Produktbild: Die Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen

Die Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen

12

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2023

Verlag

Festa

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,2/13,9/3,7 cm

Gewicht

609 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Simona Turini

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9867604-4-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2023

Verlag

Festa

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,2/13,9/3,7 cm

Gewicht

609 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Simona Turini

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9867604-4-1

Herstelleradresse

Festa Verlag
Justus-von-Liebig-Straße 10
04451 Borsdorf
DE

Email: shop@festa-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein außergewöhnliches Buch, das nach der letzten Seite nicht endet

    Die Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen war für mich definitiv ein 5-Sterne-Buch. Am Anfang musste ich mich erst daran gewöhnen, immer wieder zwischen dem Krankenhaus in der Gegenwart und der viktorianischen Anstalt zu wechseln. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr haben mich beide Ebenen in ihren Bann gezogen. Besonders die Geschichte von Emily im viktorianischen Zeitalter hat mich fasziniert. Sie ist düster, grausam, manipulativ und teilweise erschreckend – gleichzeitig aber so erzählt, dass vieles davon für die damalige Zeit durchaus vorstellbar wirkt. Natürlich enthält die „Anstalt“ fantastische und fiktionale Elemente. Gleichzeitig begegnen einem aber immer wieder Zustände, Behandlungsmethoden, gesellschaftliche Vorstellungen und Details, bei denen man sich unweigerlich fragt, wie viel davon tatsächlich auf historischen Tatsachen oder Überlieferungen beruht. Für mich macht gerade diese verschwimmende Grenze zwischen Fiktion und möglicher Realität einen großen Teil der Faszination aus. Wo die Fantasie endet und die Geschichte beginnt, darf und sollte vielleicht jede Leserin und jeder Leser selbst herausfinden. Das Buch hat sein Niveau für mich bis zum Schluss gehalten. Das Ende der Anstaltsgeschichte kam unerwartet. Noch stärker nachgewirkt haben bei mir allerdings die darauffolgenden Einträge und Auszüge aus dem konfiszierten Notizbuch im Krankenhaus. Themen wie Depressionen, Bipolarität, psychische Krisen und Suizidalität werden plötzlich auf eine Weise greifbar, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Ich blieb nicht ratlos zurück, sondern fasziniert, aufgewühlt und mit offenen Fragen, über die ich auch nach dem Zuschlagen des Buches weiter nachdenke. Besonders ungewöhnlich fand ich das offene Ende und die direkte Aufforderung an die Leserinnen und Leser, eine Rezension zu schreiben und sogar die eigene Geschichte weiterzuerzählen. So etwas habe ich bisher in keinem anderen Buch erlebt. Dass Emilie Autumn tatsächlich existiert und autobiografische Erfahrungen in dieses Werk eingeflossen sind, gibt der Geschichte im Nachhinein noch einmal eine ganz andere Tiefe. Ich habe dieses über 400 Seiten starke Buch innerhalb von drei Lesetagen verschlungen – mit nur einem Tag Pause dazwischen. Das sagt für mich eigentlich schon alles. Ein außergewöhnliches, düsteres und sehr persönliches Buch, das nicht einfach mit der letzten Seite endet, sondern im Kopf weitergeht. ★★★★★

  • Antje

    aus Gerstungen

    5/5

    25.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sprachlos, Mitgerissen, Traurig und Ehrlich

    Ich habe das Buch gelesen und ich fand es unglaublich gut wie sie hin und her geswitcht hat.Die Charaktere und auch ihre eigene Geschichte haben mich mitgenommen und man entwickelt ein besseres Verständnis. Tausend Dank.

  • Bewertung

    5/5

    16.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Heftig!

    Es war absolut grandios, wenn man sich sehr für die Thematik Anstalt, Psyche und Feminismus interessiert. Es ist seit langem wirklich das beste Buch was ich je gelesen habe. Der Sog in den es dich hineinziehen wird ist der Wahnsinn!!!

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    13.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Frauen ohne Rechte

    Frauen ohne Rechte Es war mein erstes Buch aus dem Festa Verlag, aber mit Sicherheit nicht mein letztes. Der Inhalt ist ungeschönt und an manchen Stellen sicher nicht für jeden Leser gedacht. Man muss sich bewusst sein, dass es hier um Missbrauch und (Selbst-)verletzungen geht. Wir begleiten Emilie. Diese weist sich selbst ein, da sie sterben wollte und es noch will. Da wo sie nun glaubte Hilfe zu finden, findet sie alles andere - nur nicht diese. Denn abgeschoben in eine Zelle wartet sie. Bis eines Tages kleine Briefe von Emily mit y sie erreichen und aus einer Zeit erzählen, als Frauen keine Rechte hatten und man sie handeln konnte. Emilie Autumn entführt uns in eine düstere und viktorianisch angehauchte Welt, die stark von ihren eigenen Erfahrungen mit psychischer Krankheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung geprägt ist. Das macht es für mich tatsächlich noch einmal berührender. Denn wenn man daran denkt, dass es wohl wirklich so läuft, kann man nur hoffen, nie in solch eine Situation zu gelangen. Denn ich wurde hineingezogen in die albtraumhafte Realität einer psychiatrischen Anstalt, in der Frauen eingesperrt werden, weil sie nicht den Erwartungen der Gesellschaft entsprechen. Weil sie zu laut, zu kreativ oder einfach "zu viel" sind. Was ich toll fand, war, dass wir abwechselnd von Emilie und Emily lesen konnten. Emily haben wir fast 10 Jahre über ihre Briefe begleitet. Zudem wurden zwischendurch Berichte, Songtexte und Zeichnungen gezeigt, die das Gelesene noch einmal optisch unterstützt haben. Sie schreibt poetisch und schmerzhaft direkt. Das Buch ist eine klare Kritik an patriarchalen Strukturen, damals wie heute. Und obwohl es an vielen Stellen sehr düster ist, zeigt es einen tiefen Zusammenhalt der Mädchen und Frauen in der Anstalt. Für mich war es ein faszinierendes Buch und ich kann es empfehlen, sofern man eben mit diesem speziellen Inhalt zurechtkommt. ISBN: 978-3986760441 Umfang: 448 Seiten Autor: Emilie Autumn Verlag: Festa Erscheinungsdatum: 23.02.23

  • Bewertung

    5/5

    30.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Bitte mehr davon!

    Einfach Wow! Ich bin extrem geflasht!! Das Buch ist extrem spannend an einigen Stellen zwar sehr verwirrend aber dieses Buch hat mich Regelrecht aufgefressen! Würde es ehrlich gerne noch ein 2. mal lesen!

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Bewertungen (12)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sophie Kunst

    Sophie Kunst

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    4/5

    29.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Ratten und Wahnsinn

    Nach einem gescheiterten Suizidversuch wird Emilie Patientin einer Psychiatrie, wobei ihr fast all ihre Habseligkeiten weggenommen werden, sie aber nach einer Weile doch die Erlaubnis bekommt, ihr Notizbuch zu benutzen. Zwischen den Seiten dieses Notizbuches findet Emilie plötzlich Briefe von einer Frau namens Emily (mit y). Diese Emily ist Insassin der Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen, die aus einem ähnlichen Grund in der Anstalt festgehalten wird, dies aber viele Jahre in der Vergangenheit. Das Buch ist zum Teil autobiografisch und Emilie erzählt uns hier von ihrem Psychiatrieaufenthalt und teils fiktiv und mit etwas Fantasy ausgeschmückt und teils etwas überspitzt, verbindet damit aber auch historische Fakten und gibt uns einen wirklich erschreckenden Einblick in das viktorianische Zeitalter. Beide Emilies werden gegen ihren Willen in Institutionen festgehalten und uns wird hier eindeutig geschildert, wie Frauen sowohl damals, als auch heute behandelt werden, und wie sich die Misogynie sich in den Fällen von psychischen Krankheiten (oder in vielen Fällen eben auch keine psychischen Krankheiten) im viktorianischen Zeitalter gezeigt hat. Ich hätte mir zwar noch mehr Informationen zu anderen Charakteren gewünscht, aber dennoch konnte mich das Buch sowohl begeistern, als auch erschüttern und erschrecken. Besonders das Schicksal von Emily und ihren mitgefangenen in der viktorianischen Anstalt fand ich sehr schmerzhaft und brutal. Trotz der wirklich düsteren Thematik und der Brutalität der Geschichte, war das Buch und die Aufmachung in einem schönen gothic Stil gehalten und hatte teilweise schon ziemliche Alice in Wunderland vibes. Ich wurde begeistert und wünsche mir definitiv noch weitere Bücher in diesem ganz besonderen Stil.
  • Zum Bewerterprofil von Auszubildende Julie Backhaus

    Auszubildende Julie Backhaus

    Thalia Berlin – Schultheiss Quartier

    Buchhändler*in

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    4/5

    04.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Alice Madness Returns vibes

    Das Buch hat mich sehr angesprochen, weil es mir vom Visuellen und der Beschreibung her viele Horror-Alice-Vibes gab. Dies zog sich auch durchs ganze Buch. Und ich habe es geliebt! Die Protagonistin Emily tickte schon ein wenig wie Alice Liddell. Die Story war gut und interessant. Die Parallelen zwischen den beiden Emilys waren schön gemacht und es wurde grandios visualisiert, wie sie zueinander stehen, welche ähnlichen Probleme sie haben und vor allem welche gleichen Feinde! Obwohl es mir sehr gefallen hat, hat es sich für mich an manchen Stellen etwas langgezogen angefühlt. Und manchmal war ich nun doch etwas verwirrt, um welche Emily es denn jetzt geht, weil ich chronischer Kapiteltitel-Überflieger bin. Trotzdem sehr empfehlenswertes Buch!
  • Zum Bewerterprofil von M. Wittstock

    M. Wittstock

    Thalia Krefeld

    Buchhändler*in

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    3/5

    19.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    es ist Zeit sich zu wehren...

    Emilie möchte sterben. Doch der Versuch misslingt und so findet sie sich als Patientin der geschlossenen Station in der Psychiatrie wieder. Dort findet sie Briefe einer "Emily mit y" zwischen den Seiten ihres Notizbuchs, geschrieben im viktorianischen Zeitalter. Es eröffnet sich ihr eine Geschichte voller Missbrauch, Schrecken und systematischer Unterdrückung von Frauen, aufrechterhalten durch eine kleine Elite von krankhaften Ärzten, denen jedes Mittel recht ist. Zwischen groteskem Wahnsinn wie bei Alice im Wunderland und feministischem Kampfgeist versucht Emily mit den anderen Insassinnen, sich diesem System entgegenzustellen. Und irgendwann scheinen die Welten der beiden Emilies zu verschwimmen... Teils biografisch, teils fantastisch erzählt Ausnahmekünstlerin Emilie Autumn davon wie es ist, als manisch- depressive Frau in der Psychiatrie zu landen. Grotesk, verwirrend und voller absurder Momente berichtet sie vom Schrecken der Psychiatrie und rechnet mit einem System ab, welches in Teilen bis heute anhält. Content Note: da der Festa Verlag für seine krasseren Inhalte bekannt ist, ist auch dieses Buch an manchen Stellen nicht für schwache Nerven gedacht.

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Bewertungen (3)

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