Produktbild: Die Ursache. Eine Andeutung
Band 1
Artikelbild von Die Ursache. Eine Andeutung
Thomas Bernhard

1. Die Ursache. Eine Andeutung

Die Ursache. Eine Andeutung Ungekürzte Lesung mit Ulrich Matthes (1 mp3-CD)

Gesprochen von
5

15,89 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Ulrich Matthes

Spieldauer

3 Stunden und 53 Minuten

Erscheinungsdatum

21.09.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742425409

Beschreibung

Rezension

»Wenn etwas aus diesem Werk zu lernen wäre, dann ist es eine absolute Wahrhaftigkeit.« F. A. Z.
»Es gibt keinen Zweifel: Wer sich eine Bibliothek mit Weltliteratur in Form von Hörbüchern aufbauen möchte, kommt an dieser Edition nicht vorbei.« WDR 3
»Hier wird fündig, wer an Hörbuchproduktionen Freude hat, die nicht schnell hingeschludert sind, sondern mit einer Regie-Idee zum Text vom und für den Rundfunk produziert sind.« NDR KULTUR
»Mehr Zeit hätte man ja immer gern, aber für diese schönen Hörbücher [...] besonders.« WAZ
»Die Hörbuch-Edition ›Große Werke. Große Stimmen.‹ umfasst herausragende Lesungen deutschsprachiger Sprecherinnen und Sprecher, die in den Archiven der Rundfunkanstalten schlummern.« SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK

Produktdetails

Gesprochen von

Ulrich Matthes

Spieldauer

3 Stunden und 53 Minuten

Erscheinungsdatum

21.09.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742425409

Herstelleradresse

Der Audio Verlag
Hardenbergstr. 9A
10623 Berlin
DE
info@der-audio-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    19.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Grünkranz und Onkel Franz

    Im ersten Teil seiner Autobiographie erzählt der österreichische Autor seine Erlebnisse im Internat in der Salzburger Schrannengasse, welches von dem nationalsozialistischen SA-Mann Grünkranz geleitet wird. Von den sadistischen Methoden der „Erziehung“ des Grünkranz gepeinigt, verbringen die Schüler des Internats die mehr Zeit in den Luftschutzstollen der Stadt, welche von den Alliierten mehrfach bombardiert wird, als auf der Schulbank. Bernhard erzählt von seinen jugendlichen Wahrnehmungen bei der Erkundung der zerstörten Stadt. Nach dem Krieg wird das Internat (wieder) von der katholischen Kirche von Pater Onkel Franz geführt und außer des Austausches der Herrschaftssymbole ändert sich in der Art der Erziehung rein gar nichts. Beeindruckend erfährt man als Leser einerseits, was es heißt, den allgegenwärtigen Bombenterror zu erleben und auszuhalten, andererseits über damals weit verbreitete Erziehungsmethoden, welche einen heute nur schockiert zurücklassen. Es ist Lichtblick, als der junge Thomas Bernhard das Internat verlässt, um einfach nur „in die andere Richtung“ zu gehen.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    25.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zorn in hoher Kadenz

    Da ist er wieder, der Thomas Bernhard, der mit viel Zorn und Wut gegen die Stadt Salzburg, gegen die Bildung, das Internat, das Gymnasium loszieht, im Crescendo die Sätze wiederholt, leicht modifiziert, ausbaut, neu strukturiert, mit anderer Färbung nochmals schreibt als wäre es ein Musikstück der Moderne. Genial geschrieben, enthält dieses Buch sehr viele und starke autobiographische Züge: der junge Thomas Bernhard während seiner Gymnasialzeit in Salzburg während des zweiten Weltkrieges. Wirklich ausgezeichnet! Ich frage mich manchmal: Wieviel von dieser Wut ist Ironie und „gespielt“, wieviel ist echt? Meint der Autor wirklich immer, was er schreibt?

  • r. appl

    aus Munderfing

    5/5

    22.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutige Neubearbeitung erschließt neue Einsichten!

    Als Lukas Kummer geboren wurde, war Thomas Bernhard bereits ein Jahr tot. - Erstaunlich, mit welchem Mut, Engagement, mit welcher Empathie der junge Zeichner sich in die längst vergangene Lebenswelt des zu Lebzeiten bereits "umstrittenen" Autors hinein versetzen konnte! Bewundernswert auch die Könnerschaft, mit der in diesem handlichen Bändchen die Trostlosigkeit einer Jugend im Krieg, ausgeliefert verständnislosen, gar sadistischen Faschisten auf adäquate Weise dargestellt wurde! - Ein Ausnahmetalent, dessen Wirken unsere Aufmerksamkeit verdient!

  • Jennifer Meisinger

    aus Vöcklabruck

    5/5

    18.04.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Regt zum Nachdenken an!

    Wer von euch weiß, wie es ist, aus dem Unterricht gerissen zu werden, weil zum gefühlten 100. Mal Bombenalarm ist? Wisst ihr, wie es ist, im Gymnasium die schlimmste Hölle auf Erden zu erleben? Genau diese Themen und noch weiteres behandelt Thomas Bernhard in diesem Buch. Es ist das Zweite aus seiner Fünfer-Reihe! Er verarbeitet in seinen Büchern sein Leben, jedoch alles nur als Vermutung, wie er es nennt, da jeder seine eigene Wahrheit hat und somit nichts richtig, oder falsch ist. In diesem Buch geht es eben um den zweiten Weltkrieg, das Gymnasium, um die Stadt Salzburg um seinen Großvater und noch einiges Wissenswerte mehr! Bevor ich ein Buch von Thomas Bernhard gelesen habe, habe ich mich wirklich geweigert, irgendwann mal eines zu lesen. Jedoch wurde ich dann doch umgestimmt! Am Anfang habe ich für jeden Satz noch 2-3 Anläufe benötigt. Je mehr ich jedoch von seinen Büchern gelesen habe, desto leichter fiel es mir! Ich kann diesen genialen Erzähler nur weiterempfehlen für Leser aller Art, die einmal etwas Anspruchsvolles ausprobieren möchten! Ich habe danach wirklich noch über das Gelesene nachdenken müssen und hatte eine etwas andere Anschauung von Salzburg. Es ist somit nicht nur ein hochwertig geschriebenes Buch, sondern es regt auch zum Nachdenken an.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    02.03.2011

    Buch (Taschenbuch)

    In seinen autobiografischen…

    In seinen autobiografischen Schriften („Die Ursache“, „Der Keller“, „Der Atem“, „Die Kälte“ und „Ein Kind“) verarbeitete der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard seine Kindheit und Jugend. Diese Erinnerungen spiegeln seine furchtbaren Erlebnisse im nationalsozialistisch und katholisch geprägten Österreich wider. Erschütternd und polemisch schildert er die frühen Verletzungen und das Eingesperrtsein in den verschiedenen Institutionen wie Schule, Internat, Erziehungslager, Krankenhaus und Sanatorium. Wer die Welt von Thomas Bernhard verstehen will, findet hier den Schlüssel. Alle fünf Bände erschienen Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre im Residenz Verlag Pölten und liegen nun aus Anlass des 90. Geburtstags von Thomas Bernhard als Taschenbuchausgaben im Deutschen Taschenbuch Verlag vor. „Die Ursache - Eine Andeutung“ (1975) ist der erste Teil dieser fünfteiligen Autobiografie. Darin erzählt Bernhard von der „Angst- und Schreckensfestung“ seiner Kindheit, dem Salzburger Schülerinternat Johanneum, das er während seines zwölften und fünfzehnten Lebensjahres besuchte. Das zunächst „Nationalsozialistische Schülerheim“ wurde nach dem Krieg notdürftig renoviert und als streng katholisches Staatsgymnasium wieder er-öffnet. Der junge Bernhard bemerkte jedoch keinen Unterschied bei den Lehrern und ihren Erziehungsmethoden. Die katholische Internatsleitung führte gewissermaßen das nationalsozialistische Erbe fort - die Hitlerbilder wurden gegen Kruzifixe ausgewechselt und die SA-Stiefeln gegen schwarze Stiefeletten der Geistlichkeit ausgetauscht. All das verstärkte Bernhards Abneigung. Diese Zeit, vom März 1944 bis kurz vor Ende des Krieges und wieder im Schuljahr 1945/46, war für den Jungen geprägt von herzlosen und sadistischen Erziehern. Ideologischer Drill bestimmte den Schulalltag und ließ den internierten Bernhard mit Selbstmordgedanken spielen. Ständig wurde er von seinen Mitschülern und Lehrern, aber vor allem vom Direktor und SA-Offizier Grünkranz gequält und unterdrückt. Dieser wurde zwar nach 1945 von dem Anstaltsgeistlichen „Onkel Franz“ abgelöst, der sich aber ähnlicher Erziehungsmethoden bediente. (Aufgrund der Klage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer, der sich in dem Buch als „Onkel Franz“ wiederzuerkennen glaubte, und eines Beschlusses des Landgerichts Salzburg aus dem Jahre 1977 mussten Bernhard und der Verlag einige Streichungen vornehmen). Auch mit Salzburg geht Bernhard hart ins Gericht. Die Mozartstadt charakterisiert er als oberflächlich, die hinter ihrer wunderschönen Fassade erstickt. Über die Einwohner urteilt er gleich im ersten Satz: „Die Stadt ist, von zwei Menschenkategorien bevölkert, von Geschäftemachern und ihren Opfern …“. Der Text ist in zwei Abschnitte gegliedert, betitelt nach den beiden Internatsleitern: Grün-kranz und Onkel Franz. Abschließend reflektiert Bernhard die Beziehungen zu seinem Großvater, der ihn zwar auf das Internat geschickt hat, den er jedoch außerordentlich schätzt, weil er sich nachhaltig für seine künstlerische Ausbildung einsetzte. Manfred Orlick

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