Jessy träumt von einer Karriere als Designerin und ihrem eigenen Label. Doch schon kurz nach ihrem erfolgreichen Debüt auf der Londoner Fashion Week stellt ihr das Leben ein Bein. Ihr Vater streicht ihr die Unterstützung. London, der Modehimmel - jetzt ist beides unerschwinglich.
Jessy zieht mit ihrer besten Freundin nach Edinburgh. Zu verbissen, fast schon bissig, kämpft sie darum, in der Branche Fuß zu fassen. Sehr zum Leidwesen ihrer Freundin, die nicht länger als Fußabstreifer herhalten will. Das macht diese überdeutlich: Eine Einladung zum Treffen der Anonymen Arschlöcher flattert in Jessys Postkasten. Ein aberwitziges Zwölf-Schritte-Programm soll sie zu einem besseren Menschen machen. Und dann gibt es dort noch einen sogenannten Arsch, der ihr auf Anhieb gefällt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Hamburg
5/5
20.08.2022
eBook (ePUB)
Tolle Unterhaltung
Jessy ist eine glücklose junge Designerin. Die Schuld für ihren ausbleibenden Erfolg haben natürlich alle anderen. Wie auch, wer sonst?
So läuft es ganz gut für Jessy, bis ihre beste Freundin Edie aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Als sie dann auch noch amtlich als Arschloch identifiziert wird, ist Jessy auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nun beginnt eine Geschichte auf der Suche nach dem Unheil und der Beginn ein besserer Mensch zu werden. Das dabei eine Selbsthilfegruppe mit einer verkappten Leiterin hilft, macht die Angelegenheit nicht weniger verquer.
jam
5/5
07.07.2022
eBook (ePUB)
Frech, tiefgründig, dabei sehr unterhaltsam!
„Heute Abend findet mein erstes Treffen mit den Anonymen Allerwertesten statt. Ja, richtig gehört. Ich gehe tatsächlich hin. Mir ist klar geworden, dass sich etwas ändern muss (…) ICH muss mich ändern!“
Jessy großer Traum scheint sich zu erfüllen, sie ist auf dem besten Weg, eine berühmte Modedesignerin zu werden. Doch ausgerechnet auf der Londoner Fashion Week bekommt sie einen herben Dämpfer. Seither quält sie sich in Mr. Taylors Herrenschneiderei… und ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Edie mit ihren Ambitionen. Verbissen kämpft sie weiter um ihren Traum und merkt gar nicht, was dabei alles auf der Strecke bleibt.
Erst als Edie auszieht und Jessy eine Einladung zum Treffen der Anonymen Allerwertesten bekommt, merkt sie, dass sie etwas ändern muss…
Ihr ahnt es schon, die Anonymen … tragen einen eindeutig dreisteren Namen – aber da ich nicht will, dass diese Rezension auf allen Plattformen gesperrt wird, habe ich mich entschlossen, dieses Synonym, das auch in der Geschichte verwendet wird, zu benutzen.
Jessy ist eine liebe Protagonistin auf Abwegen. Aus meinem Österreich stammend, hat sie dem familiären Textilerzeugungsbetrieb den Rücken gekehrt und will in der harten Modebranche durchstarten. Dabei vergisst sie, dass auch der Weg das Ziel ist und verrennt sich immer mehr. Auch zu ihrem Vater hat sie kaum Kontakt, seit sie sich geweigert hat, den Familienbetrieb zu übernehmen. Doch erst Edies Auszug und diese Einladung bringen sie zum Nachdenken.
Erst stocksauer, beschließt sie dann doch, zu diesem Treffen zu gehen und Kursleiterin Moira erläutert ihr und den anderen Kursteilnehmer*innen ein 12-Schritte-Programm. Diese glauben erst an einen schlechten Scherz. So schräg ist Moira, ihre Treffpunkte und ihre Kursinhalte. Und doch bleiben sie dran, wachsen zusammen und ein Stück über sich selbst hinaus. Vor allem Aidan, ein weiterer Allerwertester der Runde, hat es Jessy angetan. So gern ich alle 12 Schritte kennengelernt hätte, (vielleicht schlummert ja auch in mir ein Allerwertester?!), so sehr hat es mir gefallen zu sehen, wie sich die Gruppenmitglieder gegenseitig unterstützen und ergänzen.
Bei ihren Treffen durfte ich auch ein paar Sehenswürdigkeiten von Edinburgh kennenlernen und habe das Buch tatsächlich mehrfach zur Seite gelegt, um mich mit den dazugehörigen Bildern oder auch Erläuterungen in Stimmung zu bringen.
„Himmel, A und Zwirn“ ist weniger frech, als erwartet. Verspricht der Titel und die Kurzbeschreibung Unterhaltsames, so war die Geschichte doch auch hilfreich und hat mich zum Nachdenken angeregt. Melanie Lindorfer hat mich in den Bann gezogen, ich mochte ihre Protagonist*innen und ihre Lektionen. Sie schreibt locker und unterhaltsam und ihre Botschaften kommen auch gut zwischen den Zeilen rüber.
Ein kleiner Dämpfer war für mich eine höchst vorhersehbare klassische Verstrickung, die ich nicht gebraucht hätte. Aber der Rest der Geschichte hat mich so gut unterhalten, überrascht und auch bewegt, dass ich darüber gerne hinwegsehe!
Fazit: Frech, tiefgründig, dabei sehr unterhaltsam!
Kieselelfe23
aus Hövelhof
5/5
01.07.2022
eBook (ePUB)
Lockerer Sommerroman
Jeder hat sicherlich schon mal von den Anonymen Alkoholikern gehört. Aber von den Anonymen Arschlöchern bestimmt nicht. Und um genau die geht es in diesem kurzweiligen Roman von Melanie Lindorfer.
Himmel, Arsch und Zwirn erzähl die Geschichte von der angehenden Designerin Jessy, die es sich gewaltig mit Ihrer Mitbewohnerin Edie verscherzt hat. Auf dem Weg zur Kariere steht sie sich immer mal wieder gerne selbst im Weg und lässt das auch an Edie aus, die dann auch erstmal auszieht. Diese lässt ihr dann auch einen Flugblatt für die Anonymen Arschlöcher zukommen und Jessy geht tatsächlich zu dem ersten Treffen hin. Sie will es zumindest versuchen, die Freundschaft zu retten.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist ein leichter Roman, gut geeignet für den Sommer. Mann will ja nicht immer nur tiefgründige Literatur lesen. Melanie Lindorfer gelingt es die Charaktere mit all ihren Eigenheiten gut in Szene zu setzen. Man fühlt mit jedem "Arschloch" und seinen Problemen mit und stellt fest, dass sie doch eigentlich alle auf Ihre Art auch ganz liebenswürdig sein.
Die Geschichte ist halt auch mal etwas ganz anderes und dadurch wird es auch nicht langweilig.
Ein bisschen Liebesgeschichte darf bei dem ganzen natürlich auch nicht fehlen.
Wer also einen kurzweiligen Roman für den Sommer sucht, ist hier wirklich gut bedient.
Bewertung
aus St.Margarethen a.d.Sierning
4/5
13.08.2022
eBook (ePUB)
Ein Spiegel für Jessy
Jessy versucht sich nach dem Abschluss einer Modeschule als Designerin in Edinburgh zu verwirklichen. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten arbeitet sie unmotiviert als Änderungsschneiderin. Ihre Wohnung teilt sie sich mit ihrer Freundin Edie, zu der sie jedoch immer wieder schnippisch und schlecht gelaunt ist. Eines Tages zieht Edie unvorhergesehen aus und Jessy findet in ihrem Postkasten eine Einladung für ein Treffen bei den Anonymen Arschlöchern. Um Edie den Zeichen ihres guten Willens zu zeigen, geht sie zu diesem Treffen. Drei weitere Personen vertrauen sich Moira und ihrem 12-Schritte-Programm an. Jessy muss jedoch erst an ihren Tiefpunkt gelangen, um wieder zu sich selbst zu finden.
Jessy ist ein etwas gespaltener Charakter, der sich leider erst am Ende des Buches eindeutig herauskristallisiert. Die weiteren Protagonisten sind auch sehr polarisierend und nicht eindeutig greifbar. Die Handlung ist zeitlich logisch und nachvollziehbar. Der Sprachstil ist dem Genre angepasst.
Die Handlung ist unterhaltend, die Idee der Anonymen Arschlöcher witzig und eine neue Wendung.
Conny
aus Wien
4/5
04.08.2022
eBook (ePUB)
Anonyme Treffen der A..
Der Schreibstil von Melanie Lindorfer ist sehr angenehm und ich kam sofort ins Geschehen rein. Beim Titel, aber auch Klappentext dachte ich mir zuerst, dass es sicherlich ein lustiges Werk werden wird, aber dem war nicht so. Ok schon, aber das Buch regt auch zum Nachdenken an, vielleicht würde bei dem ein oder anderen auch so ein Flyer zuhause reinflattern. Man sollte sich öfters klar machen, wie man auf andere mit seinem eigenen Handeln wirkt bzw ob man auch Menschen damit verletzt. Sowie in diesem Buch, wo die einzelnen Charaktere mit der Zeit drauf gekommen sind, dass sie Mist gebaut haben. Lasst euch überraschen und erlebt die Treffen selbst
Fazit
Ein herrlich lustiges, aber auch nachdenkliches Werk, mit facettenreichen Charakteren
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