Produktbild: Planet ohne Visum

Planet ohne Visum

1

32,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2022

Herausgeber

Nadine Püschel

Verlag

Edition Nautilus GmbH

Seitenzahl

664

Maße (L/B/H)

21,5/13,8/4,9 cm

Gewicht

794 g

Farbe

Silbergrau / Elfenbein

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Planète sans visa

Übersetzt von

Nadine Püschel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96054-294-0

Beschreibung

Rezension

»Dieser Roman war seiner Zeit fünfzig Jahre voraus. Es ist Zeit, ihn zu lesen.« Norman Mailer
»Wenige Werke beschreiben derart gut das Frankreich unter der Besatzung, seine Feigheit, seine Spitzel, seine drückende Atmosphäre des Misstrauens. (...) Jean Malaquais hatte nicht nur Talent, sondern Genie.« Thibaut Kaeser, Echo Magazine, Genf, 2010

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2022

Herausgeber

Nadine Püschel

Verlag

Edition Nautilus GmbH

Seitenzahl

664

Maße (L/B/H)

21,5/13,8/4,9 cm

Gewicht

794 g

Farbe

Silbergrau / Elfenbein

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Planète sans visa

Übersetzt von

Nadine Püschel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96054-294-0

Herstelleradresse

Edition Nautilus
Schützenstraße 49 a
22761 Hamburg
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    05.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Flucht, Widerstand und Schutz vor Verrat

    1942, Frankreich zittert vor den deutschen Besatzern. Zwar hat sich Petain als Zudiener der “Boches” in seinem Vichy-Regime in seiner Zone eingerichtet. Marseille erscheint in diesen Tagen als letzte Möglichkeit Europa zu verlassen und sich vor Hitlers Häschern in Sicherheit zu bringen. Juden, Kommunisten und unerwünschte Intellektuelle bevölkern die Strassen und Gassen rund um den alten Hafen. Glücklich, wer Papiere hat, die dies erlauben. Widerstandsnetze versuchen Hand zu bieten, um Verfolgten zu helfen. Da wird gefälscht, da wird betrogen, da werden Anschläge auf Infrastrukturen ausgeführt. Da sind aber auch die Handlanger, die sich als Gehilfen bei Deportationen aufplustern, die willfährigen Auftragserfüller, die kein Mitgefühl zeigen. Die anpassungsfähige Bourgeoisie, die sich ihre Pfründe sichert. Die Lebensmittel sind knapp, der zu entrichtende Tribut an die Besatzer hoch, der Schwarzhandel blüht. Diese Halbwelt der zweitgrößten Stadt Frankreichs bildet die Kulisse der Schicksale, die uns der Autor atmosphärisch dicht, spannend und auch ergreifend schildert. Er beweist Gespür für gut getimte Pointen und clevere philosophisch geprägte Dialoge. “Planet ohne Visum” erschien letzten Herbst erstmals in deutscher Übersetzung, erstmals erschienen ist es in Frankreich 1948, eine Abrechnung mit den sehr Anpassungsfähigen, die für Furore sorgte. Das Buch präsentiert sich als cleverer Mix einer Hommage an die Grossstadt Marseille und literarisches Vermächtnis eines Zeitzeugen. Sprachgewaltig und stilsicher erzählte Grosstadtatmosphäre und spannender Widerstandsthriller, in jedem Fall werden anspruchsvolle Leser*innen auf ihre Kosten kommen. Der Verfasser Jean Malaquis war selber polnischer Jude, einer der nicht mehr erwünschten linken Intellektuellen, der 1940 mit Mühe fliehen konnte. Wie seine Protagonisten war auch er auf Rettung und Fürsprache aus Übersee angewiesen. “Planet ohne Visum” wurde letzten Herbst erstmals in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Wurde auch Zeit, man kann dem Verlag und der versierten Übersetzerin Nadine Püschel nur dankbar sein.

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    Clemens Rupp

    Thalia Düsseldorf-Kaiserswerth

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    5/5

    06.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein außergewöhnliches Leseerlebnis-ein literarisches Ereignis!

    75 Jahre nach dem Erscheinen in Frankreich liegt dieses Mammutwerk nun endlich, in einer exzellenten Übersetzung, in deutscher Übertragung vor...eine grandiose Lesefreude! Malaquais' opulenter und aufregender Exil-und Fluchtroman besticht durch große Raffinesse und außergewöhnlicher Menschkenntnis...man liest dieses zeitlose Epos wie im Rausch und wird seine zahlreichen Held*Innen nie wieder vergessen! Mein Buch des Jahres 2022
  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ab 1940/41 gab es nur zwei Tore aus Europa hinaus: Marseille und Auschwitz!" (David Rousset)

    Jean Malaquais, geboren in Warschau als Wladimir Malacki, säkularisierter Jude, Autor, Übersetzer, Kommunist, Trotzkist und Kosmopolit. Sein Hauptwerk, "Planet ohne Visum", erstmalig 1947 in Frankreich erschienen, liegt unglaublicherweise erst heute, 2022, endlich auf Deutsch vor. In einer Übersetzung, die so fantastisch, so wortgewaltig, so grandios daher kommt, dass man als Leserin oder Leser sich einfach nur immer und immer wieder bei Nadine Püschel dafür bedanken möchte, ja muss. Ebenso wie für das sorgfältige, erklärende Nachwort zur Genese des Jahrhundert-Romans. Wenn jemand die Frage stellt: Worum geht`s denn eigentlich im "Ulysses" von James Joyce?, kann man in einem einfachen Satz antworten: Um einen Tag im Leben des Leopold Bloom, den 16.6.1904 und, wichtig, spielt in Dublin! Und worum in "Zettels Traum" von Arno Schmidt? Um Edgar Allan Poe, halb Biographie, halb Roman und ein wenig noch dazu! Ach, und im "Oblomow" des Iwan Gontscharow? Um einen Menschen, der an seiner eigenen Teilnahmslosigkeit der Welt gegenüber erst erkrankt, und später dann daran stirbt! Wenn Sie jetzt solch ein "kurz & knapp" für "Planet ohne Visum" erwarten, bitte: Es geht um Marseille im Jahr 1942, einige Franzosen sowie diverse weitere Menschen aus aller Herren Länder, die hier, aus den unterschiedlichsten Gründen zusammentreffen... Zugegeben, ein bisschen wenig für einen 600-Seiten-Roman, oder? Das entscheidende hier ist, wie bei den oben angesprochenen Meisterwerken der Weltliteratur, weniger die "Story", sondern das "wie". Malaquais hat eine ganz eigene Form des Erzählens, man muss sehr genau lesen, gut aufpassen, man sollte einen wachen Kopf haben, auf dass einem nichts entgeht. Mühelos wechselt er die Erzählperspektive, manchmal mitten in einem längeren Abschnitt. Aber je länger man liest, um so klarer wird das Gesamtbild - und im Gegensatz zum Ulysses benötigen Sie zum lesen, und verstehen, weder leichtes Fieber, noch das ein oder andere illegale Rauchwerk :-) Der Text ist von fast flirrender Leichtigkeit auf der einen Seite, auch durchaus komisch auf hohem Niveau, und gleichzeitig von erschütternder Härte auf der anderen. Verblüffend modern obendrein. Man liest beglückt, verzweifelt, begeistert, oft auch zu lang, was für entsprechende Müdigkeit am nächsten Tag sorgt, aber jede einzelne Minute ist es einfach wert! Ich hoffe, ich habe Sie neugierig gemacht, aber Sie brauchen noch eine kleine Entscheidungshilfe? Die Kulturredaktion des Deutschlandfunks hat "Planet ohne Visum" als erste fulminant/ überschwänglich besprochen!

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