Seit Jahrzehnten hat Paul Schwartzmüller Rumänien, das Land seiner Kindheit, nicht mehr besucht. Nun macht sich der Investigativjournalist auf den Weg nach Siebenbürgen, um das Erbe seiner kürzlich verstorbenen Tante anzutreten.
Paul will den ihm vermachten Bauernhof schnell loswerden, doch die Reise nimmt eine überraschende Wendung. Als er in Siebenbürgen ankommt, schlägt ihm zunächst wenig Begeisterung entgegen. Nur Sorin, Pauls Freund aus Kindheitstagen, empfängt ihn herzlich. Als man auf dem sagenumwobenen Dracula-Schloss Bran einen Touristen tot auffindet, wird ausgerechnet Sorin zum Hauptverdächtigen - und Paul stellt selbst Ermittlungen an. Dabei wird er auch mit seiner eigenen Familiengeschichte konfrontiert.
Ein spektakulärer Mord, ein kauziger Ermittler, und ein Land, das viele Überraschungen bereithält. Band 1 der neuen Krimireihe um Paul Schwartzmüller.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
easymarkt3
5/5
17.05.2023
eBook (ePUB)
Rumänien rund um Schloss Bran und Dracula – ein atmosphärischer Krimi
Da ich bisher keinerlei Beziehung zu diesem Land hatte, hat sich dies nach dieser Lektüre voller gastronomischen Leckereien, Gastfreundlichkeit und geheimnisvoller Sagenwelt sehr gewandelt. Politische Rückblicke in die Zeit Ceaușescus neben okkulten Bräuchen verleihen dem Krimi mit den Siebenbürger Sachsen neben reichlich bunter Spannung auch eine dramatisch magische Note durch Aberglauben, alte Traditionen, historische Einblicke besonders rund um Hermannstadt, dem heutigen Sibiu. Die einzelnen Charaktere sind vielfältig in ihrer Eigenart beschrieben, wobei die Hauptfigur, der Journalist Paul Schwartzmüller, sehr unbeholfen, sogar dümmlich daher kommt. Das Cover zeigt Schloss Bran und die Karpaten in landschaftlich schöner Idylle – sehr einladend gestaltet.
Bewertung
5/5
12.03.2023
eBook (ePUB)
Top Start der Reihe
Der Investigativjournalist Paul Schwartzmüller bekommt einen Brief aus seiner alten Heimat Siebenbürden, die er mit seinem Vater als Junge verließ. Man teilt ihm darin den Tod seiner Tante mit, von der er eigentlich annahm, dass diese schon sehr lange Tod ist und dass er Ihren Hof geerbt hat. Um herauszufinden, warum sein Vater ihn damals belog, fährt er kurzentschlossen nach Siebenbürgen. Dort trifft er seinen Kindheitsfreund Sorin wieder, mit dem er sich gleich wieder sehr gut versteht. Dann geschieht ein Mord und Sorin wird verhaftet. Er bittet Paul um Hilfe und dieser fängt an, zu ermitteln.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Der Schreibstil ist flüssig und man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Personen wie auch die Umgebung sind sehr gut beschrieben. Paul ist zwar an manchen stellen doch ziemlich naiv und wirkt teilweise etwas unfähig, aber irgendwie macht Ihn gerade das auch sympathisch und authentisch.
Von mir eine absolute Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
Magnolia
5/5
25.02.2023
eBook (ePUB)
Sehr gelungener Einstieg in die Siebenbürger Krimireihe
Lioba Werrelmann hat für ihre Siebenbürger Krimireihe einen ganz besonderen Schauplatz gewählt, ich hatte sofort Bilder im Kopf. „Paul Schwartzmüller ermittelt.“ Er hat das Zeug, mich noch ganz oft mit seinen Nachforschungen gut zu unterhalten. „Tod in Siebenbürgen“ ist der erste Band und ich hoffe, dass noch viele folgen werden. Dass die Autorin schreiben kann, hat sie hiermit einmal mehr unter Beweis gestellt.
Glückliche Ferientage verbrachte Paul Jahr für Jahr bei seiner Tante Zinzi in einem kleinen Ort in Siebenbürgen. Nun ist sie verstorben und hat ihm ihren Hof vermacht. Als 14jähriger kam er nach Deutschland, sein Vater hat ihn damals glauben lassen, dass seine Tante tot wäre. Nun hält ihn nichts mehr, der Flug ist gebucht. Kaum angekommen, macht er zunächst Bekanntschaft mit einem Zicklein, kurz darauf begegnet ihm die nicht sehr gesprächige Maia und zu seiner großen Freude trifft er alsbald auf seinen Jugendfreund Sorin. Dieser ist seiner Heimat treu geblieben, auf den Spuren Draculas führt er Touristen durch das Schloss Bran. Nicht einfach so, er versteht es, Geschichten zu erzählen und bietet ihnen dabei eine stilechte, schon sehr gruselige Show mit allem, was man von dem legendären Fürst Vlad III. Draculea so zu wissen meint.
Als die Leiche eines Mannes gefunden wird, wird Sorin verhaftet. Er beteuert seine Unschuld und bittet Paul, der als Investigativjournalist erfolgreich ist, diesbezüglich zu recherchieren. Die Umstände des Auffindens des Toten legen den Schluss nahe, dass Vlad, der Pfähler, der Fürst der Finsternis, seine Hände im Spiel hatte. Und genau diese Szenerie hat Sorin nur zu gerne nachgezeichnet, alles deutet auf sein Zutun hin.
Dracula, so wie man sich den Fürsten vorstellt, wabert im Hintergrund, seine Anwesenheit ist unterschwellig, wenn auch eher nebulös, aber doch spürbar - in etwa so, wie ich es schon voller Vorfreude auf diese Geschichte erwartet habe. Und es ist sehr viel mehr. Eine Kriminalgeschichte, die von den Menschen im Dorf erzählt und von denen, die eher auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
„Verlieren Sie sich nicht in einer Welt die Ihnen nur auf den ersten Blick vertraut erscheint.“ Diesen Rat gibt ihm der Pfarrer, der durch das Dorf geistert, einer Vogelscheuche gleich. Eine seltsame Gestalt wie es hier so einige gibt.
Die Siebenbürger Sachsen leben in einer malerischen Landschaft, die mir eher unbekannt ist. Die Beschreibung dieser Gegend lockt direkt, sie näher zu betrachten und nicht nur das, auch all die Köstlichkeiten, die hier aufgetischt werden, lassen nicht nur Paul das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ihm, der sich immer mehr an seine Kindheit und die unbeschwerten Tage hier erinnert, werden so etliche Steine in den (Ermittlungs-)Weg gelegt. Aber nicht nur das, er scheint auch Helfer zu haben, die sich eher im Hintergrund halten und doch wollen, dass er vorankommt.
Eine sehr kurzweile, unheimlich-schöne und spannende Reise ins unbekannte Transsilvanien ist zu Ende, ich habe sie sozusagen am Stück konsumiert. Gerne mehr davon. Ich hoffe, dass der Nachfolgeband nicht zu lange auf sich warten lässt.
SimoneF
4/5
21.03.2023
eBook (ePUB)
Reihenauftakt mit Potenzial, aber Luft nach oben
Über 35 Jahre, nachdem er als Junge mit seinem Vater die Heimat Siebenbürgen bei Nacht und Nebel verlassen hat, erhält der Journalist Paul Schwarzmüller unverhofft Post aus Rumänien. Seine Tante Zinzi ist verstorben und vermacht ihm ihren Bauernhof, den Ort der schönsten Stunden in Pauls Kindheit. Paul macht sich auf nach Siebenbürgen und wird bei der Rückkehr in die alte Heimat von seinen lange unterdrückten Gefühlen eingeholt. Auf Zinzis Hof begegnet er der seltsamen Maia, und auch seinen Jugendfreund Sorin trifft er wieder. Die Wiedersehensfreude ist nur von kurzer Dauer, da auf Schloss Bran ein Mann aus dem Dorf ermordet aufgefunden wird und Sorin unter dringenden Tatverdacht gerät. Um Sorins Unschuld zu beweisen, stellt Paul eigene Nachforschungen an und begibt sich dabei selbst in in höchste Gefahr. Gleichzeitig lassen ihn die Schatten der Vergangenheit nicht los und er möchte herausfinden, warum er seine Heimat damals so überstürzt verlassen musste.
Lioba Werrelmann erzählt sehr stimmungsvoll und bildlich von der Landschaft Siebenbürgens und lässt interessante historische Informationen zur Geschichte und Tradition der Siebenbürgener Sachsen einfließen. Dadurch konnte ich mir die Schauplätze des Romans sehr bildlich vorstellen und habe auch einiges über die Region, mit der ich mich bisher noch nie beschäftigt hatte, gelernt. Dieses Setting hebt diesen Roman angenehm von den üblichen Krimischauplätzen ab.
Die Geschichte ist unterhaltsam, teilweise mystisch und gruselig, die Figuren sind undurchsichtig, und es bleibt bis zum Schluß geheimnisvoll. Leider handelt
Paul für einen erfahrenen Investigativjournalisten oft erstaunlich unstrukturiert und naiv, was in diesem 1. Band möglicherweise mit seiner privaten Geschichte zu tun hat, die ihn beschäftigt und nicht klar denken lässt. Hierdurch leidet jedoch die Spannung und Tiefe der Krimihandlung etwas, und das Buch lebt vor allem von seiner Atmosphäre. Auch der ständige Alkoholkonsum fiel mir negativ auf. Bei einigen interessanten Figuren hätte ich mir eine tiefergehende Charakterisierung gewünscht, das hätte der Geschichte meiner Meinung nach gut getan.
"Tod in Siebenbürgen" bietet abseits klassischer Krimipfade eine sehr unterhaltsame, düstere Geschichte. Wenn der Protagonist im nächsten Band seine investigativen Fähigkeiten stärker unter Beweis stellt, hat diese Reihe auf jeden Fall Potenzial. Da mir der Erzählstil von Lioba Werrelmann sehr gut gefallen hat und sie hinsichtlich Atmosphäre und Setting neue Wege gegangen ist, möchte ich den zweiten Teil mit Paul Schwarzmüller auf jeden Fall lesen.
Ich habe lange überlegt, ob ich 3 oder 4 Sterne geben soll, und mich letztendlich für 4 entschieden.
brauneye29
aus Wachtendonk
4/5
20.03.2023
eBook (ePUB)
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Schon ewig war Paul nicht mehr in Rumänien, dem Land seiner Kindheit. Durch eine Erbschaft macht er sich jetzt auf den Weg dorthin. Eigentlich will er den ererbten Bauernhof nur schnell loswerden, doch die Reise wartet mit mehr als nur einer Überraschung auf. Als ein Toter aufgefunden wird und ausgerechnet sein ehemaliger Freund Sorin verdächtigt wird fängt Paul selbst an zu ermitteln.
Meine Meinung:
Paul ist irgendwie eine sehr verpeilte Figur. Man fragt sich zwischendurch immer mal wieder wie der Investigativjournalist wohl sonst seine Storys hinterfragt, denn hier wirkt er manchmal schon ziemlich rat- und planlos. Aber dennoch finde ich gerade Paul als Figur auch sehr authentisch, wie er das Leben inklusiv deftigem Essen und viel Getränken genießt. Der Roman ist unterhaltsam und leicht lesbar. Die rumänischen Begriffe sind natürlich gewöhnungsbedürftig, passen aber gut.
Fazit:
Hat mir gefallen
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4/5
17.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Siebenbürgen
Ein Krimi aus Rumänien, genauer aus Siebenbürgen, klingt besonders, außergewöhnlich oder gar exotisch. Die Geschichte führt in ein kleines Dorf unweit von Hermannstadt (rumänisch Sibiu) und vermittelte eine authentische, sympathische sowie mystische Atmosphäre. Durch gekonnte Landschafts- und Naturbeschreibungen tauchte man in eine spannende Welt ein, lernte die hiesige Tierwelt kennen und wohnte geselligen Protagonisten bei, welche insbesondere die rumänische Gastfreundlichkeit widerspiegelten.
Mitsamt einer interessanten Story entwickelte sich letztlich ein kurzweiliges Vergnügen und konnte hiermit auch einige Schwächen kaschieren. So ist der Duktus seitens der Autorin bisweilen etwas gewöhnungsbedürftig, fehlte es doch hier und da an Varietät. So wurden einzelne Wörter oder gar ganze Satzbausteine teils inflationär benutzt, stellvertretend "Zauberisches", da "läuft das Wasser im Mund zusammen" oder die "kalte Hand im Nacken". Ebenfalls machten einige hypotaktische Schachtelsätze den Text etwas zähflüssig. Trotz dieser etwas störenden Elemente überzeugte mich die Lektüre dennoch, und da man bei 3,5 ja quasi aufrundet, sind es doch noch vier Sterne.
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3/5
11.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Schwierig
Der "Krimi" war hart auf der Grenze zum Weglegen. Einzig der geschichtliche Background und das Setting in Siebenbürgen haben für drei Musen gereicht, Der Rest...
Ich möchte trotz eines Toten nicht von einem Krimi sprechen, sondern von einer mittelmäßigen bis gar nicht voranschreitenden Recherche eines angeblichen Starreporters. Cosy Crime in allen Ehren, aber hier gab es für mich nichts cosyhaftes oder viele Sympathiepunkte für den Protagonisten. Einzig die Randfiguren waren spannende Charaktere, die sinnvoll die eigentliche Handlung voran brachten. Aber trotzdem haben ich das Buch beendet, da das Land und die damit verbundene Geschichte (spiegelt sich im wunderschönen Cover wieder) so interessant sind. Wer also keinen hohen kriminellen Spannungsanspruch braucht und auch keine Personensympathie, aber ein spektakuläres Setting und einen Hauch Aberglaube sucht - wird das Buch mögen.
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