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Lotte Lenya und Bertolt Brecht Das wilde Leben zweier Aufsteiger

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.10.2022

Abbildungen

40 schwarz-weiße Abbildungen

Verlag

Theiss in Herder

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22,1/15,4/2,8 cm

Gewicht

504 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8062-4535-6

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10.10.2022

Abbildungen

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Theiss in Herder

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22,1/15,4/2,8 cm

Gewicht

504 g

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8062-4535-6

Herstelleradresse

Verlag Herder GmbH
produktsicherheit@herder.de
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Philipp Buschatz

Thalia Mayersche Köln-Mülheim

Zum Portrait

5/5

Ab in die wilden 20er Jahre!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Jahr erobert Bertolt Brecht wieder die Theaterbühnen. Immerhin lädt dieses Jahr zum 125. Geburtstag des Theaterrevolutionärs ein. Der Literaturwissenschaftler und Brecht-Experte Jürgen Hillesheim rückt zu diesem besonderen Anlass in dieser Biografie noch zwei andere Figuren in den Mittelpunkt. Zum einen Lotte Lenya, die in der Uraufführung der Dreigroschenoper brillierte und später Sean Connery in einem James-Bond-Film als gemeine KGB-Agentin das Fürchten lehrte. Und der geniale Komponist Kurt Weill, der die Musik der Dreigroschenoper schuf und vermutlich ganz entscheidend zum Weltruhm Brechts beitrug. Und wunderbare Jazz-Standards schrieb. Der großbürgerliche Brecht kommt nicht sonderlich gut weg... In seinem Gebaren hätte er in den 80er Jahren vielleicht auch die Punk-Szene aufgemischt. In dieser Biografie sieht man ihn in der Deoppelrolle als genialen Wortsetzer - und als berechnenden, frauenausnutzenden Macho. Oder vielmehr als formvollendetes, narzisstisches Arschloch. Das man dennoch bewundern muss... (Und natürlich denkt man beim Lesen ständig an "Me too".) Lotte Lenya dagegen kam aus ärmsten Verhältnissen, arbeitete als Gelegenheitsprostituierte und machte am Theater dann Karriere. Immer hin,-und hergerissen zwischen verschiedenen Liebhabern und vermutlich innerlich äußerst labil gab ihr die Liebe zu Kurt Weill ganz viel Halt. Und der zurückhaltende Kurt Weill wird dann in diesem Buch zum eigentlichen Helden. Und die Liebesgeschichte zwischen Lotte und Kurt - so viel Romantik! Und gleichzeitig so viel Schmerz... Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt beim Lesen. Und habe viel gelernt. Eine richtige Zeitreise in die 20er Jahre. Wilder Jazz, Theaterrevolution. Die große, märchenhafte Liebesgeschichte zwischen Kurt und Lotte. Das fiese Gebaren Bertolt Brechts mit seinen wunderschönen Gedichten... Die Machtergreifung der Nazis. Exil und Neuanfang in Amerika. Krass - was für intensive Lebensgeschichten hier zusammenfinden. Fesselnd erzählt. Top!!!
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5/5

Ab in die wilden 20er Jahre!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Jahr erobert Bertolt Brecht wieder die Theaterbühnen. Immerhin lädt dieses Jahr zum 125. Geburtstag des Theaterrevolutionärs ein. Der Literaturwissenschaftler und Brecht-Experte Jürgen Hillesheim rückt zu diesem besonderen Anlass in dieser Biografie noch zwei andere Figuren in den Mittelpunkt. Zum einen Lotte Lenya, die in der Uraufführung der Dreigroschenoper brillierte und später Sean Connery in einem James-Bond-Film als gemeine KGB-Agentin das Fürchten lehrte. Und der geniale Komponist Kurt Weill, der die Musik der Dreigroschenoper schuf und vermutlich ganz entscheidend zum Weltruhm Brechts beitrug. Und wunderbare Jazz-Standards schrieb. Der großbürgerliche Brecht kommt nicht sonderlich gut weg... In seinem Gebaren hätte er in den 80er Jahren vielleicht auch die Punk-Szene aufgemischt. In dieser Biografie sieht man ihn in der Deoppelrolle als genialen Wortsetzer - und als berechnenden, frauenausnutzenden Macho. Oder vielmehr als formvollendetes, narzisstisches Arschloch. Das man dennoch bewundern muss... (Und natürlich denkt man beim Lesen ständig an "Me too".) Lotte Lenya dagegen kam aus ärmsten Verhältnissen, arbeitete als Gelegenheitsprostituierte und machte am Theater dann Karriere. Immer hin,-und hergerissen zwischen verschiedenen Liebhabern und vermutlich innerlich äußerst labil gab ihr die Liebe zu Kurt Weill ganz viel Halt. Und der zurückhaltende Kurt Weill wird dann in diesem Buch zum eigentlichen Helden. Und die Liebesgeschichte zwischen Lotte und Kurt - so viel Romantik! Und gleichzeitig so viel Schmerz... Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt beim Lesen. Und habe viel gelernt. Eine richtige Zeitreise in die 20er Jahre. Wilder Jazz, Theaterrevolution. Die große, märchenhafte Liebesgeschichte zwischen Kurt und Lotte. Das fiese Gebaren Bertolt Brechts mit seinen wunderschönen Gedichten... Die Machtergreifung der Nazis. Exil und Neuanfang in Amerika. Krass - was für intensive Lebensgeschichten hier zusammenfinden. Fesselnd erzählt. Top!!!

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Lotte Lenya und Bertolt Brecht

von Jürgen Hillesheim

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  • Inhalt Einleitung 9 Bertolt Brecht 1898–1922 – von Augsburg nach oben Ein falsches Familienidyll – Schreiben als Ersatzhandlung? 13 Der werdende Genius 24 Zwischen elitärer Clique und ergebener Anhängerschaft – der Augsburger Freundeskreis 29 Erste Frauen – ein ziemliches Durcheinander 31 Lehrer-, Bürgerschreck und Waffenverweigerer 37 Unruhen in Augsburg – Brecht bleibt auf Distanz 43 Die kommunistische Revolution als Fortsetzung des Krieges 45 Der Durchbruch 47 Lotte Lenya 1898–1921 – das »zweite Linnerl« findet seine Identität Proletarisches Elend 49 Rabeneltern 54 Gegenwelten: Schule und Kunst 58 Befreiung und Selbstfindung 62 Fort, nur fort nach Zürich: Aus dem Linnerl wird Lotte 65 Zurück in neues Elend nach Penzing und zweite Flucht 68 Karriere und Bohemeleben in Zürich 69 Aufbruchstimmung 72 Brecht und Lenyas Leben in Berlin Brecht vernetzt sich 74 Und immer wieder die Frauen … 76 Eine anonyme Schmähung und die sehr spezielle Förderung Marieluise Fleißers 82 »Ich komme herauf, ich bin unvermeidlich …« Programmatisches in Brechts Werk und Image 86 »Ich war immer schon verrückt« – Lotte Lenya gibt nicht auf 91 Sämtliche Wege führen zueinander Lotte Lenya und Kurt Weill im Liebesglück 99 Fürsorglicher »Lustknabe« und freiheitsliebende Muse – ein ideales Paar 106 Weill, Lenya und Brecht machen sich auf nach »Mahagonny« 111 Brecht und Lenya spielen »Episches Theater« 115 Lenyas scharfer Blick 117 Premiere des Songspiels in Baden-Baden: Hinterher »15 Minuten Skandal«! 119 Der größte Bühnenerfolg der Weimarer Republik: Die Dreigroschenoper Vorspiel 124 »Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so …« 130 Kreatives Chaos und Welterfolg 135 Vermarktung, Erfolge, Misserfolge und der Untergang Weimars Der Lebensstandard steigt, die politische Instabilität auch 140 Kein Happy End für Happy End 148 Begegnungen mit dem Kommunismus:Brecht schreibt Die Maßnahme, Lenya fährt nach Moskau 150 Lenya und Weill trennen sich – Brecht gewinnt eine Beziehung hinzu 154 Im Exil Auf der Flucht 165 Weltoffenes Paris 167 Brecht macht sich auf nach Dänemark, Lotte Lenya tingelt umher 174 Weill und Lenya finden wieder zusammen 178 Brecht versucht, sich »einzurichten« in Dänemark 181 Unterkühltes Wiedersehen in New York: Brechts Die Mutter fällt durch – Weill und Lenya tun sich schwer 191 Weill wird zum Star, Lenya zur wenig beschäftigten Ehefrau. . . . . . . . . . . .194 »Öfter die Schuhe als die Länder wechselnd …«: Durch Skandinavien bis in die USA 197 Brechts Vater und Margarete Steffin sterben 203 Desillusionierendes in den USA 210 Brecht in der Krise 218 Neue Leben – neue Weltkarrieren Der »feindliche Ausländer« verlässt die USA 222 Brechts Rückkehr nach Europa 224 Weills Tod, Lenyas neue Identität 228 Gratwanderung zwischen den Welten: Brecht in der Die Verurteilung des Lukullus: Brecht gibt wieder nach, Neher »hat die Nase voll« 239 Brecht bleibt seiner pazifistischen Grundhaltung treu 242 Brecht als Lehrer des Epischen Theaters 244 Brechts Frauen: Die einen werden älter – die anderen jünger 244 Das Berliner Ensemble als Exportschlager 247 Schon wieder in der Zwickmühle: der 17. Juni 1953 247 Lenya und das »zwielichtige Intrigantenpaar« 252 »Laßt mich in Ruhe …«: Brecht stirbt; Lenya nach und mit ihm 256 Lenyas bizarre Männergeschichten 259 Das »Doppelleben« eines Superstars 263 »Madame Weigel aus der Ostzone …« 267 »Können ihr ein Loch graben …« – Abschied ohne Glamour 270 Dank 277 Anmerkungen 279 Literatur 285 Personenregister 295 Abbildungsnachweis 301