Kleos Henry Mehlos und Joanna Santow von der Hyde Park Agency sind eingeladen auf Lansdowne Manor in Wimbledon. Der Chef eines hoch bewerteten Start-up-Unternehmens stellt ein sensationelles digitales Produkt vor. Mitten in seiner Key Note stirbt er live unter den Augen von Millionen Zuschauern aus dem Internet.
Auf dem prächtigen Herrensitz mit Ballsaal, Park und Wintergarten ermitteln Mehlos & Santow zwischen Lordschaften, Influencern und exzentrischen Persönlichkeiten. Alle haben etwas zu verbergen. Und welche Rolle spielt der Butler?
Für Gentleman Mehlos und die hinreißende Santow werden die zwei Tage auf Lansdowne zu einer Spurensuche voller Geheimnisse und Überraschungen – oder wie sie selbst sagen würden: »Sind Sie sicher, dass Anagramme wichtig sind, Mehlos?« »Elementar, Santow.«
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Von einer Keynote mit Todesfall, nervigen Drohnen und dem bösen Blick
Auf dem herrschaftlichen Landsitz Lansdowne Manor in Wimbledon findet ein Social Media-Event statt. Das Startup-Unternehmen Sphereglobe, das hier auch seinen Firmensitz hat, möchte sein neuestes Produkt, sogenannte Spherepods, vorstellen. Auch Joanna Santow und Kleos Henry Mehlos sind unter den Gästen. Doch genau in dem Moment, wo der CEO Craig Lloyd das Produkt zeigen möchte, kippt er tot um. Die taubstumme Joanna Santow und Kleos Henry Mehlos ermitteln - unkonventionell und nicht direkt mit der Zustimmung der örtlichen Polizei, der MET. Aus der Behinderung Joanna Santows ergibt sich eine besondere Form der Kommunikation, die im Buch auch geschickt verarbeitet wird. Mehlos spricht mit Santow in Gebärdensprache, und Santow antwortet schriftlich auf ihrem Tablet.
Scheinbar war beim Tod des CEO Gift im Spiel. Es gibt einige Verdächtige, doch verrät sich der wahre Mörder am Ende?
Cover und Schreibstil:
Das Cover von „Zehn Gäste und ein Mord“ ist düster und geheimnisvoll. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches.
Hauke Schlüters Schreibstil ist erfrischend, nichts von der Stange. Immer wieder sind mir besondere Formulierungen aufgefallen, die mich zum Nachdenken angeregt haben, zum Beispiel:
„Wir leben in Netzen. Wir leben in Seifenblasen. Jeder in seiner eigenen. Und meistens verstehen wir die anderen nicht.“ (Kindle-Position 525) sowie
„Seifenblasen steigen auf und schillern, haben dann aber leider die unschöne Angewohnheit, zu platzen.“ (Kindle-Position 3777)
Aber auch eine gewisse Ironie ist in dem Krimi zu finden, zum Beispiel:
„Könnte peinlich werden, oder Santow? Was meinen Sie?“ Dann stelle ich mich einfach taub. (Kindle-Position 1678)
Und: Und ich habe auch kein schlechtes Gewissen. Sie? „Mitnichten. Wir tragen zur Klärung bei. Den Job mit dem schlechten Gewissen hat jemand anders.“ (Kindle-Position 3654)
Wie bereits erwähnt, ist Hauke Schlüters Schreibstil hervorragend. Darüber hinaus lohnt es sich aber auch unbedingt, sein Nachwort zum Buch zu lesen, in dem er unter anderem auch auf den altehrwürdigen Detection Club von 1928 eingeht.
Fazit und Leseempfehlung:
Noch ein Locked-Room-Krimi! Schon aus dem Klappentext geht hervor, dass der Täter oder die Täterin unter den Gästen der Veranstaltung sein muss. Ich habe eigentlich nichts Besonderes erwartet. Aber: Dieser Krimi hat mich überrascht. Vom Aufbau der Handlung und von der Ermittlungsarbeit her kann es „Zehn Gäste und ein Mord“ mit jedem Agatha Christie-Krimi aufnehmen.
Dieser Eindruck wird natürlich auch noch durch den Ort des Geschehens verstärkt. Da findet beispielsweise schon mal eine Art Verhör in einer alten Bibliothek mit der entsprechenden Beleuchtung statt.
Der Showdown am Ende, bei dem als ungeduldige/r Lesende/r endlich, endlich erfährt, wer für das Verbrechen verantwortlich ist, nachdem man mehrere Male in die Irre geleitet wurde, erinnert an das Ende von „Mord im Orient-Express“. Aber das macht rein gar nichts.
„Zehn Gäste und ein Mord“ ist für mich ein Highlight des diesjährigen Buch-Frühlings und ein Muss für alle Fans englischer Krimis. Obwohl – so viel darf ich bestimmt verraten - der Autor in Frankfurt lebt, hat er einen lesenswerten Krimi im englischen Stil geschrieben. Hierfür vergebe ich sehr gerne 5 Sterne!
"Anagramme können wichtig sein, Mehlos."„Elementar, Santow.“ (Kindle-Position 2367)
Die Dauerleserin
J. Kaiser
4/5
14.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilig und spannend
Klapptext: Lansdowne Manor in Wimbledon. Zehn Gäste auf einer Party, einer wird ermordet.
Fazit: Lansdowne Manor ist der Sitz eines Start-Up mit dem Namen Sphereglobe. Der Chef dieses Start-Up stellt auf dieser Party ein digitales Produkt vor. Innerhalb dieser Vorstellung stirbt er unter den Augen vieler Internet-Nutzer. Zu dieser Veranstaltung sind auch Kleos Henry Mehlos und seine Partnerin Joanna Santow von der Hyde Park Agency geladen. Die beiden Ermitteln nun unter Lordschaften, Influencern und exzentrischen Persönlichkeiten. Viele von Ihnen haben etwas zu Verbergen. Man liest, wie die beiden durch ihre Recherchen Geheimnissen und Überraschungen aufdecken. Alle der geladenen Gäste hat etwas zu verbergen. Sie decken viele menschliche Abgründe auf. So viel sei verraten, er wurde vergiftet. Aber wie und wo? Das Lesen dieser Geschichte ist sehr kurzweilig und spannend. Empfehlenswert für englische Krimifreunde.
melange
aus Bonn
3/5
24.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Überambitioniert Zum Inhalt:…
Überambitioniert Zum Inhalt: Auf einem Event, welches DIE neue Sensation im Umgang mit künstlicher Intelligenz präsentieren sollte, wird der CEO des Unternehmens ermordet. Neben der Polizei suchen die zwei Mitglieder der federführenden Werbeagentur nach dem Täter. Mein Eindruck: Das Setting gefällt (Landsitz in England inklusive Butler, Park und elegantem Interieur), die Geschichte ist so gestrickt, dass man auf die verantwortliche Person kommen kann, der Autor hat einige (im Nachwort erklärte) Easter Eggs eingebaut; - also eigentlich alles da für eine gelungene Kriminalgeschichte. Leider ist es ein bisschen zu viel: Vor allen Dingen zu viele Personen (für dann doch zu wenig Seiten), um wirklich für jeden das gewünschte Motiv auf- und auszubauen. Aber auch zu viele Heimlichkeiten und hinterlistige Aktionen. Das führt dazu, dass die Personen seltsam blass und nur als Holzschnitte im Gedächtnis bleiben. Zudem achtet der Autor in jeder Hinsicht so extrem auf Diversität, dass es auffällt und damit genau den gegenteiligen Effekt als einen wünschenswerten erzeugt. Die beiden Hauptpersonen (er High Society, sie stumm) sind Superman und -woman. Eloquent, gutaussehend, sympathisch, belesen, auf jedem Terrain Extraklasse, schlauer als die Polizei erlaubt und durch ein Youtube-Video in Nullkommanix imstande, jeden Taschendieb in den Schatten zu stellen. Mein Fazit: Sehr gute Ideen, denen zu wenig Platz gegönnt wird
Alex
aus Bekond
3/5
01.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Krimi
Das Cover ist toll.
Der Screibstil ist auch sehr flüssig,
Die Geschichte konnte mich aber leider irgendwie nicht so richtig packen.
Keine Ahnung warum.
Der Fall und die Aufklärung war sehr interessant.
Die Charaktere waren sehr gut beschrieben.
Bewertung
aus Reinhardshagen
5/5
10.06.2023
eBook (PDF)
lesenswert
Das Ermittlerpaar und seine Art zu Ermitteln ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Man gewöhnt sich aber schnell an den Schreibstil. Absolut empfehlenswert. Nicht vergessen das Nachwort zu lesen!
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