Ende in Sicht
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Ronja von Rönne

1. Ende in Sicht

Ende in Sicht

Beschreibung

Von all den guten Gründen zu sterben, und von all den viel besseren, am Leben zu bleiben

Hella, 69, will sterben. In der Schweiz, in einem Krankenhaus. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens: Juli, 15, wollte sich von der Brücke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt – und steigt zu Hella ins Auto.

Zwei Frauen mit dem Wunsch zu sterben – doch wollen sie das zusammen auch noch? Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen.

Gelesen von der Autorin

Details

  • Verkaufsrang

    113

  • Sprecher Ronja von Rönne
  • Spieldauer

    364 Minuten

  • Fassung

    ungekürzt

  • Abo-Fähigkeit

    Ja

  • Medium

    MP3

Beschreibung

Details

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21 Bewertungen

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1 Sterne

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tragisch/komisch

Fredhel am 14.01.2022

Bewertet: Hörbuch-Download

In diesem Hörbuch liest die Autorin ihr Werk selbst ein, mit angenehmem Timbre und sehr gekonnt übrigens. Zwei äußerst unterschiedliche Frauen prallen unfreiwillig auf dem Weg in den jeweiligen Freitod buchstäblich aufeinander. Die fünfzehnjährige Juli springt von einer Brücke auf das Auto der abgehalfterten Schlagersängerin Hella, die auf dem Weg in die Schweiz zur Sterbehilfe ist. Beide leiden an Depressionen. Beide sehen keinen Sinn mehr im Leben. Nun sind sie eine Zeit lang aufeinander angewiesen, denn Hella will das verletzte Mädchen nicht sich selbst überlassen. Beide haben eine ähnlich ruppige Art miteinander umzugehen beziehungsweise sich gegenseitig auszutricksen.  Depressionen und Selbstmord, das sich schwere Geschütze, doch die Autorin schafft es, dem Ganzen eine Leichtigkeit zu geben, ohne den Ernst aus den Augen zu verlieren. Man hat Verständnis für die Probleme der Protagonisten, aber da die beiden sich ständig in neue skurrile Situationen hinein manövrieren, liegt dem Leser das Lächeln doch näher als die Sorgenfalten. Es ist ein schöner, in sich runder Roman, der auch durch seine perfekte Länge oder besser gesagt, seine knackige Kürze besticht.

tragisch/komisch

Fredhel am 14.01.2022
Bewertet: Hörbuch-Download

In diesem Hörbuch liest die Autorin ihr Werk selbst ein, mit angenehmem Timbre und sehr gekonnt übrigens. Zwei äußerst unterschiedliche Frauen prallen unfreiwillig auf dem Weg in den jeweiligen Freitod buchstäblich aufeinander. Die fünfzehnjährige Juli springt von einer Brücke auf das Auto der abgehalfterten Schlagersängerin Hella, die auf dem Weg in die Schweiz zur Sterbehilfe ist. Beide leiden an Depressionen. Beide sehen keinen Sinn mehr im Leben. Nun sind sie eine Zeit lang aufeinander angewiesen, denn Hella will das verletzte Mädchen nicht sich selbst überlassen. Beide haben eine ähnlich ruppige Art miteinander umzugehen beziehungsweise sich gegenseitig auszutricksen.  Depressionen und Selbstmord, das sich schwere Geschütze, doch die Autorin schafft es, dem Ganzen eine Leichtigkeit zu geben, ohne den Ernst aus den Augen zu verlieren. Man hat Verständnis für die Probleme der Protagonisten, aber da die beiden sich ständig in neue skurrile Situationen hinein manövrieren, liegt dem Leser das Lächeln doch näher als die Sorgenfalten. Es ist ein schöner, in sich runder Roman, der auch durch seine perfekte Länge oder besser gesagt, seine knackige Kürze besticht.

Zum Sterben schöner Roadtrip

hasirasi2 aus Dresden am 13.01.2022

Bewertet: Hörbuch-Download

„Warum weitermachen in einer Welt, in der es eigentlich niemanden interessiert, ob man weitermachte.“ Zwei Frauen, die nichts mehr von Leben erwarten und darum nicht mehr leben wollen, treffen an einem verregneten Donnerstagabend auf der A33 aufeinander. Juli ist erst 15, als sie von einer Grünbrücke springt. Leider hat sie nicht bedacht, dass diese viel zu niedrig und das Auto, das gerade auf die Brücke zu fährt, viel zu langsam ist. Am Steuer des uralten Passats sitzt Hella, 69, unterwegs in die Schweiz zu Dignitas. Sie bringt Juli ins Krankenhaus und denkt, dass sie ihre Fahrt danach allein fortsetzen kann, doch so leicht lässt sich Juli nicht abschütteln. Mithilfe kleiner Lügen und Tricksereien bringt sie Hella dazu, sie immer noch ein kleines Stückchen weiter mitzunehmen ... „Es schien nicht im Interesse dieses Kindes zu sein, weiter auf diesem Planeten verweilen.“ Julis Geschichte hat mich berührt. Ihre Mutter hat sie verlassen, als sie noch ein Baby war, und ihr Vater musste sie allein aufziehen. Dabei schien er oft überfordert zu sein, auch wenn er sich echt Mühe gegeben hat. Juli ist clever, aber auch anders, wird von ihren Mitschülern gemobbt oder ignoriert. Außerdem hat sie gerade erfahren, dass ihr Vater sie in einer wichtigen Sache die ganze Zeit belogen hat. Sie fühlt sich ungeliebt und sieht einfach keinen Sinn mehr in ihrem Leben. „Das halbe Kind, das nie gesehen wurde, und deshalb doch wenigstens gehört werden wollte, und wenn es im Radio war.“ Hella war mal ein Schlagerstar, aber jetzt wird sie nur noch für Möbelhauseröffnungen gebucht. Sie ist wahrscheinlich schon pleite, hat schon ewig nicht mehr auf ihr Konto geguckt. Hella ist eine ziemlich sperrige Person, die es einem nicht immer leicht macht, sie zu mögen, aber auch gewitzt und einfallsreich. Die letzten Jahre hat sie sich irgendwie durchs Leben gemogelt, aber jetzt ist es ihr nur noch überdrüssig. Ronja von Rönne liest das Hörbuch zu ihrem Roman „Ende in Sicht“ selbst und hat mich mit ihrer Stimme und Modulation begeistert. Sie erzählt diese intensive Geschichte übers Sterben oder Leben in kurzen, prägnanten Sätzen, mal poetisch, mal melancholisch, mal dramatisch, oft tieftraurig und dann wieder unfreiwillig komisch. Hellas und Julis besonderer, sehr emotionaler Roadtrip soll sie eigentlich dem eigenen Tod näherbringen, aber die Enge des Autos und die gemeinsame Fahrt führen dazu, dass sie sich miteinander und ihren jeweiligen Problemen auseinandersetzen und endlich auch darüber reden. Besonders anrührend fand ich, dass die Außenseiterin Juli auf der Fahrt endlich ihren ersten Kuss bekommt – und Hella den vielleicht letzten ihres Lebens … Trotz des traurigen Grundthemas ist es aber auch ein Buch, das Hoffnung macht und Mut zum Weiterleben, uns daran erinnert, auch die kleinen Freuden des Lebens zu erkennen und zu genießen.

Zum Sterben schöner Roadtrip

hasirasi2 aus Dresden am 13.01.2022
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„Warum weitermachen in einer Welt, in der es eigentlich niemanden interessiert, ob man weitermachte.“ Zwei Frauen, die nichts mehr von Leben erwarten und darum nicht mehr leben wollen, treffen an einem verregneten Donnerstagabend auf der A33 aufeinander. Juli ist erst 15, als sie von einer Grünbrücke springt. Leider hat sie nicht bedacht, dass diese viel zu niedrig und das Auto, das gerade auf die Brücke zu fährt, viel zu langsam ist. Am Steuer des uralten Passats sitzt Hella, 69, unterwegs in die Schweiz zu Dignitas. Sie bringt Juli ins Krankenhaus und denkt, dass sie ihre Fahrt danach allein fortsetzen kann, doch so leicht lässt sich Juli nicht abschütteln. Mithilfe kleiner Lügen und Tricksereien bringt sie Hella dazu, sie immer noch ein kleines Stückchen weiter mitzunehmen ... „Es schien nicht im Interesse dieses Kindes zu sein, weiter auf diesem Planeten verweilen.“ Julis Geschichte hat mich berührt. Ihre Mutter hat sie verlassen, als sie noch ein Baby war, und ihr Vater musste sie allein aufziehen. Dabei schien er oft überfordert zu sein, auch wenn er sich echt Mühe gegeben hat. Juli ist clever, aber auch anders, wird von ihren Mitschülern gemobbt oder ignoriert. Außerdem hat sie gerade erfahren, dass ihr Vater sie in einer wichtigen Sache die ganze Zeit belogen hat. Sie fühlt sich ungeliebt und sieht einfach keinen Sinn mehr in ihrem Leben. „Das halbe Kind, das nie gesehen wurde, und deshalb doch wenigstens gehört werden wollte, und wenn es im Radio war.“ Hella war mal ein Schlagerstar, aber jetzt wird sie nur noch für Möbelhauseröffnungen gebucht. Sie ist wahrscheinlich schon pleite, hat schon ewig nicht mehr auf ihr Konto geguckt. Hella ist eine ziemlich sperrige Person, die es einem nicht immer leicht macht, sie zu mögen, aber auch gewitzt und einfallsreich. Die letzten Jahre hat sie sich irgendwie durchs Leben gemogelt, aber jetzt ist es ihr nur noch überdrüssig. Ronja von Rönne liest das Hörbuch zu ihrem Roman „Ende in Sicht“ selbst und hat mich mit ihrer Stimme und Modulation begeistert. Sie erzählt diese intensive Geschichte übers Sterben oder Leben in kurzen, prägnanten Sätzen, mal poetisch, mal melancholisch, mal dramatisch, oft tieftraurig und dann wieder unfreiwillig komisch. Hellas und Julis besonderer, sehr emotionaler Roadtrip soll sie eigentlich dem eigenen Tod näherbringen, aber die Enge des Autos und die gemeinsame Fahrt führen dazu, dass sie sich miteinander und ihren jeweiligen Problemen auseinandersetzen und endlich auch darüber reden. Besonders anrührend fand ich, dass die Außenseiterin Juli auf der Fahrt endlich ihren ersten Kuss bekommt – und Hella den vielleicht letzten ihres Lebens … Trotz des traurigen Grundthemas ist es aber auch ein Buch, das Hoffnung macht und Mut zum Weiterleben, uns daran erinnert, auch die kleinen Freuden des Lebens zu erkennen und zu genießen.

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Simone Büchner

Thalia Coburg

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4/5

Stürzen und aufrappeln

Bewertet: Hörbuch (MP3-CD)

Juli fällt vom Himmel, Hella ist auf dem Weg dahin. Normalerweise hätten sie sich nie kennengelernt. Die Fahrt mit einem klapprigen Passat, Gespräche und Erlebnisse, bringen beide Frauen zu sich selbst zurück - auf die eine oder andere Weise. Dieses tragisch-komische, lebendig erzählte Roadmovie habe ich mir von der Autorin vorlesen lassen. Ronja von Rönne trägt mit klarer Stimme vor, verwendet zum Teil Alltags-Aussprache. Das ist sympathisch, wirkt wie ein Erlebnisbericht - gebannt lauschte ich.
4/5

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Bewertet: Hörbuch (MP3-CD)

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Friederike Hoffmann

Thalia Gießen

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

,, Alles erfunden, aber alles empfunden." Ein aufwühlender und ehrlichr Roman über Depressionen und das Leben. Ein sensibles
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