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Profilbild von Philipp Buschatz Philipp Buschatz Buchhandlung: Mayersche Köln-Mülheim
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Meine letzte Rezension Die Enkelin von Bernhard Schlink
Für dieses Buch brauchte ich mehrere Anläufe. Denn der Anfang ist wie ein Schlag in die Magengrube. Hier verliert Kaspar seine Birgit, die vor einigen Jahrzehnten zu ihm in den Westen geflohen war, um Glück zu finden und ein neues Leben zu beginnen. Birgit wurde aber nie glücklich und hatte zeitlebens mit Depressionen und ihrer Alkoholsucht zu kämpfen. Kaspar blieb unerschütterlich an ihrer Seite. Nach dem Tod Birgits erfährt Kaspar, dass Birgit eine Tochter aus einer vorherigen Beziehung hatte. Er macht sich auf die Suche und findet schließlich sogar seine Quasi-Enkelin, die in einer völkischen Gemeinschaft im Osten aufwächst. Und auch hier ist er unerschütterlich wie in seinem Leben mit Birgit. Und nimmt sich seiner Enkeltochter an. Trotz der rechten Gehirnwäsche, die sie erfahren hat. Ich weiß nicht, wie er so ruhig bleiben kann bei den Gesprächen mit seiner Enkelin, für die der Holocaust nur eine Erfindung der angeblichen "Besetzer" ist. Sein Zugang zu ihr: die Liebe zur Literatur und vor allem zur klassischen Musik. Würde sich Kaspars Charakter nicht durch eine tiefe stoische Ruhe auszeichnen, könnte er sicher nicht Kontakt zu ihr halten und ihr eine andere Gedankenwelt anbieten. Es entspinnt sich eine herzzereißende Geschichte zwischen Stief-Großvater und Enkelin. Ein sehr kluges Buch am Puls der Zeit, das Hoffnung macht!
ab 14,00 €
Die Enkelin
4/5
4/5

Die Enkelin

Für dieses Buch brauchte ich mehrere Anläufe. Denn der Anfang ist wie ein Schlag in die Magengrube. Hier verliert Kaspar seine Birgit, die vor einigen Jahrzehnten zu ihm in den Westen geflohen war, um Glück zu finden und ein neues Leben zu beginnen. Birgit wurde aber nie glücklich und hatte zeitlebens mit Depressionen und ihrer Alkoholsucht zu kämpfen. Kaspar blieb unerschütterlich an ihrer Seite. Nach dem Tod Birgits erfährt Kaspar, dass Birgit eine Tochter aus einer vorherigen Beziehung hatte. Er macht sich auf die Suche und findet schließlich sogar seine Quasi-Enkelin, die in einer völkischen Gemeinschaft im Osten aufwächst. Und auch hier ist er unerschütterlich wie in seinem Leben mit Birgit. Und nimmt sich seiner Enkeltochter an. Trotz der rechten Gehirnwäsche, die sie erfahren hat. Ich weiß nicht, wie er so ruhig bleiben kann bei den Gesprächen mit seiner Enkelin, für die der Holocaust nur eine Erfindung der angeblichen "Besetzer" ist. Sein Zugang zu ihr: die Liebe zur Literatur und vor allem zur klassischen Musik. Würde sich Kaspars Charakter nicht durch eine tiefe stoische Ruhe auszeichnen, könnte er sicher nicht Kontakt zu ihr halten und ihr eine andere Gedankenwelt anbieten. Es entspinnt sich eine herzzereißende Geschichte zwischen Stief-Großvater und Enkelin. Ein sehr kluges Buch am Puls der Zeit, das Hoffnung macht!

Philipp Buschatz
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