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Produktbild: Die Insel der außergewöhnlichen Gefangenen

Die Insel der außergewöhnlichen Gefangenen Deutsche Künstler in Churchills Lagern

1

30,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Abbildungen

42

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

22,2/13,5/4,7 cm

Gewicht

637 g

Farbe

Anthrazit / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Island of Extraordinary Captives

Übersetzt von

Henning Dedekind + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03998-1

Beschreibung

Rezension

»Was für eine Geschichte. So irre, dass vielleicht nur das wahre Leben sie schreiben konnte.« ("Das Parlament")
»[Parkin] erzählt detailliert und spannend ...« ("der Freitag")
»Sein Buch ›Die Insel der außergewöhnlichen Gefangenen‹ erzählt eine ebenso unbekannte wie berührende Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg.« ("3sat Kulturzeit")
»[Parkin] berichtet hier nach akribischer Recherche zum ersten Malüber das Schicksal der als ›feindliche Ausländer‹ internierten deutschen undösterreichischen Künstler, die das Hutchinson Camp zu einem kreativenZentrum machten.« ("Die Presse")
»Von vielen Leben, noch mehr Schicksalen, von Rahmenbedingungen und von jenen Mutigen, die für die Freilassung der Unschuldigen kämpften, erzählt Parkin eindringlich.« ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Abbildungen

42

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

22,2/13,5/4,7 cm

Gewicht

637 g

Farbe

Anthrazit / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Island of Extraordinary Captives

Übersetzt von

  • Henning Dedekind
  • Elsbeth Ranke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03998-1

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    10.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erstmals erzählt - Flüchtlinge aus NS-Deutschland in Internierungslagern der Briten

    Dass Winston Churchill alle männlichen Deutschen und Österreicher zwischen 16 und 60 als „feindlich Ausländer“ internieren hat lassen, ist zwar bekannt, ist aber noch nicht wissenschaftlich untersucht worden. Bei den meisten dieser Männer handelt es sich um von den Nazis Verfolgte, die erst seit Kurzem oder schon einige Jahre in Großbritannien leben. Einige sind Universitätsprofessoren oder Künstler oder auch Handwerker, die bereits ihren Platz in der britischen Gesellschaft gefunden haben. Alle werden quasi über Nacht in mehrere Internierungslager, die den deutschen KZs sehr ähnlich sind, gebracht. Eines dieser Lager ist das Hutchinson Internment Camp auf der Isle of Man, das nach Startschwierigkeiten sich zu einem kreativen Zentrum entwickelt hat. Der preisgekrönte Historiker Simon Parkin erzählt zum ersten Mal zahlreiche Schicksale deutscher Künstler in Churchills Internierungslagern. Besonders eindringlich ist der Lebenslauf von Peter Fleischmann, der als Jugendlicher gerade noch nicht 16 Jahre alt, mit einem der sogenannten „Kindertransporte“ Deutschland verlassen kann, um sich dann völlig alleine gelassen in einem Internierungslager wiederfindet, weil er dazwischen 16 Jahre alt wird. Parkin schildert den Lebensweg von Peter, der nach dem Krieg, anhand von wieder gefundenen Dokumenten rekonstruiert worden ist. Denn Peter lernt im Lager einige der begabtesten Denker, Schriftsteller, Musiker und Künstler des 20. Jahrhunderts kennen - unter ihnen den Dadaisten Kurt Schwitters und kann unter ihm seine eigene künstlerische Begabung ausüben. Später wird er dann den Namen Fleischmann ablegen und sich nunmehr Peter Midgley nennen, zur Armee gehen und seinen künstlerischen Ambitionen nachgehen. Auch der junge österreichische Schauspieler Otto Tausig ist unter den Internierten. Seine Eltern schaffen es bis nach Shanghai. Simon Parkin verschweigt allerdings auch nicht, dass neben der kulturellen Betätigung der Insassen auch Streit, Depressionen und Selbstmorde vorgekommen sind. Vor allem zu Beginn der Massenverhaftungen waren die britischen Behörden hoffnungslos überfordert. Es gab weder Essen noch adäquate Unterbringungen. Es ist dem Lagerkommandanten Major H.O. Daniel zu verdanken, dass sich das Hutchinson Internment Camp so entwickeln konnte. Das Hutchinson Internment Camp war vom Mitte Juli 1940 bis Mitte März 1944 in Betrieb und bestand aus 33 Häusern. Ende Juli 1940 war mit ca. 1.200 Internierten der Höchststand an Insassen erreicht. Bei seiner Auflösung hatte das Lager nur mehr knapp 290 Bewohner, da die meisten Gefangenen entlassen worden sind. Im Anhang findet sie eine Liste der ehemals Internierten. Dort wo es möglich war, hat Simon Parkin die weiteren Lebensläufe der Männer recherchiert. Fazit: Dieses Sachbuch über die unrühmliche Haltung der Briten im Zweiten Weltkrieg den verfolgten Juden gegenüber, ist akribisch recherchiert. Es ist fast unmöglich, es aus der Hand zu legen und sich der Geschichte zu entziehen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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