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Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich

4

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.01.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19/11,5/1,8 cm

Gewicht

201 g

Auflage

2. Auflage, Neuausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-01044-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.01.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19/11,5/1,8 cm

Gewicht

201 g

Auflage

2. Auflage, Neuausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-01044-6

Herstelleradresse

Rowohlt Repertoire
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    04.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Formel für die Politik

    Ich muss zugeben, dass mich der Titel sofort in den Bann gezogen hat und es erwartete mich ein obskurer Roman über die Ideen und Gedanken eines älteren Wirtschaftsjournalisten. Es ist der 30. September 2017 in dem der Roman, oder besser gesagt "die Datei", ihren Ursprung findet. "Kassandra", dessen Spitzname der Wirtschaftsjournalist trägt, wird gekündigt. Viele raten ihn anfangen zu bloggen, doch in der Meinungs-Maschinerie wo "jeder bloggt und sein Zeug ins Netz jägt" sieht er kein Interesse. Er beginnt mit einer Datei, die er an seine politisch interessierte Nichte Lena adressiert. Darin beschreibt er seine Sicht auf aktuelle politische Situationen und Themen, richtet den Blick auf die Finanzkrise 2008 und kritisiert die Europäische Union mit ihrer Politik. Dazu kommt im späteren Verlauf ein wahnwitziges Hirngespinst dazu, welchen den Titel des Romans trägt. Humorvoll und überspitzt wird es vom Hirngespinst zu einer fixen Idee und einer reellen Skepsis gegenüber der rein autoritären Wirtschaftsmacht China. Beim Lesen dieses Romanes bemerkte ich wie schnell bestimmte politische Situation und Ereignisse in den Untergrund verschwinden und wie wenig ich bei manchen Themen wusste. Der Roman hat es geschafft, dass ich selbst aktiv wurde und mich nochmal über die Griechenland-Krise und deren "Protagonisten" informiert habe. Es ist ein wirklich sehr ruhiger Roman, dessen Spannung kein großes Problem beinhaltet, was zu lösen gilt, sondern eher durch die Ideen, die überdrehten Gedanken und wahnwitzige Hirngespinste an Spannung gewinnt. Es zieht sich wie ein Fluss durch den Roman. Ein lesenswertes Buch!

  • Circlestones Books Blog

    4/5

    20.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Politik, Wirtschaft, Europa - kritisch, humorvoll, literarisch betrachtet

    „Der Mensch denkt, und Gott lenkt. Die zwei größten Irrtümer der Menschheit in sechs Worten, in einem Satz.“ (Zitat Seite 251) Inhalt Zwei Jahre vor der Rente wird der unangepasste, kritische Wirtschaftsredakteur – die Kollegen nennen ihn „Kassandra“ – freigestellt und in den Vorruhestand geschickt. Spontan beschließt er, weiterzuschreiben, diesmal in der Freiheit der eigenen Themenwahl. Ein Tagebuch soll es werden, ein Jahr lang wird er seine Gedanken und Eindrücke zu Papier bringen, als Zeitdokument, vielleicht für seine Nichte Lena, die gerade das Abitur macht und sich später, in dreißig Jahren etwa, fragen wird, wie es damals war, am Beginn des 21. Jahrhunderts. Thema und Genre Obwohl es vom Verlag so eingestuft wird, ist dieses Buch kein Roman, sondern eher eine Sammlung von Essays in Tagebuchform, mit Gedanken zur europäischen Wirtschaft, zur politischen Lage in Deutschland und in der EU, zu aktuellen Entscheidungen und ihre möglichen Auswirkungen in der Zukunft. Ein Thema ist auch die rasche und einfache Verbreitung von bewusst oder unbewusst falschen Meldungen in den sozialen Medien, von Menschen, die in erster Linie Aufmerksamkeit und Bestätigung suchen. Umsetzung Der Autor teilt das Buch in vier Kapitel ein. Die einzelnen Einträge tragen das jeweilige Datum, erfolgen chronologisch und beginnen mit dem 30.09.2017. Am 10.07.2018 erfolgt der letzte Eintrag, welcher lautet: (Fast) ein Jahr mein eigener Pausenclown, das reicht.“ (Zitat Seite 253) Der Journalist und für seine Wirtschaftsseiten bekannte Redakteur wird seinem Spitznamen „Kassandra“ durchaus gerecht. Auch er warnt vor einseitig argumentierten Entscheidungen, vor den Folgen von nicht ausreichend überdachten Handlungen und auch er sieht sich politischen Entscheidungsträgern, hier „Kanzlerin M“ und „Wirtschaftsminister Sch“, gegenüber, die diese Handlungen beschlossen haben und sie durch bewusste Falschinterpretationen auch weiterhin verteidigen. Doch er ermahnt auch sich selbst, alle Seiten zu sehen und keine Vorurteile zu pflegen. Ein besonderes Thema ist die Griechenland/Euro-Krise des Jahres 2017, die europäische Einwanderungspolitik und die verstärkten Investitionen von chinesischen Unternehmen in Europa. Der auf Grund des Buchtitels erwartete Rügen-Bezug beschränkt sich auf ein paar Tage auf Rügen, die er gemeinsam mit seinem deutsch-amerikanischen Freund Fritz Roon dort verbringt, im vierten und damit letzten Kapitel des Buches. Hier geht es auch vorrangig um persönliche Themen. Die Sprache schildert gekonnt die Gedankengänge des Tagebuchschreibers, der sich selbst, seine Mitmenschen und die Zeit, in der wir leben, mit spitzer, satirischer Feder beobachtet. An manchen Tagen ist er frustriert, verärgert, um am nächsten Tag auch seine Situation und Überlegungen mit Humor zu betrachten und zu den leisen Tönen zurückzukehren. Fazit Wer einen Roman mit Rügen-Bezug erwartet, sollte sich nicht für dieses Buch entscheiden, denn das wäre eine Enttäuschung. Wer eine sehr kritische, fundierte, freche, aber auch humorvolle wirtschaftspolitische Analyse unserer Zeit zu schätzen weiß, interessiert ist, sich mit den Hintergründen auseinanderzusetzen, bekannte Fakten vielleicht neu zu überdenken, wird dieses auch sprachlich überzeugende Buch mit Vergnügen lesen. Ich jedenfalls ging beim Lesen die gesamte Palette von „genau“ (mit heftigem Kopfnicken) über „na geh, aber wirklich nicht“ (mit Kopfschütteln) bis zu schallendem Gelächter mehrmals durch.

  • Circlestonesbooks.blog

    4/5

    19.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Der Mensch denkt, und Gott…

    „Der Mensch denkt, und Gott lenkt. Die zwei größten Irrtümer der Menschheit in sechs Worten, in einem Satz.“ (Zitat Seite 251) Inhalt Zwei Jahre vor der Rente wird der unangepasste, kritische Wirtschaftsredakteur – die Kollegen nennen ihn „Kassandra“ – freigestellt und in den Vorruhestand geschickt. Spontan beschließt er, weiterzuschreiben, diesmal in der Freiheit der eigenen Themenwahl. Ein Tagebuch soll es werden, ein Jahr lang wird er seine Gedanken und Eindrücke zu Papier bringen, als Zeitdokument, vielleicht für seine Nichte Lena, die gerade das Abitur macht und sich später, in dreißig Jahren etwa, fragen wird, wie es damals war, am Beginn des 21. Jahrhunderts. Thema und Genre Obwohl es vom Verlag so eingestuft wird, ist dieses Buch kein Roman, sondern eher eine Sammlung von Essays in Tagebuchform, mit Gedanken zur europäischen Wirtschaft, zur politischen Lage in Deutschland und in der EU, zu aktuellen Entscheidungen und ihre möglichen Auswirkungen in der Zukunft. Ein Thema ist auch die rasche und einfache Verbreitung von bewusst oder unbewusst falschen Meldungen in den sozialen Medien, von Menschen, die in erster Linie Aufmerksamkeit und Bestätigung suchen. Umsetzung Der Autor teilt das Buch in vier Kapitel ein. Die einzelnen Einträge tragen das jeweilige Datum, erfolgen chronologisch und beginnen mit dem 30.09.2017. Am 10.07.2018 erfolgt der letzte Eintrag, welcher lautet: (Fast) ein Jahr mein eigener Pausenclown, das reicht.“ (Zitat Seite 253) Der Journalist und für seine Wirtschaftsseiten bekannte Redakteur wird seinem Spitznamen „Kassandra“ durchaus gerecht. Auch er warnt vor einseitig argumentierten Entscheidungen, vor den Folgen von nicht ausreichend überdachten Handlungen und auch er sieht sich politischen Entscheidungsträgern, hier „Kanzlerin M“ und „Wirtschaftsminister Sch“, gegenüber, die diese Handlungen beschlossen haben und sie durch bewusste Falschinterpretationen auch weiterhin verteidigen. Doch er ermahnt auch sich selbst, alle Seiten zu sehen und keine Vorurteile zu pflegen. Ein besonderes Thema ist die Griechenland/Euro-Krise des Jahres 2017, die europäische Einwanderungspolitik und die verstärkten Investitionen von chinesischen Unternehmen in Europa. Der auf Grund des Buchtitels erwartete Rügen-Bezug beschränkt sich auf ein paar Tage auf Rügen, die er gemeinsam mit seinem deutsch-amerikanischen Freund Fritz Roon dort verbringt, im vierten und damit letzten Kapitel des Buches. Hier geht es auch vorrangig um persönliche Themen. Die Sprache schildert gekonnt die Gedankengänge des Tagebuchschreibers, der sich selbst, seine Mitmenschen und die Zeit, in der wir leben, mit spitzer, satirischer Feder beobachtet. An manchen Tagen ist er frustriert, verärgert, um am nächsten Tag auch seine Situation und Überlegungen mit Humor zu betrachten und zu den leisen Tönen zurückzukehren. Fazit Wer einen Roman mit Rügen-Bezug erwartet, sollte sich nicht für dieses Buch entscheiden, denn das wäre eine Enttäuschung. Wer eine sehr kritische, fundierte, freche, aber auch humorvolle wirtschaftspolitische Analyse unserer Zeit zu schätzen weiß, interessiert ist, sich mit den Hintergründen auseinanderzusetzen, bekannte Fakten vielleicht neu zu überdenken, wird dieses auch sprachlich überzeugende Buch mit Vergnügen lesen. Ich jedenfalls ging beim Lesen die gesamte Palette von „genau“ (mit heftigem Kopfnicken) über „na geh, aber wirklich nicht“ (mit Kopfschütteln) bis zu schallendem Gelächter mehrmals durch.

  • Daniela

    aus Berlin

    3/5

    25.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tagebuch trifft es

    Die „Birnen“ waren besser! Hier habe ich den Eindruck, kein Gedankensplitter soll vergessen werden, der Autor findet sich selbst vielleicht brillant?? Anstrengend.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.01.2020

    eBook (ePUB 3)

    Hilfe, die Chinesen kommen !

    Die grosse Kritik an der Europa- und Wirtschaftspolitik der EU im Allgemeinen und Deutschlands im Besonderen, kommt im Gewand eines Romans daher. Besonders das Szenario einer kompletten Übernahme Europas durch den Chinesischen Staat, wird satirisch überhöht heraufbeschworen. Wohl nicht ganz von der Hand zu weisen. Das Lesen hat mir Vergnügen, Schrecken und viel Erkenntnisgewinn gebracht. Lektüre für politisch interessierte Leser.
  • Zum Bewerterprofil von S. H.

    S. H.

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Anfang des Jahrhunderts für nachfolgende Generationen.

    Kassandra, ein Wirtschaftsjournalist, der selbstständig recherchiert und nicht den Politikern und Wirtschaftsbossen nach dem Mund redet, wird entlassen. Deswegen fängt er an, aus Langeweile und Liebe zum Schreiben, ein Tagebuch zu führen. Als Adressat stellt er sich seine Nichte vor die gerade Abitur macht und politisch interessiert ist. Er beschreibt die aktuelle politische Situation sehr genau, reflektiert wie es dazu kam und wie es in Zukunft sein wird. Ein großartiger Roman der unser Lebensgefühl sehr genau wiedergibt und für jeden politisch interessierten Leser ein Muss ist. Großartig geschrieben. Besser als jedes Sachbuch!
  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    An die Nachgeborenen - Eine Chronik der bleiernen Zeit 2017 / 2018...

    Einem Wirtschaft-Journalisten, Spitzname "Kassandra", einer eher konservativ ausgerichteten Zeitung, wird zwei Jahre vor dem Erreichen des Rentenalters "sozialverträglich" gekündigt - der allgegenwärtige Stellenabbau bei den Printmedien. Er beschließt, sich weder sofort in den Ruhestand zu verabschieden, noch sich umgehend auf Stellungssuche zu begeben. Statt dessen beginnt er, im Oktober 2017, eine Art Tagebuch mit integriertem Rückblich auf die Jahre seit den Nuller-Jahren, zu führen, denn ohne Schreiben kann er nicht sein. Er wendet sich darin direkt an seine Nichte Lena, die, sollte sie sich in 20 oder 30 Jahren fragen, wie es zu allem kommen konnte, was dann das alltägliche Leben ausmachen wird, die Antworten eben da finden kann. Wer Friedrich Christian Delius bisher als einen Meister des literarischen Floretts kennen und schätzen gelernt hat, wird hier erstaunt sein: Er geht gandenlos mit der deutschen Politik der letzten 15 Jahre in`s Gericht, nichts und niemand ist vor seiner Feder, oder, um im Bild zu bleiben, in diesem Fall vor seinem Schwert sicher. Ich habe an vielen Stellen laut lachen müssen über seine Formulierkunst, auch wenn dieses Lachen dann doch leicht mal im Hals stecken blieb. Von der sog. Griechenlandkrise, über die Untätigkeiten der Frau M. bis hin zur immer größeren Einmischung der Chinesen in den europäischen Markt, vom Finanzminister, der ein ganzes Land gedemütigt hat, immer mit Hilfe der einen wahren Tageszeitung, bis hin zum Aufkommen und Erstarken der neuen Rechten in der Politik, bekommt jeder "sein Fett weg", meisterlich! Selten hat es so gut getan, einem "alten, weißen, linken Mann" zuzuhören... "Vorteil des Tagebuchs: die eigenen Dummheiten von denen der übrigen Welt trennen. Im Blog, bei Twitter, Facebook usw.: die eigenen Dummheiten mit denen der restlichen Welt vermanschen..."
  • Zum Bewerterprofil von Carola Ludger

    Carola Ludger

    Thalia Lippstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    13.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tagebuch eines entlassenen Wirtschaftsjournalisten

    Der Büchner-Preisträger F. C. Delius lässt seinen Helden, den arbeitslosen Wirtschaftsredakteur zu Wort kommen: Schonungslos offen und streitbar schreibt er all das, was die Gesellschaft eigentlich gar nicht hören mag. In einem Tagebuch vertraut er seine kritischen, bisweilen düsteren Ansichten und Zukunftsprognosen seiner Nichte Lena an. Schnell wird beim Lesen klar, warum er in seinem beruflichen Alltag ein 'Störfaktor' wurde, er nicht mehr das und so schreiben konnte, wie es im Hier und Jetzt gefordert wird. Er beschreibt das Lebensgefühl der Generation 50+ sehr genau, warnt vor gesellschaftlichen Entwicklungen und beschreibt die politisch und wirtschaftlich fragile Situation Deutschlands und Europas. Denjenigen, die sich für die aktuelle Politik ebenso interessieren wie für die Historie werden hier reichlich Denkanstöße geliefert.

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