• Produktbild: Walzer in Zeiten der Cholera. Eine Seuche verändert die Welt – AKTUALISIERTE TASCHENBUCHAUSGABE
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Walzer in Zeiten der Cholera. Eine Seuche verändert die Welt – AKTUALISIERTE TASCHENBUCHAUSGABE Geschichte der Hygiene und Medizin | Epidemien | Kaiser Franz Joseph | Geschichte Wiens | Wissenschaft

10

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,2/12,3/2,7 cm

Gewicht

300 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-00422-7

Beschreibung

Rezension

»Tatsächlich ist "Walzer in Zeiten der Cholera" ein behände zu lesendes Buch über jene Zeit sowie über Menschen im Ausnahmezustand und deren Sehnsucht nach Normalität.« Edgar Schütz APA 20210906

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,2/12,3/2,7 cm

Gewicht

300 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-00422-7

Herstelleradresse

HarperCollins Taschenbuch
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    05.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd, historisch, wissenschaftlich

    Fesselnd, historisch, wissenschaftlich - eigentlich unglaublich, dass ein Buch diese Eigenschaften in sich vereinen kann! Gut recherchiert, spannend geschrieben, erlaubt das Buch einen Blick auf die Entstehung der Wiener Hochquellenwasserleitung vor dem Hintergrund der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse und der alles dominierenden Cholera Epidemien mit ihren 100ten tausend Toten. Als Bub bin ich jeden Tag auf dem Weg zur Schule unter dem Viadukt der Wasserleitung durchgegangen, ohne mir der gigantischen technischen Errungenschaften bewusst zu sein. Ich bin froh, ein halbes Jahrhundert später einen so umfassenden und humorvollen Einblick bekommen zu haben :)

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    20.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Jahr 1873 bescherte der…

    Das Jahr 1873 bescherte der Stadt Wien viel Ungemach. Die Börse kollabierte, Menschen verloren ihr Hab und Gut und zu allem Übel gab es eine Choleraepidemie in der Stadt. Ja, es gab zwar die Weltausstellung aber auch die Scharen von Besuchern konnten nicht darüber hinweghelfen, dass die Menschen an der rätselhaften Krankheit starben. Auch das Tanzen brachte nicht die ersehnte Abwechslung. Während der Beginn des Buches die Ereignisse des Jahres 1873 beschreibt, geht es danach zurück ins Jahr 1830. Da gab es nämlich eine Überflutung, wie sie Wien niemals zuvor sah. Die Moldau war überhaupt nicht mehr fein und klein. Sie wurde zum reißenden Strom. Nicht nur der später berühmte Sohn der Stadt, Johann Strauß, musste sein Heim verlassen und verlor nahezu alles. Neben Strauß wird in dem Buch auch auf den beachteten Geologen Suess hingewiesen. Er war einer der ersten, die einen Zusammenhang zwischen tödlichem Durchfall und verschmutztem Wasser sahen. Ein Buch, das mich nicht losließ. Es gibt so viele Parallelen zur heutigen Situation und die Unvernunft einiger Mensch änderte sich nicht. Sie gingen damals Walzer tanzen und hörten nicht auf Ärzte und Wissenschaftler. Zunächst wollte niemand auf seine Annehmlichkeiten verzichten. Man wollte nicht glauben, wie ansteckend und auch tödlich diese neue und unbekannte Seuche war. Sehr anschaulich wird das Geschriebene durch die vielen Fotografien und Gemälde. Der Autor folgt bei seiner Schilderung keiner zeitlichen Reihenfolge. Er wechselt kontinuierlich zwischen den Jahren und Jahrzehnten. Das störte mich nicht, da alles zusammenhängt. Es wird deutlich, wie die Leeren aus der Vergangenheit, heute in der Gegenwart, ein Wissen und Vorgehen für die Zukunft ermöglichen. Die Sprache ist stilistisch sehr schön ausgefeilt und zuweilen mit einer Prise Humor gewürzt. Ein lesenswertes Stück Wiener Geschichte.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    16.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unbedingte Leseempfehlung

    Ein wunderbar recherchiertes, lehrreiches UND unterhaltsames Buch über den wissenschaftlichen Fortschritt, Bürokratie und die Gesellschaft im 19. Jahrhundert, das eine neue Perspektive auf die heutige Zeit ermöglicht.

  • Bewertung

    5/5

    16.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessant und spannend

    Da ich selbst aus Wien komme und mich überaus für Krankheiten und die Geschichte meiner Heimatsstadt interessiere, war es ein absolutes Muss, dieses Buch zu lesen. Und Bartl hat mich nicht enttäuscht: Mit kühner Präzision legt er die Morbidität der Cholera dar. Gewisse Aspekte erinnerten mich an die heutige Zeit, das muss ich sagen. Der Autor hat jedoch einen angenehmen Schreibstil, der mich das gleich wieder vergessen ließ und mir stattdessen half, ins 19. Jahrhundert in Wien einzutauchen. Ich liebe den Wiener Charme, die Geschichte, und doch wurde die tolle Stadt von einer absolut tödlichen Seuche heimgesucht. Eine große Empfehlung für alle, die sich ans Sachbuchgenre heranwagen wollen. Bartl schreibt mit Witz und Ernst, sodass es nicht langweilig wird. Ein tolles Buch, das ich unter den Christbaum legen werde. :)

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    01.11.2021

    eBook (ePUB)

    Wie sauberes Wasser nach Wien kam

    Der Wiener Journalist Alexander Bartl hat mir mit diesem Sachbuch große Freude bereitet. Als historisch interessierte Wienerin lese ich gerne Bücher aus der Geschichte Wiens. Dabei muss es nicht unbedingt um zuckersüße Walzerseligkeit oder die Welt der Adeligen gehen, sondern darf auch das Wien der Bürger, Handwerker und der einfachen Leute vorkommen. Das Thema hier: eine Seuche, die durch verunreinigtes Trinkwasser hervorgerufen wird (was man damals noch nicht weiß), betrifft alt und jung, arm oder reich. Auch wenn die Vermögenden durch Latifundien außerhalb Wiens bessergestellt sind, so macht die Cholera vor niemandem Halt. Alexander Bartl versteht es großartig, die für manchen Leser trocken erscheinende Geschichte der Verbesserung der Trinkwasserqualität darzustellen. So lesen wir von enervierenden Gemeinderatssitzungen, dem ewigen Gezänk um die Finanzierung dieses Großprojektes und lernen einige Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts kennen, der Namen uns heute als Straßenbezeichnungen geläufig sind. Doch bevor es noch zur Errichtung der Hochquellenwasserleitung geht, müssen wir uns mit der Ausbreitung der Cholera beschäftigen. Hier wird der geneigte Leser die eine oder andere Parallele zu heute wiedererkennen, wenn es darum geht, eine Pandemie kleinzureden. Worauf Alexander Bartl nur kurz hinweist, ist das zweite Großprojekt dieser Zeit: die Donau-Regulierung. Auch sie hat zahlreiche Befürworter bzw. Gegner, ist allerdings wegen der Schiffbarkeit der Donau von überregionaler Bedeutung, sodass hier eher die Ministerien als die Stadt Wien federführend sind. Aber, dieses Bauvorhaben wäre wohl ein anderes Buch wert. Als die Hochquellenwasserleitung mit dem Hochstrahlbrunnen im Oktober des Jahres 1873 endlich in Betrieb geht, neigt sich ein Jahr mit Höhen und Tiefen dem Ende zu. Zum einem hat die Wiener Weltausstellung mit einem Verlust von 14 Millionen Gulden nicht annähernd den Erfolg gehabt, den Initiator Wilhelm Freiherr von Schwarz-Senborn den Stadtväter versprochen hat und zum anderen ist die Cholera wieder aufgeflammt und hat Tausende Todesopfer, darunter auch Besucher der Weltausstellung gefordert, was der Veranstaltung nicht sonderlich gutgetan hat. Über diese Weltausstellung können wir ebenfalls einige sehr interessante Details nachlesen. Wir sind mitten in der Gründerzeit. Jeder will ein Stück vom Kuchen und schnell und (möglichst) ohne harte Arbeit reich werden. Doch dann reißt der Börsenkrach vom 9. Mai 1873 die Monarchie beinahe in den Abgrund. Die Spekulationsblase platzt und stürzt zahlreiche Unternehmen in die Pleite. Meine Meinung: Obwohl dieses Buch ein Sachbuch ist, liest es sich locker und flüssig. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich konnte die Debatten, die Streitereien während der Gemeinderatssitzungen im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße förmlich hören. Wie der Autor in seinem Nachwort erklärt, gehört eine penible Recherche zum Gelingen eines solchen Werkes unbedingt dazu. Ich hätte mir hier noch ein Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur gewünscht. Die zahlreichen Abbildungen lockern das Buch auf. Die Wiener Bevölkerung ist sich des Schatzes „Hochquellenwasserleitung“ oft gar nicht mehr bewusst. Man dreht am Wasserhahn und das saubere Nass fließt heraus. Vielleicht sollten wir ein wenig innehalten und die Kostbarkeit bewusst genießen sowie den Pionieren Eduard Suess und Cajetan Felder Respekt zollen. Fazit: Wer Interesse an der Geschichte Wiens im 19. Jahrhundert hat, die mit feiner Sprache erzählt wird, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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