Gaston hat natürlich eine Antwort parat: Er hat ihm ein Trio dressierter Affen besorgt! Diese seltene Begegnung zwischen Gastons Welt und der von Spirou und Fantasio ist ein ganz großer Spaß. Zum ersten Mal erscheint »Die Bravo Brothers« in einer Ausgabe, die der »Lieblingsgeschichte von André Franquin« würdig ist. Es handelt sich um eine neu kolorierte Version, erweitert um unveröffentlichte Zeichnungen, Faksimiles der Originalseiten sowie Hintergrundinformationen zu Werk und Zeichner.
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André Franquin ist und bleibt einer der besten. Ich lese seine Geschichten noch immer gern……………………………………………..,,.,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,…………………………. eerrrrrreeeeeeeererrrrrrrrrrrrrrrrrrr
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21.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Glaub mir, was Gaston betrifft, kann mich nichts mehr aus der Ruhe bringen..." (Fantasio)
Meine frühesten Leseerfahrungen? Konkret kann ich mich nur an mein erstes Buch erinnern: "Michel aus der Suppenschüssel" von Astrid Lindgren, direkt nachdem es auf dem deutschen Buchmarkt aufgeschlagen war - Mitte der 1960er Jahre. Auch das eigene Lesevermögen wuchs maßgeblich an diesem Werk. Weitere Jugend-Klassiker folgten, bis für mich die "68er" begannen: Die Comics traten in mein Leben, Schundliteratur, sprachliche Armut, der Untergang des Abendlandes etc etc... Es war Liebe auf das erste Heft!
Es waren sogar zwei Lieben: Zum einen die "Tollsten Geschichten mit Donald Duck", gezeichnet von Carl Barks, getextet von Dr. Erika Fuchs, geniale Stories & Zeichnungen, fast noch genialere Texte. Frau Fuchs mutete ihren jungen Lesern einiges zu, es gab nicht nur "Bumm", "Knall", "Würg" oder "Kreisch", sondern auch geschliffenste Formulierungen, die gar in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind. ("Dem Ingeniör ist nichts zu schwör" z.B, oder auch Donalds Entsetzensschrei "Schnurrli, was ficht dich an")
Ja, und die zweite Liebe? Alles, was der franko-belgische Comic-Markt anzubieten hatte, trotz des ersten deutschen Verlages! Der Kauka-Verlag, der nach und nach sämtliche großen Comics dieser Art nach Deutschland importierte, grauenhaft übersetzte, alle Vorurteile bestätigte, in dem er den originalen Stories vermeintliche Jugendsprache in die Sprechblasen textete. Einmal übertrieb es die Redaktion allerdings: Der erste Asterix wurde als die Abenteuer von "Siggi & Barrabas" auf die zarten Kindlein losgelassen, was die geistigen Väter Goscinny & Uderzo nicht wirklich goutierten und die Lizenz schleunigst entzogen...
Ein weiteres Beispiel für ungehörigen Umgang mit geistigem Eigentum durch den Kauka-Verlag, waren die fantastischen Geschichten, die Andre Franquin erfand, textete und zeichnete. Spirou & Fantasio mutierten zu Pit &Pikolo, Gaston zu Jo-Jo, das Marsipulami zu Kokomiko, über das, was dem originalen Wortwitz angetan wurde, hüllt man am Besten den bekannten Mantel des Schweigens....
Zum Glück ist der Kauka-Verlag längst Geschichte, sein Gesamtwerk wird heute in Deutschland vom Carlsen Verlag betreut, anfänglich ein weing durcheinander, einzelnes gab es nur beim, auch längst erloschenen, Semic Verlag - ich meine allerdings mich zu erinnern, dass der eh irgend wie zu Carlsen gehörte - genaueres weiss sicherlich Dr. Google!
Lange Vorrede, daür wird es jetzt ganz knapp, versprochen! In diesem Jahr wäre Franquin 100 Jahre alt geworden, Grund genug, endlich eine Spirou & Fantasio-Gesamtausgabe vorzulegen, die schon im Juni diesen Jahres abgeschlossen sein wird, von den Anfängen bis zum letzten Abenteuer.
Als besonderes Bonbon gibt es schon jetzt die, außer vielleicht "QRN ruft Bretzelburg", beste Geschichte um Spirou, Fantasio & Gaston als Einzelausgabe, fantastisch gedruckt, die Farben sind perfekt, die Story sowieso.
Die titelgebenden Bravo Brothers sind 3 dressierte Schimpansen, die Gaston beim Ausverkauf eines Zirkus für Fantasio erwirbt, mehr zum Inhalt ist nicht zu sagen.... Oder doch, eine Empfehlung: Halten Sie vor der Lektüre ein Päckchen Taschentücher vor, um die Lachtränen abwischen zu können, denn die einzige lange Geschichte, in der alle Haupt-Helden Franquins zusammentreffen (ja, ich weiß, es gibt noch ein paar gemeinsame Seiten in "Schnuller & Zyklostrahlen"...) ist allerfeinstes Futter für die Lachmuskulatur! Der einzige, der nicht lachen kann, ist der arme "Bruchmüller", der mal wieder wegen irgend welcher Verträge in der Redaktion auftaucht, und dort... Nein, das müssen Sie selber lesen, bitte!
Wenn Sie innerlich wieder gefestigt sind, also ein paar Stunden nach der Lektüre, gönnen Sie sich die zweite Hälfte des Buchs - da ist die komplette Geschichte noch einmal abgedruckt, in schwarz/weiß, so wie Franquin sie auf`s Papier getuscht hat, ein Traum!!
So, und jetzt aber husch husch und diese Deluxeausgabe erworben, am besten gleich noch die einmalige Sonderausgabe von Franquins "Schwarze Gedanken" dazu genommen, es führt doch eh kein Weg dran vorbei :-)
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