Im kalt-stürmischen Februar 1990 wird in Dresden ein junger Mann, ein ehemaliger Grenzsoldat, vermisst gemeldet. Zeitgleich ermittelt das KDD-Team um Tobias Falck, Edgar Schmidt und Stefanie Bach in einem Fall von Kunstraub. In der Dresdner Galerie der Alten Meister ist ein wertvolles Gemälde durch eine Fälschung ersetzt worden. Kurz darauf wird der Fälscher ermordet. Handelt es sich womöglich um alte Stasi-Machenschaften? Die westdeutsche Ex-Kommissarin Sybille Suderberg, die mittlerweile Privatdetektivin im Osten ist, spielt dabei eine undurchsichtige Rolle. Ihretwegen kommen die Dresdner Polizisten zu einer Dienstreise in den unbekannten Westen, die sie in das karnevalstrunkene Köln, aber auch in eine gefährliche Falle führt.
Ungekürzte Lesung mit Uve Teschner 1 mp3-CD | ca. 10 h 28 min
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
01.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannende Unterhaltung
Meine Meinung:
Da mich das erste Buch „Im Schatten der Wende“ so begeistert hat, wollte ich natürlich wissen, was das KDD-Team, das Kriminaldauerdienst-Team noch alles aufklären muss. Inzwischen ist einige Zeit vergangen, aber noch lange nicht genug, denn es gibt immer noch Anpassungsschwierigkeiten auf beiden Seiten, im Osten und im Westen. Diese Unterschiede und daraus entstehenden Probleme hat der Autor hervorragend in die Geschichte der Ermittler eingebunden.
Es gab reichlich Situationen, die aufgearbeitet werden mussten, eine Nebengeschichte handelt von einem jungen Grenzsoldaten. In der Hauptsache dreht sich allerdings alles um Kunstraub und einem Mord. Es tummelten sich also reichlich Personen in diesem Buch, ich lernte neue kennen und traf auf bereits bekannte. Die westdeutsche Ex-Kommissarin mischte ebenfalls wieder mit und ich konnte sie diesmal gar nicht richtig einordnen. Ich wusste auf einmal gar nicht mehr, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, denn der Autor hat geschickt viele Verdachtsmomente eingeflochten.
Das alles hat Frank Goldammer sehr gut und fesselnd beschrieben, humorvolle Momente gab es ebenfalls. Besonders gut hat mir die Fahrt der Ermittler nach Köln gefallen. Ausgerechnet am Rosenmontag treffen sie dort ein.
Fazit:
Spannende Unterhaltung wurde mir mit diesem Buch geboten. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Es war aber nicht nur spannend, denn der Autor hat vieles der damaligen Ereignisse aus Sicht eines Ostdeutschen beschrieben und das konnte einen nachdenklich stimmen. Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr über das KDD-Team lesen kann.
Leseratte-Y
5/5
25.01.2023
eBook (ePUB 3)
spannende Ermittlungen zur Wendezeit
Februar 1990 – die ehemalige DDR ist im Umbruch. Die alte Regierung ist abgelöst, doch die Stasi ist noch immer allgegenwärtig. In den Köpfen der Menschen geht es drunter und drüber. So auch bei den Ermittlern vom Kriminaldauerdienst in Dresden. Das zeigt sich auch bei ihren aktuellen Fällen. Ein ehemaliger Grenzsoldat, welcher seinerzeit einen Republikflüchtling erschossen hat, wird vermisst; in der Gemäldegalerie der Alten Meister verschwindet ein wertvolles Gemälde. Plötzlich ist nur noch eine sehr gute Fälschung im Museum und der mutmaßliche Fälscher ermordet. Tobias Falck, seine Kollegin Stefanie Bach und sein Vorgesetzter Edgar Schmidt werden wieder sehr gefordert. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis … wer als Täter in Frage kam, wird zum Opfer oder umgekehrt. Letztendlich begeben sie sich immer wieder selbst in Gefahr und auch in Tobias seinem Privatleben geht es drunter und drüber. Und dann ist da auch immer wieder die Frage, ob die Stasi etwas mit allem zu tun hat …
„Die Verbrechen der anderen“ ist der zweite Teil der Reihe um den Ermittler Tobias Falck vom KDD Dresden. Frank Goldammer ist es wieder gut gelungen, die damalige Zeit einzufangen, die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und der Menschen dazustellen. Sein Schreibstil ist flüssig und sehr authentisch. Manchmal hatte ich allerdings zu tun, bei der Fülle der Protagonisten alle auseinander zu halten. Die Spannung war von Anfang bis Ende vorhanden. Mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Es ist ohne den Vorgängerband lesbar, jedoch versäumt man etwas. Definitiv von mir eine Leseempfehlung.
crazy girl
aus Schleswig-Holstein
5/5
22.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ist die Stasi noch aktiv?
Der Mauerfall ist gerade 3 Monate her und in den Köpfen der ehemaligen Bewohner der DDR geistert immer noch die Machenschaften der Stasi umher. Im Februar 1990 wird in Dresdner Galerie ein Kunstgemälde als gestohlen gemeldet. Das Bild wurde kurz vorher restauriert und jetzt hängt eine Kopie in der Galerie. Die Kollegen vom Kriminaldauerdienst Tobias Falck, Edgar Schmidt und Stefanie Bach ermitteln. Kurze Zeit später wird der Fälscher ermordet. Die Nachforschungen werden durch interne Querelen unter den Ermittlern erschwert und dann taucht auch die westdeutsche Ex-Kommissarin Sybille Suderberg, die jetzt als Detektivin arbeitet, wieder auf.
Dies ist der zweite Fall für das Team des KDD in Dresden und das Cover ähnelt von der Aufmachung dem 1. Teil. Die Protagonisten sind bekannt und bietet einige neu Verwicklungen im privaten Bereich. Dieser Kriminalroman zeigt, wie lange es dauert, bis die ehemaligen DDR-Bürger sich an den neuen Polizeistaat gewöhnen. Der Schreibstil ist humorvoll und spannend. Die Handlung nimmt immer neue Wendungen an man kommt der Aufklärung mehrerer verbrechen einfach nicht näher. Der Schluss endet dann überraschend im Kölner Karneval.
hasirasi2
aus Dresden
5/5
03.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ruhm und Geld Tobias Falck,…
Ruhm und Geld Tobias Falck, Leutnant der Volkspolizei der DDR, seine Kollegin Stefanie Bach und sein Vorgesetzter Edgar Schmidt werden mit den Ermittlungen zu einem verschwundenen Gemälde aus der Galerie Alte Meister beauftragt. Der Restauratorin, die das Bild erst vor wenigen Wochen aufgearbeitet hat, ist aufgefallen, dass anstelle des Originals jetzt dort eine sehr gute Kopie hängt. Falck und Bach finden den Fälscher relativ schnell, kommen aber trotzdem zu spät – er wurde erschlagen. Seine Witwe ist überzeugt, dass alle Mitwisser der Fälschung beseitigt werden sollen. "Die bringen uns alle um!“ „Wen meinen Sie …? Die Stasi?“ „Die und die anderen. Die Kunsthändler, alle. Das ist eine Mafia! Die gehen über Leichen. Das war nur der Anfang.“ (S. 85) Sie scheint recht haben, weitere Involvierte werden überfallen oder getötet, ein beauftragter Sachverständiger aus dem Westen verschwindet spurlos. Außerdem durchsucht jemand systematisch die Wohnungen aller Beteiligten. Ein Wettlauf beginnt. Wer findet das Original schneller – der Täter oder die Polizei? Da Falck und Bach vermuten, dass das Gemälde evtl. schon „drüben“ ist, bitten sie die ehemalige Kölner Polizistin Sybille Suderberg um Hilfe, die wegen ihrer Alleingänge inzwischen suspendiert wurde und in Dresden eine Detektei eröffnet hat. „Wir sind hier wirklich die Trottel der Nation, dachte sich Falck. Er machte sich darüber schon längst keine Illusion mehr.“ (S. 16) Vier Monate nach der Wende ist Falck ernüchtert. Weder seine Kollegin noch sein Vorgesetzter nehmen ihn richtig ernst, stempeln ihn trotz seiner Ermittlungserfolge oft als naiv ab, und auch die Bürger haben keinen Respekt mehr vor der Polizei. Falck und Bach sind ganz schön gefordert. Zu viele scheinen in die Fälschungen und Devisenbeschaffung verwickelt zu sein, bald sehen sie nicht mehr durch, wer welche bzw. wessen Interessen vertritt. Immer wenn sie denken, dass sie kurz vor der Lösung des Falls stehen, kommt wieder alles ganz anders. Zudem trauen sie Schmidt und Suderberg bald nicht mehr, die scheinen nämlich ihr eigenes Süppchen zu kochen. Wollen sie das Bild etwa selber an den Höchstbietenden verkaufen? Erschwerend kommt hinzu, dass alle Verdächtige extreme Angst vor der Stasi haben. Sie fliehen vor den Polizisten, verweigern die Aussage oder ergehen sich in kryptischen Andeutungen. Und komisch ist es ja schon, dass ihnen immer jemand einen Schritt voraus zu sein scheint. „… wir sollten aufpassen, dass wir nicht dem Verfolgungswahn verfallen.“ (S. 102) Auch privat läuft es für Falck nicht rund. Er kann oder will sich nicht zwischen drei Frauen entscheiden. Zwischen ihm und seiner Kollegin prickelt es. Dann ist da die Mutter seiner Tochter, liebt er sie oder kommt da nur sein Pflichtgefühl durch? Auch seine Freundin, die ihn vor 2 Jahren verlassen hat, will ihn zurück. Frank Goldammer verbreitet mit seinem Buch wieder eine ordentliche Portion (N)ostalgie. Ich kann mich noch gut an diese komische, unruhige Zwischenzeit erinnert, in der es die DDR nicht mehr wirklich gab und alles in der Schwebe war. Man ist entweder rübergemacht oder hat abgewartet, was sich ändert – ganz so, wie er es hier im Buch beschreibt. Außerdem freue ich mich als Dresdnerin über die inzwischen z.T. veralteten Bezeichnungen der Straßen und Plätze, die ich manchmal erst auf den zweiten Blick erkannt, aber bei denen ich fast immer sofort ein Bild von damals vor Augen hatte. „Die Verbrechen der Anderen“ lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Der Krimi ist wirklich grandios, sehr rasant, mit vielen Verdächtigen und unterschiedlichsten Motiven, und so spannend, dass ich ihn an nur 2 Tagen gelesen habe. Auch das Thema der Devisenbeschaffung und Kunstfälschung von höchster Stelle fand ich extrem spannend. Allerdings musste ich zwischendurch oft überlegen, wer von den Beteiligten überhaupt noch lebt und wie er mit den anderen in Beziehung steht. Frank Goldammer spinnt (zu) viele parallele Handlungsfäden. Auch Falck resigniert zwischendurch. „Inzwischen glaube ich, wir werden das hier niemals ganz aufklären.“ (S. 357). Zudem ermitteln er und seine Kollegen parallel im Fall eines verschwundenen Grenzschützers, dessen Mutter glaubt, dass sich die Eltern seines damaligen Opfers jetzt an ihm gerächt haben – vielleicht hätte man daraus den dritten Band der Reihe machen können? Darum leider nur 4,5 von 5 Sternen.
Heidrun
aus Klingenberg
4/5
22.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Kunstraub
Das Buch ist in der Wendezeit in Dresden verortet. Ein Gemälde wird in der Gemäldegalerie durch eine Kopie ersetzt und das Original ist verschwunden. Stasiverstrickungen werden vermutet. Und damit beginnt eine Räuberpistole, wo es den Ermittlern, aber auch dem Leser, schwerfällt den Überblick zu behalten. Parallel wird der Fall eines verschwundenen jungen Mannes, der als Grenzer einen Republikflüchtling erschossen hat, behandelt. Dieser Fall wird aber eher nebenher behandelt.
Der Schwerpunkt des Buches liegt in den Beziehungen der Protagonisten und der Darstellung der Verhältnisse in der Wendezeit. Die Kriminalfälle werden eher nebenher behandelt. Zumal sich die Kommissare nicht gerade geschickt anstellen. Dem Autor gelingt es sehr gut, die Stimmung in dieser Zeit einzufangen. Die alte Ordnung hat sich aufgelöst und was die Zukunft bringt, weis keiner. Die Angst vor der Stasi ist noch da, aber genauso haben die ehemaligen IMs haben Angst vor Vergeltung. Und jetzt mischen auch noch die Wessis mit. Die Beschreibung der Personen war sehr gut. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen.
Das Buch ist als Milieustudie sehr treffend, als Krimi eher langweilig und verworren.
Ich gebe dem Buch 4 Sterne weil es in meiner Heimatstadt spielt und der Autor die Zustände in der Wendezeit sehr gut beschrieben hat. Er hat sie genau wie ich in dieser Zeit in Dresden gelebt. Der Kriminalfall hat
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5/5
13.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Gelungene Fortsetzung.
Gelungener zweiter Teil von Frank Goldammers neuer Dresden Serie. Das Team kämpft mit den Anforderungen der neuen Zeit und versucht, zwei Fälle gleichzeitig zu lösen. Es ist faszinierend, wie genau der Autor die Atmosphäre der Wende einfängt.
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4/5
11.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannung und Zeitgeschichte perfekt kombiniert
Frank Goldammer hat auch hier wieder zeitgeschichtliche Hintergründe mit einem Kriminalfall verknüpft. Die Protagonisten aus dem Dresdener Kriminaldauerdienst sind gut charakterisiert und man kann ihre Unsicherheiten in den Ermittlungen gut nachvollziehen, sobald sie aus ihrer Heimat, der ehemaligen DDR, auch jenseits der Mauer ermitteln müssen. Trotz allem gehen sie raffiniert und klug vor und ergänzen sich gut. Unterstützung in Köln finden sie bei der westdeutschen Ex-Polizistin Sybille Suderberg , bei der man aber lange nicht weiß, ob man ihr wirklich trauen kann. Dadurch wird die Geschichte allerdings noch sehr viel spannender. Auch in diesem zweiten Fall für Tobias Falck, Stefanie Bach und ihre Kollegen hat der Autor die Atmosphäre kurz nach der Wende gut verarbeitet.
Sehr spannender 2. Band vom Kriminaldauerdienst Ost-West. In der Gemäldegalerie wurde ein Original gegen eine Kopie ausgetauscht. Kurze Zeit später gibt es zwei Tote, welche damit zu tun hatten. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wie alles zusammen hängt.
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