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Connemara Roman | Goncourt-Preisträger Nicolas Mathieu über eine moderne Madame Bovary, die ihre Fesseln abstreift

93

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.02.2024

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

432

Maße (B/H)

13,5/20,5 cm

Gewicht

375 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

1 Auflage Auflage

Übersetzt von

André Hansen + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-32019-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.02.2024

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

432

Maße (B/H)

13,5/20,5 cm

Gewicht

375 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

1 Auflage Auflage

Übersetzt von

  • André Hansen
  • Lena Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-32019-1

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Kaffeeelse

    5/5

    04.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesellschaftskritik

    5 Sterne für dieses Buch! Schon mit "Rose Royal" hatte mich der französische Autor Nicolas Mathieu begeistert und auch mit "Connemara" schafft Mathieu dies. Hélène und Christophe, eine gemeinsam verbrachte Jugend und ein erneutes Aufeinandertreffen zu späterer Zeit. Die Vergangenheit und Jetzt treffen aufeinander und münden in einer Affäre. Doch dieses Buch auf eine Affäre zu reduzieren wäre unverzeihlich. Denn obwohl diese Affäre in dem Buch einen hohen Stellenwert hat, steht sie doch in meinen Augen nicht zentral. Denn dieses Zentrale in dem Buch ist in meinen Augen eine intensive Abrechnung mit der französischen Gesellschaft. Denn Hélène und Christophe treffen in einer kleinen Stadt im Osten Frankreichs aufeinander, genau die Stadt, in der sie ihre Jugend verbracht haben und genau die Stadt, der Hélène entfliehen konnte. Und damit steht ein Stadt-Landgefälle zentral. Aber nicht nur dies. Nicolas Mathieu lässt Hélène auf ihr Gestern, auf ihren Werdegang und auf ihr Jetzt blicken und darin lässt sich ebenso diese Geschlechterungleichheit erkennen. Ein feministisches Buch eines männlichen Autors. Schon in "Rose Royal" ließ sich diese Kritik an dem Umgang mit der Weiblichkeit in unserer patriarchalen Gesellschaft ablesen und auch in "Connemara" ermöglicht Nicolas Mathieu einen feministischen Blick. Dies ist etwas, was ich sehr schätze. Denn in genau dieser Ungleichheit liegt ein großes Problem in unserer Gesellschaft, ja, auch in unserer Gesellschaft, nicht nur in der französischen Gesellschaft, die der Autor hier schildert. Aber nicht nur dieses Thema steht zentral, sondern ebenso blickt Nicolas Mathieu hier auf unser Wirtschaftsleben, auf die Brutalität in diesem, auf diesen männlichen Krieg in dieser Wirtschaftswelt. Ein Krieg und ein Druck, welcher gefährlich und sezierend in unseren Gesellschaften wirkt, die Schere in unseren Gesellschaften immer weiter auseinanderdriften lässt und schlussendlich die Gefahr des Zusammenbruchs beinhaltet. Denn irgendwann versteht die Wirtschaftswelt/die großstädtische Welt die anderen Bevölkerungsschichten nicht mehr und darin liegt eine beträchtliche Gefahr in meinen Augen. Schon in "Rose Royal" konnte Nicolas Mathieu mit einem wachen und intensiven Blick auf seine Charaktere und auf unsere Gesellschaft punkten. Auch in "Connemara" gelingt ihm dies bravourös und genau deshalb bekommt "Connemara" von mir auch diese 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Maria

    aus Stuttgart

    5/5

    11.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Connemara" von Nicolas…

    "Connemara" von Nicolas Mathieu ist eine moderne Interpretation von Flauberts "Madame Bovary", die sich in einer düsteren, vom Verfall bedrohten Landschaft in der Nähe von Nancy abspielt. In diesem Buch finden wir die Geschichte von Hélène, die fast vierzig ist und sich in einem Architektenhaus niedergelassen hat, nachdem sie Karriere gemacht, geheiratet und zwei Töchter bekommen hat. Sie hat ihr Leben in einer fremden Welt aufgebaut, um ihrem Herkunftsmilieu zu entfliehen. Doch dann trifft sie Christophe wieder, der in der kleinen Stadt in Ostfrankreich geblieben ist, in der sie beide aufgewachsen sind. "Connemara" ist eine Geschichte über die Klassenaufsteiger, ihre tiefen Unsicherheiten und das unbestimmte Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Es ist eine Geschichte über das Leben in der modernen Arbeitswelt, wo PowerPoint und Open Space das Leben bestimmen. Es geht auch um das Beben in der Mitte des Lebens und die Sehnsucht, alles von vorne beginnen zu können. Mathieu hat eine großartige Fähigkeit, die Geschichte von Hélène und Christophe zu erzählen und dabei das Politische im Privaten zu verstecken. Die Sprache des Buches ist tiefgründig und poetisch, sie erweckt die Natur und die Landschaft zum Leben und gibt dem Leser das Gefühl, tief in der Geschichte verwurzelt zu sein. Das Buch erinnert stark an "Madame Bovary" und ist eine Hommage an Flauberts Meisterwerk. Die Themen, die Mathieu aufgreift, sind zeitlos und tiefgründig, und er schafft es, sie auf eine Art und Weise zu präsentieren, die den Leser zutiefst berührt. "Connemara" ist eine Liebeserklärung an die klassische Literatur und an die unendliche Komplexität des menschlichen Lebens. Insgesamt ist "Connemara" von Nicolas Mathieu ein großartiges Werk, das einen Platz in der modernen Literatur verdient hat. Die Geschichte ist tiefgründig und berührend, die Sprache ist poetisch und die Themen sind zeitlos. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Liebhaber von klassischer Literatur und für jeden, der sich für die unendliche Komplexität des menschlichen Lebens interessiert.

  • Bewertung

    5/5

    13.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein außerordentliches Buch

    Dieses Buch behandelt die Mitte des Lebens. Es ist lebendig geschrieben, man geht darin völlig auf. Einzigartig ist die Grundstimmung, die lange nachwirkt. Mich beschäftigt das Buch gedanklich immernoch. Der zurückliegende Scherbenhaufen, während man im Leben weiter muss. Und man hat kein großes Interesse mehr am Fortgang, denn was auch immer sich ereignen mag, es ist eigentlich egal. Ich empfehle das Buch sehr.

  • Lena

    aus Schöningen

    5/5

    21.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vergangenheit gewinnt schnell die Oberhand, wenn man sie nur lässt.

    Helene ist eine Frau, die laut geltenden Gesellschaftsnormen alles in ihrem Leben erreicht hat. Sie hat eine Familie, Mann und zwei Kinder, einen sicheren Job und ein Haus. Der Treibsand des Lebens hat sie fest im Griff. Aber ist sie glücklich mit diesem Leben, mit der alltäglichen Routine? Oft werden die Gefühle und eigene Wünsche durch die simple Funktionalität verdrängt, so dass nicht mal die Menschen aus der engsten Umgebung von dem wahren Gemütszustand der betroffenen Person etwas mitbekommen. Umso erschreckender ist es für sie, wenn die scheinbar heile Welt zum Bruch geht und nichts ist mehr, wie es war. Christophe, der ehemalige Star der Schule und Helenes Jugendschwarm, lebt immer noch in seinem Geburtsort, hängt mit seinen Kumpels ab und ist ein Wochenendvater. Mit Anfang vierzig ist ihm schmerzlich bewusst, dass das Leben nicht mehr wirklich vor ihm liegt. Beide Protagonisten sind von Spuren und Wunden des Lebens geprägt, als sie sich nach Jahren zufällig begegnen. Wohin führen die erneut entflammten Gefühle sie beide? Was steht für sie auf dem Spiel? Wie weit sind sie bereit zu gehen? In seinem neuen Roman „Connemara“ thematisiert Nicolas Mathieu ein wichtiges gesellschaftliches Problem, welches oft bewusst ignoriert oder gar tabuiert ist. Wir alle haben Verpflichtungen und alltags Routinen, die uns zu verschlingen drohen, und sehen keinen Ausweg aus dem Hamsterrad des Lebens. Man versucht die äußere Fassade aufrecht zu erhalten und innerhalb von der die Gesellschaft akzeptierten Rahmens zu leben. Aber sind wir wirklich glücklich damit? Möchten wir unser kurzes Leben damit verbringen, uns Gedanken über die Meinung der Andren zu machen? Diese Fragen beschäftigen auch Helene und Christophe, die stellvertretend für viele Menschen in ähnlichen Lebenssituationen sich befinden. Auch wenn stellenweise etwas sprunghaft, fand ich die Geschichte sehr interessant und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Das Werk macht einen nachdenklich und regt das Überdenken eigener Prioritäten.

  • Bewertung

    aus Rösrath

    5/5

    16.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mathieu macht den Unterschied

    Mathieu macht den Unterschied! Auch in seinem neuen Roman "Connemara" hat es der französische Autor aus Nancy einmal mehr geschafft, dass ich ein Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte. Dies aber weniger, weil er über die gut 400 Seiten hinweg einen fortlaufenden Spannungsbogen kreiiert, sondern vielmehr wegen der Präzision seiner Beschreibungen, wegen seiner sehr direkten und präzisen Sprache. Und weil bei Nicolas Mathieu immer auch alles politisch ist, ist sein Kernthema die Begegnung zweier sozialer Schichten, die sich in Person des ehemaligen Eishockeyspielers Christophe und der erfolgreichen Hélene: Christophe aufgewachsen in einem kleinen Ort, dort verblieben, eher Vertreter der unteren Mittelschicht, ausgestattet mit einem eher klassischen, männlichen Rollenverständnis und Hélene, zwar mit Christophe zur Schule gegangen, aber Karriere gemacht, in die Nähe von Nancy gezogen und in die obere Mittelschicht aufgestiegen. Und es lässt sich schon relativ früh ahnen, dass das, was die beiden anfänglich füreinander attraktiv macht, bereits den Kern das Scheitern enthält. Im Groben teilt sich die Handlung in zwei Zeitebenen, die Jugendjahre und die Zeit der Wiederbegegnung der Erwachsenen, beide beziehungsenttäuscht und (mäßig) auf der Suche, am 'Vorabend' der Wahl des neuen französischen Präsidenten Emmanuell Macron. Zwei Milieus, die sich begegnen, zwei Menschen die zwar neugierig aufeinander sind, den Sex miteinander zelebrieren, am Ende aber in ihrem Liebesversuch wegen zu großer Unterschiede scheitern - eine französische Liebesgeschichte halt! Das Ende der Beziehung kann man wohl kaum besser beschreiben: "Sie wechseln noch ein paar Worte, ein Küsschen, das Gespräch endet, und er tritt aufs Gaspedal, das Herz in Scherben."

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So ist das Leben

    Der Prix Goncourt Gewinner hat wieder einen neuen Roman geschrieben, welcher mir genauso gut gefällt wie das prämierte Werk (Und später ihre Kinder). Eigentlich müsste er langweilig sein, da er sehr durchschnittliche Leben schildert. Da passiert nicht viel.. Mathieu erzählt exemplarisch von uns allen, in einer globalisierten Welt. Und wenn es nicht ein paar französische Namen gebe, könnte es eins zu eins auf unser Land übertragen werden. Es ist wie in einen Spiegel zu schauen.Toll !
  • Zum Bewerterprofil von L. V. Schmidt

    L. V. Schmidt

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    3/5

    01.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leider nichts für mich

    Leider konnte mich Connemara nicht überzeugen. Der Schreibstil ist wirklich schön und die Idee der Geschichte eigentlich auch sehr gut, allerdings hat mir die Umsetzung nicht gefallen. Das Buch hat sich sehr gezogen und ich musste mich wirklich durch die Seiten quälen, weil einfach nichts spannendes passiert ist. Ich konnte mich nicht auf den Flow der Geschichte einlassen. Ich glaube jedoch nicht, dass es sich hierbei um ein schlechtes Buch handelt, es entspricht einfach nur nicht meinem Geschmack. Ich denke jedoch, dass es trotzdem vielen Leuten gefallen könnte, da der Stil des Autors wie gesagt sehr besonders und schön war.
  • Zum Bewerterprofil von Linda Papajewski

    Linda Papajewski

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    3/5

    08.12.2022

    eBook (ePUB)

    Tristesse

    Hélène und Christophe leben in einer kleinen französischen Provinz, sie kennen sich aus der Schulzeit und kommen durch Zufall nach vielen Jahren wieder in Kontakt. Der Roman wirkt trist und stellenweise sehr langatmig, bis etwas interessantes passiert, muss man einige Seiten gelesen haben. Kein Wohlfühl–Roman, Mathieu schreibt ihn sehr sozialkritisch, keine wirkliche Leichtigkeit und keine Liebesgeschichte zwischen Hélène und Christophe.

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