Produktbild: Die gelbe Tapete & Herland - Zwei feministische Klassiker in einem Band

Die gelbe Tapete & Herland - Zwei feministische Klassiker in einem Band Sozialkritik als Gothic Novel und ein utopischer Roman gegen Diskriminierung

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Book Tropes

Locked Room

Verkaufsrang

53952

Erscheinungsdatum

28.06.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

2432 KB

Originaltitel

The Yellow Wallpaper & Herland

Übersetzt von

Sabine Wilhelm + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783641303464

Beschreibung

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ePUB

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Book Tropes

Locked Room

Verkaufsrang

53952

Erscheinungsdatum

28.06.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

2432 KB

Originaltitel

The Yellow Wallpaper & Herland

Übersetzt von

  • Sabine Wilhelm
  • Vanessa Chodor
  • Rebecca Gruttmann
  • Anna Sophie Lindner
  • Ken Patrick Seidel

Sprache

Deutsch

EAN

9783641303464

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  • Bewertung

    5/5

    13.07.2023

    eBook (ePUB)

    Eine verstörende und tiefgründige Darstellung weiblicher Unterdrückung

    "Die gelbe Tapete" ist eine faszinierende und zugleich verstörende Novelle von Charlotte Perkins Gilman, die eine unvergessliche Darstellung der weiblichen Unterdrückung im späten 19. Jahrhundert bietet. Das Buch, das auf eigenen Erfahrungen der Autorin beruht, hinterlässt beim Leser einen nachhaltigen Eindruck und zwingt ihn dazu, über die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Auswirkungen von patriarchalischen Strukturen nachzudenken. Die Geschichte folgt einer namenlosen Protagonistin, die an einer psychischen Erkrankung leidet und von ihrem Ehemann in ein abgeschiedenes Landhaus gebracht wird, um dort zu genesen. Während ihrer Isolation entwickelt sie eine fixe Idee von der gelben Tapete im Zimmer, die zu einem Symbol für ihre zunehmende Verzweiflung und den Verlust ihres eigenen Ichs wird. Ein herausragendes Merkmal von "Die gelbe Tapete" ist die subtile Kritik an den damaligen medizinischen Ansätzen zur Behandlung von Frauen, insbesondere im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen. Gilman, selbst eine Aktivistin für Frauenrechte, hinterfragt die damalige gängige Meinung, dass Frauen emotional und intellektuell schwächer seien und einer Kontrolle und Führung bedürften. Durch die Darstellung der Hauptfigur und ihrer Unterdrückung offenbart sie die schädlichen Auswirkungen dieser Ansichten auf die psychische Gesundheit von Frauen. Die gelbe Tapete ist auch ein Beispiel für den Schreibstil von Gilman, der sowohl eindringlich als auch unmittelbar ist. Sie verwendet kurze, prägnante Sätze, um die innere Zerrissenheit und den zunehmenden Wahnsinn der Hauptfigur zu vermitteln. Der Leser wird in einen Strudel von Emotionen und Verwirrung gezogen und kann die Abgründe der menschlichen Psyche hautnah miterleben. (© Jean-Paul)

  • Gedankenlabor

    5/5

    22.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine sehr eindrucksvolle und atmosphärische Geschichte!

    >>...Wenn sich doch bloß das obere Muster von dem unteren lösen ließe! Ich werde es versuchen, Stück für Stück.<< "Die gelbe Tapete" von Charlotte Perkins Gilman war 1892 ihr Durchbruch. Zur damaligen Zeit eine verpönte vermeidliche Horrorerzählung über eine Frau, die nach der Geburt ihres Kindes in einer Dachkammer zur Schonung gezwungen wird. Von objektiven Beschreibungen des Raumes schweift man schnell zur Gedankenwelt der Frau und das empfand ich als sehr interessant! Zum einen wird hier deutlich, dass Schonung zwar positives generiert, gleichzeitig aber eben auch (wie hier in diesem Fall) zu einer Isolation wird, die der Gesundheit, insbesondere der mentalen Gesundheit alles andere als gut tut. Ein Aspekt, der mich hier beim Lesen immer wieder unheimlich geärgert hat, war, wie lapidar mit den Ängsten und Gedanken der Frau umgegangen wird und wie simpel ihre Empfindungen abgetan werden. Insbesondere von den Herren der Schöpfung, die sich für den alleswissenden Nabel der Welt zu halten scheinen. Gleichzeitig spiegelt genau das meiner Meinung nach auch unsere heutige Gesellschaft gut wieder. Denn mentale "Schwächen" werden auch heute noch viel zu wenig ernst genommen und belächelt... Charlotte Perkins Gilman hat das damals schon erkannt und durch eigene Erfahrungen motiviert diese Geschichte geschrieben und damit tatsächlich ein kleines Stück weit in die richtige Richtung ausrichten können, wie sie selbst im Anhang der Geschichte erzählt. "Die gelbe Tapete" empfand ich als unheimlich atmosphärisch und prägnant in den Details, die mehr und mehr beklemmender zu werden scheinen. Nicht nur für die junge Frau, auch für mich als Leser wurde die Tapete ein Stück weit lebendig. Für mich persönlich zeigt diese Kurzgeschichte sehr eindrucksvoll, wie man trotz weniger Seiten ganz viel und vor allem eindringlich erzählen kann!

  • Buecherbriefe

    5/5

    04.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die 1860 in Amerika geborene…

    Die 1860 in Amerika geborene Charlotte Perkins Gilman wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, schloss die Schule ohne einen richtigen Abschluss ab und schöpfte ihr Wissen – wie so viele große Literaten der damaligen Zeit – vornehmlich aus öffentlichen Bibliotheken. Ihr Vater verließ die Familie in frühen Jahren, was in ihr den Wunsch nach Kontrolle und Unabhängigkeit nachhaltig einprägte. Eine nach der Geburt ihres ersten Kindes erlittene Depression brachte sie schließlich zum Schreiben. So stammt aus dieser Zeit unter anderem die Geschichte Die gelbe Tapete. Bereits nach wenigen Jahren Ehe ließ sie sich scheiden – ein in damaligen Zeiten aufsehenerregender Schritt – und widmete ihr Leben fortan der Frauenbewegung. Es dauerte nicht lange, bis sie sich einen Namen als Rednerin und Journalistin machte und mit The Forerunner gab sie sogar ein eigenes Magazin heraus. Den Kampf um die Unabhängigkeit der Frauen führte sie sowohl in belletristischen als auch in wissenschaftlichen Werken und wurde so binnen kürzester Zeit eine Ikone der Frauenbewegung. 1935 wählte sie angesichts einer sich ausbreitenden Brustkrebserkrankung den Freitod – und behielt damit bis zum Schluss die Kontrolle über ihr Schicksal. Bei der ersten Geschichte „Die gelbe Tapete“ handelt es sich um eine klassische Schauergeschichte. Völlig unabhängig vom feministischen Hintergrund handelt es sich um eine handwerklich wirklich gut gemachte Geschichte, die vor allem durch eine durchweg beklemmende Atmosphäre überzeugen kann. In Form von Tagebucheinträgen verfolgen wir dabei gebannt, wie unsere Protagonistin nach und nach dem Wahnsinn verfällt. Geschickt steigert Gilman die Spannung von Eintrag zu Eintrag, bis die Geschichte in einem fulminanten Finale endet. Auch wenn das Ende wohl nur wenige Leser überraschen vermag, so gelingt es ihr durch die kompakte Erzählweise den Leser derart zu fesseln, dass solche Gedanken während der Lektüre unterbleiben. Noch interessanter als die Geschichte selbst ist ihr Hintergrund: Wie Gilman in ihrem kurzen Nachwort erläutert, litt auch sie selbst nach der Geburt ihrer Tochter an einer Depression. Ihr erging es wie ihrer Protagonistin – unter anderem durfte sie sich auf Anraten des Arztes nie wieder einer kreativen oder wissenschaftlichen Tätigkeit widmen. Natürlich verschlechterte sich ihr Zustand. Besserung trat erst ein, als sie alle Ratschläge ignorierte und selbst körperliche und geistige Tätigkeit wieder aufnahm. Tatsächlich hatte diese Geschichte sogar handfeste Auswirkungen: So nahm etwa (nicht nur) ihr damaliger Arzt nach der Lektüre dieser Geschichte Abstand von dieser Behandlungsmethode. Damit hat eine Horrorgeschichte ausnahmsweise nicht seine Leser in den Wahnsinn getrieben, sondern sogar davor gerettet. Die 1915 ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte im Magazin The Forerunner erschienene Novelle Herland schlägt eine ganz andere Richtung ein. Drei Männer, darunter ein Frauenrechtler, ein Macho und unser Erzähler stoßen auf einer Forschungsreise auf Herland, einem abgeschiedenen Landstrich, der seit Jahrtausenden ausschließlich von Frauen bevölkert wird. Unser Protagonist schildert dabei aus der Rückschau von der ersten Begegnung bis zum nicht ganz freiwilligen Abschied den längeren Aufenthalt in diesem außergewöhnlichen Land. Weite Teile der Erzählung bestehen dabei daraus, dass Gilman die Überlegenheit einer nur von Frauen geprägten Gesellschaft schildert. Sie widmet sich dabei einem breiten Spektrum an Themen - etwa der Bedeutung von Geschlechtern im Allgemeinen, der Kindererziehung oder (sehr kritisch) der Bedeutung und dem Einfluss von Religionen in diesem Zusammenhang. Dass Herland dabei keine reine Utopie ist, deutet sie zwar am Rande an, geht aber darauf verständlicherweise nicht genauer ein. Aus Lesersicht hat die Geschichte trotz des inhaltlichen Schwerpunktes durchaus ihren Reiz. Insbesondere dann, wenn sie die überlegenen kulturellen Errungenschaften der Frauen auf die Vorurteile der Männerwelt treffen lässt, ergeben sich unterhaltsame und humorvolle Szenen. So gerät unsere Männergruppe so manches Mal in Erklärungsnot, wenn sie mit den Problemen einer von Männern dominierten Gesellschaft konfrontiert werden. Leider fehlt es hier an einer richtigen Spannungskurve. Im Grunde stellt Gilman immer wieder Thesen auf, die von den Männern nicht widerlegt werden können und widmet sich dann wieder einem anderen Thema. Inhaltlich mag dies durchaus interessant sein, aber dafür müssen wir auch auf wirkliche Spannung oder gar einen Plot verzichten. Fazit: Die gelbe Tapete und Herland von Charlotte Perkins Gilman sind zwei unterhaltsame Geschichten, die sowohl inhaltlich als auch handwerklich auch heute noch überzeugen können.

  • Buecherbriefe

    5/5

    04.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auch heute noch relevant

    Die Sammlung beginnt mit der kurzen Schauergeschichte Die gelbe Tapete (1892): Eine junge Frau erleidet nach der Geburt ihres ersten Kindes eine „Nervenkrankheit“. Ihr Mann, seines Zeichens Arzt, verordnet ihr daraufhin unbedingte Ruhe und verbietet jegliche körperliche oder geistige Anstrengung. Zu diesem Zwecke ziehen sie auch in ein abgelegenes Sommerhaus. Die junge Frau darf sich dabei vornehmlich in einem ehemaligen Kinderzimmer aushalten, dass neben einem vergitterten Fenster auch eine reizvolle gelbe Tapete zu bieten hat. Widert sie die vergammelte Tapete anfangs noch an, so entwickeln die unheimlichen Muster schon bald eine Sogwirkung, der sie sich nur schwerlich entziehen kann… Die utopische Novelle „Herland“ schlägt in eine völlig andere Richtung. Eine Gruppe von jungen Abenteuern macht auf einer Forschungsreise eine sensationelle Entdeckung. Sie stoßen auf Herland, einem vom Rest der Welt völlig abgeschnittenen Landstrich, der seit Jahrtausenden ausschließlich von Frauen bevölkert wird. Wird es ihnen gelingen, als Männer in einer von Frauen dominierten Kultur zu bestehen? Eine unterschätzte Frau Ich muss gestehen, dass ich vor der Lektüre dieses Bandes noch nie etwas von Charlotte Perkins Gilman gehört habe. Völlig zu Unrecht, wie meine Recherchen zeigen sollten. Die 1860 in Amerika geborene Charlotte Perkins Gilman wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, schloss die Schule ohne einen richtigen Abschluss ab und schöpfte ihr Wissen – wie so viele große Literaten der damaligen Zeit – vornehmlich aus öffentlichen Bibliotheken. Ihr Vater verließ die Familie in frühen Jahren, was in ihr den Wunsch nach Kontrolle und Unabhängigkeit nachhaltig einprägte. Eine nach der Geburt ihres ersten Kindes erlittene Depression brachte sie schließlich zum Schreiben. So stammt aus dieser Zeit unter anderem die Geschichte Die gelbe Tapete. Bereits nach wenigen Jahren Ehe ließ sie sich scheiden – ein in damaligen Zeiten aufsehenerregender Schritt – und widmete ihr Leben fortan der Frauenbewegung. Es dauerte nicht lange, bis sie sich einen Namen als Rednerin und Journalistin machte und mit The Forerunner gab sie sogar ein eigenes Magazin heraus. Den Kampf um die Unabhängigkeit der Frauen führte sie sowohl in belletristischen als auch in wissenschaftlichen Werken und wurde so binnen kürzester Zeit eine Ikone der Frauenbewegung. 1935 wählte sie angesichts einer sich ausbreitenden Brustkrebserkrankung den Freitod – und behielt damit bis zum Schluss die Kontrolle über ihr Schicksal. Klassische Schauergeschichte Bei der ersten Geschichte „Die gelbe Tapete“ handelt es sich um eine klassische Schauergeschichte. Völlig unabhängig vom feministischen Hintergrund handelt es sich um eine handwerklich wirklich gut gemachte Geschichte, die vor allem durch eine durchweg beklemmende Atmosphäre überzeugen kann. In Form von Tagebucheinträgen verfolgen wir dabei gebannt, wie unsere Protagonistin nach und nach dem Wahnsinn verfällt. Geschickt steigert Gilman die Spannung von Eintrag zu Eintrag, bis die Geschichte in einem fulminanten Finale endet. Auch wenn das Ende wohl nur wenige Leser überraschen vermag, so gelingt es ihr durch die kompakte Erzählweise den Leser derart zu fesseln, dass solche Gedanken während der Lektüre unterbleiben. Basierend auf wahren Ereignissen Noch interessanter als die Geschichte selbst ist ihr Hintergrund: Wie Gilman in ihrem kurzen Nachwort erläutert, litt auch sie selbst nach der Geburt ihrer Tochter an einer Depression. Ihr erging es wie ihrer Protagonistin – unter anderem durfte sie sich auf Anraten des Arztes nie wieder einer kreativen oder wissenschaftlichen Tätigkeit widmen. Natürlich verschlechterte sich ihr Zustand. Besserung trat erst ein, als sie alle Ratschläge ignorierte und selbst körperliche und geistige Tätigkeit wieder aufnahm. Tatsächlich hatte diese Geschichte sogar handfeste Auswirkungen: So nahm etwa (nicht nur) ihr damaliger Arzt nach der Lektüre dieser Geschichte Abstand von dieser Behandlungsmethode. Damit hat eine Horrorgeschichte ausnahmsweise nicht seine Leser in den Wahnsinn getrieben, sondern sogar davor gerettet. Feministische Utopie Die 1915 ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte im Magazin The Forerunner erschienene Novelle Herland schlägt eine ganz andere Richtung ein. Drei Männer, darunter ein Frauenrechtler, ein Macho und unser Erzähler stoßen auf einer Forschungsreise auf Herland, einem abgeschiedenen Landstrich, der seit Jahrtausenden ausschließlich von Frauen bevölkert wird. Unser Protagonist schildert dabei aus der Rückschau von der ersten Begegnung bis zum nicht ganz freiwilligen Abschied den längeren Aufenthalt in diesem außergewöhnlichen Land. Inhaltlich stark, stilistisch nur solide Weite Teile der Erzählung bestehen dabei daraus, dass Gilman die Überlegenheit einer nur von Frauen geprägten Gesellschaft schildert. Sie widmet sich dabei einem breiten Spektrum an Themen - etwa der Bedeutung von Geschlechtern im Allgemeinen, der Kindererziehung oder (sehr kritisch) der Bedeutung und dem Einfluss von Religionen in diesem Zusammenhang. Dass Herland dabei keine reine Utopie ist, deutet sie zwar am Rande an, geht aber darauf verständlicherweise nicht genauer ein. Aus Lesersicht hat die Geschichte trotz des inhaltlichen Schwerpunktes durchaus ihren Reiz. Insbesondere dann, wenn sie die überlegenen kulturellen Errungenschaften der Frauen auf die Vorurteile der Männerwelt treffen lässt, ergeben sich unterhaltsame und humorvolle Szenen. So gerät unsere Männergruppe so manches Mal in Erklärungsnot, wenn sie mit den Problemen einer von Männern dominierten Gesellschaft konfrontiert werden. Leider fehlt es hier an einer richtigen Spannungskurve. Im Grunde stellt Gilman immer wieder Thesen auf, die von den Männern nicht widerlegt werden können und widmet sich dann wieder einem anderen Thema. Inhaltlich mag dies durchaus interessant sein, aber dafür müssen wir auch auf wirkliche Spannung oder gar einen Plot verzichten. Fazit Die gelbe Tapete und Herland von Charlotte Perkins Gilman sind zwei unterhaltsame Geschichten, die sowohl inhaltlich als auch handwerklich auch heute noch überzeugen können.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    02.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beunruhigend aber unglaublich wichtig!

    Eine kurze, beunruhigende Erzählung, die ich in einem Atemzug gelesen habe. Der Schreibstil von Gilman ist klar und prägnant, was perfekt zur Erzählstimme der Protagonistin passt. Die Geschichte folgt einer Frau, die unter postpartaler Depression leidet und von ihrem Ehemann in ein abgelegenes Herrenhaus gebracht wird. Dort wird sie von der gelben Tapete im Schlafzimmer gefesselt und beginnt, eine beängstigende Verbindung zu dieser Tapete zu entwickeln. Gilman verwebt geschickt die Themen von Unterdrückung, weiblicher Isolation und psychischer Gesundheit. Das Buch ist eine Studie über den Verfall der menschlichen Psyche und wie die Gesellschaft Frauen im 19.Jhd behandelt hat. Es ist schwer zu lesen, aber dennoch unglaublich wichtig.

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