Es ist einer der wichtigsten Romane von Klaus Mann. Erzählt wird ein Handlungs- und Personengeflecht verschiedener Emigranten an Schauplätzen in Paris, Amsterdam, Prag, der Schweiz und den USA. Die Personen sind eine bunte Gemeinschaft geflohener Kommunisten, Widerstandskämpfer, jüdischer Intellektueller, Künstler und auch exilierter Großbürger, deren Schicksal in verschiedenen Handlungssträngen kunstvoll verwoben ist. Gröls-Klassiker (Edition Werke der Weltliteratur)
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"[...] denn wir werden in Schmerzen geboren, und wir gehen hin unter Qualen"
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Klaus Mann schuf mit seinem Vulkan nicht nur sein persönliches Opus Magnum, sondern auch das der gesamten Exilliteratur!
Mann malt hier ein Porträt einer gesamten Generation, einer Generation von Geflüchteten, Verfolgten, Moribunden, und somit vor allem eines von Menschen oder von der Menschlichkeit.
Seine Figuren, die immerzu auf des Messers Schneide stehen, durchleben innerhalb ihres großen Exilschicksals einzelne, nahezu immer tragische Schicksale, durchgehend überschattet von großen existenziellen Fragen, von den Fragen nach Humanität, Religion, aber auch Sicherheit und vor allem Heimat. Die Fremde, das Fremdfühlen, das erschwerte Eingliedern in eine neue Stadt mit neuen Menschen, neuen Eindrücken, neuen Sprachen und was es mit einem Menschen macht, dem dieses Eingliedern misslingt, wird in diesem Roman so eindringlich, so empathisch geschildert, dass man sich wenigstens ein Stück weit in jene hineinversetzen kann, die dieses grausige Schicksal ereilte.
Am Abgrund des Vulkans, der kurz vor dem Ausbruch steht, stehen Menschen, die zwischen Heimweh und Angst, zwischen Rausch und Ekstase, zwischen Liebe und Hoffnung leben, Menschen, die fliehen, doch nie ankommen. Ein Schicksal, das der Autor selbst nur zu gut kennt und auch am eigenen Leibe erfahren musste.
Das in der Überschrift genannte Zitat dürfte wohl am ehesten das beschreiben, was dieses Buch zusammenfasst oder aufzeigt, denn über all der Menschlichkeit, den doch auch schönen Geschichten, der kleinen Dinge, die das große Ganze erleichtern dürften, stehen Schmerzen, die in Qualen enden, Kriege, die Kriege bleiben, Heimatlose, die heimatlos bleiben, Menschen, die entmenschlicht werden.
Ein Werk, das weh tut, das bedrückt, das den Rezipienten nachdenklich und tränenselig zurücklässt, aber auch genau das tun muss, vielleicht genau das tun will, damit diese düstere Zeit nicht in Vergessenheit gerät, sich aber auch nicht wiederholt.
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