An der Seite ihrer Oma erlebt die siebenjährige Elsa die aufregendsten Abenteuer – jeden Abend, wenn sie beide zusammen das Land-Fast-Noch-Wach mit seinen sechs Königreichen betreten. Die wirkliche Welt ist leider nicht ganz so lustig. Zum einen, weil die für ihr Alter sehr aufgeweckte und ein bisschen altkluge Elsa so oft bei ihren Mitmenschen aneckt. Zum anderen, weil sich auf einmal fast alles verändert und Elsa gar nichts mehr versteht. Zum Glück hat Oma vorgesorgt: Mithilfe einer geheimnisvollen Nachricht schickt sie Elsa auch jenseits der Märchenwelt auf die größte Suche ihres Lebens. Und macht ihr damit ein unglaubliches Geschenk ...
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Alleine der Titel ruft schon eine gewisse Vorahnung für den Verlauf der Geschichte auf und trotzdem habe ich nicht damit gerechnet, dass mich dieses Buch so stark von den ersten paar Seiten mitnimmt. Zu Beginn noch als Anmerkung, dass mir das Thema sehr nahegeht und ich nicht wirklich damit umgehen kann, aber ich durch dieses Buch tatsächlich ein bisschen anderes darüber denke (die, die das Buch gelesen haben, wissen sicher um welche Hauptthematik es geht aber, da es ein kleines bisschen spoilert, sehe ich von tieferen Eindrücken hier ab). Das Buch berührt einen von Seite 1 an und der 1. Abschnitt gibt den Ton für das darauffolgende Abenteuer an.
"Alle Siebenjährigen haben Superhelden verdient. So ist das einfach. Und wer anderer Meinung ist, der ist ein bisschen blöd im Kopf."
Elsa ist sehr besonders für ihr Alter und als Hauptprotagonistin eine ziemlich aufgeweckte, schlaue und ab und zu nervende Person. Durch sie lernen wir Oma kennen, die Elsas Superheldin ist. Oma ist ein bisschen verrückt, Menschenretterin und würde für ihre Enkelin alles tun, aber leider kann man das Leben und seinen Lauf nicht immer aufhalten. Die Bindung dieser zwei Personen ist etwas so Besonderes, dass man so leicht gar nicht in Worte fassen kann. Ich mochte die Abenteuer der beiden sehr gerne auch wenn diese so manchmal etwas abgedreht waren, bzw. Oma einfach eine ganz verrückte Nudel war.
Jedoch verschwindet Oma einfach und hinterlässt Elsa ihr ganz eigenes Abenteuer.
Dieses Abenteuer war an sich sehr schön und da Elsa ein pfiffiges Mädchen ist, hinterblickt sie auch schnell die Geheimnisse die Oma hatte. Es ist tragisch, aber auch irgendwie schön, da Elsa so lernt mehr auf ihre Mitmenschen zu achten, Verantwortung zu übernehmen und wer ihre wahren Freunde sind.
Es gibt so viele verschiedene Typen von Charakteren in dem Buch, dass es mir schnell manchmal etwas zu viel wurde. Zudem wird neben der eigentlichen Geschichte alles mit der Fantasiewelt von Elsa und Oma verknüpft. Am Anfang war das alles wirklich ziemlich verwirrend, aber am Ende wurden echt gute Schlüsse gezogen. Ich denke man hätte manche Teile der Fantasiewelt rauslassen können.
Was in dem Buch auch nicht zu kurz kommt, ist der Humor. Zum einen haben wir da Oma, die absolut kein Blatt vor den Mund nimmt, mal in den Zoo einbricht und allen und jeden beleidigt. Oma ist einfach ein ganz anderes Kaliber und bei manchen Ausdrücken musste ich sehr laut lachen. Aber auch ihre Enkelin hat es in sich. Ob es die "Streitereien" mit ihrer Oma sind, oder wie sie mit einem roten Filzstift rumrennt und falsche Grammatik anstreicht...alles an ihr war irgendwie lustig und eben besonders.
Das Ende hat mich emotional nochmal ganz schön mitgenommen und ich habe echt viele Tränen vergossen. Diese waren aber neben ein paar vielen traurigen, zum größten Teil Freudentränen. Die gemeinsamen Erlebnisse und Freundschaften die sich in diesem Buch bilden sind einfach zum dahin schmelzen.
Fazit
Ich gebe diesem wirklich lustigen aber auch emotionalen Buch 4 Sterne und freue mich auf weitere Werke von Fredrik Backman. Ich habe schon gesehen, dass wir ein ganzes Buch über Britt Marie haben, die wir in diesem Buch schon kennen und auch lieben lernen. Danke für das bereitstellen dieses Rezensionsexemplars.
Bis bald ihr Bücherdrachen
eure Vici
Hiermit kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt.
Emma Zecka
5/5
26.12.2022
Hörbuch-Download
Tolle Figuren, schöner Schreibstil und geniale Lesung
Die Hauptfiguren in dem Hörbuch sind Elsa und ihre Oma. Elsa erleben wir bei der Schatzsuche nach den Briefen. Wir finden heraus, dass sie es nicht leicht hat. In der Schule gehört sie zu den Außenseiterinnen. Ihre Zeit verbringt sie lieber in Büchern oder auf Wikipedia. Mit Menschen tut sie sich eher schwer.
Elsas Oma lernen wir vor allem durch Erzählungen der anderen Nebenfiguren kennen. Das Interessante ist, dass wir so ein lebendiges Bild von Elsas persönlicher Superheldin bekommen.
Was Fredrik Backman sehr gut herausgearbeitet hat war die Figurenentwicklung insbesondere Elsas Entwicklung. Wir erleben, wie sie sich Menschen nähert und lernt sich Stück für Stück zu öffnen. Sie bei der Reise zu beobachten, macht nicht nur Spaß, sondern ist auch unglaublich schön.
Im Vordergrund steht Elsas Beziehung zu ihrer Oma. Für Elsa war ihre Oma die perfekte Freundin. Doch nach und nach begreift sie, dass ihre Oma auch nur ein ganz normaler Mensch war und eben auch Fehler gemacht hat. Elsa trauert also nicht nur um die Freundin, die sie verloren hat, sondern auch um die Superheldinnenfigur.
Dafür lernt Elsa aber Menschen kennen, die schon sehr lange Teil ihres Lebens sind. Allerdings hat sie ihnen zuvor nie wirklich Beachtung geschenkt.
An der Hörbuchgestaltung gibt es nur einen Nachteil. Der Titel ist nur als Download ungekürzt erschienen. Da ich das Hörbuch auf CD habe, habe ich die gekürzte Fassung gehört. Von der Laufzeit her, fehlt dort etwa die Hälfte. Diesmal hatte ich auch beim Inhalt das Gefühl, dass mir ein paar Passagen fehlen.
Gelesen wird das Hörbuch von Heikko Deutschmann. Er hat eine angenehme Stimmfarbe und ein tolles Lesetempo. Wenn Elsa auf andere Figuren trifft und es oft hitzige Diskussionen gibt, liest Deutschmann schneller. Wenn es traurige und ruhige Momente gibt, wird Deutschmann leiser und ruhiger.
Gut gefallen hat mir vor allem, wie er die Dialoge und auch die einzelnen Figuren interpretiert. Obwohl wir über die Nebenfiguren nicht viel erfahren konnte ich sie mir dank Heikko Deutschmanns Lesung bildhaft vorstellen.
Fredrik Backmans Schreibstil fasziniert mich. Beeindruckend finde ich seine bildhafte Sprache. Er zeigt das Wesentliche durch Szenen, Interaktion der Figuren und das macht es lebendig. Obwohl sein Schreibstil manchmal rau wirkt, weil seine Figuren ziemlich oft Wörter wie Idiot oder dumm verwenden, zeigt sich, dass hinter der harten Schale ein weicher Kern steckt.
Die siebenjährige resp. schon nahezu 8-jährige Elsa ist ein nicht «normales» Mädchen. Ihre beste und einzige Freundin, ihre Oma und sie sind ein vertrautes Team, die so einiges zusammen erleben. Zusammen stellen sie die verrücktesten Sachen an und treiben ihre Nachbarn und ihre Familie in den Wahnsinn. Oma erzählt ihr immer wieder Märchen und gemeinsam tauchen sie jeweils in das Land-fast-noch-Wach ab. Als Oma stirbt, ist Elsa alleine und steht plötzlich in der wirklichen Welt. Von Oma bekommt sie vor deren Tod ein Auftrag zur Schnitzeljagd. Diese besteht darin, das sie Briefe an unterschiedliche Personen verteilen soll. Darin geht es immer um Entschuldigungen seitens der Oma. Mit jedem Brief wird eine neue Geschichte der Nachbarn erzählt und die Personen rücken immer ein bisschen näher.
‘Oma lässt grüssen und sagt, es tut ihr leid’ ist ein spannendes Buch in dem es um Traumwelten, die Verbindung zwischen Oma und Enkelin, aber auch die Geschichten der Nachbarn geht. Mit der Traumwelt bin ich nicht immer so zurechtgekommen, hat dem Spass am Lesen aber nichts abgetan. Die Welt aus Sicht der fast 8-jährigen Elsa wahrzunehmen, fand ich spannend und es gab durchaus auch einige Passagen, wo man sich das Lachen nicht mehr verkneifen konnte und es einfach mal raus musste.
Elsa als Hauptperson muss man einfach mögen, obwohl sie so viel weiss. Ein kleines Mädchen, dessen Hauptbezugsperson plötzlich nicht mehr da ist und sie sich zuerst in der wirklichen Welt wieder zurechtfinden muss. Das sie in der Schule gemobbt wird, hat sie nicht verdient, den jeder hat das Recht ‘Anders’ zu sein. Gut dass sie sich jeweils zu wehren weiss, obwohl das nicht bei allen gut ankommt. Elsa’s Familie und die Nachbarn sind alle auf eine Art sympathisch, den jeder hat ja seine Geschichte die er mit sich rumträgt und sein Verhalten beeinflusst. Und Elsa kann mit ihrer kindlichen, sympathischen und ‘besserwisserischen’ Art irgendwie alle knacken.
Ein spannendes Buch mit einem angenehmen und lustigen Schreibstil, das ich sehr gerne weiterempfehle. Verspricht kurzweilige Lesestunden, die zum Schmunzeln einladen.
Bewertung
aus Cloppenburg
5/5
22.06.2017
eBook (ePUB)
Oma lässt grüßen es tut ihr leid
Der Anfang ist sehr langgezogen und langweilig.Der Rest geht so , hab ich mir anders vorgestellt!!! Bin ein bisschen Enttäuscht.
Bewertung
aus Großkarolinenfeld
5/5
26.04.2017
eBook (ePUB)
Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
Das Buch ist ein Volltreffer es hat mich zum lachen wie zum weinen gebracht es ist einfach wunderbar ich werde es auf weiter empfehlen
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4/5
15.12.2015
eBook (ePUB)
Elsa, (fast) allein zuhaus
Oma stirbt & Elsa, etwas ANDERS als andere KInder, verliert damit ihre beste Freundin. Der Mensch, der ihre Sehnsüchte, ihre Ängste, ihren Blick auf die Welt verstanden hat & durch neu erzählte Märchen, für Elsa Lichtblicke schuf, ist weg und hinterlässt ihr eine folgenschwere Aufgabe.
Mir waren die fantasievollen Reisen nach Miamas (dem Märchenreich) manchmal etwas zu viel - aber die dahintersteckende Tiefe, ob der Komplexität menschlichen Seins kam mir entgegen. Und das Aufblättern der Geschichten hinter den Geschichten über die Menschen in Elsa Mehrfamilienhaus war spannend zu lesen. Und sehr aufschlussreich!
Alles in allem ein Buch, auf das es sich einzulassen lohnt & dass es schafft, den eigenen Horizont im Erkennen von Menschen zu erweitern (natürlich nur, wenn man sehen will...)
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