Tesla oder die Vollendung der Kreise

Tesla oder die Vollendung der Kreise

Roman

Buch (Kunststoff-Einband)

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Tesla oder die Vollendung der Kreise

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ab 19,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Kunststoff-Einband

Erscheinungsdatum

21.09.2023

Verlag

Jung u. Jung

Seitenzahl

400

Beschreibung

Rezension

„Sätze, die ohne Umweg in Nase, Auge, Ohr und Fingerkuppen gehen.“ Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau

Details

Einband

Kunststoff-Einband

Erscheinungsdatum

21.09.2023

Verlag

Jung u. Jung

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,1/14,2/3,8 cm

Gewicht

550 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99027-286-2

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Psychogram der südslawischen Geschichte und Mentalität

Bewertung am 14.10.2023

Bewertungsnummer: 2043244

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Wer kennt Nikola Tesla? In den Ländern, die einmal Jugoslawien waren, jede:r. Tesla, ein umtriebiger Erfinder von Wechselstrom und Elektrotechnik. Was er genau erfunden hat, hab ich nie richtig verstanden, versucht es nicht, mir zu erklären, gefühlt den Kern von Allem. Tesla, ein eleganter Visionär, der serbische Wurzeln hatte, im heutigen Kroatien auf die Welt kam und um die Jahrhundertwende in New York eine schillernde Figur des öffentlichen Lebens war. Er lebte in Hotels, ließ sich sponsoren, blieb in den Erfindungen und Ideen umtriebig, als Person immer geheimnisvoll, eigen und zurückgezogen. Für die Südslawen war er ein Held, ein Symbol für die jugoslawische Intelligenz. In der neuen Welt zwischen bekannt und verkannt, in der Sowjetunion ein wenig bekannt und im alten Europa so gut wie unbekannt, eignete er sich nur zu gut als Identifikationsfigur für die im Stolz verletzten kleinen südslawischen Völker. Heute kommt Tesla unverhofft Ruhm zu, nein, damit meine ich nicht in Südosteuropa, denn das Auto, es ist fast ein exzentrisches Kuriosum, der Tesla hat seinen Namen von Nikola, und ist damit wieder in aller Munde. Die historische Person Tesla kommt in »Tesla oder die Vollendung der Kreise« nur flüchtig vor. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht einer anderen historisch belegbaren Person, des kroatischen Mediziners Ante Matijaca, der 1888 in Zadar, Dalmatien geboren wurde und als junger Mann mit Ausbruch des ersten Weltkriegs in New York landete. Jugoslawien ist noch eine fixe Idee, die der leicht fiktionalisierten Figur Anton ein Ausweg zu sein scheint aus Armut und Bedeutungslosigkeit. Anton schafft den amerikanischen Traum, er steigt auf und landet in der Medizin. Als er eine Audienz beim wunderlichen und glamourösen Tesla gewährt bekommt, ist er in seinem Bann. Später überlässt Tesla ihm geheimnisvolle Papiere. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs folgt der Tesla sein Leben lang ergebene Arzt der Bitte seiner Eltern, in die alte Welt zurückzukehren, die Papiere hütet er wie einen Schatz, während die Zeitgeschichte Spuren hinterlässt. Alida Bremer hat mit »Tesla oder die Vollendung der Kreise« einen runden historischen Roman geschrieben, voller Hoffnung, Spannung und Enttäuschung. Es ist ein Psychogram der südslawischen Mentalität. Fast nebenbei vermittelt der Roman viel über die Geschichte der Medizin, die Auswanderung nach Amerika, den für Weiße Südosteuropäer:innen in der neuen Welten möglichen sozialen Aufstieg und über die Geschichte der kleinen südslawischen Völker. Der Zusammenschluss erscheint als ersehnte Lösung gegen das durch die Kolonialisierung der KuK Monarchie und das durch die Herablassung des westlichen Europas gespeiste Minderwertigkeitsgefühl. Durch den großen zeitlichen Bogen des Romans, wirkt Jugoslawien wie eine kleine Episode in der Region Südosteuropa. Sehr lesenswert.
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Psychogram der südslawischen Geschichte und Mentalität

Bewertung am 14.10.2023
Bewertungsnummer: 2043244
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Wer kennt Nikola Tesla? In den Ländern, die einmal Jugoslawien waren, jede:r. Tesla, ein umtriebiger Erfinder von Wechselstrom und Elektrotechnik. Was er genau erfunden hat, hab ich nie richtig verstanden, versucht es nicht, mir zu erklären, gefühlt den Kern von Allem. Tesla, ein eleganter Visionär, der serbische Wurzeln hatte, im heutigen Kroatien auf die Welt kam und um die Jahrhundertwende in New York eine schillernde Figur des öffentlichen Lebens war. Er lebte in Hotels, ließ sich sponsoren, blieb in den Erfindungen und Ideen umtriebig, als Person immer geheimnisvoll, eigen und zurückgezogen. Für die Südslawen war er ein Held, ein Symbol für die jugoslawische Intelligenz. In der neuen Welt zwischen bekannt und verkannt, in der Sowjetunion ein wenig bekannt und im alten Europa so gut wie unbekannt, eignete er sich nur zu gut als Identifikationsfigur für die im Stolz verletzten kleinen südslawischen Völker. Heute kommt Tesla unverhofft Ruhm zu, nein, damit meine ich nicht in Südosteuropa, denn das Auto, es ist fast ein exzentrisches Kuriosum, der Tesla hat seinen Namen von Nikola, und ist damit wieder in aller Munde. Die historische Person Tesla kommt in »Tesla oder die Vollendung der Kreise« nur flüchtig vor. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht einer anderen historisch belegbaren Person, des kroatischen Mediziners Ante Matijaca, der 1888 in Zadar, Dalmatien geboren wurde und als junger Mann mit Ausbruch des ersten Weltkriegs in New York landete. Jugoslawien ist noch eine fixe Idee, die der leicht fiktionalisierten Figur Anton ein Ausweg zu sein scheint aus Armut und Bedeutungslosigkeit. Anton schafft den amerikanischen Traum, er steigt auf und landet in der Medizin. Als er eine Audienz beim wunderlichen und glamourösen Tesla gewährt bekommt, ist er in seinem Bann. Später überlässt Tesla ihm geheimnisvolle Papiere. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs folgt der Tesla sein Leben lang ergebene Arzt der Bitte seiner Eltern, in die alte Welt zurückzukehren, die Papiere hütet er wie einen Schatz, während die Zeitgeschichte Spuren hinterlässt. Alida Bremer hat mit »Tesla oder die Vollendung der Kreise« einen runden historischen Roman geschrieben, voller Hoffnung, Spannung und Enttäuschung. Es ist ein Psychogram der südslawischen Mentalität. Fast nebenbei vermittelt der Roman viel über die Geschichte der Medizin, die Auswanderung nach Amerika, den für Weiße Südosteuropäer:innen in der neuen Welten möglichen sozialen Aufstieg und über die Geschichte der kleinen südslawischen Völker. Der Zusammenschluss erscheint als ersehnte Lösung gegen das durch die Kolonialisierung der KuK Monarchie und das durch die Herablassung des westlichen Europas gespeiste Minderwertigkeitsgefühl. Durch den großen zeitlichen Bogen des Romans, wirkt Jugoslawien wie eine kleine Episode in der Region Südosteuropa. Sehr lesenswert.

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von Alida Bremer

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