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Produktbild: Mein letzter Livestream - und alle schauen zu

Mein letzter Livestream - und alle schauen zu Roman über Mobbing und Bodyshaming ab 14

4

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

14.07.2022

Verlag

Arena Verlag eBooks

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

1660 KB

Übersetzt von

Uwe-Michael Gutzschhahn

Sprache

Deutsch

EAN

9783401810270

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

14.07.2022

Verlag

Arena Verlag eBooks

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

1660 KB

Übersetzt von

Uwe-Michael Gutzschhahn

Sprache

Deutsch

EAN

9783401810270

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  • fuddelknuddel

    5/5

    12.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Intensives Buch

    Mein letzter Livestream ist ein Buch, über dessen Schwere man sich im Vorfeld unbedingt im Klaren sein sollte. Es geht nicht nur um Suizidgedanken, sondern auch um die Planung der konkreten Umsetzung, wie aus dem Klappentext schon hervorgeht. Bitte bedenkt das, bevor ihr zu der Geschichte greift und passt währenddessen auf euch auf. Butter und ich hatte eine interessante Reise zusammen. Ich muss gestehen, dass ich bis zum letzten Viertel oft nicht wirklich wusste, was ich von ihm, seinen Gedanken und seinem Handeln halten soll, da alles irgendwie wirkte, als würde es nicht so richtig zusammenpassen. Doch am Ende ergab es rückblickend Sinn und nahm mich dann umso intensiver für sich ein, dass ich beinahe vergaß, was mich im Vorfeld überhaupt gestört hatte. Ich werde versuchen, das noch näher zu erläutern, möglichst ohne zu spoilern. Butter hat genug davon, er selbst in seinem übergewichtigen Körper zu sein, und möchte dem öffentlich ein Ende setzen. Dass auf dieses Vorhaben mit Begeisterung seitens seiner Mitschüler reagiert wird, kann und möchte ich mir ausschließlich damit erklären, dass keiner seinen Behauptungen Glauben schenkt und lediglich die Geste spannend findet, was ich aber fast genauso schlimm finde wie den Gedanken daran, dass sie ihm doch glauben könnten und es feiern, anstatt jemand Erwachsenen darüber zu benachrichtigen. Butter hingegen wirkt oft so, als schwanke er in seiner Entschlossenheit, oder viel mehr, als wolle er gar nicht, dass ihm jemand glaubt. Auf den ersten Blick wirkte das sehr sprunghaft und nicht nachvollziehbar auf mich. Allerdings könnte man das damit erklären, dass wenn ihm jemand glaubte, eine Meldung an Lehrer, Eltern oder Polizei ihm einen Strich durch die Rechnung machen könnte und Butter das verhindern möchte. Ihr merkt, es war ein Auf und Ab der Gefühle, ein stetiges „Macht er es? Oder macht er es nicht?“, was sich durch das Buch zieht und mir bis zuletzt wirklich ein Rätsel aufgab. Ich habe mitgefiebert, gegrübelt, gebangt und hätte Butter abwechselnd gern schützend in den Arm genommen und ihn geschüttelt für seine Pläne. Mir lag das Buch noch lange nach dem Beenden im Magen, ich habe viel darüber nachgedacht. Über Butter, wie er sich gefühlt hat, über mich selbst, über seine Mitschüler, über seine Eltern. Auch die Aufarbeitung der ganzen Thematik am Ende gefiel mir gut. Dass Butter aus seiner Ich-Perspektive berichtet, verleiht dem Geschehen noch mal eine ganz andere Tiefe und sorgt oft für widerwillige Gänsehaut. Was er erleben musste, wie intensiv er seine Eindrücke schildert, das geht an die Nieren. Der lebendige, eindringliche Schreibstil hält einen konstanten Lesefluss aufrecht und ermöglicht den Lesenden wie ich finde ein müheloses Vorankommen. Neben der Story um Butter und sein Gewicht zeichnet sich auch so etwas wie eine Liebesgeschichte ab. Eine, die mich lange nicht überzeugen konnte, zum Ende hin aber langsam die Kurze kriegt. Ich kann nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern, aber ihr werdet sehen, was ich meine. Mein Fazit: Auch wenn ich streckenweise etwas unsicher war, was ich von Butter und seiner Geschichte halten soll, so glaube ich insgesamt doch sehr gut in alles hineingefunden und es verstanden zu haben. Ich habe besonders das letzte Viertel verschlungen und intensiv mit Butter mitgefühlt. Rückblickend war das Leseerlebnis viel zu einnehmend für „nur“ 4 Sterne, aber aufgrund anfänglicher Skepsis und werden es keine vollen 5, sondern 4,5.

  • Der Duft von Büchern und Kaffee

    5/5

    03.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Eine sehr bewegende Geschichte

    Inhalt: Butter war schon immer übergewichtig. Mittlerweile wiegt er 423 Pfund. In der Schule ist sein Gewicht der sprichwörtliche rosa Elefant im Raum. Butter spürt die Blicke, wenn er einen falschen Schritt macht, wenn er nur den Mund öffnet, um irgendwas zu sagen. Ein kleiner Fehler und er steht im Mittelpunkt. Etwas, was Butter unbedingt vermeiden möchte. In der Mensa hat er seinen eigenen Tisch und seine eigene Bank, da die übrigen Stühle sein Körpergewicht nicht tragen. Hier sitzt er alleine. Ein Behindertenparkplatz soll ihm den Weg zur Schule möglichst angenehm machen. Denn längere Strecken zu laufen, stellt eine große körperliche Herausforderung für ihn da. Nach der Schule ist Butters Leben ebenso trostlos. Seine Mutter gibt zwar ihr Bestes, um die Situation irgendwie im Griff zu behalten. Doch viel zu oft scheint sie überfordert. Schlimmer ist Butters Vater, der seinen Sohn aufgegeben hat und ihn mit Schweigen und missbilligenden Blicken straft. Und dann gibt es noch Butters Arzt, der mit Enthusiasmus an ihn glaubt, aber nicht in der Lage ist, dem Jungen Mut zu machen, da es scheinbar keinerlei Fortschritte auf der Waage zu geben scheint. Es gibt nur eine Person, die Butter Trost spendet. Und das ist Anna. Das Mädchen aus der Schule, mit dem er Abends gerne chattet. Doch Anna weiß nicht, wer Butter wirklich ist. Sie hofft auf ein erstes Treffen mit dem Jungen ihrer Träume. Butter hingegen tut alles, um dieses zu vermeiden. Denn er weiß, wenn Anna wüsste, wer hinter seinem Pseudonym steckt, dann würde er die einzige Person verlieren, die ihm wirklich wichtig ist. Das Leben ist für Butter ein wahrer Hindernislauf. Sein Alltag ist deprimierend, ja demütigend. So geschieht es an einem Abend, mitten in der Nacht, als Butter einen folgenschweren Entschluss fasst. Nicht einmal eine Viertelstunde dauert es, bis er am Computer eine Website erstellt hat. Und diese trägt den Titel „ButtersLastMeal.com“. Butters Finger huschen über die Tastatur, während er die ersten Worte tippt. Er kündigt an, dass er am 31. Dezember auf dieser Seite einen Livestream zeigen wird. Einen Livestream, in dem er sich zu Tode essen wird. Am nächsten Morgen, als Butter erwacht, erhofft er sich eine Veränderung. Diese beginnt auch schon am Frühstückstisch. Denn seit langem hat er keinen wirklichen Hunger. Erst in der Schule wird klar, dass die E-Mail eine Wasserscheide war. Denn plötzlich wird er von den Mitschülern angesprochen. Sie gratulieren ihm, schenken ihm ihre Aufmerksamkeit. Plötzlich stehen sie ihm scheinbar positiv gegenüber. Sogar die Freunde von Butters ärgstem Feind wollen ihn plötzlich an ihrem Tisch sitzen haben und laden ihn zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Butter stellt fest, dass er über Nacht siebenundzwanzig Kommentare auf seiner Website erhalten hat. All diese Kommentare fordern ihn auf, sein Projekt fortzusetzen. Allmählich merkt Butter, dass es nur einen Weg für ihn gibt: Sein Projekt durchzuziehen. Bis zum point of no return möchte er die neu gewonnene Aufmerksamkeit in vollen Zügen genießen. Meinung: „Mein letzter Livestream und alle schauen zu“ ist die Neuauflage des Buches „Butter“, das auch verfilmt wurde. Ich habe zuvor weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen. „Mein letzter Livestream und alle schauen zu“ ist kein leichtes Buch, das verrät bereits der Klappentext. Die Autorin Erin Jade Lange greift hier schwere Themen wie Binge Eating, Mobbing, Suizidgedanken, Bodyshaming und Sensationsgier auf. Auch, wenn das Buch nicht mit leicht zugänglichen Typisierungen zur Identifikation auffordert, so ging mir diese Geschichte nahe. Wer in seinem Leben Bezug zu den obengenannten Themen sieht, sollte sich überlegen, ob er zu dem Buch greift. Erin Jade Lange erzählt in ihrem Buch von einem Jungen namens Butter, der Zeit seines Lebens mit Übergewicht zu kämpfen hatte. Butter hat mittlerweile die Hoffnung aufgegeben, jemals ein „normales“ Leben führen zu können. Zwar gibt es einige Menschen, die ihm positiv zugetan sind, jedoch hilft ihm das nicht über die Einsamkeit und über den Frust hinweg, dem er tagtäglich ausgesetzt ist. Es gibt z.B. Tucker, diesen Jungen, der ebenfalls übergewichtig war und der mittlerweile durch harte Disziplin und Besuche in einem speziellen Camp für Übergewichtige abgenommen hat. Tucker spricht Butter gut zu. Er versucht ihn zu motivieren. Doch die Ziele, die Tucker erreicht hat, liegen für Butter einfach viel zu weit weg, um sie anzusteuern. Dann gibt es den Professor an der Schule, der Butters Leidenschaft fürs Saxophonspielen unterstützen und ihn fördern möchte. Doch Butter hat einfach zu viel Angst, dass seine Leidenschaft eine Konfrontation mit Publikum nicht überstehen würde. Und es gibt Anna, das Mädchen, mit dem Butter nächtelang chattet. Doch auch diese Beziehung ist mehr als fragil. Wüsste Anna, wer er wirklich ist, dann wäre, seiner Meinung nach, Schluss. Denn in der Schule würdigt sie ihn nicht eines Blickes. An der Schule gibt es dann noch diese Gruppe von Jungs. Einer davon ist Butters größter Widersacher. Jeremy, der ihm einst seinen Spitznamen verpasst hat. Jeder von ihnen ist stets gewillt, sich über Butter lustig zu machen. Jeder von ihnen hofft darauf, dass etwas passiert, was ihr Leben aufregender machen würde. Kein Wunder, dass Butter ab dem Zeitpunkt, an dem er seine Website erstellt, ihre volle Aufmerksamkeit erhält. Es ist schockierend zu beobachten, wie fragil Butters Leben doch ist. Der Junge, der eigentlich von seiner Statur her furchteinflößend wirken könnte, trägt ein sehr weiches und gutes Herz in der Brust. Butter weiß, dass zu hohes Gewicht nicht nur optische, sondern auch gesundheitliche Probleme mit sich bringt. So leidet er z.B. unter Diabetes. Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, ist sehr hoch. Hinzu kommt, dass seine Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist. Eine kleine Drehung, eine längere Wegstrecke zurücklegen - all das ist für Butter ein großes Problem. Und als wäre das nicht alles schon schlimm genug, ist er fest davon überzeugt, den Status als Paria der Schule übergewichtig nicht verlassen zu können. Erin Jade Lange realistisches Werk offenbart das manchmal misanthropische Wesen junger Menschen. Denn ab dem Moment, in dem Butter einen folgenschweren Entschluss fasst, nämlich sein Leben zu beenden, erhält er endlich Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, nach der er sich lange gesehnt hat. Seine Mitschüler sehen ihn. Sie sind „nett“ zu ihm. Doch sie zeigen ihm auch bald, dass diese Nettigkeit eben auch ein Preisschild trägt. Denn Butter soll ihr Leben interessanter machen. Er soll ihnen die Langeweile nehmen, die sie im Leben empfinden und ihre Sensationsgier befriedigen. Fazit: „Mein letzter Livestream und alle schauen zu“ eröffnet einen freien Blick auf die düstere Seele von manch jungem Menschen. Es ist die unglaublich bewegende Geschichte eines übergewichtigen Jungen, der, anstatt diesem Leben zu entkommen, eigentlich nur dazugehören will. Erin Jade Lange bringt anrührend und unglaublich eindringlich menschliche Abgründe zum Ausdruck. Mobbing beginnt hier bereits im Elternhaus und geht in der Schule weiter. Wie ein Mensch einen sozialen Stempel verpasst bekommt, In-Group-Out-Group-Verhalten, psychische Gewalt und krankhafte Persönlichkeiten werden schonungslos analysiert. „Mein letzter Livestream und alle schauen zu“ ist als Schullektüre zu empfehlen.

  • Bewertung

    4/5

    06.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Bodyshaming,Mobbing,Internet-Hetze-...

    Bodyshaming,Mobbing,Internet-Hetze- mit solchen Problemen schlagen sich nach wie vor tausende Menschen,vor allem Jugendliche,herum.Butter ist stark übergewichtig und will alles beenden-mit einem Knall.Die Reaktionen sind für ihn überraschend und ihm stellt sich die Frage-was nun?

  • Bewertung

    4/5

    21.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Was ein Ritt! Butter ist wirklich...

    Was ein Ritt! Butter ist wirklich ein cooler Junge und muss lernen sich selbst zu lieben und wiederzufinden. Das Buch behandelt viele Themen, wie Mobbing und Übergewichtet, aber bietet einen wunderbaren, inspirierenden Hauptcharakter mit dem man gerne befreundet wäre. Rock on!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dorothee Droste

    Dorothee Droste

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.08.2022

    eBook (ePUB 3)

    Krasser Typ- krasser Plan- krasses Buch!

    Am Silvesterabend soll es passieren: "Butter" will sich buchstäblich zu Tode essen, und zwar öffentlich im Livestream. Dass er damit auf seiner Webseite für Aufsehen sorgt, hat er nicht anders erwartet. Unerwartet ist aber, dass er in der Schule auf einmal Fans hat, die den "krassen Typ" anfeuern, bewundern, ihm sogar helfen, noch die "Löffelliste" abzuarbeiten, auf der alles steht, was er gerne noch erledigen möchte- vorher. Ein krasser Typ, ein krasser Plan- ein krasses Buch! Man merkt zwar, dass es nicht heute spielt- die Kids haben noch keine Smartphones sondern brauchen PCs um online zu gehen- aber das tut der Spannung keinen Abbruch!
  • Zum Bewerterprofil von Marie Richter

    Marie Richter

    Thalia Recklinghausen – Palais Vest

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Alle schauen zu…

    Ein Buch, das viele Themen behandelt wie zum Beispiel Mobbing und Body Shaming. Dazu ist es sehr fesselnd und interessant geschrieben. Ich war an einigen Stellen sprachlos und wütend auf Butters „Freunde“, die ihn so respektlos behandelt haben. Eine absolute Empfehlung! Auf der letzten Seite gibt es auch eine Triggerwarnung.
  • Zum Bewerterprofil von Verena Bothe

    Verena Bothe

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Mein letzter Livestream - und alle schauen zu

    Der übergewichtige Butter (sein richtiger Name ist Marshall) wiegt über 200 Kilo und hat Typ 2 Diabetes. In der Schule ist er ein Außenseiter. Seine einzigen Freunde lernt er bei den regelmäßigen Besuchen im „Dicken-Camp“ FitFab kennen, auch seinen besten Freund Tucker. Leider zieht Tucker mit seiner Mutter nach Chicago, wo er ein Internat mit speziellem Sport- und Diätprogramm besuchen wird. Von seinem Vater ignoriert, von seiner Mutter überfüttert, flüchtet sich Butter oft zu seinem Lieblingsplatz am Rande der Wüste. Früher, als mit seinem Vater alles noch gut lief, waren sie oft gemeinsam dort. Doch sein Vater wollte, dass er Football spielt und war enttäuscht von seinem dicken Sohn. Butter spielt gerne Saxophon und das richtig gut. Sein Lehrer Prof. Dunn drängt ihn dazu, im Schulorchester zu spielen, doch er weigert sich, spielt lieber allein für sich oder manchmal mit Dunn und seiner Band, den BrassBoys. Butter bekam seinen Spitznamen, als ein paar fiese Jungs ihn gezwungen haben, eine ganze Packung Butter zu essen. Kaum jemand kennt seinen echten Namen. Im Netz ist er J.P. oder SaxMan. Dort chattet er mit der hübschen Anna, die ihn in der Schule nicht einmal wahrnimmt. Butter ist frustriert und will nicht mehr. Er erstellt die Website ButtersLastMeal.com und verkündet, dass er sich am 31. Dezember dort live zu Tode fressen will. Die Reaktion auf seine Seite ist eine völlig andere als Butter dachte. Niemand will ihn davon abhalten, sich umzubringen oder bietet ihm Hilfe an, niemand informiert Eltern oder Lehrer über die kritische Situation. Alle ermutigen ihn, finden es „krass“. In der Schule hat er plötzlich „Freunde“, ein ganz neues Gefühl für ihn. Genau die, die ihn früher gemobbt haben, laden ihn jetzt beim Mittagessen ein, an ihrem Tisch zu sitzen und nehmen ihn sogar mit zum Bowling. Um den Publikumsverkehr auf seiner Seite etwas zu drosseln, führt er ein Passwort ein, das nur einem beschränkten Personenkreis den Zugang ermöglicht. Trotzdem kommen ständig neue Kommentare, Menüvorschläge und mehr. Seine sogenannten Freunde wetten, was er essen wird, ob er überlebt oder nicht, wann genau er stirbt etc. . Ganz vorne mit dabei sind Trent und Parker, beliebte Jungs, die auch zu seinen neuen „Freunden“ gehören. Sie erstellen für Butter eine „Löffel-Liste“, mit Dingen, die er unbedingt noch tun sollte, bevor er den Löffel abgibt. Wieder wird gewettet. Das Einzige, was Butter wirklich interessiert, ist Anna. Anna unterhält sich mittlerweile auch in der Schule mit ihm, dem echten Butter und nicht nur mit J.P. im Netz. Er bietet ihr Nachhilfe an und sie scheint echt nett zu sein, doch gegenüber J.P. äußert sie sich ganz anders über Butter. Sie ahnt ja nicht, dass sich hinter J.P. Butter verbirgt. Butter ahnt, dass er nie eine Chance bei ihr haben wird, dennoch verabredet er sich mit ihr auf der Silvesterparty, als J.P., obwohl er weiß, dass er sie versetzten wird, weil er an dem Tag ja schon etwas „anderes“ vor hat. Als er damals anfing mit ihr zu chatten, nahm er an, er könnte sie wirklich einmal treffen, wenn er erst dünn genug für sie wäre, doch das wird nie der Fall sein. Wirklich? Butter hat abgenommen, ohne es zu merken. Dafür merkt es sein Arzt mit dem unaussprechlichen indischen Namen, den er nur Bean nennt. Er wiegt zwar immer noch über 200 Kilo und die alten Hosen passen auch noch nicht wieder, aber es ist ein Anfang. Seine Mutter macht sich Sorgen, weil er so wenig isst und gar nicht mehr Saxophon spielt, doch sie freut sich, dass er Freunde hat, auch wenn die nie zu Besuch kommen, was sie ein wenig wundert. Butter ist fest entschlossen, seinen Plan durchzuziehen. Auf der Silvesterparty taucht er auf und spielt Annas Lied, das er für sie komponiert hat und enttarnt sich damit als J.P.. Anna ist wütend, als sie die Wahrheit erkennt und Butter verlässt fluchtartig die Party. Er sucht Hilfe bei Dunn, doch der schickt ihn nachhause, begreift den Ernst der Lage nicht. Butter sieht keinen Ausweg mehr. Die Live-Übertragung seiner Henkersmahlzeit beginnt. Er stellt seinen Laptop in Position, spritzt sich eine Überdosis Insulin und frisst dann vor der Kamera eine große Menge Fett und Eiweiß, aber praktisch keine Kohlenhydrate, eine fatale Kombination, die zu einer lebensgefährlichen Unterzuckerung führt. Er vertilgt einen Karton Eier, eine Menge Würstchen etc., zum Schluss noch eine kleine Portion Erdbeeren, auf die er allergisch reagiert. Schließlich kippt er um, mit einer Stange Butter in der Hand … . Ein heftiges Buch! Ich kann gut nachvollziehen, wie sich der dicke Butter in der Schule fühlt. Ich selbst wurde damals von meinen Mitschülern auch als “Moppel” gemobbt, obwohl ich “nur” halb so viel wie Butter gewogen habe. Die Reaktionen auf Butters Website machten mich richtig wütend. Warum unternimmt niemand von Butters „Freunden“ etwas? Titel und Cover sprachen mich zunächst wenig an, doch dann habe ich das Buch in einem Rutsch verschlungen, weil es wahnsinnig gut geschrieben ist. Viel Spaß beim Lesen!!!
  • Zum Bewerterprofil von Tina Lampe

    Tina Lampe

    Thalia Bad Zwischenahn

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Eine sehr ernste sowie fesselnde...

    Eine sehr ernste sowie fesselnde Geschichte eines stark übergewichtigem Jungen, der beschließt mit Ankündigung zu sterben. Sehr schwer aus der Hand zu legen. Wie reagieren die Mitschüler? Wie geht „Butter“ mit den Reaktionen um? Unfassbar und nicht leicht zu verarbeiten.
  • Zum Bewerterprofil von Heike Schoon

    Heike Schoon

    Thalia Aurich – Carolinenhof

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    In der Geschichte geht es um einen...

    In der Geschichte geht es um einen Jungen der nicht dem Idealbild der Gesellschaft entspricht und sich total unwohl fühlt. Er trifft eine fatale Entscheidung und lernt dadurch viele Freunde kennen. Ein sehr gelungener Roman der zeigt das das Leben doch schön sein kann.

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