• Ein Hof und elf Geschwister
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Inhaltsverzeichnis

1. Familie, Bauerschaft und Dorf

Elf Geschwister

Siebzehn Höfe

Viele im Dorf

2. Die Jahre meines Vaters

Züchten

Arbeiten

Glauben

Feiern

3. Die Jahre meiner Mutter

Ankommen

Gestalten

Anpassen

Entwerfen

4. Auszug

Siebzehn A

Elf

Zwei

5. Nachwelten

Dank

Die Geschwister

Anmerkungen

Quellen

Literatur

Ein Hof und elf Geschwister

Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben in Deutschland

Buch (Gebundene Ausgabe)

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Ein Hof und elf Geschwister

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ab 17,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

7301

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.12.2023

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

191

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

7301

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.12.2023

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

191

Maße (L/B/H)

21,9/14,5/2 cm

Gewicht

353 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-79717-0

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Aufbruch, Durchhalten, Umbruch

Aischa aus Kissing am 31.05.2024

Bewertungsnummer: 2212586

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ewald Frie, seines Zeichens Geschichtsprofessor, wuchs in den 1960er Jahren als neuntes von insgesamt elf Geschwistern auf einem Hof im Münsterland auf. Grundlage für dieses Sachbuch sind standardisierte Befragungen Fries seiner Brüder und Schwestern sowie zeitgenössische Dokumente aus Privatbesitz und Archiven. Es mag sein, dass meine Schwierigkeiten mit der Methodik - als studierte Naturwissenschaftlerin - persönlicher Natur sind, aber für einen wissenschaftlichen Ansatz finden sich im vorliegenden Text meiner Meinung nach zu viele Vermutungen und Interpretationen, die nicht faktenbasiert sind. Außerdem fand ich es schade, dass es zwar ein umfangreiches Quellenverzeichnis gibt, über Art und Umfang des Fragenkatalogs an die Geschwister aber kein Wort verloren wird. Auch die Art der Darstellung lässt an vielen Stellen zu wünschen übrig. Statt hilfreicher Bildunterschriften erläutert Frie auf umständliche Art, wer auf den Familienfotos zu sehen ist - ich habe oft hin- und hergeblättert und war mir doch nicht sicher, welche Geschwister wo zu sehen sind. Der Autor ergeht sich in detaillierten Aufzählungen über die einzelnen Bauerschaften samt deren Entfernung untereinander; eine geografische Übersichtskarte mit den erwähnten Höfen und Dörfern wäre deutlich hilfreicher gewesen. Seltsam mutet für mich die lakonische Behandlung der NS-Diktatur an: Über die politische Einstellung der Eltern erfährt man wenig, an einer Stelle heißt es "Von Mutters Erinnerung an den Krieg redet niemand. Ich habe meine Geschwister auch nicht danach gefragt." Wieso lässt ein Historiker diese so prägenden Erlebnisse links liegen statt hier nachzuforschen? Über weite Teile ist der Stil sehr trocken, erst im letzten Drittel wird die - an sich sehr spannende - Familiengeschichte etwas lebhafter dargestellt. Fries analysiert den gesellschaftlichen Wandel der Nachkriegszeit und dessen Auswirkungen speziell auf den landwirtschaftlich geprägten Landstrich seiner Heimatregion anhand der Lebensläufe seiner Eltern und Geschwister. Diese soziologische Analyse ist interessant, jedoch hat mich das Buch an sich nicht überzeugt. Es ist ein unausgegorener Genremix, für ein Memoir zu nüchtern, als Sachbuch zu spekulativ. Dennoch (bedingt) empfehlenswert für alle, die sich für die Entwicklung der deutschen Landwirtschaft, speziell die Rinderzucht in Ostwestfalen, interessieren.
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Aufbruch, Durchhalten, Umbruch

Aischa aus Kissing am 31.05.2024
Bewertungsnummer: 2212586
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ewald Frie, seines Zeichens Geschichtsprofessor, wuchs in den 1960er Jahren als neuntes von insgesamt elf Geschwistern auf einem Hof im Münsterland auf. Grundlage für dieses Sachbuch sind standardisierte Befragungen Fries seiner Brüder und Schwestern sowie zeitgenössische Dokumente aus Privatbesitz und Archiven. Es mag sein, dass meine Schwierigkeiten mit der Methodik - als studierte Naturwissenschaftlerin - persönlicher Natur sind, aber für einen wissenschaftlichen Ansatz finden sich im vorliegenden Text meiner Meinung nach zu viele Vermutungen und Interpretationen, die nicht faktenbasiert sind. Außerdem fand ich es schade, dass es zwar ein umfangreiches Quellenverzeichnis gibt, über Art und Umfang des Fragenkatalogs an die Geschwister aber kein Wort verloren wird. Auch die Art der Darstellung lässt an vielen Stellen zu wünschen übrig. Statt hilfreicher Bildunterschriften erläutert Frie auf umständliche Art, wer auf den Familienfotos zu sehen ist - ich habe oft hin- und hergeblättert und war mir doch nicht sicher, welche Geschwister wo zu sehen sind. Der Autor ergeht sich in detaillierten Aufzählungen über die einzelnen Bauerschaften samt deren Entfernung untereinander; eine geografische Übersichtskarte mit den erwähnten Höfen und Dörfern wäre deutlich hilfreicher gewesen. Seltsam mutet für mich die lakonische Behandlung der NS-Diktatur an: Über die politische Einstellung der Eltern erfährt man wenig, an einer Stelle heißt es "Von Mutters Erinnerung an den Krieg redet niemand. Ich habe meine Geschwister auch nicht danach gefragt." Wieso lässt ein Historiker diese so prägenden Erlebnisse links liegen statt hier nachzuforschen? Über weite Teile ist der Stil sehr trocken, erst im letzten Drittel wird die - an sich sehr spannende - Familiengeschichte etwas lebhafter dargestellt. Fries analysiert den gesellschaftlichen Wandel der Nachkriegszeit und dessen Auswirkungen speziell auf den landwirtschaftlich geprägten Landstrich seiner Heimatregion anhand der Lebensläufe seiner Eltern und Geschwister. Diese soziologische Analyse ist interessant, jedoch hat mich das Buch an sich nicht überzeugt. Es ist ein unausgegorener Genremix, für ein Memoir zu nüchtern, als Sachbuch zu spekulativ. Dennoch (bedingt) empfehlenswert für alle, die sich für die Entwicklung der deutschen Landwirtschaft, speziell die Rinderzucht in Ostwestfalen, interessieren.

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Mir hat das Menschliche gefehlt

MarieOn am 08.12.2023

Bewertungsnummer: 2084290

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor, selbst Historiker, sieht seine Familie als “Tor zu einer Geschichte der Bundesrepublick”. Für seine Recherche ist er von Tübingen, ins Rheinland, nach Westfalen und bis zur Ostsee gereist, um mit seinen Geschwistern Interviews zu führen und zu erruieren, wie sie die damalige Zeit wahrgenommen haben. Zwischen den Jahren 1944 und 1969 gebar die Mutter von Ewald Fried elf Kinder, das war, wie sich im Laufe des Buches zeigt, ungewöhnlich. Die Eltern des Autors waren im katholischen Münsterland Landwirte, genau wie ihre Eltern. Tatsächlich wollten nur die beiden ältesten Söhne in die familiären Fußstapfen treten, die anderen erlangten zumeist die Hochschulreife und traten in akademische Berufe. In der Nachkriegszeit galten noch strenge Traditionen. Während des Hofhaltens kamen die anderen Geschwister und Schwager der Eltern zur Visite und begutachteten Kühe und Kälber. Die Mutter zeigte ihren Schwestern und Schwägerinnen den Garten und anschließend die Kartoffel- und Äpfelvorräte, einschließlich eingewecktem Obst im Keller. Zuvor hatten alle Kinder gemeinsam die Ställe ausgemistet, Gänge und Stallfenster geputzt und eine letzte Rinderwaschung vorgenommen. Die Arbeiten wurden streng getrennt, die Mädchen halfen zusammen mit den Stützen (Haushaltshilfen) in Haus, Küche und Garten, die Jungen auf dem Feld und in den Ställen. Die Arbeit war hart, der Miststreuer kam erst 1960. Vater Frie hatte mit fünfzig Jahren seine beste Zeit hinter sich. Der Rücken tat weh, wenig später kamen noch Gicht und Rheuma hinzu. Als die künstliche Besamung 1950 aus Dänemark kam, konnten mit einer Besamung 1.500 Kühe trächtig werden. Auf einen Bullen kamen 50 Kühe. Damit wurde die Rinderzucht uninteressant und die preisgekrönten Bullen seines Vaters, arbeitslos. Man setzte jetzt mehr auf Milchwirtschaft. Katholizismus spielte immer noch eine große Rolle. Die Mutter war überzeugte Gläubige. Die Kirche gab den Kindern neue Aufgaben, als ihre Arbeit größtenteils durch Maschinen ersetzt wurde. Bis dahin waren sie meist unter sich auf dem Hof gewesen. Mit den protestantischen Flüchtlinge wollte niemand zu tun haben. Fazit: Die Geschichte soll vom Wandel und den Erfahrungen dieser Zeit handeln und den Emotionen, die das hervorrief. Ersteres Anliegen ist gelungen, von Emotionen allerdings habe ich nichts gespürt. Den Anfang fand ich arg anstrengend, auch weil auf den Seiten 16 – 21 etwa 30 Mal das Wort Bauerschaft fällt. Ich hätte mir etwas mehr Storrytelling gewünscht, nicht nur knochentrockene geschichtliche Hintergründe, das hat mich erschlagen. Zwischen den informativen, teils unterhaltsamen Rückblicken, erfahre ich ein wenig darüber, dass sein Vater laut werden konnte und sehr genau gearbeitet hat, die Mutter hat viel gebetet, war sehr eigenständig und auch kirchlich organisiert. Ansonsten, hat mir das Menschliche völlig gefehlt. Das mag nicht der Anspruch des Autors oder des Varlags gewesen sein, es hätte den Text aber ungemein lockern und auffrischen können.
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Mir hat das Menschliche gefehlt

MarieOn am 08.12.2023
Bewertungsnummer: 2084290
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor, selbst Historiker, sieht seine Familie als “Tor zu einer Geschichte der Bundesrepublick”. Für seine Recherche ist er von Tübingen, ins Rheinland, nach Westfalen und bis zur Ostsee gereist, um mit seinen Geschwistern Interviews zu führen und zu erruieren, wie sie die damalige Zeit wahrgenommen haben. Zwischen den Jahren 1944 und 1969 gebar die Mutter von Ewald Fried elf Kinder, das war, wie sich im Laufe des Buches zeigt, ungewöhnlich. Die Eltern des Autors waren im katholischen Münsterland Landwirte, genau wie ihre Eltern. Tatsächlich wollten nur die beiden ältesten Söhne in die familiären Fußstapfen treten, die anderen erlangten zumeist die Hochschulreife und traten in akademische Berufe. In der Nachkriegszeit galten noch strenge Traditionen. Während des Hofhaltens kamen die anderen Geschwister und Schwager der Eltern zur Visite und begutachteten Kühe und Kälber. Die Mutter zeigte ihren Schwestern und Schwägerinnen den Garten und anschließend die Kartoffel- und Äpfelvorräte, einschließlich eingewecktem Obst im Keller. Zuvor hatten alle Kinder gemeinsam die Ställe ausgemistet, Gänge und Stallfenster geputzt und eine letzte Rinderwaschung vorgenommen. Die Arbeiten wurden streng getrennt, die Mädchen halfen zusammen mit den Stützen (Haushaltshilfen) in Haus, Küche und Garten, die Jungen auf dem Feld und in den Ställen. Die Arbeit war hart, der Miststreuer kam erst 1960. Vater Frie hatte mit fünfzig Jahren seine beste Zeit hinter sich. Der Rücken tat weh, wenig später kamen noch Gicht und Rheuma hinzu. Als die künstliche Besamung 1950 aus Dänemark kam, konnten mit einer Besamung 1.500 Kühe trächtig werden. Auf einen Bullen kamen 50 Kühe. Damit wurde die Rinderzucht uninteressant und die preisgekrönten Bullen seines Vaters, arbeitslos. Man setzte jetzt mehr auf Milchwirtschaft. Katholizismus spielte immer noch eine große Rolle. Die Mutter war überzeugte Gläubige. Die Kirche gab den Kindern neue Aufgaben, als ihre Arbeit größtenteils durch Maschinen ersetzt wurde. Bis dahin waren sie meist unter sich auf dem Hof gewesen. Mit den protestantischen Flüchtlinge wollte niemand zu tun haben. Fazit: Die Geschichte soll vom Wandel und den Erfahrungen dieser Zeit handeln und den Emotionen, die das hervorrief. Ersteres Anliegen ist gelungen, von Emotionen allerdings habe ich nichts gespürt. Den Anfang fand ich arg anstrengend, auch weil auf den Seiten 16 – 21 etwa 30 Mal das Wort Bauerschaft fällt. Ich hätte mir etwas mehr Storrytelling gewünscht, nicht nur knochentrockene geschichtliche Hintergründe, das hat mich erschlagen. Zwischen den informativen, teils unterhaltsamen Rückblicken, erfahre ich ein wenig darüber, dass sein Vater laut werden konnte und sehr genau gearbeitet hat, die Mutter hat viel gebetet, war sehr eigenständig und auch kirchlich organisiert. Ansonsten, hat mir das Menschliche völlig gefehlt. Das mag nicht der Anspruch des Autors oder des Varlags gewesen sein, es hätte den Text aber ungemein lockern und auffrischen können.

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Ein Hof und elf Geschwister

von Ewald Frie

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Meinungen aus unserer Buchhandlung

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Flynn Dresely

Thalia Coburg

Zum Portrait

4/5

Abschi

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In diesem Buch lassen elf Geschwister ihre Kindheit und die damit verbundenen Geschehniss Revue passieren! Ist ist ein Buch über den Wandel, der Landwirtschaft in den Sechzigerjahren und wie sie sich langsam aber sich von ihrem elterlichen Hof verabschieden müssen und neue Wege gehen! Ein berührendes Buch über eine Familie, die viel erlebt hat und trotzdem sehr eng miteinander verbunden ist, dass für alle lesenswert ist, die sich für Landwirtschaftliche im Wandel, der Zeit interessieren! Außerdem hat das Buch, den Deutschen Sachbuchpreis, dieses Jahr gewonnen.
4/5

Abschi

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In diesem Buch lassen elf Geschwister ihre Kindheit und die damit verbundenen Geschehniss Revue passieren! Ist ist ein Buch über den Wandel, der Landwirtschaft in den Sechzigerjahren und wie sie sich langsam aber sich von ihrem elterlichen Hof verabschieden müssen und neue Wege gehen! Ein berührendes Buch über eine Familie, die viel erlebt hat und trotzdem sehr eng miteinander verbunden ist, dass für alle lesenswert ist, die sich für Landwirtschaftliche im Wandel, der Zeit interessieren! Außerdem hat das Buch, den Deutschen Sachbuchpreis, dieses Jahr gewonnen.

Flynn Dresely
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Christine Spenlen

Thalia Schweinfurt

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5/5

Nostalgiefrei und erhellend

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein kompletter Umbruch von Lebensverhältnissen, der sich ebenso rasch wie still seit den 1950er Jahren innerhalb einer knappen Generation vollzogen hat, wird hier spannend und erhellend anhand der Erinnerungen von elf Geschwistern illustriert. Die älteren sind noch ganz in einer bäuerlichen Umwelt herangewachsen, geprägt von harter Arbeit, Sparsamkeit und Gebet. Die jüngeren werden bereits nicht mehr selbstverständlich in die Abläufe eingebunden, haben mehr Freiheiten, auch sich weiterzubilden, wobei die katholische Kirche hier neue Wege der Jugendarbeit entwickelt und Perspektiven angeboten hat. Die jüngeren Kinder haben davon sehr profitiert und entsprechend berufliche Wege eingeschlagen. Waren die bäuerlichen Familien noch sehr angesehen, als die älteren Kinder klein waren, galten dieselben Familien zur Zeit der jüngeren Kinder vielfach als rückständig. Ewald Frie schildert die Erinnerungen seiner Geschwister völlig neutral und frei von jeder Nostalgie. Der Leser kommt nicht umhin, sich selbst ein Bild machen, was verloren ging und was dafür gewonnen wurde. Zu Recht ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2023.
5/5

Nostalgiefrei und erhellend

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein kompletter Umbruch von Lebensverhältnissen, der sich ebenso rasch wie still seit den 1950er Jahren innerhalb einer knappen Generation vollzogen hat, wird hier spannend und erhellend anhand der Erinnerungen von elf Geschwistern illustriert. Die älteren sind noch ganz in einer bäuerlichen Umwelt herangewachsen, geprägt von harter Arbeit, Sparsamkeit und Gebet. Die jüngeren werden bereits nicht mehr selbstverständlich in die Abläufe eingebunden, haben mehr Freiheiten, auch sich weiterzubilden, wobei die katholische Kirche hier neue Wege der Jugendarbeit entwickelt und Perspektiven angeboten hat. Die jüngeren Kinder haben davon sehr profitiert und entsprechend berufliche Wege eingeschlagen. Waren die bäuerlichen Familien noch sehr angesehen, als die älteren Kinder klein waren, galten dieselben Familien zur Zeit der jüngeren Kinder vielfach als rückständig. Ewald Frie schildert die Erinnerungen seiner Geschwister völlig neutral und frei von jeder Nostalgie. Der Leser kommt nicht umhin, sich selbst ein Bild machen, was verloren ging und was dafür gewonnen wurde. Zu Recht ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2023.

Christine Spenlen
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Ein Hof und elf Geschwister

von Ewald Frie

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  • 1. Familie, Bauerschaft und Dorf

    Elf Geschwister

    Siebzehn Höfe

    Viele im Dorf

    2. Die Jahre meines Vaters

    Züchten

    Arbeiten

    Glauben

    Feiern

    3. Die Jahre meiner Mutter

    Ankommen

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    4. Auszug

    Siebzehn A

    Elf

    Zwei

    5. Nachwelten

    Dank

    Die Geschwister

    Anmerkungen

    Quellen

    Literatur