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Produktbild: Tunnel

Tunnel Roman

8

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Kanon Verlag

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1116 KB

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

9783985680641

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Kanon Verlag

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1116 KB

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

9783985680641

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  • MarieOn

    5/5

    23.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwere Themen mit Leichtigkeit transportiert

    Seit Maschas “Tröster”, die Kleine fast erwischt hat, traut die sich nicht mehr aus ihrem Zimmer, wenn er bei Mama ist. Lieber pinkelt sie in ihren Legokasten, als ihm nocheinmal zu begegnen, und wenn er ihr noch so viele Teddys vor die Tür legt: Nachdem Mascha einen Radiator in die zweite Etage geschleppt hat und sie mit der Kleinen unter einem Berg Decken trotzdem gefroren hat weiß sie, das es so nicht weitergeht. Sie betritt das Gebäude, dann das Stockwerk, in dem sich die Fenster nicht mehr öffnen lassen, den Flur mit den balssgelben Türen, darunter ihre F-H, dahinter Frau Huhn, wie immer. Das Geld mussten sie ihr kürzen, weil Mascha kein Entgegenkommen zeigt, die Arbeitsangebote nicht wahrnimmt und auch keine Fortbildungen anstrebt. Wegen der Betreuung für die kleine Tinka, solle sie mal beim Jugendamt nachfragen, ist nicht Frau Huhns Metier. Als Mascha nach Hause kommt, sieht Tinka sie. Sieht schon von fern, dass sie heute aufpassen muss, sonst wird Mama still und sagt gar nichts oder nur, dass sie bitte ein einziges Mal ihre Ruhe haben will und wird streng, wenn Tinka sie dann nicht ein einziges Mal in Ruhe lässt. Man muss auf ihr Gesicht achten und vorsichtig sein. S. 23 Es ist Tinkas siebter Geburtstag, Mama muss sich auf die Couch legen. Der Tröster kennt das: Vom Amt kommt man nur in einem Zustand zurück … Früher einmal hat er sich nach den Terminen den Mund auswaschen müssen – Strohrum, Weinbrand, Hauptsache schnell und mir Biss – um den Geschmack des Flehens und Schimpfens wieder loszuwerden. S. 24 Mascha trifft eine Entscheidung. Sie wird mit Tinka in ein Pflegeheim ziehen und dort arbeiten. Wenn sie ein regelmäßiges Frühstück aus Toast mit Marmelade und ein kleines Mittagessen zusammengespart hat und noch ein wenig Geld für Heizöl bleibt, ein paar Turnschuhe und ein kleiner Urlaub für Tinka, schätzungsweise 3.000 Euro, dann ist der Winter vorbei und sie ziehen wieder in ihre Wohnung. So der Plan. Fazit: Was für ein großer Roman, was für ein Debüt. Grit Krüger ziseliert in ungeheurer Feinarbeit absolut glaubwürdige Charaktere, die trotz aller Macken, am Ende einen Weg in mein Herz gefunden haben. Ihr Schreibstil ist eigen und besonders. Sie zeigt uns die ganze Schwere der Armut, am Rande der Gesellschaft, des Altwerdens, ebenfalls am Rande der Gesellschaft. Wenn die Angehörigen sich kaum noch kümmern. Die Tragik der Demenz, wenn sich die Gedanken in den Kopf schleichen, die nur noch ein Früher visionieren, wenn man nichts als weg will. Die Last des Traumas, wenn man in keiner Nacht schlafen kann und so wild träumt, dass man um sich schlagen muss. Grit Krüger hat schwere Themen mit Leichtigkeit transportiert. Ein besonderes Lesevergnügen.

  • mari_liest

    5/5

    17.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine eindringliche Erzählung über Armut und Überlebenswillen

    In "Tunnel" tauchen wir in das Leben von Mascha und ihrer Tochter Tinka ein, die in äußerst schwierigen finanziellen Verhältnissen leben. Die Autorin zeichnet ein schonungsloses Bild von Armut und zeigt auf, wie Menschen am Rand der Gesellschaft ums Überleben kämpfen. Mascha, eine alleinerziehende Mutter, ergreift die Chance, eine Stelle als Pflegekraft in einem Heim für Senior*innen anzunehmen. Die Unterkunft im Heim bietet ihnen eine warme Bleibe über den Winter und garantierte Mahlzeiten. Mit ihrem Freund Enders, der seine eigene düstere Vergangenheit hat, finden sie einen geheimen Zufluchtsort in einem leerstehenden Zimmer. Mascha ist jedoch entschlossen, nicht länger als nötig im Heim zu bleiben. Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt: Die Geschichte folgt den Perspektiven von Mascha, ihrer Tochter Tinka und ihrem Freund Enders sowie Tomsonov, ein älterer Herr und Bewohner des Heims. Diese Vielfalt der Erzählperspektiven ermöglicht es uns, tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonist*innen einzutauchen. Obwohl sie auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind, eint sie alle ihr gemeinsamer Kampf gegen die Ausweglosigkeit ihrer Situation. Grit Krüger vermittelt mit großer Sensibilität und Realitätsnähe, wie es ist, in Armut zu leben. Die Autorin drängt jedoch nicht auf Mitleid, sondern erzeugt vielmehr ein starkes Mitgefühl für die Charaktere. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Vorurteile, denen Mascha ausgesetzt ist, sowie die Ausnutzung ihrer prekären Lage durch andere. Ebenso werden Enders Verlorenheit und die Gefühle der Vernachlässigung bei den älteren Bewohner*innen des Heims eindringlich dargestellt. Die Art und Weise, wie Tinka ihre Situation erkennt und sich immer wieder geschickt anpasst, berührt mich als Leserin tief und lässt auch Raum für gelegentliches Schmunzeln. "Tunnel" ist ein herausragendes Buch, das aktuelle gesellschaftliche Themen in den Fokus rückt und die Stimmen der Betroffenen hervorhebt. Die Autorin schafft es eine eindringliche Atmosphäre zu erzeugen und Leser*innen in die Sorgen und Ängste der Charaktere einzubeziehen. Der Roman ist ein Aufschrei gegen das System und ruft zur Aufmerksamkeit für die prekäre Situation von Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen auf. Durch Maschas Arbeit im Altenheim wird zudem die Einsamkeit und Vernachlässigung älterer Menschen in unserer Gesellschaft thematisiert. Die Sehnsucht nach Nähe und Zuneigung wird schmerzhaft deutlich. "Tunnel" ist ein Buch, das gerade in Zeiten der Diskussion diverser, sozialer Themen zum Nachdenken anregt. Ein absolutes Muss für alle, die sich mit sozialen Ungerechtigkeiten auseinandersetzen und eine inspirierende Geschichte über den Überlebenswillen der Menschen lesen möchten.

  • Bewertung

    5/5

    21.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gekappte Wurzeln

    Mascha: alleinerziehend, Mutter von Mücke, Überlebenskämpferin. Tinka (auch genannt Mücke): Tochter von Mascha, im Grundschulalter, sucht nach Orientierung. Enders (auch genannt der Tröster): wohnt mal hier mal da, war früher Seemann, Trauma. Elfi: Restaurantbesitzerin im Ruhestand, gute Seele. Tomsonov: Heimbewohner, Musiker, im Tunnel. Das sind die Figuren welchen ich beim Lesen am intensivsten gefolgt bin und die auch von der Autorin hervorgehoben werden. Es gibt auch die Protagonisten, die mit der Lebenssituation der aus der Bahn gekippten nur am Rande zu tun haben und daher keine oder nur kurzfristig Stütze sein können, zBsp Arbeitgeber, Beamte, oder auch Elfi, die ein "normales leben führt" aber nicht alles heile machen kann. Tomosov hat einen Traum. Er will zurück in die Vergangenheit. Nur bruchstückhaft sind seine Erinnerungen, doch er hat ein Ziel. Auch Mascha hat einiges nicht aufgearbeitet. Sie kämpft sich durchs Leben. Ihre Tochter Tinka soll eigentlich zur Schule gehen, stattdessen bewegt sie sich tagein tagaus in der Welt der Erwachsenen. Enders lebt bei Elfi bis es nicht mehr geht. Dann ist er nicht nur innerlich heimatlos. Zu Anfang habe ich mir schwer getan in die Geschichte hineinzukommen. Jedoch lässt Grit Krüger die Figuren langsam aber stätig mehr ans Licht kommen. Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist ambivalent. Ihre Gefühle sind durch Erlebnisse aus der Vergangenheit geprägt. Alles Mühen und Tun scheint nirgendwohin zu führen. Das Kind, Tinka, ist davon noch ausgenommen ihre Gefühle werden sich noch entwickeln und dadurch wird sich ihr Leben wohl ein Stück weit zeichnen. Am liebsten wollte ich die Kleine in den Arm nehmen, ihr Hoffnung geben. Sie hat eine inner Stärke die nicht zerbrechen soll. Ich denke der Roman kann in den LeserInnen mehr Mitgefühl wecken, mit den Abgehängten der Gesellschaft aber vielleicht auch mit denen die machtlos daneben stehen.

  • Bewertung

    5/5

    19.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für mich das Buch des Jahres - schon jetzt.

    Ich habe lange keine so bewegende, nachwirkende Geschichte gelesen wie Tunnel von Grit Krüger. Die Autorin schafft es, mit einer Leichtigkeit schwere Themen zu beschreiben und beobachtet vermeintliche Kleinigkeiten, die den Charakteren eine Tiefe geben, die man nicht mehr vergisst. Unbedingte Empfehlung - an diesem Buch sollte 2023 keiner vorbeigehen.

  • Karola Dahl

    4/5

    08.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein hoffnungsvoller Weg aus finanzieller und mitmenschlicher Misere

    In drei Teilen geht es realitätsnah und gesellschaftskritisch um die Suche nach einem Weg, eigene Träume und Ziele aus Einsamkeit und Armut zu erreichen. Menschen wie die allein erziehende, mutige Mascha Heerdmann mit 9-jähriger Tochter Tinka kämpfen mit Tunnelblick um Geborgenheit, um 2. Chancen, auch um Abenteuer. Die Tragik hinter ihren unzumutbaren Lebensbedingungen ist sprachlich klar formuliert. Auch das deutsche Sozialsystem mit regelmäßigen Pflichtbesuchen beim Arbeitsamt wird als demütigend, abschreckend beschrieben, ebenso Maschas bedrückende, Kräfte zehrende Arbeit im Seniorenheim. Mit den dortigen Bewohnern und dem Tröster Enders sehnen sich alle nach mitmenschlicher Wärme in einer hilfsbereiten Gemeinschaft. Erzählt wird aus der Perspektive von vier Figuren. Auch mit Tomsonov, einem älteren Heimbewohner, werden Gefühle wie Verlorenheit und Vernachlässigung, Traurigkeit und Überforderung skizziert und so eine eindringliche, düstere Atmosphäre mittels intensiver Sprache erschaffen. Menschen wie Mascha und Tomsonov wollen ihrem unerfüllten Leben über einen dunklen, tunnelartigen, gefährlichen Ausweg entfliehen und benötigen dafür unsere Mithilfe!

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