50 Mio. TikTok Views: die wahre Geschichte"Als Russland mein Land, die Ukraine, überfiel, flüchteten meine Eltern, mein Hund und ich in einen mir mehr als skurril erscheinenden Bombenschutzkeller. Und weil es dort WLAN gab und die Tage verdammt lange und auch langweilig waren, postete ich Videos, die mein neues Zuhause vorstellen sollten – manche davon gingen dann sogar um die Welt.Aber meine Geschichte ist eigentlich eine ganz andere: Es ist die eines jungen Mädchens voll mit großen Träumen, das die Welt entdecken wollte und den Krieg für einen schlechten Scherz hielt. Bis zu dem Tag, an dem ich erkennen musste, dass ich mittendrin bin im größten Alptraum meines Lebens."Valeria beschließt, der Welt ihre Heimatstadt Tschernihiw zu zeigen und die wahren Geschichten zu erzählen. Es sind Bilder und Geschichten, die wir uns alle im 21. Jahrhundert mitten in Europa nicht vorstellen konnten und wollten. Und das Grauen endet nicht einmal mit ihrer Flucht nach Mailand, denn dort angekommen, holen Putins Bomben sie ein und treffen sie mitten ins Herz."It is horrible when you hear bombs, but you can't do anything – you are just a toy."Neben Mut und Tapferkeit ist es vielleicht der Humor, der tief berührt, da er für einen Hauch Normalität und Lebensfreude in der Tragödie spricht. So verliert die Ödnis eines Luftschutzbunkers ein wenig ihren Schrecken. n-tv
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Lübeck
5/5
23.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kurz, eindringlich und prägnant
Wer hier einen Bericht über den Krieg in der Qualität eines Hemingway erwartet, dürfte enttäuscht werden, da man dem Bild schon anmerkt, dass es von einer jungen Frau geschrieben ist, die selber auch noch damit ringt zu realisieren, was da passiert ist und dass es tatsächlich ihr und ihrem Land passiert ist. Genau das macht es aber auch so ehrlich und eindringlich. Es ist kein erhobener Zeigefinger zu spüren, es gibt auch keine genauen Schilderungen, nur immer wieder kurze Eindrücke, kleine Blicke durchs Schlüsselloch auf ein Leben im Krieg.
Mit den Sozialen Medien aufgewachsen, war es für sie ein natürlicher Weg, ihre Eindrücke von diesem Leben im Krieg auch dort zu teilen und in Bildern und kurzen Beschreibungen der Welt zu vermitteln, was eigentlich passiert ist. Wie am 24. Februar der Himmel auf einmal nicht mehr blau war, wie das Leben sich auf einen Bombenschutzkeller reduziert und wie man auf einmal auf der Flucht auf einem Land ist, das die Heimat war, das man aber nicht mehr wiedererkennt.
Ihre Bekanntheit in den Sozialen Medien hat ihr natürlich letztlich schon auch geholfen, weil viele Menschen sie kannten und sie darüber auch Hilfsangebote bekam, dennoch merkt man auch ihr an, dass allein die Erfahrung, aus ihrem Land flüchten zu müssen, schon schwer greifbar und schwer zu verstehen ist. Immer wieder klingt auch an, wie schwer es bis zum letzten Moment war, sich vorzustellen, dass es tatsächlich zum Krieg kommen würde, etwas, was wir hier wohl alle gut nachvollziehen können.
Lera beschreibt es ganz gut mit den Worten, die auch in der Beschreibung zu finden sind:
"Aber meine Geschichte ist eigentlich eine ganz andere: Es ist die eines jungen Mädchens voll mit großen Träumen, das die Welt entdecken wollte und den Krieg für einen schlechten Scherz hielt. Bis zu dem Tag, an dem ich erkennen musste, dass ich mittendrin bin im größten Alptraum meines Lebens."
Kurz, aber eindringlich und ehrlich, dürfte dieses Büchlein gerade auch junge Leute ansprechend, die verstehen wollen, was dort eigentlich passiert. Nicht den politischen Hintergrund oder die strategischen Entscheidungen,, nicht das Grauen, sondern einfach wie scheinbar aus dem das Leben dieser jungen Frau auf einmal unwiederbringlich verändert wurde.
Ellen
5/5
23.05.2022
eBook (ePUB 3)
Humor im Krieg? Ist das erlaubt?
Die 20jährige Ukrainerin Valeria Shashenok wurde mit ihren sarkastisch humoristischen TikTok-Videos bekannt. Ihr Vater hat ein Büro im Keller - das wurde ihr persönlicher Bombenschutzkeller mit WLAN ! Hier kreierte sie Videos. Sie schreibt berührend über ihr Land, ihre Flucht, ihre Ängste und ihre Träume - einer „Map of dreams“ - die man auch in ihrem Buch findet. Könnte Literatur Menschen umdenken lassen? Einen Krieg beenden? Valeria möchte es zumindest versuchen. Was für ein mutiges Mädchen mit großen Träumen.
Brigitta
aus Pohlheim
5/5
23.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
23.02.2022: 20 Jahre jung,…
23.02.2022: 20 Jahre jung, ein Leben in der Großstadt, Träume deren Erfüllung zum Greifen nahe ist, Freunde, Reisen, Social Media, pulsierendes Leben. 24.02.2022: 20 Jahre jung, versteckt im Bombenschutzkeller, Tod vor Augen, Tod und Zerstörung rundherum, Social Media Ein Tag der alles veränderte und die Welt von Valeria Shashenok, die aus sonnenblumengelben Feldern gekrönt mit blauen Himmel bestand, in eine Welt voller Zerstörung, Unsicherheit und Tod transformierte. Valeria Shashenok erzählt in "24. Februar ..." wie der Krieg sie überraschte, wie ein einzelner Mann ihre Welt veränderte und wie sie versucht mit diesen neuen Bedingungen zu leben. Das Buch hat fast den Charakter eines Tagebuches und baut stellenweise eine unglaubliche Nähe zur Autorin auf, so nah, dass man förmlich ihre "Map of Dreams" vor Augen hat und die köstlichen Gerichte ihrer Mutter riechen kann. So nah, dass der Schmerz über den Tod ihres Cousins in der eigenen Seele brennt ... Valeria ist eine junge, moderne Frau die binnen Stunden aus der bunten Welt der sozialen Medien in den archaischen Zustand eines Angriffskrieges katapultiert wurde und in "24. Februar ...." ihr neues Leben in Form kurzer Kapitel über ihren Alltag und ihre Gedanken/Gefühlswelt beschreibt. Die Kapitel sind wirklich sehr kurz, manchmal springen ihre Gedanken zusammenhangslos, um dann drei Sätze weiter doch einen Zusammenhang zu präsentieren. Das verstärkt den Eindruck eines Tagebuches, das die Gedanken und Gefühle des Augenblicks einfängt und nicht das Ziel hat irgendwann chronologische korrekte Prosa zu werden. Das Buch gewährt einen kleinen Blick in die ukrainische Seele, in das Bangen und Hoffen, in Wünsche und Sehnsüchte einer jungen ukrainischen Frau, die nun entwurzelt um das Überleben ihrer Familie, ihrer Freunde und ihres Volkes fürchtet. Und doch ist das Buch nicht den Menschen in der Ukraine gewidmet, das Buch ist dem russischen Volk gewidmet, dass zum großen Teil noch an eine "Spezialoperation" glaubt und nicht wahrhaben möchte dass ihre Söhne brutale Gewalt und unendlichen Schrecken über die Menschen in der Ukraine bringen. Dieses kurze und sehr eindringliche Buch gibt den unpersönlichen Bildern aus den Nachrichten eine Stimme und ein Gesicht und vor allem, es verleiht dem Schrecken des Krieges authentische Gefühle eines echten Menschen .... Gefühle die wir innerhalb der emotionslosen Berichterstattung allzuoft verlieren.
Bewertung
5/5
22.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Heftig
Das Buch war interessant mit sehr viel Liebe zu Details. Ehrlich und authentisch, es zeigt den Krieg in allen Facetten. Das Buch ist aufgeteilt in Kurzgeschichten und die Bilder aus Valerias privaten Alben machen es sehr persönlich.
Bewertung
aus Graz
5/5
16.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Notwendig
So schlimm es ist, aber dieses Buch ist ein notwendiges.
Ein Bericht eines jungen Menschen, der dies unvorstellbare miterlebt.
Wir hatten gehofft, was sage ich, ich ging fast schon davon aus, einer Generation anzugehören die wenigstens (das klingt blöd - aber es ist so) keinen weiteren Krieg in Europa miterleben muss.
Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben.
Es ist ein besonderer Teil modernen Kriegsberichterstattung.
Das Buch und die Texte wirken weder aufgeblasen noch überpolitisiert.
Der Krieg und die Gefühle einer jungen Frau die gerade dabei war ins Leben aufzubrechen,
berühren, schockieren und lassen einen manchmal sogar lächeln.
Dieses Buch ist für jeden geeignet, aber gerade jüngere Leser/innen könnte dies ansprechen und zu einer weiteren Auseinandersetzung mit der schwierigen Thematik anspornen.
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