Ein idyllisches Dorf am Ahlenmoor bei Cuxhaven. Eines Nachts zerreißt ein ohrenbetäubender Knall die Stille. Das Haus des Reichsbürgers Holger Waldmann liegt in Trümmern, der verhasste Bewohner kam ums Leben. Er lebte zurückgezogen mit Dutzenden Hunden und bedrohte Nachbarn mit gezogener Waffe. Als kurz zuvor zwei Kinder verschwunden und dann bei Waldmann wieder aufgetaucht waren, hatten sich die bislang verstrittenen Dorfbewohner zusammengeschlossen. War sein Tod Selbstjustiz oder ging es um alte Feindschaften? Friederike von Menkendorf ermittelt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Susanne Poehls
5/5
04.07.2023
eBook (ePUB)
Toller Regionalkrimi
Das Buch ist schon der 4. Fall für Kommissarin Friederike von Menkendorf. Die vorherigen drei Fälle kenne ich (noch) nicht. Das ist aber kein Problem beim Lesen. Stattdessen habe ich "wow" gesagt. Zu einem sehr guten Krimi. Ein spannender Krimi, der so viel Inhalt hat, dass ich gestaunt habe. Viele aktuelle gesellschaftliche Fragen werden geschickt in den Fall eingebaut, so dass man sich nach dem Lesen wundert, dass das alles auf 311 Seite Platz findet. Dazu ist die Geschichte spannend erzählt, manchmal fast erdrückend, und immer gut zu lesen. Und es gibt viel Stoff zum Nachdenken.. Eine absolute Leseempfehlung von mir für die Liebhaber von Regionalkrimis.
Sylvia B.
aus Fredersdorf-Vogelsdorf
5/5
27.03.2023
eBook (ePUB)
Wenn nur noch Rache übrig bleibt...
Küstendorf von Susanne Ziegert
Den Leser erwartet ein spannender Kriminalroman, der mich in ein abgelegenes Dorf am Ahlenmoor in der Nähe von Cuxhaven führt. Hier scheint die Zeit still zu stehen und die wenigen Bewohner sind verschlossen, vom Leben gebeutelt oder Zugezogene werden ausgegrenzt.
Im Mittelpunkt unserer Geschichte steht der Bauernhof von Augusta. Dieser ist so manch einem Alteinessessgenen ein Dorn im Auge. Augusta lebt hier mit ihrer Tochter Sophie und drei Pflegekindern. Sie ist kraftlos und erschöpft. Ihre alte Freundin Margo ist Malerin und hat auf dem Hof eine Stelle als Pädagogin angenommen. Sie ist entsetzt über die chaotischen Zustände auf dem Hof. Als dann noch Sophie spurlos verschwindet, ruft sie Friedericke von Menkenhof zur Hilfe.
Diese ist bei der Polizei und reist sofort an. Unsere weitere Geschichte kreist um Friedericke und ihre polizeilichen Untersuchungen im Polizeiteam. Im Ort brodelt es derweil und alle sind gegen Holger Waldmann.
Mir gefielen besonders die facettenreichen Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein konnten.
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
06.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein düsterer Krimi, der mir Gänsehautmomente bescherte
Dieses Buch erschien 2023 in der Gmeiner-Verlag GmbH und beinhaltet 311 Seiten.
„Mord im Moor“
Es gibt ein idyllisches Dorf am Ahlenmoor bei Cuxhaven. Ein ohrenbetäubender Knall zerreißt eines Nachts die Stille. Das Haus des Reichsbürgers Holger Waldmann liegt in Trümmern. Der verhasste Bewohner kam in diesem ums Leben. Mit Dutzenden Hunden lebte er zurückgezogen, Nachbarn bedrohte er mit gezogener Waffe. Kurz zuvor waren zwei Kinder verschwunden und dann bei Waldmann wieder aufgetaucht. Deshalb hatten sich die bislang verstrittenen Dorfbewohner zusammengeschlossen. Die Frage, die sich stellt, war, ob sein Tod Selbstjustiz war oder ob es um alte Feindschaften ging. Es ermittelt Friederike von Menkendorf. Außerdem gibt es eine Moorleiche und mumifizierte Hunde…
Der Schreibstil der Autorin Susanne Ziegert gefällt mir sehr gut. Ich war sofort mitten im Geschehen und erlebte Augusta, eine Frau, die zunächst mit ihrer Familie in ein idyllisches Dorf gezogen ist, obwohl sie niemals nach Finstermoor ziehen wollte. Und dann verlässt ihr Mann sie und lässt sie allein zurück mit Hof, Kind und Tieren. Und es gibt auch noch Pflegekinder. Augusta fühlt sich allein gelassen und ist total überfordert mit der Situation. Wie gut, dass ihre Freundin Margo kommt, um ihr zu helfen. Doch dann verschwindet Sophie, die Tochter von Augusta und deren Freundin. Wo könnten sie nur sein? Ich möchte einfach nicht zu viel verraten. Zumindest gibt es da den Reichsbürger Holger Waldmann, der wohl irgendetwas zu verbergen scheint. Das sieht auch das gesamte Dorf so und es beginnt eine Hetze gegen Waldmann, die nicht mehr aufzuhalten ist. Was für eine düstere Atmosphäre… Ich habe alles direkt vor meinen Augen gesehen und habe versucht zu ermitteln, wäre aber nicht wirklich auf dieses Ende gekommen. Die Autorin hat geschickt falsche Fährten ausgelegt, die mich immer wieder in die Irre führten. Es handelt sich hier um einen spannenden, aufregenden, fesselnden und packenden Krimi, der mir wunderbare Lesemomente bescherte, mich aber auch zum Nachdenken brachte. Ich empfehle diesen Krimi sehr gern weiter. Mich hat die Autorin Susanne Ziegert begeistert, fasziniert und komplett überzeugt. Ich hatte Gänsehautmomente voller Nervenkitzel. So muss ein guter Krimi sein!
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
05.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben
„Küstendorf“ von Susanne Ziegert ist ein spannender Nordsee-Krimi, bereits der 4. Band, in dem Friederike von Menkendorf ermittelt.
Klappentext:
Ein idyllisches Dorf am Ahlenmoor bei Cuxhaven. Eines Nachts zerreißt ein ohrenbetäubender Knall die Stille. Das Haus des Reichsbürgers Holger Waldmann liegt in Trümmern, der verhasste Bewohner kam ums Leben. Er lebte zurückgezogen mit Dutzenden Hunden und bedrohte Nachbarn mit gezogener Waffe. Als kurz zuvor zwei Kinder verschwunden und dann bei Waldmann wieder aufgetaucht waren, hatten sich die bislang verstrittenen Dorfbewohner zusammengeschlossen. War sein Tod Selbstjustiz oder ging es um alte Feindschaften?
Das Cover fällt in seiner Buntheit gut auf und zeigt einen für die Gegend typischen Backsteinhof, sodass man sich ausgezeichnet vorstellen kann, wie das Gebäude in etwa aussieht, in dem einige der Protogonisten wohnen. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart. Das Buch erschien 2023 und ist bereits der vierte Band dieser Reihe, ist jedoch auch für Quereinsteiger problemlos ohne Vorkenntnisse lesbar. Dennoch wurde mein Interesse an den Vorgängerbänden und dem Werdegang der Ermittlerin geweckt.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Eindrucksvoll wird die düstere Moorlandschaft beschrieben, die im Dorf herrschende Stimmung, dieser besondere Menschenschlag dort, wenig offen für Neues, für Fremdes. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, lediglich nummeriert, ohne Zeit- oder Ortsangaben.
Die Spannung baut sich relativ schnell auf und steigert sich im Laufe der Ereignisse. Zwar braucht man einige Zeit, bis man die Vielzahl der agierenden Personen überblickt, doch von Anfang an ist diese brodelnde Stimmung gut spürbar, die in diesem Dorf vorherrscht. Das fängt bei der Ablehnung und Unfreundlichkeit fremden bzw. zugezogenen Bewohnern gegenüber an, erstreckt sich bis zu handfesten Streitigkeiten mit Nachbarn und Mobbing von Außenseitern und gipfelt schließlich in Hassaktionen bis zur Selbstjustiz.
Auch die Ermittlungen werden durch die verschlossene bis feindselige Haltung der Dorfbewohner erschwert. Je intensiver Friederike von Menkendorf sich mit dem Leben des Opfers und dessen Beziehungen befasst, desto komplexer erweisen sich die Zusammenhänge und die Ursachen des Eklats, desto mehr erweitert sich der Kreis der Verdächtigen, offenbart sich der schwelende Hass und Neid, enthüllen sich lang gehütete Geheimnisse. Für Rike entwickelt sich der Fall zu einer persönlichen Herausforderung, als ihre eigene Familie mit hineingezogen wird. Immer wieder führen Spuren auch in die Irre, aber sie lässt nicht locker bis sich letztlich alles klärt.
Die Charaktere sind nicht nur äußerlich gut vorstellbar gezeichnet, sondern sie zeigen sehr markante, in die Tiefe gehende Wesenszüge – einerseits die engstirnigen, im Althergebrachten verhafteten Dorfbewohner, der von allen seit der Kindheit ins Out geschobene, tierliebende Eigenbrötler, andererseits die eigentlich das Beste wollende, aber total überforderte Auguste und die kluge, feinfühlige und überaus hilfsbereite Freundin Margo, nicht zu vergessen Rike, an sich ein schwieriger Charakter, aber eine verbissen nach Gerechtigkeit suchende Ermittlerin.
„Küstendorf“ hat mich vom Anfang bis zum Ende gepackt: Ein rätselhafter Kriminalfall, reich an bedrohlichen Situationen, in dem Themen wie Ausgrenzung, Reichsbürger und Selbstjustiz eingearbeitet sind, der in einer düster-stimmungsvoller Moorlandschaft spielt, und mit einer sympathischen Kommissarin, von der ich gerne noch weitere Fälle lesen möchte.
Ein unbedingte Leseempfehlung!
haberlei
aus Wien
5/5
05.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Es kann der Frömmste nicht in…
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben „Küstendorf“ von Susanne Ziegert ist ein spannender Nordsee-Krimi, bereits der 4. Band, in dem Friederike von Menkendorf ermittelt. Das Cover fällt in seiner Buntheit gut auf und zeigt einen für die Gegend typischen Backsteinhof, sodass man sich ausgezeichnet vorstellen kann, wie das Gebäude in etwa aussieht, in dem einige der Protogonisten wohnen. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart. Das Buch erschien 2023 und ist bereits der vierte Band dieser Reihe, ist jedoch auch für Quereinsteiger problemlos ohne Vorkenntnisse lesbar. Dennoch wurde mein Interesse an den Vorgängerbänden und dem Werdegang der Ermittlerin geweckt. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Eindrucksvoll wird die düstere Moorlandschaft beschrieben, die im Dorf herrschende Stimmung, dieser besondere Menschenschlag dort, wenig offen für Neues, für Fremdes. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, lediglich nummeriert, ohne Zeit- oder Ortsangaben. Die Spannung baut sich relativ schnell auf und steigert sich im Laufe der Ereignisse. Zwar braucht man einige Zeit, bis man die Vielzahl der agierenden Personen überblickt, doch von Anfang an ist diese brodelnde Stimmung gut spürbar, die in diesem Dorf vorherrscht. Das fängt bei der Ablehnung und Unfreundlichkeit fremden bzw. zugezogenen Bewohnern gegenüber an, erstreckt sich bis zu handfesten Streitigkeiten mit Nachbarn und Mobbing von Außenseitern und gipfelt schließlich in Hassaktionen bis zur Selbstjustiz. Auch die Ermittlungen werden durch die verschlossene bis feindselige Haltung der Dorfbewohner erschwert. Je intensiver Friederike von Menkendorf sich mit dem Leben des Opfers und dessen Beziehungen befasst, desto komplexer erweisen sich die Zusammenhänge und die Ursachen des Eklats, desto mehr erweitert sich der Kreis der Verdächtigen, offenbart sich der schwelende Hass und Neid, enthüllen sich lang gehütete Geheimnisse. Für Rike entwickelt sich der Fall zu einer persönlichen Herausforderung, als ihre eigene Familie mit hineingezogen wird. Immer wieder führen Spuren auch in die Irre, aber sie lässt nicht locker bis sich letztlich alles klärt. Die Charaktere sind nicht nur äußerlich gut vorstellbar gezeichnet, sondern sie zeigen sehr markante, in die Tiefe gehende Wesenszüge – einerseits die engstirnigen, im Althergebrachten verhafteten Dorfbewohner, der von allen seit der Kindheit ins Out geschobene, tierliebende Eigenbrötler, andererseits die eigentlich das Beste wollende, aber total überforderte Auguste und die kluge, feinfühlige und überaus hilfsbereite Freundin Margo, nicht zu vergessen Rike, an sich ein schwieriger Charakter, aber eine verbissen nach Gerechtigkeit suchende Ermittlerin. „Küstendorf“ hat mich vom Anfang bis zum Ende gepackt: Ein rätselhafter Kriminalfall, reich an bedrohlichen Situationen, in dem Themen wie Ausgrenzung, Reichsbürger und Selbstjustiz eingearbeitet sind, der in einer düster-stimmungsvoller Moorlandschaft spielt, und mit einer sympathischen Kommissarin, von der ich gerne noch weitere Fälle lesen möchte. Ein unbedingte Leseempfehlung!
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