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Gekränkte Freiheit Aspekte des libertären Autoritarismus | Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2023 | Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste (DLF Kultur/ZDF/DIE ZEIT)

5

28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Abbildungen

1

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

22,3/14,7/3,4 cm

Gewicht

652 g

Farbe

Zitronengelb / Weiß

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43071-2

Beschreibung

Rezension

»Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey ist ein Neoklassiker der Sozialwissenschaften gelungen.« ("derStandard")
»Theoretisch originell und empirisch gehaltvoll ...« ("Neue Zürcher Zeitung")

»
Gekränkte Freiheit
bietet weit mehr als ein bloß soziologisch fundiertes Psychogramm der von links nach rechts driftenden Querdenkerin; oder des ›gefallenen Intellektuellen‹, der den Schmerz des Verlusts von Diskursprivilegien durch den Kampf gegen Gendersternchen kompensiert. ... [Amlinger und Nachtwey] arbeiten minutiös heraus, wie der allgemeine gesellschaftliche Wandel gestern noch als fortschrittlich geltende Werte in autoritärer Weise aufladen kann.«
("Der Tagesspiegel")

»Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey liefern in ihrem Buch
Gekränkte Freiheit
die bisher wohl gründlichste und triftigste Analyse der Querdenkerszene ab.«
("Frankfurter Rundschau")

»Erhellende Bücher wie
Gekränkte Freiheit
sind ein Beitrag im andauernden Gespräch einer aufgeklärten Gesellschaft mit sich selbst.«
("DER SPIEGEL")

»Stimulierend an der
Gekränkten Freiheit
[ist], dass sie mit der Dialektik der Aufklärung wirklich ernst machen will.«
("Republik")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Abbildungen

1

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

22,3/14,7/3,4 cm

Gewicht

652 g

Farbe

Zitronengelb / Weiß

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43071-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    25.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die "normative Unordnung" endlich verstanden

    Es ist ein Fachbuch, das es in sich hat. Allein 100 Seiten Fußnoten und Literaturangaben - und eben darum ist es ein Buch, bei dem wir Leser:innen uns darauf verlassen können, dass alle Quellen und Einlassungen miteingeflossen sind, die notwendig sind, die auch nach Coronapandemie sichtbare Diskursverschiebung zu erklären. Zugegeben, auch mit meinem Politikstudium im Hinterkopf habe ich es langsam lesen müssen, um alle "Aspekte des libertären Autoritarismus " zu verstehen. Dank des Buches wollte ich es aber auch. Denn es ist kein Buch, wiewohl aus Sicht der Wissenschaft geschrieben, das kalt und nüchtern ist. Es strahlt auch eine gewisse Wärme für die Nöte der Menschen aus, die idR irgendwann seit 2015 einen Pfad verlassen haben, um sich nun an der Dialektik eines demokratischen Staates aufzureiben/abzuarbeiten oder gar abzuwenden, der Freiheit verspricht und zugleich beschränkt. Ein Buch, das mir hilft, zu verstehen und auch meiner inneren Ratlosigkeit etwas entgegensetzt, die bisweilen in Ekel oder Wut übergeht, da ich selbst den Begriff Gemeinwohl zentral für lebendige Demokratie haltend, das Treiben einfach nur egozentrisch, narzisstisch oder bösartig finde. Nachdem ich es nun 1 Mal gelesen habe, um die neue kritische Theorie - für mich ist es eine solche - zu verstehen, werde ich es nun ein zweites Mal lesen, um die zentralen Aussagen und Referenzen nachzuvollziehen. Damit ich es richtig weitergebe. Denn dieses Buch braucht Publikum. Eine leichtere Fassung für Nicht-Akademiker wäre ein ehrenwertes Unterfangen.

  • Bewertung

    5/5

    31.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Globale Bedeutung

    Das Buch zeichnet eine weltweite Bewegung nach die in Folge der Neoliberalisierung aller Gesellschaftsbereich Staaten zersetzt und die Demokratie allerorts gefährdet. Eine sehr detailierte Analyse bedeutender gesellschaftlicher Veränderungen die eine gute Grundlage für eine Argumentation gegen einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff liefert.

  • Winnie

    1/5

    30.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Diffamierungsbuch. Das wird…

    Diffamierungsbuch. Das wird ein Klassiker: So lauten zwei Bewertungen bei Amazon (wo ich nicht bewerten darf, weil die Krake dies nur mit 50€ Umsatz erlaubt, ich sie aber seit langem boykottiere), die erste mit einem Stern, die anderen mit fünfen. In Kombination mit der Ersten könnte die Zweite sich erfüllen … Suhrkamp selbst schreibt dazu: „Der libertäre Autoritarismus, so Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, ist eine Folge der Freiheitsversprechen der Spätmoderne: Mündig soll er sein, der Einzelne, dazu noch authentisch und hochgradig eigenverantwortlich. Gleichzeitig erlebt er sich als zunehmend macht- und einflusslos gegenüber einer komplexer werdenden Welt. Das wird als Kränkung erfahren und äußert sich in Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit. [… Die Autoren] verleihen dieser Sozialfigur Kontur. Sie erläutern die sozialen Gründe, die zu einem Wandel des autoritären Charakters führten, wie ihn noch die Kritische Theorie sich dachte. Die Spätmoderne bringt einen Protesttypus hervor, dessen Ruf nach individueller Souveränität eine Bedrohung ist für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen: die Verleugnung einer geteilten Realität.“ Damit weisen Verlag wie Autoren zurecht auf eine Bedrohung hin, nämlich die der „Gesellschaft der Freien und Gleichen“ durch Phänomene der „Spätmoderne“ – nur stellen sie dabei Ursache und Wirkung komplett auf den Kopf! Sie machen Opfer zu Tätern und verbrämen ihr offensichtliches Mitläuftertum, also die Ursache, hinter der waghalsigen Tatsachenverdrehung, Proteste gegen die Aushöhlung und für den Erhalt der „Gesellschaft der Freien und Gleichen“, also die Wirkung, seien die Bedrohung. Es scheint, als blickten sie in einem psychotischen Spiegel auf sich selbst. Mit anderen Worten: der falsche Ansatz macht das Werk für klar denkende Menschen nicht nur wertlos, es ist ein weiterer Angriff auf sie. Eben dies könnte es auch zu einem Klassiker machen, und zwar im Schlechten, sollten sich die für die Demokratie schweren, nach meine Empfinden bedrohlichen Zeiten dereinst doch wieder zum Guten wenden …

  • Bewertung

    1/5

    23.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eher ein Buch über die Probleme Deutschlands

    Aus Schweizer Sicht sträuben sich einem die Nackenhaare bei der Lektüre dieses Buchs. Das Buch will wissenschaftlich sein, der eine Autor ist sogar Professor in Basel. Man "untersuchte" mittels 60 (!) Interviews mit "Querdenkern" (nicht wirklich definiert, geht da hauptsächlich um "Corona-Skeptiker") und "AfD Wählern" (wohlgemerkt, die Studie hat u.a. Schweizer interviewt ) das steigende Misstrauen gegenüber Staat und Institutionen. Obwohl die Autoren kaum rechte Tendenzen bei den "Querdenkern" feststellen konnten, werden sie mit AfD-Wählern in den gleichen Topf geworfen. Dieser "Topf" wird von den Autoren auch gleich selber kreiert, er wird mit "libertäre Autoritarismus" gelabelt und die Menschen entsprechend pathologisiert. Die Autoren setzen voraus, dass es ein "richtiges Denken" gibt, und wer von diesem abweicht, erhält dieses Label. Für mich zeigt dies die Probleme in Deutschland sehr deutlich auf. Für wirkliche Demokratie ist man nicht bereit, man kann und will sich mit anderen Meinungen nicht auseinandersetzen und schon gar nicht betrachtet man die historischen politischen Entwicklungen (zB. Agenda 2010) die m.E. notwendig wären um diesem Misstrauen auf den Grund zu gehen. Schuld sind die Menschen selber, die sich "undemokratisch" verhalten. Ein Widerspruch in sich. Für mich ein gutes Abbild der gegenwärtigen politischen Lage in Deutschland. Aber auch nur deshalb halbwegs interessant.

  • Bewertung

    5/5

    27.10.2022

    eBook (ePUB)

    ich bin begeistert

    sich heute mit den Hauptwerken der kritischen Theorie zu beschäftigen, fällt einem nicht leicht. Ein ständiger Begleiter ist die Frage, wie das ganze aus heutiger Sicht zu bewerten ist. Immerhin sind da diese autoritären Diktatoren die sich um Entnazifizierung bemühen. Ein Deutscher Staat, der den wirtschaftlichen Totalschaden im Sinne der Gesundheit riskiert. Bei der ganzen Grübelei kann es dann auch schon mal passieren, dass "linke" und rechte gemeinsam demonstrieren. Zum Glück gibt es da ja jetzt dieses Buch. Das sorgt im kritischen Teil des Gehirnes wieder für wohltuende Klarheit, aber nicht ohne dabei auf überraschende Ergebnisse zu kommen.

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    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

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    4/5

    28.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Gekränkte Freiheit: Die Anatomie eines neuen Autoritarismus

    Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey haben mit „Gekränkte Freiheit" ein Buch geschrieben, das erklärt, was viele von uns spüren, aber nicht in Worte fassen können. Warum demonstrieren Corona-Kritiker mit Blumenketten neben Rechtsextremen? Warum inszenieren sich Journalist:innen als Rebellen gegen „Sprechverbote"? Die Antwort liegt nicht in einer Rückkehr zur Vergangenheit oder dem Ruf nach dem starken Staat — sondern in einer neuen Figur: dem libertären Autoritären. Das Buch basiert auf 60 detaillierten Interviews und hunderten Seiten Fachliteratur. Das merkt man: Amlinger und Nachtwey argumentieren wissenschaftlich fundiert, ohne dabei kalt zu wirken. Sie verstehen die Nöte der Menschen, die sich zwischen den Versprechen der Spätmoderne (sei mündig, sei authentisch, sei frei!) und ihrer wachsenden Ohnmacht aufgerieben fühlen. Diese Kränkung wird zur Triebfeder für Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit. Das Buch bietet Klarheit in verworrenen Zeiten — und überrascht dabei immer wieder. Wer verstehen will, wie sich unsere Gesellschaft verschoben hat, findet hier eine unverzichtbare Analyse.

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  • Einleitung



    Freiheitskonflikte



    Libertärer Autoritarismus



    Zum Aufbau des Buches



    Aporien der Aufklärung: Kritische Theorie der Freiheit



    Kritik der Freiheit



    Freiheit in der Kritischen Theorie



    Liberalismus und Autoritarismus



    Freiheit in Abhängigkeit: Dialektik der Individualisierung



    Geburt des Individuums



    Negative Individualisierung



    Paradoxien der Emanzipation



    Verdinglichte Freiheit



    Ordnung der Unordnung: Gesellschaftlicher Wandel und regressive Modernisierung



    Die Tücken des normativen Fortschritts



    Wissenskränkungen



    Demokratie und Gegen-Demokratie



    Gegen-Epistemologie



    Paternalistische Gouvernementalität



    Soziale Kränkung: Zum sozialen Charakter aversiver Gefühle



    Konturen sozialer Kränkung



    Phänomenologie aversiver Gefühle



    Ausweitung der Kränkungszone



    Imaginäre Anwesenheit des Narzissmus



    Libertärer Autoritarismus: Eine Bewegung der verdinglichten Freiheit



    Libertär-autoritäre Charakterstruktur



    Figuren des libertären Autoritarismus



    Soziale Räume verletzter Selbstbehauptung



    Anstöße zum Driften



    Sturz der Wahrheitssuchenden: Gefallene Intellektuelle



    Bröckelnde Fundamente



    Verdrehte Freiheitskämpfe



    Exkurs: Sloterdijks Meditationen



    Intellektuelle Querfronten



    Überschießender Zweifel



    Nostalgischer Aktivismus



    Partisanen der Zeichen



    Register der Kritik



    Wiederverzauberung der Welt: Coronaproteste



    Pandemische Freiheitskonflikte und die Geburt einer Bewegung



    Die Gestalt der Querdenken-Bewegung



    Epistemischer Widerstand



    Verschwörungsspiritualität



    Libertär-autoritäre Gegengemeinschaften



    Subversion als destruktives Prinzip: Regressive Rebellen



    Engagement und Entfremdung



    Moralische Verurteilung und exkludierende Kritik



    Autoritäre Innovatoren



    Regressive Rebellen



    Schluss



    Staatskritik und die Paradoxien des Fortschritts



    Die kommenden Wahrheitskonflikte



    Soziale Freiheit und Demokratie