Produktbild: Der Sinn der Sucht

Der Sinn der Sucht Eine Krankheit psychodynamisch verstehen

Aus der Reihe Therapie & Beratung

44,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2022

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

445

Maße (L/B/H)

20,7/14,7/3,2 cm

Gewicht

636 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3144-0

Beschreibung

Rezension

»Voigtel arbeitet seit vielen Jahren mit Suchtmittel-abhängigen Menschen in Einzeltherapie, begleitet Teams aus Einrichtungen der Suchthilfe als Supervisor, ist Lehrbeauftragter an verschiedenen Fachbereichen der Berliner Universitäten. Es gelingt ihm aufgrund dieser jahrelangen Tätigkeit und Erfahrung seiner Leserschaft ein sowohl theoretisch fundiertes wie auch praxisorientiertes Buch an die Hand zu geben. Es ist eine gut leserliche Zusammenschau aller derzeit diskutierten ökonomischen, soziologischen und neurochemischen Modelle.
Ausgehend von der psychoanalytischen Triebtheorie, über Objektbeziehungstheorien lädt der Band durch griffige und interessante Überschriften der zahlreichen Unter-Kapitel ein, diesen dichten Band in bekömmlichen Lektüre-Dosen zu konsumieren.«
Julie August, Bücherschau, Nr. 226, 2/2022
»Ein sehr interessantes Buch, das verschiedenste historische und aktuelle Theorien erklärt und gegenüberstellt.«
@erklärungsnot auf instagram am 4. Juni 2022

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2022

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

445

Maße (L/B/H)

20,7/14,7/3,2 cm

Gewicht

636 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3144-0

Herstelleradresse

Psychosozial Verlag GbR
Walltorstraße 10
35390 Gießen
DE

Email: info@psychosozial-verlag.de

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  • Produktbild: Der Sinn der Sucht
  • Einleitung

    I
    Maßlosigkeit als Krankheit. Geschichte und gängige Erklärungen der Sucht

    1 Wo beginnt die Sucht?

    2 Geschichte
    Am Anfang gab es keine Sucht
    Protestantische Moral
    Eine Krankheit wird hergestellt
    Körperliche Abhängigkeit
    Erbgut-Entartung
    Die nüchternen Arbeiter
    Ergebnisse

    3 Psychiatrische Auffassungen
    Entartete Leidenschaft
    Äußerliche Deskription

    4 Auffassungen in der Gesundheitspolitik
    Inflationierter Begriff
    Faktorenmodell
    Drogenpolitik
    Spezifische Definition

    5 Ökonomische und soziologische Modelle
    Verführerisches Angebot und schlechte Lebenslage
    Abweichende Subkulturen
    Soziologische Medizin-Kritik

    6 Lerntheorie

    7 Kulturkritik

    8 Psychoanalytische Konzepte
    Ungezügelte Lust
    Die Macht des Triebes
    Eine initiale Verstimmung
    »You know, I’m no good« (Amy Winehouse)
    Ungereimtheiten des Triebkonzepts
    Sucht als Abwehr
    »Heroin, it’s my wife and it’s my life« (Lou Reed)
    Externalisierung
    Narzissmus versus Ordnung und Ehrbarkeit
    Angst vor Verschlungen-Werden
    Undifferenzierte Hassliebe
    Drei Sorten Sucht
    Passive Überlassung
    Überblick

    9 Neurochemisches Modell
    Botenstoffe im Belohnungssystem
    Drogenwirkung im Gehirn
    Rattenversuche

    10 Vererbung

    11 Zwischenresümee

    II
    Missglückte Bindung. Ein neues psychoanalytisches Modell der Sucht

    12 Vorklärung: Sucht und nicht-süchtiger Gebrauch
    Kein Stoff macht psychisch abhängig
    Nicht-süchtiger Gebrauch
    Risiken des Gebrauchs

    13 Das unbelebte Objekt
    Unbezogenheit beruhigt
    Abgrenzung zu ähnlichen Phänomenen

    14 Die Beziehungsstörung
    Rekapitulation
    Die vorsprachliche Zeit
    Leben in prozeduralen Schemata
    Mangelnde Modulation
    Die frühsprachliche Zeit
    Das begrenzende Selbstobjekt
    Das Nein
    Das bewertete Ich
    Die Triangulierung

    15 Die Abwehroperationen
    Erste Operation: Überlassung an das direktive Objekt
    Zweite Operation: Donale Verschiebung
    Dritte Operation: Rückzug in den beruhigenden Raum
    Separationsdruck und Angst
    Vierte Operation: Einsatz des unbelebten Objekts
    Destruktive Maximierung
    Exkurs: Die Verwerfung
    Ansteckung in der Gruppe?
    Eine Chance für Therapie und Prävention

    16 Varianten schwerer Sucht (Darstellung mit Fallbeispielen)
    Erste Variante: Adaptive Sucht
    Zweite Variante: Fusionäre Sucht
    Dritte Variante: Resignative Sucht
    Vergleich

    17 Zur Therapie
    Die Übertragung des direktiven Objekts
    Das Ringen um die Abstinenz
    Die Identifikation mit der Therapeutin

    18 Manische Abwehrsysteme
    Kontraphobische Selbstbehauptung (Antechie)
    Ideal-Anspruch
    Selbstverletzung
    Perversion
    »Sexsucht«

    19 Symptomatische Sucht – eine ergänzende Abwehroperation
    Pathologischer Narzissmus
    Borderline-Zustand
    Depression
    Neurosen

    20 Reaktive Sucht
    Traumatische Erfahrungen
    Soziale Notlagen
    Punktuelle Vulnerabilität

    III
    Privates Elend. Sozio-Psychoanalyse der Abhängigkeitsbedingungen

    21 Eine kurze Geschichte der Erziehungshaltungen
    Missachtung versus Anerkennung
    »Mutterliebe«
    Das bürgerliche Privatleben
    Staatsmacht, exekutives Patriarchat und Volkserziehung
    Nazi-Erziehung
    Nach dem Krieg
    »The order is rapidly fading« (Bob Dylan)
    Autonomieförderung und Postheroik

    22 Selbstsorge versus Fürsorge
    Direkter Zwang
    Bedrückende Lebensumstände
    Statussicherung
    Innere Zwangslagen
    Was ändern?

    23 Der Einschluss im Privaten

    Theoretische Schlussbemerkung

    Literatur

    Personen