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Produktbild: Karl Böhm

Karl Böhm Biografie, Wirken, Rezeption

48,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2025

Abbildungen

farbige Abbildungen

Herausgeber

Thomas Wozonig

Verlag

Edition text + kritik

Seitenzahl

612

Maße (L/B/H)

23,3/15,8/4,3 cm

Gewicht

960 g

Farbe

Sonnengelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96707-584-7

Beschreibung

Rezension

"Beim Namen 'Karl Böhm' rümpfen auch heute noch viele die Nase. Für die einen verdunkelt sein unrühmliches Verhalten in den Jahren 1933 bis 1945 seinen reichen diskografischen Nachlass. Für die anderen war der österreichische Dirigent trotz seiner weltweiten Reputation gerade als Spezialist für die Opern von Mozart, Wagner und Strauss ein allzu nüchtern zu Werke gehender Musiker – dem noch 1978 Kollege Sergiu Celibidache vorhalten sollte, er habe 'noch keinen einzigen Takt Musik in seinem Leben dirigiert'. Seine Rolle während des Nationalsozialismus, aber auch sein musikalisches Erbe stehen im Mittelpunkt einer lesenswerten Aufsatzsammlung, mit der internationale Musikwissenschaftler und Kritiker das Bild Böhms intensiver beleuchten und dabei so manche Klischees bereinigen bzw. geraderücken."

Guido Fischer, RONDO, 1/2025
"Karl Böhm: Obwohl als Choleriker berüchtigt, als 'Anti-Star' und Antipode des schillernden Kosmopoliten Karajan beschrieben, avanciert der gebürtige Grazer zum Publikumsliebling. (…) Den Versuch, den Künstler in seiner Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit zu erfassen, unternimmt ein neuer Sammelband, der 23 Beiträge von Musikwissenschaftern und Historikern enthält. (…) Bereits 1936 engagierte sich der Künstler – wenngleich niemals NSDAP-Mitglied – für die Ideologie der neuen Machthaber in Deutschland, schildert Historiker Oliver Rathkolb. (…) Wie stark sich Böhms Mozart-Stil von jenem von Originalklang-Pionieren wie Harnoncourt unterscheidet, beschreibt Hartmut Krones detailreich: Der selbsternannte Verfechter der Werktreue setze auf 'Legato-Schönklang', anstatt die Artikulationsbezeichnungen des Schöpfers zu befolgen – und präge damit die romantisierende Mozart-Interpretation seiner Zeit. Auch hier klaffen Selbstbild und Realität auseinander."

Salzburger Nachrichten, 25.2.2025
"Mit dieser neuen Mammut-Biografie ist dem Verlag edition text+kritik ein bemerkenswertes Standardwerk gelungen.
"Der von Thomas Wozonig sorgfältig edierte Band lebt von einer erfreulich kritischen Herangehensweise der einzelnen Autorinnen und Autoren. Karl Böhm wird keinesfalls glorifizierend auf einen Sockel gehoben, sondern sein Leben und sein künstlerisches Erbe aus unterschiedlichen Perspektiven so gründlich unter die Lupe genommen, dass es am Ende schwerfällt, ein verallgemeinerndes Fazit zu ziehen. Karl Böhms Vermächtnis ist weit komplexer, als es einige heute gängige Stereotype nahelegen. Das zeigt der neue Band eindrucksvoll."

Christoph Vratz, Deutschlandfunk, 17.3.2025
"Keine Hommage auf Karl Böhm, sondern eine wohltuend nüchterne Auseinandersetzung mit einer Dirigentenpersönlichkeit, deren Erfolg aus heutiger Sicht sowohl musikalisch als auch moralisch teilweise rätselhaft erscheint."

Georg Nicklaus, ORF Ö1, 21.3.2025
"Als wirkmächtiger und populärer Akteur der Nachkriegsjahrzehnte vermochte es Böhm erfolgreich, sein unrühmliches Engagement im NS-Regime abzuschütteln, das in dem voluminösen Aufsatzband ebenso kritisch aufgearbeitet wird wie sein nicht so leicht zu fassendes künstlerisches Vermächtnis, das heute recht undifferenziert als konservativ kapellmeisterlich auf dem Abstellgleis gelandet ist – eine materialreiche Grundlage für eine umfassende Neubewertung."

neue musikzeitung nmz, 5/2025
"Manche hatten ihn schon abgeschrieben. Doch die große Zahl an Erstveröffentlichungen und Neuauflagen seiner Studioproduktionen und Live-Mitschnitte ist ein untrügliches Indiz dafür, dass der Dirigent Karl Böhm mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Tod keineswegs vergessen ist. Im Gegenteil: Das Interesse an ihm scheint größer denn je. Nun ist ein neues Buch erschienen in der edition text + kritik, herausgegeben von Thomas Wozonig. Es handelt sich dabei um einen umfangreichen Sammelband mit Beiträgen mehrerer Autoren, teils auf Englisch verfasst, die verschiedene Aspekte des Dirigenten, biografische ebenso wie seine Art der Interpretation, näher beleuchten. Eine wichtige und insgesamt gelungene Publikation."

Peter Blaha, Das Opernglas, 6/2025
"Die von Thomas Wozonig herausgegebene Sammlung enthält auf fast jeder Seite spannende Details und eröffnet überdies scharfe Blicke auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dazu wird umfangreich die dunkle Seite von Böhms auf die Musik gerichteter und politisch zweifelhafter Strategie beleuchtet. Eine präzise wie respektvolle Aufsatzsammlung."

Roland Dippel, Das Orchester, 7-8/2025
"Sehr umfangreiche Sammlung zu Leben und Werk von Karl Böhm. Sehr viel Erhellendes, für Fans unerlässlich."

Radio Klassik Stephansdom, Juni 2025
"In diesem neuen Buch formt sich in teils anspruchsvollen musikwissenschaftlichen Betrachtungen ein umfassendes Bild des Menschen Böhm, seiner Karriere und seiner Interpretation. Die vielen Briefe an Intendanten und insbesondere an die Familie Wagner in Bayreuth sind im Stil und in der Wortwahl ein Abglanz monarchischer Zeiten, eine überhöhte Form der fast aristokratischen Selbstzueignung. Man griff nicht zum Telefon, sondern trug die Fehde mit ausufernden und wortgewaltigen Pamphleten aus. (...) Wozonigs Publikation ist das vielleicht vollständigste Kompendium zu Karl Böhm. Das Gesamtbild des Œuvres komplettiert sich mit vergleichenden Interpretationsbetrachtungen und historischen Abhandlungen, die in ihrer Summe vor allem einen geweiteten Blick auf Klassik- und Kulturwelt des 20. Jahrhunderts über das direkte Wirken Karl Böhms hinaus zulassen."

Mittelbayerische Zeitung, 7.8.2025

Portrait

Thomas Wozonig ist Universitätsassistent am Arbeitsschwerpunkt Salzburger Musikgeschichte der Universität Mozarteum Salzburg und promoviert an der Kunstuniversität Graz zu "Herbert von Karajan als Sibelius-Interpret". Seine Forschungsschwerpunkte bilden die Interpret*innen- und Interpretationsforschung sowie die Musikgeschichte Skandinaviens. Er ist seit 2018 Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Musiktheorie, des Advisory Board der Zeitschrift Kwartalnik Mlodych Muzykologów UJ sowie künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte Gleinstätten.

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Erscheinungsdatum

01.02.2025

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Herausgeber

Thomas Wozonig

Verlag

Edition text + kritik

Seitenzahl

612

Maße (L/B/H)

23,3/15,8/4,3 cm

Gewicht

960 g

Farbe

Sonnengelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96707-584-7

Herstelleradresse

Edition Text + Kritik
Levelingstr. 6A
81673 München
DE

Email: info@etk-muenchen.de

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  • Produktbild: Karl Böhm
  • - Einleitung

    I. Biografie & Karriere
    - Andreas Domann: Marginalien zum Verhältnis von Theorie und Empirie. Karl Böhms Selbstdarstellungen im Lichte der Praxeologie und der Biografieforschung
    - Harald Haslmayr: Einer aus Graz
    - Chanda VanderHart: Karl Böhm – Liederkomponist? Zu den 20 Liedern für Singstimme und Klavier
    - Ursula Kramer: "Ich erinnere mich ganz genau"? Wenn bestehende Narrative auf die historischen Quellen treffen. Karl Böhms Darmstädter Jahre (1927–1931)
    - Oliver Rathkolb: Karl Böhm und der Nationalsozialismus
    - Moritz Oczko: Karl Böhm in Dresden. Blaupause eines Opernmuseums
    - Thomas Wozonig: "… was Böhm einmal mit diesen Werken in Salzburg gewesen ist". Karl Böhms Spuren in der Salzburger Festspielgeschichte
    - Michael Kraus: Karl Böhm und die Wiener Staatsoper. Die zweite Direktion (1954–1956)
    - Paula Schlüter: Karl Böhm und die Bayreuther Festspiele
    - Erik Levi: Charm Offensive and Autumnal Love Affair. Karl Böhm in London, 1936 and between 1962 and 1980
    - Richard Osborne: Böhm and Karajan. Two Careers and a Cohabitation
    - Ryan M. Prendergast: The Straussian Colossus. Karl Böhm's Advocacy of Richard Strauss's Operas in America

    II. Repertoire & Interpretation
    - Hartmut Krones: Ist Karl Böhms Mozart wirklich Wolfgang Amadeus Mozart?
    - Julian Caskel: Neutralität und Autorität. Karl Böhm und Mozarts "Eine kleine Nachtmusik"
    - Laurenz Lütteken: Auf dem Weg zum "modernen Realismus". Karl Böhm und Mozarts Opern
    - Helmut Loos: Karl Böhm als Interpret Beethoven'scher Orchesterwerke. Selbstverständnis und Umsetzung
    - Arabella Pare: Karl Böhm's 1939 Recordings of the Beethoven Piano Concertos Op. 37, Op. 58, and Op. 73
    - Arne Stollberg: Durch Mozart geläutert? Karl Böhms Wagner am Beispiel der "Tannhäuser"-Ouvertüre (1939 bis 1978)
    - Martin Elek: Karl Böhm and the Finale of Brahms's "Fourth Symphony". A Structuralist Approach?
    - Raymond Holden: A Hero's Life Performed. Karl Böhm and the Orchestral Music of Richard Strauss
    - Peter Revers / Rainer Schwob: "[…] weithin sichtbar als Markstein in der neuesten Musik- und Opernentwicklung". Karl Böhm und Alban Bergs "Wozzeck" sowie "Lulu"
    - Thomas Wozonig: "dieser Komponist ist richtig zukunftsträchtig." Karl Böhm als Hindemith-Interpret

    Zeittafel
    Kurzbiografien
    Register Namen & Werke
    Register Wirkungsorte & Institutionen