Mord erster Klasse

Der dritte Fall für Wells & Wong

Ein Fall für Wells & Wong Band 3

Robin Stevens

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Beschreibung

Nach den schockierenden Morden im Internat und auf Fallingford nimmt Hazels Vater seine Tochter und ihre Freundin Daisy mit auf eine Reise im berühmten Orientexpress. Klar, dass jeder ihrer Mitreisenden in der ersten Klasse etwas zu verbergen hat. Angeblich soll sogar ein Spion im Zug sein! Als ein Passagier ermordet aufgefunden wird, nimmt die Detektei Wells & Wong die Ermittlungen auf. Doch sie scheinen es mit einem Mörder zu tun zu haben, der sich einfach in Luft aufgelöst hat - und mit einigen anderen Spürnasen, die den Fall genauso entschlossen aufklären wollen.

Produktdetails

Verkaufsrang 52669
Format ePUB 3 i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Altersempfehlung ab 12 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 22.10.2021
Verlag Knesebeck
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Dateigröße 9838 KB
Übersetzer Nadine Mannchen
Sprache Deutsch
EAN 9783957285973

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Bisher mein Favorit der Reihe! Pfiffige und charmante Hobbydetektivinnen, eine atemberaubende Kulisse und ein fesselnder Kriminalfall.

Fernweh_nach_Zamonien aus Zamonien am 26.08.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Inhalt: Um weitere Detektivspiele zu verhindern, nimmt Mr. Wong seine Tochter Hazel und deren Freundin Daisy Wells in den Sommerferien mit auf eine Zugreise quer durch Europa: Erster Klasse im berühmten Orient Express von Calais bis Istanbul. Die Idylle währt nur kurz: Spionage, ein kostbarer Rubin, ein Messer, eine versperrte Tür und ein markerschütternder Schrei ... Wie nicht anders zu erwarten, dauert es nicht lange, bis einer der Mitreisenden leblos aufgefunden wird. In welchen Schlamassel sind die beiden nun schon wieder hineingeraten? Doch Daisy und Hazel sind abermals fest entschlossen, den Fall zu lösen und den Mörder zu finden. Hierbei müssen sie im Geheimen ermitteln und nicht nur die Zeit sitzt ihnen im Nacken. Altersempfehlung: ab 12 Jahre Mein Eindruck: Dies ist der dritte Fall für den Detektivclub "Wells & Wong": Daisy Wells, 14 Jahre alt, Vorsitzende, und ihre beste Freundin Hazel Wong, 13 Jahre alt, Schriftführerin und Vizevorsitzende. Es empfiehlt sich, um kleine Hinweise und Verknüpfungen zu verstehen und alte Bekannte wiederzuerkennen, die ersten beiden Abenteuer zu kennen. Zu Beginn finden sich Grundrisse von Schlaf- und Speisewagen sowie zusätzlich eine Übersicht der Fahrgäste und des Zugpersonals. Als Bericht in der Ich-Form von Hazels verfasst wird man ohne Umschweife hineingezogen in den neuen Fall: Mord im Expresszug. Der Schreibstil ist humorvoll und mitreißend. Trotz Handlung im Jahr 1935 wirkt er keineswegs altbacken und ist gut verständlich. Wie erhofft wird erneut die Kulisse detailliert und atmosphärisch beschrieben, so dass man tatsächlich alles genau vor Augen hat und mit den Freundinnen erster Klasse im prächtigen Orientexpress durch Europa reist. Was mir zudem an dieser Jugendkrimireihe so gut gefällt, ist die übersichtliche Strukturierung und Unterteilung in die verschiedenen Phasen der Ermittlung (Vorgeschichte, Mord, Ermittlungen, Auflösung). Abschließend findet sich noch "Daisys Orient-Express-Führer" in Form eines Glossars mit Erläuterungen. Die beiden Freundinnen sind auf den ersten Blick optisch wie auch charakterlich grundverschieden wie Tag und Nacht. "Folgendes: Manchmal merkt Daisy Dinge, die ich nicht sehe, und manchmal verstehe ich Dinge, die Daisy im Traum nicht begreifen würde. Keine ist besser als die andere. Wir sind einfach nur verschieden." (Hazel, vgl. S. 104) Ein cleveres und charmantes Duo mit Herz und Hirn. Auch die Nebencharaktere sind mit viel Liebe zum Detail und herrlich ungewöhnlich gestaltet: eine uralte russische Gräfin mit ihrem Enkel, eine reiche Erbin mit gieriger Verwandtschaft, ein Autor von blutrünstigen Kriminalromanen und obendrein sorgen ein Medium und ein Entfesslungskünstler/Magier für Mystik. Und dann entpuppt sich sogar einer der Fahrgäste als Geheimagent, ein weiterer als Junior Pinkerton ... Charaktere so unglaublich bunt und skurril, dass sie auch aus der Feder von Agatha Christie höchstpersönlich stammen könnten. Da Hazels Vater vom "Detektivspiel" alles andere als begeistert ist, fiebert man zusätzlich mit, ob es den beiden Freundinnen gelingt, den Mordfall aufzuklären bevor sie erwischt werden. "Doch auf einmal wusste ich, dass mein Vater ausnahmsweise einmal nicht recht hatte. Wir spielten nicht Detektiv, wir waren Detektivinnen, und es lag an uns, das Verbrechen zu untersuchen und für Gerechtigkeit zu sorgen." (Hazel, vgl. S. 108) Für einen klassischen Whodunit-Krimi finden sich aber nicht nur zahlreiche Verdächtige sondern auch verschiedene (falsche) Fährten, die zu wildesten Spekulationen führen. Beim Lesen kann man fleißig mitkombinieren, Verdächtige ausschließen oder - vielleicht sogar bis zum Schluss - im Dunkeln tappen. Zur Autorin: Robin Stevens hat seit frühester Kindheit ein Faible für Krimis, z. B. mit Hercule Poirot von Agatha Christie und so findet man in der "Wells & Wong"-Reihe sowohl Elemente des klassischen Whodunit-Romans wie auch viele liebevolle Anspielungen und Parallelen zu literarischen Vorlagen: Beispielsweise hat sich Daisy für "Mord im Orientexpress" (erschienen 1934) als Reiselektüre entschieden und Hazel wird von ihrer Freundin oft "Watson" genannt. Zu Recherchezwecken ist die Autorin 2014 selbst mit dem Orientexpress gereist und hat anschließend diesen spannenden und kniffligen Mordfall als Hommage verfasst. Mit "Wells & Wong" hat Robin Stevens eine witzige und unterhaltsame Detektivreihe geschaffen: spannend, originell und mit viel Charme. Ein großartiges Lesevergnügen! Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle der beiden jungen Damen! Bisher sind neun Bände erschienen. Fazit: Der dritte Fall für die Internatsschülerinnen Daisy Wells und Hazel Wong ist mein bisheriger Favorit der Reihe: atmosphärisch rundum gelungen, fesselnd und faszinierend mit zwei starken Protagonistinnen, die sich hervorragend ergänzen, und außergewöhnlichen Nebencharakteren. Eine charmant-witzigen Jugend-Krimi-Reihe für Jung und Alt! ... Rezensiertes Buch: "Ein Fall für Wells & Wong: Mord erster Klasse" aus dem Jahr 2017

5/5

Bisher mein Favorit der Reihe! Pfiffige und charmante Hobbydetektivinnen, eine atemberaubende Kulisse und ein fesselnder Kriminalfall.

Fernweh_nach_Zamonien aus Zamonien am 26.08.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Inhalt: Um weitere Detektivspiele zu verhindern, nimmt Mr. Wong seine Tochter Hazel und deren Freundin Daisy Wells in den Sommerferien mit auf eine Zugreise quer durch Europa: Erster Klasse im berühmten Orient Express von Calais bis Istanbul. Die Idylle währt nur kurz: Spionage, ein kostbarer Rubin, ein Messer, eine versperrte Tür und ein markerschütternder Schrei ... Wie nicht anders zu erwarten, dauert es nicht lange, bis einer der Mitreisenden leblos aufgefunden wird. In welchen Schlamassel sind die beiden nun schon wieder hineingeraten? Doch Daisy und Hazel sind abermals fest entschlossen, den Fall zu lösen und den Mörder zu finden. Hierbei müssen sie im Geheimen ermitteln und nicht nur die Zeit sitzt ihnen im Nacken. Altersempfehlung: ab 12 Jahre Mein Eindruck: Dies ist der dritte Fall für den Detektivclub "Wells & Wong": Daisy Wells, 14 Jahre alt, Vorsitzende, und ihre beste Freundin Hazel Wong, 13 Jahre alt, Schriftführerin und Vizevorsitzende. Es empfiehlt sich, um kleine Hinweise und Verknüpfungen zu verstehen und alte Bekannte wiederzuerkennen, die ersten beiden Abenteuer zu kennen. Zu Beginn finden sich Grundrisse von Schlaf- und Speisewagen sowie zusätzlich eine Übersicht der Fahrgäste und des Zugpersonals. Als Bericht in der Ich-Form von Hazels verfasst wird man ohne Umschweife hineingezogen in den neuen Fall: Mord im Expresszug. Der Schreibstil ist humorvoll und mitreißend. Trotz Handlung im Jahr 1935 wirkt er keineswegs altbacken und ist gut verständlich. Wie erhofft wird erneut die Kulisse detailliert und atmosphärisch beschrieben, so dass man tatsächlich alles genau vor Augen hat und mit den Freundinnen erster Klasse im prächtigen Orientexpress durch Europa reist. Was mir zudem an dieser Jugendkrimireihe so gut gefällt, ist die übersichtliche Strukturierung und Unterteilung in die verschiedenen Phasen der Ermittlung (Vorgeschichte, Mord, Ermittlungen, Auflösung). Abschließend findet sich noch "Daisys Orient-Express-Führer" in Form eines Glossars mit Erläuterungen. Die beiden Freundinnen sind auf den ersten Blick optisch wie auch charakterlich grundverschieden wie Tag und Nacht. "Folgendes: Manchmal merkt Daisy Dinge, die ich nicht sehe, und manchmal verstehe ich Dinge, die Daisy im Traum nicht begreifen würde. Keine ist besser als die andere. Wir sind einfach nur verschieden." (Hazel, vgl. S. 104) Ein cleveres und charmantes Duo mit Herz und Hirn. Auch die Nebencharaktere sind mit viel Liebe zum Detail und herrlich ungewöhnlich gestaltet: eine uralte russische Gräfin mit ihrem Enkel, eine reiche Erbin mit gieriger Verwandtschaft, ein Autor von blutrünstigen Kriminalromanen und obendrein sorgen ein Medium und ein Entfesslungskünstler/Magier für Mystik. Und dann entpuppt sich sogar einer der Fahrgäste als Geheimagent, ein weiterer als Junior Pinkerton ... Charaktere so unglaublich bunt und skurril, dass sie auch aus der Feder von Agatha Christie höchstpersönlich stammen könnten. Da Hazels Vater vom "Detektivspiel" alles andere als begeistert ist, fiebert man zusätzlich mit, ob es den beiden Freundinnen gelingt, den Mordfall aufzuklären bevor sie erwischt werden. "Doch auf einmal wusste ich, dass mein Vater ausnahmsweise einmal nicht recht hatte. Wir spielten nicht Detektiv, wir waren Detektivinnen, und es lag an uns, das Verbrechen zu untersuchen und für Gerechtigkeit zu sorgen." (Hazel, vgl. S. 108) Für einen klassischen Whodunit-Krimi finden sich aber nicht nur zahlreiche Verdächtige sondern auch verschiedene (falsche) Fährten, die zu wildesten Spekulationen führen. Beim Lesen kann man fleißig mitkombinieren, Verdächtige ausschließen oder - vielleicht sogar bis zum Schluss - im Dunkeln tappen. Zur Autorin: Robin Stevens hat seit frühester Kindheit ein Faible für Krimis, z. B. mit Hercule Poirot von Agatha Christie und so findet man in der "Wells & Wong"-Reihe sowohl Elemente des klassischen Whodunit-Romans wie auch viele liebevolle Anspielungen und Parallelen zu literarischen Vorlagen: Beispielsweise hat sich Daisy für "Mord im Orientexpress" (erschienen 1934) als Reiselektüre entschieden und Hazel wird von ihrer Freundin oft "Watson" genannt. Zu Recherchezwecken ist die Autorin 2014 selbst mit dem Orientexpress gereist und hat anschließend diesen spannenden und kniffligen Mordfall als Hommage verfasst. Mit "Wells & Wong" hat Robin Stevens eine witzige und unterhaltsame Detektivreihe geschaffen: spannend, originell und mit viel Charme. Ein großartiges Lesevergnügen! Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle der beiden jungen Damen! Bisher sind neun Bände erschienen. Fazit: Der dritte Fall für die Internatsschülerinnen Daisy Wells und Hazel Wong ist mein bisheriger Favorit der Reihe: atmosphärisch rundum gelungen, fesselnd und faszinierend mit zwei starken Protagonistinnen, die sich hervorragend ergänzen, und außergewöhnlichen Nebencharakteren. Eine charmant-witzigen Jugend-Krimi-Reihe für Jung und Alt! ... Rezensiertes Buch: "Ein Fall für Wells & Wong: Mord erster Klasse" aus dem Jahr 2017

4/5

Auf Agatha Christies Spuren

Eine Kundin/ein Kunde aus Eisenach am 09.07.2018

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Hazels Vater ist von der erneuten Verwicklung seiner Tochter in einen Mordfall alles andere als begeistert. Deshalb kommt er in ihren Sommerferien extra nach Europa, um mit ihr den Kontinent während einer Fahrt im Orient-Express zu erkunden. Da Daisys Eltern gerade zu dieser Zeit im Prozess um den Mord während der Osterferien aussagen müssen, lädt er Hazels Freundin ein, sie zu begleiten. Im Gegensatz zu Mr Wong weiß Daisy aus dem im Vorjahr erschienenen Roman Agatha Christies allerdings schon, dass Reisen in diesem Zug nicht ganz ungefährlich sind. Tatsächlich stellt sich heraus, dass die Mitreisenden im Wagen eine eigenartige Mischung darstellen. Und natürlich lässt ein Mord nicht lange auf sich warten. Nachdem in den vorhergehenden Bänden im Internat, das die beiden Protagonistinnen besuchen, und in Daisys Elternhaus gemordet wurde, verlegt Robin Stevens den Handlungs- und Tatort diesmal in den berühmten Orient-Express. Dass Agatha Christies berühmter Roman als Reiselektüre Daisys sogar in die Handlung eingebaut wurde, stellt natürlich eine nette Reminiszenz dar. Da auch die vergangenen Fälle vom Aufbau des Handlungsgerüsts eindeutige Anklänge an die klassischen Krimis dieser Autorin aufwiesen, kann man das wohl als offizielle Bestätigung der Vorbildfunktion interpretieren. Überraschend ist, dass fernab der Heimat gleich mehrere aus „Teestunde mit Todesfall“ bekannte Charaktere wieder in Erscheinung treten. Robin Stevens gibt ihren beiden Heldinnen auch im Zug wieder Gelegenheit, ihre Beobachtungs- und Kombinationsgabe unter Beweis zu stellen. Erneut gibt es so viele anscheinend unwiderlegbare Beweise und Beobachtungen, dass der Mord eigentlich gar nicht möglich gewesen wäre. Die Leiche beweist natürlich das Gegenteil. Alle Verdächtigen haben felsenfeste Alibis. Viele von ihnen waren zum fraglichen Zeitpunkt sogar gemeinsam mit Daisy und Hazel im Speisewagen. Natürlich finden die beiden jungen Detektivinnen am Ende den Fehler in ihren eigenen Schlussfolgerungen und lösen den Fall. Während Tathergang und Beweise am Ende jedoch völlig schlüssig und logisch erscheinen, gibt es in der Rahmenhandlung leider erhebliche Logiklücken. So geschieht der Mord zur Zeit des Abendessens, und der Zug fährt die ganze Nacht über weiter, bis er am Morgen durch äußere Umstände (die nichts mit dem Mord zu tun haben) zu einem unplanmäßigen Halt gezwungen wird. Der Express bleibt den ganzen Tag auf offener Strecke stehen, bis es endlich weitergeht und die Leiche nach Belgrad gebracht und der Fall dort der Polizei übergeben werden kann. Das damalige Jugoslawien war aber auch im Handlungsjahr 1935 nicht so dünn besiedelt, dass man unterwegs keine kleineren Orte passiert hätte, wo man bei einem unplanmäßigen Halt die Polizei hätte alarmieren können. Außerdem hatten selbst die größten Dampfloks nicht ansatzweise genug Vorräte an Kohle und Wasser, um solche Strecken ohne Nachfüllung bewältigen zu können. Auch dieser Band der „Ein Fall für Wells & Wong“-Reihe stellt wieder eine sehr unterhaltsame, gelungene klassische Detektivgeschichte dar, die zu lesen einfach Freude macht. Mehrere krasse Logiklücken, die allerdings nicht den Fall an sich betreffen, verhindern diesmal allerdings die Maximal-Punktzahl. Fazit: Auch im 3. Mordfall müssen Daisy und Hazel wieder eine vertrackte Beweislage auf beste klassische Detektivweise entwirren.

4/5

Auf Agatha Christies Spuren

Eine Kundin/ein Kunde aus Eisenach am 09.07.2018
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Hazels Vater ist von der erneuten Verwicklung seiner Tochter in einen Mordfall alles andere als begeistert. Deshalb kommt er in ihren Sommerferien extra nach Europa, um mit ihr den Kontinent während einer Fahrt im Orient-Express zu erkunden. Da Daisys Eltern gerade zu dieser Zeit im Prozess um den Mord während der Osterferien aussagen müssen, lädt er Hazels Freundin ein, sie zu begleiten. Im Gegensatz zu Mr Wong weiß Daisy aus dem im Vorjahr erschienenen Roman Agatha Christies allerdings schon, dass Reisen in diesem Zug nicht ganz ungefährlich sind. Tatsächlich stellt sich heraus, dass die Mitreisenden im Wagen eine eigenartige Mischung darstellen. Und natürlich lässt ein Mord nicht lange auf sich warten. Nachdem in den vorhergehenden Bänden im Internat, das die beiden Protagonistinnen besuchen, und in Daisys Elternhaus gemordet wurde, verlegt Robin Stevens den Handlungs- und Tatort diesmal in den berühmten Orient-Express. Dass Agatha Christies berühmter Roman als Reiselektüre Daisys sogar in die Handlung eingebaut wurde, stellt natürlich eine nette Reminiszenz dar. Da auch die vergangenen Fälle vom Aufbau des Handlungsgerüsts eindeutige Anklänge an die klassischen Krimis dieser Autorin aufwiesen, kann man das wohl als offizielle Bestätigung der Vorbildfunktion interpretieren. Überraschend ist, dass fernab der Heimat gleich mehrere aus „Teestunde mit Todesfall“ bekannte Charaktere wieder in Erscheinung treten. Robin Stevens gibt ihren beiden Heldinnen auch im Zug wieder Gelegenheit, ihre Beobachtungs- und Kombinationsgabe unter Beweis zu stellen. Erneut gibt es so viele anscheinend unwiderlegbare Beweise und Beobachtungen, dass der Mord eigentlich gar nicht möglich gewesen wäre. Die Leiche beweist natürlich das Gegenteil. Alle Verdächtigen haben felsenfeste Alibis. Viele von ihnen waren zum fraglichen Zeitpunkt sogar gemeinsam mit Daisy und Hazel im Speisewagen. Natürlich finden die beiden jungen Detektivinnen am Ende den Fehler in ihren eigenen Schlussfolgerungen und lösen den Fall. Während Tathergang und Beweise am Ende jedoch völlig schlüssig und logisch erscheinen, gibt es in der Rahmenhandlung leider erhebliche Logiklücken. So geschieht der Mord zur Zeit des Abendessens, und der Zug fährt die ganze Nacht über weiter, bis er am Morgen durch äußere Umstände (die nichts mit dem Mord zu tun haben) zu einem unplanmäßigen Halt gezwungen wird. Der Express bleibt den ganzen Tag auf offener Strecke stehen, bis es endlich weitergeht und die Leiche nach Belgrad gebracht und der Fall dort der Polizei übergeben werden kann. Das damalige Jugoslawien war aber auch im Handlungsjahr 1935 nicht so dünn besiedelt, dass man unterwegs keine kleineren Orte passiert hätte, wo man bei einem unplanmäßigen Halt die Polizei hätte alarmieren können. Außerdem hatten selbst die größten Dampfloks nicht ansatzweise genug Vorräte an Kohle und Wasser, um solche Strecken ohne Nachfüllung bewältigen zu können. Auch dieser Band der „Ein Fall für Wells & Wong“-Reihe stellt wieder eine sehr unterhaltsame, gelungene klassische Detektivgeschichte dar, die zu lesen einfach Freude macht. Mehrere krasse Logiklücken, die allerdings nicht den Fall an sich betreffen, verhindern diesmal allerdings die Maximal-Punktzahl. Fazit: Auch im 3. Mordfall müssen Daisy und Hazel wieder eine vertrackte Beweislage auf beste klassische Detektivweise entwirren.

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Eine großartige Reminiszenz an Mord im Orient-Express - obwohl ruhige Ferien in Europa geplant waren, liegt Hazel und Daisy das Ermitteln einfach im Blut! Unbedingt weiterlesen!
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