Rose Napolitano ist eine Frau, die weiß, was sie will. Sie ist als Professorin und Wissenschaftlerin beruflich erfolgreich, ein Kind zu haben war nie Teil ihres Lebensplans. Ihr Ehemann Luke hat ihr vor der Ehe versprochen, dass auch für ihn ein Kind nicht wichtig sei. Doch nun hat Luke seine Meinung geändert. Er will, dass sie Schwangerschafts-Vitamintabletten nimmt, sie fragt sich nach wie vor, ob sie überhaupt Mutter sein möchte, und nimmt die Tabletten nicht, obwohl sie es Luke versprochen hat. Es kommt zum Streit, und am Ende ist ihre Ehe ein Scherbenhaufen. Doch dann streiten die beiden wieder. Dieses Mal nimmt der Streit einen anderen Verlauf – und damit auch Rose‘ Zukunft. Kann sie tatsächlich die einzige Gewissheit in ihrem Leben aufgeben? Kann sie sich ein völlig anderes Leben vorstellen? Wie bei einem Blick in ein Kaleidoskop erzählt der Roman neun mögliche Wege, wie das Leben von Rose Napolitano verlaufen könnte – einer Frau, die vor einer Entscheidung steht, von der sie weiß, dass sie ihr Leben für immer verändern wird.
»Ein fast perfektes Leben« ist unter dem Titel »Die neun Leben der Rose Napolitano« bei btb im Hardcover erschienen.
»Donna Freitas stellt die entscheidenden Fragen zu Mutterschaft und weibliche Identität.« New York Times - Für alle Leser*innen von Rachel Cusk bis Eva Menasse
Erschien unter dem Titel »Die neun Leben der Rose Napolitano« im btb Hardcover.
»Eine Ode an die Möglichkeiten des Lebens.« (The Washington Post)
Eine Lizenz aus dem btb Verlag
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Der Schreibstil ist fließend und die Story: Als wäre Donna Freitas in meinem Kopf gewesen und all das niedergeschrieben, was man so denkt. Hier ist meistens ein Ausgangspunkt, der 9 x anders ausgeht, was mit den Reaktionen und dem Lauf des Lebens zu tun hat. Man wünscht und hofft jedes einzelne Leben mit Rose. Ich kann nicht begreifen, warum dieses Buch nicht durch die Decke geht. Es erinnert vom Stil her an 'Der Papierpalast' Für mich ein Lebenslesehighlight!
Absolut ehrlich und sehr aktuell
soulbooks_forever am 15.06.2022
Bewertungsnummer: 1730796
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Was wäre, wenn ich mich gegen Kinder entschieden hätte… Dieses Thema berührt mich persönlich sehr und daher wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.
Also, was wäre denn dann passiert? Wenn ich mich tatsächlich dagegen entschieden hätte? Dieser Frage geht Donna Freitas Protagonistin Rose Napolitano in neun verschiedenen Leben nach.
Man wird hier immer wieder mit gesellschaftlichen Vorurteilen konfrontiert und ich musste immer wieder den Kopf schütteln, denn diese Vorurteile sind eben genau das: sie sind ein vorab gefälltes urteil, ohne die Gründe zu kennen. Wir Leser begleiten Rose und auch ihren Mann Luke durch neun verschiedene Leben, die eben genau dieses „was wäre wenn“ aufzeigen. Mit allen Konsequenzen.
Die Autorin war mit tatsächlich gänzlich unbekannt und hat mich nun direkt überzeugt: dieser Schreibstil, der nicht seicht dahin plätschert, sondern eine Reise durch das Leben, die Gesellschaft darstellt, hat es absolut in sich: fesselnd, emotional, sehr real und effektiv mitreißend. Ich kann tatsächlich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen, alles andere ist nicht möglich!
Meinung aus der Buchhandlung
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Meinung:
Mit ihrem Debütroman für Erwachsene schreibt Donna Freitas ein interessantes Buch ganz unter dem Spruch "Was wäre, wenn...". Der Leser trifft auf Rose Napolitano die sich gegen die Meinung aller gegen Kinder entschieden hat. Noch vor der Ehe war sie und ihr Mann Luke sich in diesem Punkt noch einig, doch nachdem er seine Meinung geändert hat, finden die beiden sich in einem Streit über Schwangerschaftsvitamine wieder und am stehen neun verschiedene Zukunftswege.
Bevor ich das Buch zu Hand genommen habe, hatte ich schon ungefähre Vorstellungen in welche Richtung sich die Gestaltung bewegen wird und bis zu einem Gewissengrad lag ich auch richtig, aber dennoch habe die ein oder anderen positiven Überraschungen auf mich gewartet. Der Einstieg hat sich für mich sehr einfach und angenehm gestaltet, auch wenn es direkt Wechsel zwischen zwei verschiedenen Leben der Rose Napolitano gibt. Am Anfang lernt der Leser zunächst Rose und Luke, ihren Mann, kennen und dazu auch ihr kennenlernen. Die ersten Szenen haben mir gut gefallen, da es der Autorin sehr gut gelungen ist, die beiden Protagonisten und ihre Gefühle an den Leser heran zutragen. Das hat sich auch bis zum Schluss nicht verändert.
Rose Napolitano ist eine zielstrebige und erfolgreiche Frau, die sich klar gegen Kinder entschieden hat. Für sie selber ist es die einzig richtige Entscheidung und für sie gibt es keine Grund diese in Frage zu stellen. Wären da nicht die vielen Zweifel und fehlende Akzeptanz ihrer Mitmenschen die ständig auf sie eintreffen. Die Geschichte von ihr ist ein schönes Beispiel über den gesellschaftlichen Umgang und der veralteten Ansicht, dass eine Frau Kinder kriegen muss. Dabei gelingt es der Autorin sehr gut, jede Szene, Auswirkung und jeden Gedanken sowohl realitätsnah als auch authentisch darzustellen. Es finden sich neun interessante, aber auch unterschiedliche Lebenswege, bei denen die Entscheidungen von Rose in einem richtigen Einklang mit den Konsequenzen stehen, so dass ich nie das Gefühl hatte, dass die Autorin an irgendeiner Stelle versucht etwas in eine gewünschte Richtung zu biegen. Bei den neun verschiedenen Leben konnte ich gut mit Rose mitfühlen und konnte bei manchen Reaktionen der anderen nur den Kopf schütteln. Im Kontrast dazu gibt es aber auch schöne Momente, in denen ich auch ein kleines Lächeln auf dem Gesicht hatte.
In dem Buch erwarten den Leser, wie schon erwähnt, neun unterschiedliche Lebenswege von Rose. Dabei hat die Autorin 2-3 Leben in einen Teil gepackt und in diesen Teilen wechseln sich die verschiedenen Leben mit den Kapiteln immer ab. Manche Kapitel erzählen auch von Szenen die Teil aller Leben sind. Das heißt, dass die Autorin sich nicht vom ersten bis zum letzten Leben in der richtigen Reihenfolge entlang hangelt. Auch in den verschiedenen Leben sind die Szenen nicht chronologisch angeordnet. Das führt dazu, dass es nie langweilig wird, weil es nur sehr schwer ist vorauszuahnen, was als nächstes passiert. Das hat mir sehr gut gefallen. Auf der anderen Seite muss man zu jedem Zeitpunkt genau wissen, was in welchem Leben passiert ist, damit man alles richtig Verbinden kann. Damit hatte ich keine allzu großen Probleme, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das bei Lesern, die sich mehr Zeit für das Buch nehmen, ganz anders ausfallen könnte. Auch wenn für mich das Lesen nie wirklich langweilig geworden ist, hat sich ab der Hälfte eine Gewohnheit eingeschlichen, wodurch das Buch für mich zum Ende hin etwas abgenommen hat.
"Die neun Leben der Rose Napolitano" ist eine toller Roman, der an vielen Stellen zum Nachdenken anregt und dabei eine tolle Geschichte mit einer authentischen und realitätsnahen Protagonistin ist. Die Gestaltung verspricht Abwechslung, kann aber auch schneller mal zur Verwirrung führen. Für mich verdient das Buch eine Empfehlung für alle Leser, die sich gerne mit der Frage beschäftigen "Was wäre, wenn..." und das Anhand eines wichtigen Themas über das Kinderkriegen.
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