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Sie Ein verschollenes Meisterwerk von beklemmender Aktualität — Szenen des Unbehagens. Mit einem Nachwort von Eva Menasse

2

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.04.2022

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,1/11,8/1,7 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Blau / Schwarz

Auflage

1

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01346-7

Beschreibung

Rezension

»Ein gespenstisch hellsichtiger Text, in dem ein anonymer Mob Kunstschaffende attackiert und deren Werke zerstört. Das vermeintliche Verbrechen: eine individuelle künstlerische Vision. Abgründig und erschreckend!« ("Margaret Atwood")
»Knappe, kristallklare Prosa, ein allumfassendes Gefühl der Bedrohung - SIE ist das Werk einer Sprachmagierin.« ("Edna O'Brien")
»Ein Meisterwerk!« ("Emily St. John Mandel")
»Ein beklemmend-faszinierender Roman.« ("ZEIT")
»Ein lange verschollenes, dystopisches Meisterwerk.« ("The Paris Review")
»Kay Dicks literarische Dystopie ist eine Wiederentdeckung – und erschreckend aktuell. [...] Eine wichtige, wichtige Schriftstellerin, ein tolles Buch; unbedingt lesen.« ("Deutschlandfunk Kultur ‚Buchkritik‘")
»[E]in sprachlich gewaltiger und aufwühlender Text [...]. Zum Glück ist Kay Dick und ihr Schreiben wiederentdeckt worden.« ("NDR Kultur")
»Mehr ›Fahrenheit 451‹ als ›1985‹, löst ›Sie‹ gerade 2022 ein sehr aktuelles Unbehagen aus.« ("Galore")
»Letztlich erzählt Kay Dick vom stillen Widerstand [...]. Und das alles wirkt wirklich beklemmend realistisch und das kann heute sehr gut als Warnung verstanden werden.« ("Ö1 Ex Libris")
»Manchmal [...] führt eine glückliche Verkettung von Umständen dazu, dass [...] ein verschollenes literarisches Werk Jahrzehnte später genau zum richtigen Zeitpunkt in genau den richtigen Händen landet [...]. « ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.04.2022

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,1/11,8/1,7 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Blau / Schwarz

Auflage

1

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01346-7

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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  • Lesendes Federvieh

    aus München

    4/5

    08.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abgründige, beklemmende und so meisterliche Zukunftsvision

    Kay Dick hat dieses Buch bereits 1977 veröffentlicht, doch es kam beim Leser*in nicht an. Die Zeit war wohl noch nicht reif für diese Dystopie. Jetzt ist sie es, denn sieht man sich in unserer Welt ein bisschen genauer um, fallen Parallelen zum Buch durchaus auf. In chronologisch nicht geordneten Szenen schildert die Autorin die Bedrohung von freien Künstlern durch einen anonymen Mob. Von Kapitel zu Kapitel schleicht sich ein Gefühl der Beklemmung und des Grauens immer häufiger ein. Verstärkt wird für mich dieses Gefühl durch die trügerischen idyllischen Schilderungen der Landschaft, Gärten und Blumen. Aus einer vermeintlichen Sicherheit heraus wirken die Repressalien gegenüber Menschen, die nicht konform leben, umso bedrohlicher. Doch wer hat das Recht zu beurteilen was gut oder schlecht, schön oder hässlich ist, was in die Gesellschaft passt und was nicht? Und wie verhält man sich als Individuum? All diese Fragen gingen mir beim Lesen dieser kleinen, feinen Lektüre durch den Kopf. Kay Dick versteht es meisterhaft in jeder der Szenen Akzente zu setzen, die zum Nachdenken anregen. „Sie - Szenen des Unbehagens“ ist für mich ein interessantes und absolut lesenswertes Stück Literatur, das sehr modern im Zeitalter von Internet und sozialen Medien erscheint. Unbehaglich, um auf den Untertitel des Buches anzuspielen, ist für mich dabei die Tatsache, dass Kay Dick schon vor über vierzig Jahren solche Entwicklungen in der Zukunft für möglich hielt.

  • Nicole Korzonnek

    aus Hamburg

    5/5

    25.04.2022

    eBook (ePUB 3)

    Grandiose Dystopie

    Manchmal ist die Zeit für ein Buch einfach noch nicht reif. Bei Kay Dicks “Sie - Szenen des Unbehagens” war das definitiv der Fall. In den 1970er-Jahren erschienen, sorgte der Roman kaum für Aufmerksamkeit. Und wenn, dann war sie eher negativ. Man konnte mit dem Plot nicht so viel anfangen. Verwunderlich ist das nicht. Damals begann ja schließlich erst der Trend, sich mit künstlerischen Prozessen individuell auszudrücken. Kunst war nicht mehr nur den Künstlern vorbehalten, sondern hielt im gängigen Privathaushalt Einzug. Und dann kommt da diese Autorin, Journalistin und Literaturkritikerin daher und spinnt eine Geschichte zusammen, in der die Gesellschaft halt eben homogen und nicht individualistisch sein soll. Für ein besseres Miteinander. “Sie” nehmen der Gesellschaft Bücher, Bilder, Tanz und Musik weg. Romane verschwinden, Maler werden geblendet, Sängern wird die Stimme genommen. In den 1970ern wollte diesen starken Tobak niemand lesen. Hoffentlich ist die Zeit jetzt reif für diesen Roman, der nun auch erstmals in deutscher Sprache erscheint. Wobei die Definition Roman so eine Sache ist. Als roten Faden hat man hier eine namenlose Ich-Erzählerin, die selbst Schriftstellerin ist. In einzelnen kleinen Episoden und Begegnungen berichtet sie davon, was “Sie” anrichten, wie “Sie” die Kunst vernichten. Jedes Kapitel ist eine Geschichte für sich, funktioniert auch ohne die anderen. Das letzte Kapitel wurde einst sogar als eigenständige Kurzgeschichte veröffentlicht. Gemeinsam bilden die Geschichten dann aber doch eine Gesamtgeschichte, einen Roman. Und zwar einen, der eindringlicher nicht sein kann. Mit ruhiger und unaufgeregter Sprache (sehr gelungen von Kathrin Razum übersetzt) schildert Kay Dick hier, wie die individuellen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten durch eine anonyme Masse, die am Anfang noch nicht einmal die Mehrheit bildet, ausgemerzt werden. Man findet Künstler, die aufgeben; Künstler die sich mutig entgegenstellen. Und auch Künstler, die andere Künstler verraten. Das ist schon enorm eindringlich. Ohne moralinsauren Zeigefinger. Genau das macht für mich dann auch die Stärke dieser extrem düsteren Zukunftsvision aus. Ein großartiges Buch, das jetzt hoffentlich die Aufmerksamkeit erhält, die es meiner Meinung nach verdient.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

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    5/5

    12.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Du hast hergefunden. Ich dachte mir, dass Du es schaffst." - "Sie erwarten Dich schon..."

    "Sie"? Warum wird die namenlose Ich-Erzählerin erwartet? Und von wem? Von "Ihnen", die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, alles Schöne, Kunst, Kultur, Literatur auszumerzen, ebenso Freude, Liebe, Individualität. Warum? Weil Sie all das fürchten, natürlich. Kay Dick nimmt die Leserinnen und Leser in kurzen Episoden mit in eine dystopische Welt, irgendwo angesiedelt zwischen Orwells "1984", Bradburys "Fahrenheit 451" und Samjatins "Wir", abgeschmeckt mit einer feinen Prise von Huxleys "Schöne neue Welt". Im Mittelpunkt immer die Erzählerin, der doppeldeutige Titel kann sie ebenso meinen, wie eben jene, die durch ein immer noch traumhaft schönes England ziehen, die strafen, die der Protagonistin einzelne Bücher entwenden, während sie nicht zu Hause ist, andernorts auch ganze Bibliotheken niederbrennen, die Menschen blenden, ihren Geist auslöschen, bis nur eine lebendige Hülle des ehemals denkenden Wesens übrig bleibt. Denn nur dann kann und darf das Opfer zurück in die Gemeinschaft... Erstmals Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aufgelegt, war dem kleinen, aber inhaltlich äußerst gewichtigen Buch, kein größerer Erfolg beschieden, aber die Welt hat sich weiter gedreht, weiter entwickelt, meist nicht zum besseren. Zeit für eine Neuauflage, die, wen wundert es, nun auf ein deutlich größeres Interesse stieß. Dank des Verlags Hoffmann & Campe, der großartigen Übersetzerin Kathrin Razum und der Autorin Eva Menasse, die ein vorzügliches Nachwort verfasst hat, kann man dieses bittere literarische Kleinod endlich auch in deutscher Sprache, tja was? Genießen? Wäre wohl keine ganz korrekte Wortwahl. Einfach lesen also - ein beeindruckendes, unter die Haut gehendes Erlebnis!
  • Zum Bewerterprofil von G. Knollmann-Wachsmuth

    G. Knollmann-Wachsmuth

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    4/5

    06.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bereits 1977 erschienen. Ein unbehagliches...

    Bereits 1977 erschienen. Ein unbehagliches Setting. Mich hat der Text gepackt, von der ersten Seite an.

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