Produktbild: Als wir die Maikäfer waren

Als wir die Maikäfer waren

10

14,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2023

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/1,3 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Khaki

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-200-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2023

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/1,3 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Khaki

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-200-5

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

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  • Bewertung

    aus Modautal

    5/5

    20.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine wichtige eindrucksvolle Lektüre

    Heute möchte ich euch das dritte Buch von #christophheubner vorstellen. Es ist im Januar 2023 im #steidlverlag erschienen. Wie schon die Vorgänger "Ich sehe Hunde, die an der Leine reissen" und "Durch die Knochen bis ins Herz " hat mich auch dieses Werk wieder sehr beeindruckt und sprachlos zurück gelassen welch Grauen passiert ist. Ich habe schon sehr viel zum #holocaust gelesen, doch immer wieder beschäftige ich mich bewusst mit diesem sehr wichtigen Thema und finde es sehr bedeutend wichtig, dass immer wieder darüber geschrieben und erzählt wird. Dieses Buch enthält sechs Erzählungen von Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Der Schriftsteller Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, hat viele von ihnen kennengelernt und gibt ihnen eine Stimme. In allen Erzählungen kommen der Schmerz, die Wut, der Zorn und das Unverständnis über das Erlebte herüber. Der Leser hat tiefe Einblicke in das was die Betroffenen erlebt und erlitten haben. Es macht mich gleichermaßen wütend, traurig und sprachlos. So handelt eine Erzählung von der kleinen Eva,die auf dem Rücken ihres Vaters im berühmten Budapester Gellert-Bad auftaucht. Die alten Damen bringen sich dann in Sicherheit. Denn der Vater stürzt sich vom Beckenrand ins Wasser, dass es nur so spritzt. Immer muss Eva mit. Schwimmen lernt sie dann schon. Wer kann ahnen, dass dies später ihr Leben retten wird. Denn Eva ist zwölf, als sie wieder ins Wasser geworfen wird, diesmal in die eisig kalte Donau, mit einem Seil an zwei andere jüdische Mädchen gefesselt. Ungarische Nazis, die Pfeilkreuzler, tun ihr das an. "Und ich sage leise: Drei Mädchen, zusammengebunden, mit einem Seil. Ich war zwölf. " Ich kann dieses Werk genau wie die zwei zuvorigen Werke des Autors nur weiterempfehlen.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    05.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Handschrift der Mörder

    „Und jetzt stand ich hier, ein alter Mann, der die Welt wie durch einen Regenschleier sah, weil er weinte und weinte. Niemand sagte ein Wort, und auch der Reporter hatte seine Kamera vergessen.“ (Seite 51) Christoph Heubner ist Schriftsteller und hat im Rahmen seiner Tätigkeit als Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees viele Menschen kennengelernt, anhand deren Erinnerungen er Geschichten geschrieben hat; es sind Erzählungen gegen das Vergessen. Das vorliegende Buch ist der dritte Band seiner Trilogie der Auschwitz-Erzählungen. Es geht um Menschen, die das Grauen erlebt und überlebt haben, die Zeit ihres Lebens gekämpft haben mit Erinnerungen, Scham, Trauer, Hass, Zorn und Wut. Die Storys haben mich tief bewegt, besonders die titelgebende Geschichte brachte mich zum weinen und beschäftigte mich noch lange danach. Die Grausamkeit und Kaltschnäuzigkeit erschüttern mich immer noch, während ich darüber schreibe, riesig ist mein Entsetzen, mein Mitgefühl, mein Mitleid und auch meine Wut. „Du musst nix sagen, sagt sie zu mir. Und ich sage leise: Drei Mädchen, zusammengebunden, mit einem Seil. Ich bin zwölf.“ (Seite 15) Das Grauen ist schwer in Worte zu fassen, umso wichtiger ist es, den Überlebenden eine Stimme zu geben und dies hat der Autor mit viel Fingerspitzengefühl und auf einem hohen sprachlichen Niveau geschafft. Ein schmales, feines, leises Buch, das umso lauter ist, während man es liest und danach. Es ist richtig und wichtig, vor allem aber ist es notwendig, dass man diese Zeit nie vergisst. Lest es!

  • Daniela Heinen

    aus Sankt Augustin

    5/5

    16.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührend

    Dieses Buch hat nur knapp 100 Seiten, aber die haben mich tief berührt. Der Autor gibt hier Überlebenden des Holocausts seine Stimme und erzählt deren Geschichten. Die Frau, die als Mädchen in die Donau gestoßen wurde und nur überlebt hat, weil ihr Vater ihr das Schwimmen beigebracht hatte. Der Mann, der zurückreist zu der Stelle, an der sein Freund auf der Flucht erschossen wurde. Der Mann, der zurückkehrt nach Auschwitz und dort die Gedenkstätten mit aufbaut. Diese Menschen haben den Holocaust überlebt und werden danach wieder mit dem konfrontiert, was sie erlebt haben. Und sie zeigen eine ungeheure Stärke. Ich bewundere die Kraft, die in ihnen steckt und bin dankbar dafür, dass ihre Geschichten hier erzählt werden. Gegen das Vergessen. Der Schreibstil berührt mich ebenso tief wie die Geschichten selbst. Besser hätte man sie, meiner Meinung nach, nicht erzählen können.

  • Renas Wortwelt

    5/5

    10.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das unter die Haut geht

    „Und so bin ich müde geworden und mutlos: Was nützt es, immer wieder dasselbe anzuprangern und um die Aufmerksamkeit und die Solidarität der anderen zu bitten, wenn um die Ecke herum irgendwo auf der Welt schon der nächste Idiot wartet, seinen Hass gegen uns und andere Minderheiten auszuleben, ein Blutbad anzurichten und im Internet bejubelt zu werden.“ (S. 53.) Solche Sätze sind es, die einen verstummen lassen während der Lektüre dieses dünnen, aber so ungemein wichtigen Buchs. Dieses Buch, das in wenigen Erzählungen die Lebens- oder vielmehr die Leidensgeschichten von Überlebenden des Terrors in Auschwitz darstellt. Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, hat diesen Überlebenden hier eine Stimme gegeben, in diesem dritten und letzten Band einer Trilogie. Die ersten Bände erschienen 2019 „Ich sehe Hunde, die an der Leine reißen“ und 2021 „Durch die Knochen bis ins Herz“. In diesen Büchern fasst er die Erinnerungen der Überlebenden, die ihm zu Freunden wurden, zusammen. Da ist das kleine Mädchen, das von SS-Schergen mit zwei anderen zusammengebunden und in die Donau geworfen wird. Es überlebt nur dank der früheren unermüdlichen Anstrengungen ihres Vaters, ihr das Schwimmen beizubringen. Da ist der Junge, der mit seinem Freund und Idol Ernest kurz vor Kriegsende auf einen Fußmarsch von Auschwitz nach Gleiwitz gezwungen, dort in einen Zug verladen wird, bei Eis und Schnee, und von diesem in Zwickau zu fliehen versucht. Viele Jahrzehnte später möchte er erfahren, was genau damals mit Ernest geschah. Und da ist die junge Frau, die etliche Jahre nach dem Krieg glaubt, einer ihrer Peinigerinnen in Paris wieder zu begegnen. All diesen Menschen gibt Christoph Heubner eine Stimme, die man hören muss, die man lesen muss. Besonders, da sich die Überlebenden immer schwer taten und tun, ihre eigenen Geschichten zu erzählen: „So habe ich existiert, fleißig und arbeitsam, kein Wort darüber zu meiner eigenen Tochter und auch mit meiner Frau, die doch auch dort gewesen war, kaum ein Wort. Als hätten wir etwas zu verbergen, so haben wir lange Jahre unseres zweiten Lebens verbracht.“ (S. 46) Christoph Heubner - Als wir die Maikäfer waren Steidl, Januar 2023 Gebundene Ausgabe, 96 Seiten, 14,80 €

  • J. Kaiser

    5/5

    12.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Darf nie vergessen werden, eindrücklich

    In diesem Buch kommen Leute vor, welche den Holocaust überlebt haben. In diesem Buch erhalten diese eine Stimme. Evas Vater lernt seine Tochter früh schwimmen. Keiner konnte ahnen, dass dies einmal ihr Leben retten könnte. Der Titel des Buches hat mich bewogen dieses zu Lesen. Man liest ein Zeugnis, was damals in Auschwitz geschehen ist. In diesem Buch werden die unterschiedlichsten Erinnerungen dazu geschildert. Beeindruckt hat mich der Maler, welcher nur schwarz-weiss malen konnte und erst viele Jahre später es mit Farbe versuchte. Ich bin der Meinung, dass man das Buch lesen sollte. Den vergessen darf man diese Gräueltaten nie. Empfehlenswert.

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