes Jahr Unsichtbare Frauen las und es mich nicht vollständig überzeugen konnte, wurde mir im Anschluss mehrfach Das Patriarchat der Dinge empfohlen. Dementsprechend war ich mehr als neugierig, ob dieses Buch das Thema überzeugender behandeln würde, als das vorherige. Eine Welt gemacht von Männern für Männer Worum geht es in diesem Sachbuch überhaupt? Hinter dem fast schon poetischen Titel versteckt sich im Grund eine einzige Geschichte, nämlich die, dass unsere Welt von Männer für Männer gestaltet wurde und noch immer wird. Sei es Stadtplanung, Medizin oder schlicht das Design von Alltagsgegenständen, der weiße cis Mann ist die Norm und Frauen werden entweder gar nicht extra berücksichtigt (häufigster Fall) oder werden als absonderliche Anomalie betrachtet und bekommen eine lediglich verkleinert und pink angemalte Version angeboten, Stichwort shrink it and pink it. Das ist im besten Fall ärgerlich und unpraktisch für Frauen, die Gegenstände nutzen müssen, die nicht für sie gedacht ist, im schlimmsten Fall ist es jedoch lebensbedrohlich, nämlich dann, wenn Sicherheitsvorkehrungen und Konzepte beispielsweise im Auto die weibliche Anatomie ignorieren oder in der Medizin die Wirkung von Medikamenten nur an männlichen Körpern (sowohl bei Versuchstieren, als Menschen) getestet werden. Wer da noch behauptet, wir bräuchten keine Feminismus Bewegung mehr, sollte dringend dieses Buch lesen, denn Endler führt wirklich zahlreiche Beispiele auf, die zeigen, wie sehr Frauen auch im Alltag noch benachteiligt werden. Was der Autorin ebenfalls gut gelingt ist, die Verknüpfungen des Patriarchats und des Kapitalismus aufzuzeigen. Es mag zwar wenig überraschen, dass beide Hand in Hand gehen, doch hier bekommt man nochmal genaustens die direkten Auswirkungen dieser unseligen Paarung aufgezeigt. Rebekka Endler ist wütend, sehr wütend Wenn man von eben erwähnten lebensgefährlichen Datenlücken in Medizin, Katastrophenschutz und Sicherheit absieht, mögen all diese kleinen und großen Benachteiligen im einzelnen vielleicht nicht dramatisch sein und nein, ich sterbe nicht, weil in meine Jeanstaschen nichts außer ein paar Münzen passt, nichtsdestotrotz macht die Summe all dieser Benachteiligungen wütend. Zumal ja vieles davon einfach zu lösen wäre, wenn Frauen nur endlich mal mitgedacht werden würde. Und nur weil es vielleicht nichts lebensentscheidendes ist, ob ich als Frau z.B bei einer Gesundheitsapp mitbedacht erde oder nicht, heißt es doch nicht, dass man dies nicht kritisieren darf und ob der Ungerechtigkeit nicht verärgert sein darf. Wir Frauen haben also einen guten Grund wütend zu sein und ein Recht, dass man unsere Wut wahrnimmt. Dementsprechend hat auch Rebekka Endler allen Grund dazu, wütend zu sein und ja auch, diese Wut in ihr Buch einfließen zu lassen und sprachlich auch mal ausfallend zu werden. Das muss nicht jeder mögen, ist aber zu akzeptieren. Was in meine Augen jedoch nicht ok ist, ist bei all der Emotionalität des Themas die Recherche zu vernachlässigen und das geschieht in diesem Buch leider ein paar mal. Häufiger betrachtet sie bestimmte Beispiele aus einem sehr einseitigen, ihrer Argumentation zuträglichem Blickwinkel und lässt größere Kontexte außer Blick. Zum Beispiel erwähnt sie ein in Frauenhaut gebundenes Medizinbuch aus dem 19. Jh. und wirft dem Arzt, der dieses herstellte die krudesten Gewalt- und Rachefantasien vor. Dass das Binden, gerade von Medizinbüchern in Menschenhaut im 19. Jh. zwar nicht in Massen geschah, aber doch gängige Praxis (und nicht mit denselben moralischen Tabus belegt war, wie heute) war und dafür mehrheitlich die Haut von verstorbenen Männern verwendet wurde, erwähnt sie nicht. Tatsächlich haben viele derjenigen, deren Haut nach ihrem Tod als Einband endete, diese zu Lebzeiten genau dafür verkauft. Daher stammt auch das Sprichwort “seine Haut zu Markte tragen“. Durch das Weglassen dieses Kontextes, erscheint Endlers Beispiel jedoch in einem ganz anderen Licht, liest sich ihr Text doch jetzt so, als ob ausschließlich Frauen von sadistischen Ärzten als Form von Rache an dem gesamten weiblichen Geschlecht, gegen ihren Willen gehäutet wurden. Und solcherart Beispiele finden sich häufiger. Es ist völlig ok auch in einem Sachbuch emotional zu sein, trotzdem sollte doch eine gewisse fachliche Professionalität gewahrt werden, und Kontexte nicht ignoriert werden, nur weil das Gesamtbild dann nicht zu dem passt, was man erzählen möchte. (K)ein Buch über Feminismus im Allgemeinen Leider ist das nicht mein einziger Kritikpunkt am Buch. Was mir ebenfalls nicht ganz zusagte, ist die Art und Weise, wie die Autorin ihr Buch strukturiert. Im Vorwort schrieb sie noch, sie wolle kein allgemeines Buch über Feminismus schreiben, sondern sich ganz auf das titelgebende Patriarchat der Dinge konzentrieren. Letztendlich hat sie sich an diesen Vorsatz aber nicht gehalten und irgendwie doch ein allgemeines Feminismusbuch geschrieben. Denn während sie zunächst doch noch sehr eng beim Thema vom patriarchistischem Design bleibt, weicht sie selbst diesen Begriff immer weiter auf und redet am Ende über viele Sachverhalte, in denen es zwar um die Unterdrückung der Frau geht, die mit patriarchistischem Design jedoch nichts mehr zu tun haben. Hinzu kommt ein ausgeprägter Drang zum Abschweifen. Endler beginnt mit einem Theme, führt dazu dann noch konkrete Beispiele auf, zu diesen Beispielen jedoch folgen weitere Beispiele und schwupps, ist sie vom eigentlichen Thema abgewichen und findet auch oft den Weg dahin nur mühsam oder gar nicht wieder zurück. Das gestaltet das Lesen dieses Buches oftmals mühsam und langatmig, da man sich des Öfteren fragt “Warum reden die Autorin jetzt nochmal von dem und dem?” Dieser Hang zum Abschweifen führt auch dazu, dass eigentlich treffende und gute Aussagen etwas untergehen. An dieser Stelle wäre es einfach besser gewesen enger beim Thema zu bleiben und dieses dafür akzentuierter zu besprechen. Fazit: Auch dieses Buch über Sexismus im Design und Alltag konnte mich nur halb überzeugen. Das Thema ist wichtig, ja und Rebekka Endler listet zahlreiche wachrüttelnde Beispiele auf, die wütend und nachdenklich zugleich machen und führt uns Leser*innen gut die fatalen Zusammenhänge von Patriarchat und Kapitalismus vor. Leider verliert sie bei all der Wut hin und wieder sowohl den Blick fürs Wesentliche, als auch den auf die großen Kontexte, was ihre Argumente einseitig werden lässt.

Das Patriarchat der Dinge und alles andere

Miss Pageturner am 10.09.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem ich letztes Jahr Unsichtbare Frauen las und es mich nicht vollständig überzeugen konnte, wurde mir im Anschluss mehrfach Das Patriarchat der Dinge empfohlen. Dementsprechend war ich mehr als neugierig, ob dieses Buch das Thema überzeugender behandeln würde, als das vorherige. Eine Welt gemacht von Männern für Männer Worum geht es in diesem Sachbuch überhaupt? Hinter dem fast schon poetischen Titel versteckt sich im Grund eine einzige Geschichte, nämlich die, dass unsere Welt von Männer für Männer gestaltet wurde und noch immer wird. Sei es Stadtplanung, Medizin oder schlicht das Design von Alltagsgegenständen, der weiße cis Mann ist die Norm und Frauen werden entweder gar nicht extra berücksichtigt (häufigster Fall) oder werden als absonderliche Anomalie betrachtet und bekommen eine lediglich verkleinert und pink angemalte Version angeboten, Stichwort shrink it and pink it. Das ist im besten Fall ärgerlich und unpraktisch für Frauen, die Gegenstände nutzen müssen, die nicht für sie gedacht ist, im schlimmsten Fall ist es jedoch lebensbedrohlich, nämlich dann, wenn Sicherheitsvorkehrungen und Konzepte beispielsweise im Auto die weibliche Anatomie ignorieren oder in der Medizin die Wirkung von Medikamenten nur an männlichen Körpern (sowohl bei Versuchstieren, als Menschen) getestet werden. Wer da noch behauptet, wir bräuchten keine Feminismus Bewegung mehr, sollte dringend dieses Buch lesen, denn Endler führt wirklich zahlreiche Beispiele auf, die zeigen, wie sehr Frauen auch im Alltag noch benachteiligt werden. Was der Autorin ebenfalls gut gelingt ist, die Verknüpfungen des Patriarchats und des Kapitalismus aufzuzeigen. Es mag zwar wenig überraschen, dass beide Hand in Hand gehen, doch hier bekommt man nochmal genaustens die direkten Auswirkungen dieser unseligen Paarung aufgezeigt. Rebekka Endler ist wütend, sehr wütend Wenn man von eben erwähnten lebensgefährlichen Datenlücken in Medizin, Katastrophenschutz und Sicherheit absieht, mögen all diese kleinen und großen Benachteiligen im einzelnen vielleicht nicht dramatisch sein und nein, ich sterbe nicht, weil in meine Jeanstaschen nichts außer ein paar Münzen passt, nichtsdestotrotz macht die Summe all dieser Benachteiligungen wütend. Zumal ja vieles davon einfach zu lösen wäre, wenn Frauen nur endlich mal mitgedacht werden würde. Und nur weil es vielleicht nichts lebensentscheidendes ist, ob ich als Frau z.B bei einer Gesundheitsapp mitbedacht erde oder nicht, heißt es doch nicht, dass man dies nicht kritisieren darf und ob der Ungerechtigkeit nicht verärgert sein darf. Wir Frauen haben also einen guten Grund wütend zu sein und ein Recht, dass man unsere Wut wahrnimmt. Dementsprechend hat auch Rebekka Endler allen Grund dazu, wütend zu sein und ja auch, diese Wut in ihr Buch einfließen zu lassen und sprachlich auch mal ausfallend zu werden. Das muss nicht jeder mögen, ist aber zu akzeptieren. Was in meine Augen jedoch nicht ok ist, ist bei all der Emotionalität des Themas die Recherche zu vernachlässigen und das geschieht in diesem Buch leider ein paar mal. Häufiger betrachtet sie bestimmte Beispiele aus einem sehr einseitigen, ihrer Argumentation zuträglichem Blickwinkel und lässt größere Kontexte außer Blick. Zum Beispiel erwähnt sie ein in Frauenhaut gebundenes Medizinbuch aus dem 19. Jh. und wirft dem Arzt, der dieses herstellte die krudesten Gewalt- und Rachefantasien vor. Dass das Binden, gerade von Medizinbüchern in Menschenhaut im 19. Jh. zwar nicht in Massen geschah, aber doch gängige Praxis (und nicht mit denselben moralischen Tabus belegt war, wie heute) war und dafür mehrheitlich die Haut von verstorbenen Männern verwendet wurde, erwähnt sie nicht. Tatsächlich haben viele derjenigen, deren Haut nach ihrem Tod als Einband endete, diese zu Lebzeiten genau dafür verkauft. Daher stammt auch das Sprichwort “seine Haut zu Markte tragen“. Durch das Weglassen dieses Kontextes, erscheint Endlers Beispiel jedoch in einem ganz anderen Licht, liest sich ihr Text doch jetzt so, als ob ausschließlich Frauen von sadistischen Ärzten als Form von Rache an dem gesamten weiblichen Geschlecht, gegen ihren Willen gehäutet wurden. Und solcherart Beispiele finden sich häufiger. Es ist völlig ok auch in einem Sachbuch emotional zu sein, trotzdem sollte doch eine gewisse fachliche Professionalität gewahrt werden, und Kontexte nicht ignoriert werden, nur weil das Gesamtbild dann nicht zu dem passt, was man erzählen möchte. (K)ein Buch über Feminismus im Allgemeinen Leider ist das nicht mein einziger Kritikpunkt am Buch. Was mir ebenfalls nicht ganz zusagte, ist die Art und Weise, wie die Autorin ihr Buch strukturiert. Im Vorwort schrieb sie noch, sie wolle kein allgemeines Buch über Feminismus schreiben, sondern sich ganz auf das titelgebende Patriarchat der Dinge konzentrieren. Letztendlich hat sie sich an diesen Vorsatz aber nicht gehalten und irgendwie doch ein allgemeines Feminismusbuch geschrieben. Denn während sie zunächst doch noch sehr eng beim Thema vom patriarchistischem Design bleibt, weicht sie selbst diesen Begriff immer weiter auf und redet am Ende über viele Sachverhalte, in denen es zwar um die Unterdrückung der Frau geht, die mit patriarchistischem Design jedoch nichts mehr zu tun haben. Hinzu kommt ein ausgeprägter Drang zum Abschweifen. Endler beginnt mit einem Theme, führt dazu dann noch konkrete Beispiele auf, zu diesen Beispielen jedoch folgen weitere Beispiele und schwupps, ist sie vom eigentlichen Thema abgewichen und findet auch oft den Weg dahin nur mühsam oder gar nicht wieder zurück. Das gestaltet das Lesen dieses Buches oftmals mühsam und langatmig, da man sich des Öfteren fragt “Warum reden die Autorin jetzt nochmal von dem und dem?” Dieser Hang zum Abschweifen führt auch dazu, dass eigentlich treffende und gute Aussagen etwas untergehen. An dieser Stelle wäre es einfach besser gewesen enger beim Thema zu bleiben und dieses dafür akzentuierter zu besprechen. Fazit: Auch dieses Buch über Sexismus im Design und Alltag konnte mich nur halb überzeugen. Das Thema ist wichtig, ja und Rebekka Endler listet zahlreiche wachrüttelnde Beispiele auf, die wütend und nachdenklich zugleich machen und führt uns Leser*innen gut die fatalen Zusammenhänge von Patriarchat und Kapitalismus vor. Leider verliert sie bei all der Wut hin und wieder sowohl den Blick fürs Wesentliche, als auch den auf die großen Kontexte, was ihre Argumente einseitig werden lässt.

Augenöffnend!

Bewertung aus Münster am 06.04.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Obwohl ich schon einige Bücher in diese Richtung gelesen habe, hat mir dieses besonders gefallen und mir ganz viele Dinge bewusst gemacht. An dieser Stelle herzliches Beileid an meinen Freund, dem ich gefühlt jeden zweiten Satz vorgelesen habe, weil ich so unfassbar WÜTEND war. Meiner Meinung nach ist das Buch toll und locker geschrieben, sodass ich es auch meiner Mutter leihen werde, für die die Eintrittsgrenze vermutlich etwas höher ist (Was sind People of Color? Wie gendert man?). Der Titel tut dem Buch Unrecht, denn das Buch ist viel allumfassender - find ich aber nicht schlecht. :-)

Augenöffnend!

Bewertung aus Münster am 06.04.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Obwohl ich schon einige Bücher in diese Richtung gelesen habe, hat mir dieses besonders gefallen und mir ganz viele Dinge bewusst gemacht. An dieser Stelle herzliches Beileid an meinen Freund, dem ich gefühlt jeden zweiten Satz vorgelesen habe, weil ich so unfassbar WÜTEND war. Meiner Meinung nach ist das Buch toll und locker geschrieben, sodass ich es auch meiner Mutter leihen werde, für die die Eintrittsgrenze vermutlich etwas höher ist (Was sind People of Color? Wie gendert man?). Der Titel tut dem Buch Unrecht, denn das Buch ist viel allumfassender - find ich aber nicht schlecht. :-)

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5/5

Die Welt ist von Männern für Männer designt - das muss sich ändern, damit sie auch Frauen passt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Warum Frauen nicht in die Welt passen, erklärt Rebekka Endler in „Das Patriarchat der Dinge“: Als Standard gilt nämlich der Mann. Die Frau ist eine Abweichung vom Standard. Dass Frauen allerdings nicht einfach nur kleinere Männer sind, dem wird sicher jede:r zustimmen, und das ist der Ansatz dieses Buches. Es bietet Erläuterungen unter anderem darüber, dass Uniformen wie Richterroben oder Polizeiuniformen, die ursprünglich nach männlichem Maß gemacht waren, nicht nur unbequem sind, sondern die damit eigentlich einhergehende Autorität dieser offiziellen/behördlichen Kleidung eher untergräbt statt untermauert. Kapitel dieses Buches zeigen, dass es aber nicht nur unbequeme, sondern lebensgefährliche männliche Designs gibt, z.B. Crashtest-Dummies mit männlichem Körperbau, deren Versuchen normierte Sicherheitsstandards auf männliche Körper folgen, was für Frauen lebensgefährdend sein kann. Auch Gendermedizin ist ein Thema dieses Buches. Dies sind nur wenige von unzähligen Beispielen, welche die Autorin zusammengetragen hat, um zu verdeutlichen, welche eklatanten Mängel die Konstruktion vieler Dinge des täglichen Lebens in Bezug auf die Hälfte der Weltbevölkerung hat. Es ist unglaublich interessant zu lesen! Einiges wird Leser:innen bekannt sein, vieles wird sicher neu sein. Ich kann dieses Buch allen Menschen ungeachtet des Geschlechts empfehlen, die sich klarmachen möchten, was wir wir in unserer Gesellschaft noch an Verbesserungsbedarf haben, damit die Dinge, mit und in denen wir leben, uns allen etwas besser passen. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch jedem und jeder die Wahrnehmung der eigenen Umgebung schärfen wird und ein Anreiz zu einem Austausch untereinander sein kann. Für mich war diese Lektüre ungemein interessant und auch offenbarend.
5/5

Die Welt ist von Männern für Männer designt - das muss sich ändern, damit sie auch Frauen passt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Warum Frauen nicht in die Welt passen, erklärt Rebekka Endler in „Das Patriarchat der Dinge“: Als Standard gilt nämlich der Mann. Die Frau ist eine Abweichung vom Standard. Dass Frauen allerdings nicht einfach nur kleinere Männer sind, dem wird sicher jede:r zustimmen, und das ist der Ansatz dieses Buches. Es bietet Erläuterungen unter anderem darüber, dass Uniformen wie Richterroben oder Polizeiuniformen, die ursprünglich nach männlichem Maß gemacht waren, nicht nur unbequem sind, sondern die damit eigentlich einhergehende Autorität dieser offiziellen/behördlichen Kleidung eher untergräbt statt untermauert. Kapitel dieses Buches zeigen, dass es aber nicht nur unbequeme, sondern lebensgefährliche männliche Designs gibt, z.B. Crashtest-Dummies mit männlichem Körperbau, deren Versuchen normierte Sicherheitsstandards auf männliche Körper folgen, was für Frauen lebensgefährdend sein kann. Auch Gendermedizin ist ein Thema dieses Buches. Dies sind nur wenige von unzähligen Beispielen, welche die Autorin zusammengetragen hat, um zu verdeutlichen, welche eklatanten Mängel die Konstruktion vieler Dinge des täglichen Lebens in Bezug auf die Hälfte der Weltbevölkerung hat. Es ist unglaublich interessant zu lesen! Einiges wird Leser:innen bekannt sein, vieles wird sicher neu sein. Ich kann dieses Buch allen Menschen ungeachtet des Geschlechts empfehlen, die sich klarmachen möchten, was wir wir in unserer Gesellschaft noch an Verbesserungsbedarf haben, damit die Dinge, mit und in denen wir leben, uns allen etwas besser passen. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch jedem und jeder die Wahrnehmung der eigenen Umgebung schärfen wird und ein Anreiz zu einem Austausch untereinander sein kann. Für mich war diese Lektüre ungemein interessant und auch offenbarend.

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