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Der Flakon Roman

5

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.12.2023

Abbildungen

mit 2 Abbildungen und 1 Karte

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

21,6/14,8/3,4 cm

Gewicht

530 g

Farbe

Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80682-7

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.12.2023

Abbildungen

mit 2 Abbildungen und 1 Karte

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

21,6/14,8/3,4 cm

Gewicht

530 g

Farbe

Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80682-7

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    28.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein Lese-Eindruck: Ein…

    Mein Lese-Eindruck: Ein Gift-Anschlag auf Friedrich den Großen? Davon erzählen die Geschichtsbücher nichts, aber das sagt nicht unbedingt etwas aus, da Geschichte bekanntlich von den Siegern geschrieben wird – und der ist in dieser Handlung König Friedrich II. von Preußen, der sicherlich dafür sorgte, dass kein Schatten auf den Glanz seiner Krone fiel. Pleschinski findet in der Hofchronik des Grafen Lehndorff eine kleine und zudem unklare Notiz, aber sie reicht, um seine Fabulierlust zu entfachen. So bleibt es also unklar, inwieweit das erzählte Geschehen der Realität entspricht, und der Leser ist damit zufrieden, dass es so hätte geschehen können. Die Handlung versetzt den Leser in die Zeit des 7jährigen Krieges, als Preußen 1756 ohne die übliche Kriegserklärung in Sachsen einfiel. Die sächsische Armee war zwar als einzige Armee Europas komplett mit Perücken ausgestattet, d. h. sie sah sicher fesch aus, hatte aber im Unterschied zur preußischen Armee wenig Ahnung von militärischem Drill, von Strategie und Taktik. Mit der Kapitulation dieser Armee beginnt der Roman. Pleschinski schart einige historische Personen um diesen Gift-Anschlag, allen voran die schöne und energische Reichsgräfin Brühl, deren verwöhntes Leben durch die preußische Besetzung in Trümmer gelegt wurde: ihr Mann flieht nach Polen, ihre Söhne stehen an der Front, ihre exorbitanten Kunstsammlungen werden geplündert, das Personal ist auf und davon, ihre vielen Schlösser sind zerstört. Sie will Sachsen retten und zur einstigen Größe zurückführen. Daher plant sie den Tyrannenmord und begibt sich auf eine beschwerliche Postkutschenreise von Dresden nach Leipzig. Streng genommen geht es in dem Buch weder um die Reise noch um den Giftanschlag, sondern es geht um den Zustand Sachsens nach dem preußischen Überfall. Sachsens Geschichte liegt dem Autor spürbar am Herzen. Er zeichnet das Bild eines Kulturstaates, in dessen Mittelpunkt ein glanzvoller Hof stand, offen für Theater, Musik und Literatur, mit prächtigen Gemäldesammlungen und Bibliotheken, mit repräsentativen Bauten und üppigen Festen. Und daher lässt Pleschinski auch einige Größen der Zeit auftreten wie Gottsched und die Gottschedin sowie Gellert, der sich in einer Sänfte behaglich durch den Park tragen lässt. Alles Geld Sachsens floss in Kultur und nicht wie in Preußen ins Militär. Pleschinski entwirft deutliche Bilder des Niedergangs, die die Gräfin Brühl in ihren Zobelpelzen auf ihrer Reise beobachten kann: die Zerstörungen und kriegsbedingten Wüstungen, Hunger, Verwahrlosung, Armut, Flüchtlingsströme, u. a. jüdische Emigranten aus Prag, Plünderungen und Übergriffe, zerstörte Herrensitze. Mit der Gräfin Brühl zeichnet Pleschinski damit zugleich die Vertreterin einer untergegangenen Zeit und markiert die Kapitulation von 1756 als einen Wendepunkt der sächsischen Geschichte, von dem sich Sachsen nicht mehr erholen wird. Pleschinski erzählt diese Geschichte multiperspektivisch. Alle kommen zu Wort, sei es der schöne Marwitz, der Friedrich II. und dessen Bruder als Lustknabe dient und offen auch bei den Damen über seine sexuelle Ausrichtung plaudert, sei es der intrigante Diener Glasow und sogar der Alte Fritz mit seinem ernüchternden Testament. Die historischen Recherchen sind beeindruckend, und das Einrücken von Original-Dokumenten macht den Roman noch authentischer. Trotz der zeitlichen Entfernung wirkt der Roman nicht verstaubt, die Figuren sprechen gewählt, aber nicht antiquiert. Aber ob die Leipziger tatsächlich schon damals auf dem Weg zur Nikolaikirche „Wir sind ein Volk“ skandiert haben? Und rutscht der vornehmen Reichsgräfin Brühl tatsächlich einmal ein „Fuck you“ heraus...? Und wenn nur die etwas hölzernen Reden nicht wäre... Historische Sachverhalte werden immer wieder nicht durch die Handlung transportiert, sondern im Dialog präsentiert, was gelegentlich recht steif wirkt. Trotzdem: ein vergnüglicher und kenntnisreicher Ausflug in die sächsische Geschichte. 4,5/5*

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stürzt den Tyrannen!

    Friedrich der II hat Sachsen überfallen und besetzt, der König und sein Minister Brühl fliehen nach Warschau und hoffen auf Unterstützung ihrer Verbündeten. Allein die Gräfin Brühl will handeln und reist inkognito nach Leipzig, um Friedrich zu vergiften. Das Interessante ist kaum der Akt des Vielleicht Vergiftens, sondern die beschwerliche Reise von Dresden nach Leipzig. Die Brühl schaut dabei dem Volk aufs Maul, sieht das Elend, das der Krieg auslöst, aber auch die Hoffnungen auf ein neues, anderes Deutschland, das vielleicht die Preußen bieten könnten. Tolles Zeitkolorit, mehr als nur ein historischer Roman

  • Bewertung

    4/5

    23.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsamer Einblick in die Geschichte

    Im Jahr 1765 überfällt die Preußische Armee Sachsen. Der Premierminister Heinrich Reichsgraf von Brühl ist für die militärische Schwäche der Sachsen verantwortlich Viele Sachsen fliehen, nach der Kapitulation auch der Kurfürst von Sachsen mit seinem Premierminister Brühl. Friedrich August ist auch König von Polen und setzt sich mit Brühl nach Warschau ab. Die Frauen bleiben in Dresden. Die Beschreibung des grauenvoller Belagerungszustands macht die Überlegenheit der preußischen Armee deutlich. Detailreich und äußerst unterhaltsam wird das Leben bei Hof beschrieben, als wolle man mühsam den letzten Rest an Tradition bewahren. Von der Marwitz, ein Adjutant Friedrichs begegnet der Gräfin Brühl und ihrer Hofdame im Schloss und die Gräfin entwickelt den Plan, Rache zu nehmen an dem Überfall Friedrichs des Großen auf ihr Land. Sie erfährt durch von der Marwitz, dass Gellert und Godsched, die beiden großen Dichter, zu Friedrich vorgelassen werden sollen, er will sich der deutschen Literatur widmen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Leipzig, im Gepäck der Reichsgräfin 1 Flakon mit Gift, getragen von der Hoffnung, dass es durch jemanden, der zu einer Audienz vorgelassen wird, verabreicht werden kann. „Hier reisten Intrige, Verschwörung, Tod und Befreiung“. Auf der spannende Kutschfahrt von Dresden nach Leipzig lernen die Reisenden sich besser kennen, aber sie begegnen auch den Grausamkeiten des Krieges, Verwüstung und Plünderung. Die ungewöhnliche Charaktere führen humorvolle Dialoge, die Atmosphäre wird sehr fein und unterhaltsam aufgefangen. Immer wieder lassen ironische Nebenbemerkungen den Leser/die Leserin schmunzeln. Die historischen Details sind äußerst spannend und informativ. Bisweilen kommen Erinnerungen an Kehlmanns „Vermessung der Welt“ auf. Ein sehr unterhaltsamer Roman mit einem anderen Blick auf die Geschichte und die Macht der Frauen, eine mögliche neue Interpretation des versuchten Attentats auf Friedrich den Großen. Ich kann es sehr empfehlen.

  • Bewertung

    4/5

    19.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geld und Macht

    GELESEN: Hans Pleschinski „Der Flakón“ Erschienen bei H.C. Beck 2023 352 Seiten Von Hans Pleschinski (*23.05.1956 in Celle) habe ich bislang „Königsallee“, „Wiesenstein“ und zuletzt „Am Götterbaum“ gelesen. Seine Bücher sind für mich herausragend, wenn auch nicht ganz einfach zu lesen, da er Themen behandelt, die eine gewisse Grundkenntnis voraussetzen. Aus diesem Grunde habe ich mal wieder „Herrn Google“ unterstützend zu Rate gezogen, der mir unter anderem Auskunft über den 7 Jahre andauernden Krieg von 1756 bis 1763 geben konnte. Durch mangelndes politisches Verständnis des Friedrich August (1696-1763) (Sohn August des Starken (1670-1733) sowie unglückliches Wirken seines ersten Ministers und Beraters Heinrich von Brühl (1700-1763) kam es zum Einmarsch preußischer Truppen in Sachsen. Mit seinem neuesten Werk „Der Flakón“ halten wir ein Buch mit ansprechendem Cover, Lesebändchen sowie auf der ersten und letzten Seite zwei ins Auge stechende Bilder von Bernardo Bellotto (Ansicht von Dresden vom rechten Elbufer aus sowie wiederum von Bernardo Bellotto (die Trümmer der ehemaligen Kreuzkirche in Dresen nach der Belagerung und Beschießung der Stadt durch die preußische Armee 1760). Außerdem sehen wir eine Abbildung der Gräfin von Brühl, ein Bild des Palais Belvedere, Bild eines Attentats und eine Landkarte von Deutschland aus dem Jahr 1786. In kurzen, prägnanten Sätzen erfahren wir in 32 Kapiteln in überaus plastischer Schilderung, gespickt mit einem teilweise etwas humoristischen Unterton, alles über die Schau- und Kriegsschauplätze dieser Zeit. Hans Pleschinski hat sich mit „Der Flakón“ wieder eine Geschichte ausgedacht, „was wäre gewesen, wenn“. Einst lebende Personen wurden von ihm zu neuem Leben erweckt, in die Geschichte eingeflochten und mit lebhafter Atmosphäre umgarnt. Als Leser wird man mitten ins Geschehen katapultiert. Wir sehen die Figuren in ihren pompösen Aufmachungen, geschminkten Gesichtern und gepuderten Perücken, die für größere Reisen ausgesprochen unpraktisch daherkamen. Noch schlechter hatten es die Damen, deren Kleider den Boden „kehrten“ und damit allerlei Hinterlassenschaften an ihren Säumen mit sich trugen. Die Straßen waren allesamt in keinem guten Zustand und mit den zarten Schühchen der damaligen Zeit nur bei Trockenheit gut begehbar. Nicht umsonst gab es Sänftenträger, die gut ausgelastet waren. Man engagierte sie oftmals nur, um eine Außentreppe zu erklimmen. Besonders fit waren die Menschen der höheren Gesellschaft vor zweihundert Jahren nicht. Wir sehen aber nicht nur die feine Gesellschaft, sondern auch den sogenannten Normalbürger, die Bettler, Bediensteten und die vom Krieg bereits gebeutelten und zerlumpten Soldaten. Carl Heinrich von Heineken (1707-1791), die rechte Hand des Grafen von Brühl, macht dessen Gattin, der Reichsgräfin (1717-1762), kurz Marianne genannt, seine Aufwartung, um dieser Hiobsbotschaften zu überbringen. „Bis auf die weißen Seidenstrümpfe trug er schwarzen Wollstoff. Die Schnallenschuhe waren schmucklos. Zwischen seinen Rockaufschlägen trug er eine rubinrote, funkelnde Nadel an seinem Spitzenjabot.“ Von Brühl selbst war mit „seinem“ König längst nach Warschau geflohen. Nun galt es zu retten, was noch zu retten war. Die beherzte Gräfin sollte und wollte handeln. Der Belagerungskampf um Dresden dauerte schon viel zu lange. Die Soldaten waren ausgezehrt, die Uniformen längst ramponiert. Einzig das aufgepflanzte Bajonett machte bei einer kurzen Pause noch etwas her. Im Jahr 1756 begann die Misere, als Friedrich II. (Friedrich der Große 1712-1786) ohne Vorwarnung an die Elbe zog und Sachsen überfiel. Das Land war pleite. Die Misswirtschaft des Grafen von Brühl hatte es finanziell in den Ruin getrieben. Die Frauenkirche war gerade erst durch den Architekten George Bär (1726-1743) errichtet worden. Dresden war eine Metropole, aber die Kassen waren leer, was niemanden davon abhielt, auf allergrößtem Fuß zu leben. Die Gräfin von Brühl fährt nun mit ihrer Kammerfrau Luise von Barnhelm und einem Flakon im Gepäck nach Leipzig. Der „Alte Fritz“ muss weg. Vergiftet muss er werden. Sie hat die Courage, sich um diese prekäre Angelegenheit zu kümmern. Kriegsbedingt muss sie sich in die ordinäre Postkutsche setzen, in der sonst nur das „gemeine Volk“ reist. Es ist Winter und kalt und die Kutsche, ein Korbgeflecht mit einem windigen Dach, bietet nicht den ehemals gewöhnten Luxus. Ein Muff und ein Zobel wärmen nur mäßig. Die Mitreisenden haben verschiedene Ziele. Das Zwillingspaar Max und Johann Gutbrot möchten nach England. Der Leutnant, Adjutant und Quartiermeister des Königs von Preußen, Georg Wilhelm von der Marwitz, ebenso wie die Gräfin von Brühl zum Preußen-König, wenn auch mit anderem Ziel. Von der Marwitz, Liebhaber zweier Fürstlichkeiten und eine schillernde Figur, wird zwischen Friedrich dem Großen und dessen Bruder Heinrich hin- und hergereicht. Seine Liebesdienste sind gefragt. Er stach ins Auge. Sein Zöpfchen hing leger und sein Gesicht war geschminkt. Er las mit Lorgnon; neu auf dem Markt, wie er verkündete und sehr elegant. Der Student Sebastian Haffner will in die Schweizer Berge. Ein sich an den Händen haltendes zahnloses Ehepaar reist mit unbekanntem Zweck und Ziel. Die Bauersgattin Herzwind muss nach Leipzig. „Geschäfte“! Die Unterhaltungen in der Kutsche und auch außerhalb muten teilweise an, als würden sie in der Jetztzeit geführt. Die Geschichte wiederholt sich, wenn auch immer ein wenig anders. Maria Anna Franziska (Marianne) von Brühl weiß nun, wer das Gift verabreichen könnte. Dafür nimmt sie beschwerliche Wege auf sich. In einem abgelegenen Park bemüht sie Sänftenträger. Endlich trifft sie auf Christian Fürchtegott Gellert, der in der Gunst des Königs steht. Die „Alte Fritz“ liebt die Künste und ist von Gellerts Versen sehr angetan. Er könnte sich noch einmal um Einlass bemühen!? Mit „Der Flakón“ ist Hans Pleschinski wieder ein Roman gelungen, der gekonnt gelebte Vergangenheit mit Fantasie umgarnt, die mir als Leser großes Vergnügen bereitet hat. 

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    28.10.2023

    eBook (ePUB)

    penibel recherchiert und opulent erzählt

    Man schreibt das Jahr 1756, Friedrich II. der Große, überfällt Sachsen ohne die sonst übliche Kriegserklärung. (Friedrich) August II. Kurfürst von Sachsen und König Polen (1696-1763) und sein erster Minister Heinrich von Brühl (1700-1763) setzen sich nach Warschau ab, um dort militärische Hilfe von ihren Verbündeten zu erbitten. Beider Ehefrauen bleiben in Dresden, die Gemahlin des Königs, Maria Josepha von Habsburg (1699-1757), aus Krankheitsgründen, Maria Anna Franziska Reichsgräfin von Brühl aus Staatsräson. Während die geschlagene Armee Sachsen kapituliert und der König in der Ferne versucht, zu retten, was noch zu retten sein könnte (wie man aus der Geschichte weiß eher weniger, denn mehr), schmiedet die Reichsgräfin einen Plan. Man müsste doch, .... Kurzerhand setzt sie sich mit ihrer Kammerzofe Luisa von Barnhelm in die ordinäre Postkutsche und reist nach Leipzig, wo der Preußenkönig Hof hält. In Leipzig trifft die Reichsgräfin auf Friedrichs schwer verschuldeten Kammerdiener Glasow. Kann die resolute Reichsgräfin den Kammerdiener für ihre Pläne gewinnen? Meine Meinung: Hans Pleschinski ist ein überaus farbiger Roman gelungen, der gut unterhält und der Sachsen im 18. Jahrhundert zeigt. Neben dem unvermeidlichen Kriegsgeschehen erzählt der Autor einiges über Dresden und seine Bewohner. Es kommt allerdings nicht nur die High Society, sondern auch das Volk, das wie immer das Leid tragen muss, zu Wort. So wird die Misswirtschaft des Kurfürsten August II. und des Reichsgrafen von Brühl angeprangert. Während das Volk unter der ihm auferlegten Steuerlast leidet, nach Missernten hungert und die ohnehin kleine Armee kaputt gespart wird, frönen die beiden mächtigen Männer ihrer Leidenschaft für opulente Bauten und Kunstschätzen. Die Brühlschen Gärten und Brühlsche Terrasse geben beredtes Zeugnis für die teuren Hobbys des Ministers. Wie dem Epilog zu entnehmen ist, hat Pleschinski eine kleine und zudem unklare Notiz entdeckt, die als „Glasowsche Angelegenheit“ in die Hofchronik des Grafen Lehndorff eingeht. Diese diffuse Randbemerkung, der Glasow sei ein Spion der Reichsgräfin, reicht, um Pleschinskis Fantasie zu entfachen. Hat sie oder hat sie nicht? Die Antwort bleibt es offen. Zuzutrauen wäre es der Anna Maria Franziska Reichsgräfin von Brühl sehr wohl, spricht sie doch ihre Gedanken zum Tyrannenmord offen aus. . Ich habe diesen historischen Roman mit großem Interesse gelesen, da ich im Herbst 2022 eine Woche in Dresden verbringen durfte und mich vorab in die Geschichte Sachsens eingelesen habe. Natürlich bin ich auf der Brühlschen Terrasse spaziert. Hans Pleschinski hat mit diesem Roman vergnügliche Lesestunden beschert, treten doch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts auf. Gut gelungen ist die Darstellung der Lebensumstände des einfachen Volkes, abseits von Zobelpelzen und Juwelen. Fazit: Gerne gebe ich diesem penibel recherchierten und opulent erzählten historischen Roman 5 Sterne.

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    Ricarda Martius

    Thalia Dresden – dresden.karree

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    5/5

    23.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sprachlich berauschender,...

    Ein sprachlich berauschender, großartiger historischer Roman! Die Reise der Gräfin Brühl wird so lebendig erzählt, daß man das Geschehen in den Poststationen und das Leben in Dresden und Leipzig geradezu hautnah miterlebt. Freunde von J.I.Kraszweski werden ihre Freude haben.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...Mord oder doch keiner?

    Historisch hängt die Geschichte am seidenen Faden. Sachsen wird überfallen und die Reichsgräfin von Brühl macht sich auf den Weg nach Dresden, um den Eroberer Friedrich den Großen zu vergiften. Hätte so sein können, wie im Roman beschrieben. Pleschinski baut seinen Roman um diese Geschichte auf. Es ist kein spektakulärer Roman, sondern er lebt eher von den kleinen Beschreibungen am Rande. Wie reiste man eigentlich als Adlige normaler Weise und wie muss es jetzt sein. Wie verbringt man seine Zeit in einer Postkutsche und welches Publikum kann man in einer Poststation erleben. Was muss man in Kriegszeiten für ein Elend in der Bevölkerung wahrnehmen und... Mir hat der Gesamteindruck des Romans sehr gut gefallen. Eine Reisebeschreibung der besonderen Art.
  • Zum Bewerterprofil von Michael Hermanns

    Michael Hermanns

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    3/5

    25.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auch wenn es nicht an "Wiesenstein"...

    Auch wenn es nicht an "Wiesenstein" und "Königsallee" reicht, werden die Fans von Hans Pleschinski dieses Buch allein wegen seiner wunderbaren Sprache lieben. Eine Liebeserklärung an Dresden und das alte Sachsen.

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