Produktbild: Nach den Gezeiten
Band 2

Nach den Gezeiten Vier Frauen und ein Jahrhundertbauwerk, das die Welt verändert

Aus der Reihe Nord-Ostsee-Saga
10

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29996

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.06.2023

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,6/13,5/3,6 cm

Gewicht

452 g

Farbe

Lichtgrau / Graugrün

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3946-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»in den Büchern [schwingt] viel Zeit- und Lokalkolorit mit, das die Vergangenheit in den Jahren vor der Jahrhundertwende und die damit verbundenen Umbrüche lebendig macht.« Kieler Nachrichten 20230815

Produktdetails

Verkaufsrang

29996

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.06.2023

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,6/13,5/3,6 cm

Gewicht

452 g

Farbe

Lichtgrau / Graugrün

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3946-8

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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4 starke Frauen und das Jahrhundertbauwerk Nord-Ostsee-Kanal

NiniSte aus Kiel am 10.08.2024

Bewertungsnummer: 2264228

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach den Gezeiten " von Lena Johannson ist der 2. Teil der Triologie um ,, Vier Frauen und ein Jahrhundertbauwerk, das die Welt verändert ". Auch wenn man diesen Teil ohne Vorkenntnisse lesen/ hören könnte, empfehle ich , zunächst den ersten Teil ,, Zwischen den Meeren" zu genießen. Es wird ein noch schönerer Lese/ Hörgenuss, da man so noch viel tiefer in die Lebensgeschichte der vier Frauen eintauchen kann. Nachdem es im ersten Teil um die Planung und den Baubeginn des Bauwerks ging , geht es jetzt in den Jahren 1889 bis 1895 um die Fertigstellung und die feierliche Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals, der heute Nord-Ostsee-Kanal heißt. Dabei taucht man tiefer in die Lebensgeschichten von Stine Thams, Mimi Dahlström, Sanne Schmidt und Regina und ihrer Tochter Ina ein. Lena Johannson schaft es meisterlich ,die hervorragend recherchierten historischen Fakten mit der fiktiven Geschichte zu verknüpfen. So finden Begebenheiten und real existierende Personen ihren Platz in der Erzählung. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Perspektive der vier Frauen erzählt, wobei jedes mit Namen, Zeit und Handlungsort gekennzeichnet ist. So fällt es leicht den Überblick zu behalten und sich tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonistinnen hineinzuversetzen. Aus den Mädchen sind inzwischen junge Frauen geworden, die sich allesamt ihren Platz und Anerkennung in der Gesellschaft erkämpfen müssen. Stine Thams steckt all ihre Energie in den Eisenwarenladen , den sie und ihr Bruder vom Vater geerbt haben. Als Fesu in diesen Zeiten anerkannt zu werden , ist nicht einfach. Regine bestreitet ihren Lebensunterhalt für sich und ihre kleine Tochter Ina, indem sie für die Kanalarbeiter kocht. Mimi Dahlström bekommt trotz ihres höheren Stsbdes von ihrem Vater die Erlaubnis, in der Küche mitzuarbeiten, was ihr sehr gut gefällt. Und Sanne Schmidt nutzt ihren Verstand und ihr mathematisches Talent, um im Verborgenen ihrem Freund Rosario bei der Konstruktion der Schleuse zu unterstützen. Dabei deckt sie Manipulationen und Intrigen auf. Auch wenn die vier Frauen an unterschiedlichen Orten leben, kreuzen sich ihre Lebenswege mehrmals. Wie schon im ersten Teil sind die Protagonisten und weitere Personen wunderbar authentisch und lebendig ausgearbeitet. Es fällt leicht, sie lieben zu gewinnen und mit großer Freude und Spannung ihre Entwicklung und ihren Weg zu verfolgen. Jede einzelne bewundere ich für ihre Stärke und Mut für ihren Lebenstraum zu kämpfen. Eben auch mal gegen die Konventionen. Auch Gefühle kommen nicht zu kurz , so daß ich mit ihnen glücklich, manchmal enttäuscht war , gelacht , gehofft und gebangt habe. Ich konnte mich jederzeit in ihre Gefühle hineinversetzen und konnte so manche Entscheidung verstehen. Da ich selbst in Kiel am Kanal zuhause bin , habe ich die Geschichte von Beginn an mit großer Spannung und Freude verfolgt. Viele der Handlungsorte kenne ich persönlich, auch wenn sich natürlich über die Zeit einiges verändert hat. Der Kanal ist eine wahrhaftig großartige Leistung der Konstrukteure und vor allem der Arbeiter die ohne große Geräte mit sehr harter Handarbeit dieses Bauwerk erschaffen haben. Ich habe parallel das Buch gelesen und dem Hörbuch gelauscht. Die Sprecherin Swantje Wascher eine eine großartige angenehme Erzählweise. Sie hat den Personen hervorragend Leben eingetaucht und jede Stimmungslage perfekt eingefangen. Lena Johannson hat eine großartige und bewegende Fortsetzung erschaffen, die mich auf faszinierend authentische Weise am Bau des Kanals und am Leben der Protagonistinnen teilhaben lässt und mir somit ein Stück Heimat nochmal näher brachte. Durchgehend war ich von der Geschichte gefesselt, so daß die Seiten bzw. die Hörstunden nur so flogen und ich mich nur sehr schwer davon lösen konnte. Von mir gibt es von ganzem Herzen eine ganz klare Empfehlung für diese begeisternde und hervorragend ausgearbeitete Geschichte um den Bau des Kanals und vier starke Frauen, die sich ihren Traum vom Leben erkämpfen müssen. Taucht ein in die Entstehungsgeschichte des Jahrhundertbauwerkes. Jetzt freue ich mich auf den Abschluss der Triologie,, Im Jahr der Flut " .

4 starke Frauen und das Jahrhundertbauwerk Nord-Ostsee-Kanal

NiniSte aus Kiel am 10.08.2024
Bewertungsnummer: 2264228
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach den Gezeiten " von Lena Johannson ist der 2. Teil der Triologie um ,, Vier Frauen und ein Jahrhundertbauwerk, das die Welt verändert ". Auch wenn man diesen Teil ohne Vorkenntnisse lesen/ hören könnte, empfehle ich , zunächst den ersten Teil ,, Zwischen den Meeren" zu genießen. Es wird ein noch schönerer Lese/ Hörgenuss, da man so noch viel tiefer in die Lebensgeschichte der vier Frauen eintauchen kann. Nachdem es im ersten Teil um die Planung und den Baubeginn des Bauwerks ging , geht es jetzt in den Jahren 1889 bis 1895 um die Fertigstellung und die feierliche Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals, der heute Nord-Ostsee-Kanal heißt. Dabei taucht man tiefer in die Lebensgeschichten von Stine Thams, Mimi Dahlström, Sanne Schmidt und Regina und ihrer Tochter Ina ein. Lena Johannson schaft es meisterlich ,die hervorragend recherchierten historischen Fakten mit der fiktiven Geschichte zu verknüpfen. So finden Begebenheiten und real existierende Personen ihren Platz in der Erzählung. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Perspektive der vier Frauen erzählt, wobei jedes mit Namen, Zeit und Handlungsort gekennzeichnet ist. So fällt es leicht den Überblick zu behalten und sich tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonistinnen hineinzuversetzen. Aus den Mädchen sind inzwischen junge Frauen geworden, die sich allesamt ihren Platz und Anerkennung in der Gesellschaft erkämpfen müssen. Stine Thams steckt all ihre Energie in den Eisenwarenladen , den sie und ihr Bruder vom Vater geerbt haben. Als Fesu in diesen Zeiten anerkannt zu werden , ist nicht einfach. Regine bestreitet ihren Lebensunterhalt für sich und ihre kleine Tochter Ina, indem sie für die Kanalarbeiter kocht. Mimi Dahlström bekommt trotz ihres höheren Stsbdes von ihrem Vater die Erlaubnis, in der Küche mitzuarbeiten, was ihr sehr gut gefällt. Und Sanne Schmidt nutzt ihren Verstand und ihr mathematisches Talent, um im Verborgenen ihrem Freund Rosario bei der Konstruktion der Schleuse zu unterstützen. Dabei deckt sie Manipulationen und Intrigen auf. Auch wenn die vier Frauen an unterschiedlichen Orten leben, kreuzen sich ihre Lebenswege mehrmals. Wie schon im ersten Teil sind die Protagonisten und weitere Personen wunderbar authentisch und lebendig ausgearbeitet. Es fällt leicht, sie lieben zu gewinnen und mit großer Freude und Spannung ihre Entwicklung und ihren Weg zu verfolgen. Jede einzelne bewundere ich für ihre Stärke und Mut für ihren Lebenstraum zu kämpfen. Eben auch mal gegen die Konventionen. Auch Gefühle kommen nicht zu kurz , so daß ich mit ihnen glücklich, manchmal enttäuscht war , gelacht , gehofft und gebangt habe. Ich konnte mich jederzeit in ihre Gefühle hineinversetzen und konnte so manche Entscheidung verstehen. Da ich selbst in Kiel am Kanal zuhause bin , habe ich die Geschichte von Beginn an mit großer Spannung und Freude verfolgt. Viele der Handlungsorte kenne ich persönlich, auch wenn sich natürlich über die Zeit einiges verändert hat. Der Kanal ist eine wahrhaftig großartige Leistung der Konstrukteure und vor allem der Arbeiter die ohne große Geräte mit sehr harter Handarbeit dieses Bauwerk erschaffen haben. Ich habe parallel das Buch gelesen und dem Hörbuch gelauscht. Die Sprecherin Swantje Wascher eine eine großartige angenehme Erzählweise. Sie hat den Personen hervorragend Leben eingetaucht und jede Stimmungslage perfekt eingefangen. Lena Johannson hat eine großartige und bewegende Fortsetzung erschaffen, die mich auf faszinierend authentische Weise am Bau des Kanals und am Leben der Protagonistinnen teilhaben lässt und mir somit ein Stück Heimat nochmal näher brachte. Durchgehend war ich von der Geschichte gefesselt, so daß die Seiten bzw. die Hörstunden nur so flogen und ich mich nur sehr schwer davon lösen konnte. Von mir gibt es von ganzem Herzen eine ganz klare Empfehlung für diese begeisternde und hervorragend ausgearbeitete Geschichte um den Bau des Kanals und vier starke Frauen, die sich ihren Traum vom Leben erkämpfen müssen. Taucht ein in die Entstehungsgeschichte des Jahrhundertbauwerkes. Jetzt freue ich mich auf den Abschluss der Triologie,, Im Jahr der Flut " .

spannender 2. Teil

Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog aus Damme am 14.07.2023

Bewertungsnummer: 1980226

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auf dem Cover ist ein kleiner Ausschnitt des Nord-Ostsee-Kanals zu sehen, auf dem zwei Schiffe fahren. Oberhalb vom Titel ist eine junge Frau mit Hut zu sehen, die scheinbar auf den Kanal hinunter schaut. Das Cover passt sehr gut zum ersten Band der Buchreihe. Nach den Gezeiten von Lena Johannson knüpft an den ersten Band: Zwischen den Meeren an. Beide Bücher sind im Aufbau Verlag erschienen. Im Roman durfte ich Mimi, Justine, Sanne und Regina von 1889 bis 1895 begleiten, also bis zur feierlichen Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals. Jede Frau hat ihre ganz eigene Beziehung zum Kanal, die in dem zweiten Band eine ganz neue Form annimmt bzw. weiter vertieft wird. Für das Verständnis solltest du den ersten Roman der Reihe gelesen haben, denn dann sind die Hintergründe der Frauen viel präsenter. Nach Möglichkeit wird zwar alles wichtige erklärt, aber die Lesefreude ist einfach größer, wenn man die Zusammenhänge schon kennt. In diesem Buch befinden wir uns laut Jahreszahlen und Klappentext in der Bauphase des Kanals und dessen Fertigstellung. Dabei wird der historische Hintergrund sehr schön mit der fiktiven Geschichte verknüpft. Am Ende des Romans klärt die Autorin auf, welche Personen bzw. Ereignisse historisch belegt sind und was sie in ihrer schriftstellerischen Freiheit dazu gedichtet hat. Diese Erklärung finde ich bei historischen Romanen sehr hilfreich. Die vier Mädchen aus dem ersten Buch sind inzwischen zu jungen Frauen herangewachsen. Mimi besucht eine höhere Mädchenschule, damit sie ihrem Stand entspricht. Was nicht unbedingt ihr Bestreben ist. Justine versucht den Eisenwarenladen ihres Vaters über Wasser zu halten und sich als Frau ohne Rechte zu behaupten. Regina findet für sich und ihre Tochter ein auskommen am Kanal und ist dort für das leibliche Wohl der Arbeiter zuständig. Und die vierte im Bunde Sanne ist heimlich in ihrem Element. Sie zieht im Hintergrund die Fäden für die Konstruktion des Schleusentors. Jede für sich verfolgt gespannt die Entwicklung der neuen Wasserstraße und sieht darin die Zukunft des Landes. Die Geschichte wird aus der Sicht der vier Frauen erzählt. Für die bessere Einordnung sind die Kapitel immer mit dem Namen, dem Ort und der Zeit versehen. So gelingen die Zeitsprünge ganz von alleine und erleichtern mir das Verfolgen der Ereignisse. Ich habe mit vollem Interesse die Bauarbeiten verfolgt. Spannend fand ich hierbei die Erzählungen von Sanne und ihren heimlichen Treffen zum Schleusenbau. Ich selbst habe als Kind sehr viel Zeit an einer Schleuse verbracht. Allerdings eine ganz kleine im Vergleich zu den Schleusen in Brunsbüttel. Das Grundstück meiner Kindheit grenzt direkt an eine Schleuse für den Sielzug. Als Kinder haben wir oft auf den Schleusentoren gesessen und versucht diese mit Muskelkraft zu schließen. Das war je nach Strömung gar nicht so einfach. Inzwischen ist die Schleuse nicht mehr freizugänglich und wird elektronisch gesteuert. Die Tore sind nur noch Zierde, da ein Schott in der Regel den Durchlass reguliert. Ich habe den Roman verschlungen und überlegt, an welcher Stelle wohl mein Ururgroßvater mit gearbeitet hat. Ich selbst kann mich an viele Ausflüge an die ehemalige Lotsenstation erinnern, wo wir im Café saßen und einfach die durchfahrenden Schiffe beobachtet haben. So war der Roman für mich wieder eine Reise in meine Kindheit und schöne Ausflüge mit meinen Eltern. Kennst du den Nord-Ostsee-Kanal, der von Brunsbüttel nach Kiel durch Schleswig-Holstein verläuft? Hast du Lust auf einen kleinen Einblick seiner Entstehung? Dann bist du hier genau richtig. Kennst du schon den ersten Band: Zwischen den Meeren? Wenn ja, kannst du mit diesem Buch direkt weitermachen, wenn nicht dann rate ich dir, lese zuerst das erste Buch und mache dann mit diesem weiter. Ich habe das Buch einfach nur genossen und schnell lagen die 400 Seiten hinter mir. Ich warte nun gespannt auf das nächste Jahr, denn im Februar erscheint der abschließende dritte Band der Reihe. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Lust haben auf starke Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert und dem Jahrhundertbauwerk, das die Schifffahrt sehr viel sicherer gemacht hat. Wobei der Kanal und die Brücken inzwischen für viele Schiffe zu klein geworden ist.

spannender 2. Teil

Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog aus Damme am 14.07.2023
Bewertungsnummer: 1980226
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auf dem Cover ist ein kleiner Ausschnitt des Nord-Ostsee-Kanals zu sehen, auf dem zwei Schiffe fahren. Oberhalb vom Titel ist eine junge Frau mit Hut zu sehen, die scheinbar auf den Kanal hinunter schaut. Das Cover passt sehr gut zum ersten Band der Buchreihe. Nach den Gezeiten von Lena Johannson knüpft an den ersten Band: Zwischen den Meeren an. Beide Bücher sind im Aufbau Verlag erschienen. Im Roman durfte ich Mimi, Justine, Sanne und Regina von 1889 bis 1895 begleiten, also bis zur feierlichen Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals. Jede Frau hat ihre ganz eigene Beziehung zum Kanal, die in dem zweiten Band eine ganz neue Form annimmt bzw. weiter vertieft wird. Für das Verständnis solltest du den ersten Roman der Reihe gelesen haben, denn dann sind die Hintergründe der Frauen viel präsenter. Nach Möglichkeit wird zwar alles wichtige erklärt, aber die Lesefreude ist einfach größer, wenn man die Zusammenhänge schon kennt. In diesem Buch befinden wir uns laut Jahreszahlen und Klappentext in der Bauphase des Kanals und dessen Fertigstellung. Dabei wird der historische Hintergrund sehr schön mit der fiktiven Geschichte verknüpft. Am Ende des Romans klärt die Autorin auf, welche Personen bzw. Ereignisse historisch belegt sind und was sie in ihrer schriftstellerischen Freiheit dazu gedichtet hat. Diese Erklärung finde ich bei historischen Romanen sehr hilfreich. Die vier Mädchen aus dem ersten Buch sind inzwischen zu jungen Frauen herangewachsen. Mimi besucht eine höhere Mädchenschule, damit sie ihrem Stand entspricht. Was nicht unbedingt ihr Bestreben ist. Justine versucht den Eisenwarenladen ihres Vaters über Wasser zu halten und sich als Frau ohne Rechte zu behaupten. Regina findet für sich und ihre Tochter ein auskommen am Kanal und ist dort für das leibliche Wohl der Arbeiter zuständig. Und die vierte im Bunde Sanne ist heimlich in ihrem Element. Sie zieht im Hintergrund die Fäden für die Konstruktion des Schleusentors. Jede für sich verfolgt gespannt die Entwicklung der neuen Wasserstraße und sieht darin die Zukunft des Landes. Die Geschichte wird aus der Sicht der vier Frauen erzählt. Für die bessere Einordnung sind die Kapitel immer mit dem Namen, dem Ort und der Zeit versehen. So gelingen die Zeitsprünge ganz von alleine und erleichtern mir das Verfolgen der Ereignisse. Ich habe mit vollem Interesse die Bauarbeiten verfolgt. Spannend fand ich hierbei die Erzählungen von Sanne und ihren heimlichen Treffen zum Schleusenbau. Ich selbst habe als Kind sehr viel Zeit an einer Schleuse verbracht. Allerdings eine ganz kleine im Vergleich zu den Schleusen in Brunsbüttel. Das Grundstück meiner Kindheit grenzt direkt an eine Schleuse für den Sielzug. Als Kinder haben wir oft auf den Schleusentoren gesessen und versucht diese mit Muskelkraft zu schließen. Das war je nach Strömung gar nicht so einfach. Inzwischen ist die Schleuse nicht mehr freizugänglich und wird elektronisch gesteuert. Die Tore sind nur noch Zierde, da ein Schott in der Regel den Durchlass reguliert. Ich habe den Roman verschlungen und überlegt, an welcher Stelle wohl mein Ururgroßvater mit gearbeitet hat. Ich selbst kann mich an viele Ausflüge an die ehemalige Lotsenstation erinnern, wo wir im Café saßen und einfach die durchfahrenden Schiffe beobachtet haben. So war der Roman für mich wieder eine Reise in meine Kindheit und schöne Ausflüge mit meinen Eltern. Kennst du den Nord-Ostsee-Kanal, der von Brunsbüttel nach Kiel durch Schleswig-Holstein verläuft? Hast du Lust auf einen kleinen Einblick seiner Entstehung? Dann bist du hier genau richtig. Kennst du schon den ersten Band: Zwischen den Meeren? Wenn ja, kannst du mit diesem Buch direkt weitermachen, wenn nicht dann rate ich dir, lese zuerst das erste Buch und mache dann mit diesem weiter. Ich habe das Buch einfach nur genossen und schnell lagen die 400 Seiten hinter mir. Ich warte nun gespannt auf das nächste Jahr, denn im Februar erscheint der abschließende dritte Band der Reihe. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Lust haben auf starke Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert und dem Jahrhundertbauwerk, das die Schifffahrt sehr viel sicherer gemacht hat. Wobei der Kanal und die Brücken inzwischen für viele Schiffe zu klein geworden ist.

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