Luis Vöckler ist drei Jahre alt, als er das erste Mal seinen größten Wunsch äußert: Er möchte ein Mädchen sein so wie sein Vorbild die Eiskönigin Elsa. Das ist nur eine Phase, denken seine Eltern Maria und Cai und lassen ihm zu Hause den Spaß am Verkleiden. Doch mit der Zeit merken sie, dass in ihrem kleinen Sohn tatsächlich ein Mädchen stecken könnte. Für die ganze Familie beginnt ein Auf und Ab der Gefühle. Maria Vöckler erzählt vom Leben mit ihrem trans* Kind Luisa. Sie geht offen mit dem Thema um, bezieht den Kindergarten mit ein. Und zunächst scheint alles gut zu laufen. Doch dann beschweren sich andere Eltern bei der Leitung des Kindergartens, die daraufhin das Jugendamt einschaltet. Der Vorwurf: Kindeswohlgefährdung. Maria Vöcklers ganz persönliche Geschichte schreibt die Journalistin Sara Schurmann auf. Sie hatte im Sommer 2019 für ein Interview nach Eltern von trans* Kindern gesucht. Die Recherche war nicht leicht, Maria Vöckler war aber schließlich bereit dazu, von ihren Erfahrungen zu erzählen
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Das Buch ist sehr ehrlich geschrieben und zeigt schöne Augenblicke innerhalb der Familie, aber auch frustrierende, traurige Momente wenn die Außenwelt versucht sich einzumischen. Dabei ist eine anfängliche Unsicherheit mit dem Thema verständlich, was auch Maria und ihre Familie durchgemacht haben, aber das entschiedene Unverständnis, das die Menschen in pädagogischen Einrichtungen und in der deutschen Bürokratie gezeigt haben, ist wirklich traurig. Was mich am meisten entsetzt hat ist die Tatsache, dass eine Transidentität noch bis vor kurzen (also letztes Jahr!) als psychische Erkrankung eingestuft wurde - wtf? Das hat mir gezeigt, wie wenig ich noch zu dem Thema weiß und wie sehr man sich als Gesellschaft damit auch auseinandersetzen muss, um es betroffenen Menschen einfacher zu machen so zu leben, wie sie es gerne wollen.
Maria erzählt, wie sie während ihrer Reise als Mutter eines trans* Kindes viele offene Menschen getroffen hat, die nicht nur Verständnis gezeigt haben, sondern sie und ihre Familie aktiv unterstützt haben. Auf der anderen Seite haben sich Wege mit Freunden/Bekannten/weitere Familie getrennt, wenn diese Personen es nicht verstanden haben.
Diese Teilung zieht sich durch das gesamte Buch: Einerseits wundert man sich, wie stur Menschen sein können, wenn es darum geht etwas neues zu lernen, andererseits gibt dieses Buch viel Hoffnung auf eine offenere Gesellschaft - nicht zuletzt auch dadurch, dass dieses Buch existiert!
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