Produktbild: Philippine oder Endstation Sobibor

Philippine oder Endstation Sobibor Die Geschichte meiner Großtante - Fakten und Fiktionen

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

18.04.2023

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

116 (Printausgabe)

Dateigröße

12272 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783757897635

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

18.04.2023

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BoD - Books on Demand

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116 (Printausgabe)

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1. Auflage

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Deutsch

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9783757897635

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  • Bewertung

    aus Ludwigshafen

    5/5

    27.05.2023

    eBook (ePUB)

    Schicksal einer Familie am Beispiel der Großtante der Autorin

    Judith Schewe hat ein schmales Buch geschrieben, in dem sie sehr viele Fakten mitteilt, anhand derer sie das Schicksal ihrer Familie, vor allem aber ihrer Großtante Philippine erzählt. Nach langem Leid durch körperliche wie psychische Erkrankungen, die immer wiederkehrend auftraten, wurde sie schließlich zusammen mit vielen anderen Menschen in einem unvorstellbar grausamen Transport nach Sobibor deportiert und dort ermordet. Im „fiktiven“ Teil des Buches erzählt Judith Schewe wie sie sich Philippines Leben vorstellt und das war ganz offensichtlich kein einfaches Leben, geprägt durch den frühen Verlust der Mutter und körperlichen sowie psychischen Erkrankungen bis hin zu ihrer Ermordung durch die Nazis. Dazwischen gibt es immer wieder was vom Leben ihrer Verwandten geblieben ist: Dürre Deportationslisten, Einweisungen in psychiatrische Anstalten, aber auch Fotos von Philippine, vom Herkunftsort der Familie, von Friedhöfen und Grabsteinen, Verlegung von Stolpersteinen für die Familie und letztendlich auch von der Gedenkstätte in Sobibor, die gerade neu hergerichtet wird. Gerade die dürren Fakten aber machen das Buch für mich so eindrücklich, denn sie zeigen einem in aller Sachlichkeit das unvorstellbar grausame Schicksal, das so entsetzlich viele Menschen während der Nazi-Diktatur erleiden mussten. Fazit: Ein für mich wichtiges Buch, das trotz persönlicher Betroffenheit der Autorin in seiner Sachlichkeit um so eindrücklicher von einem unvorstellbaren Abschnitt der deutschen Geschichte erzählt, der sich niemals wieder wiederholen darf!

  • Bewertung

    5/5

    29.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine beeindruckende Symbiose aus Fakten und tiefer Empathie

    In ‚Philippine oder Endstation Sobibor‘ gelingt Judith Schewe etwas Seltenes: Sie verwebt akribische, genealogisch fundierte Recherche mit einer tief berührenden Erzählweise. Das Buch bleibt der harten Faktenlage stets treu, schafft es aber durch die kluge Erzählperspektive und eine klare, sensible Prosa, eine authentische Nähe zur Protagonistin Philippine aufzubauen. Anhand des Einzelschicksals von Philippine Aronsohn dokumentiert das Werk eindringlich die systematische Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger im Nationalsozialismus, die in der Deportation und der Ermordung gipfelte – in Philippines Fall im Vernichtungslager Sobibor. Man spürt die intensive Recherche und dabei das Ringen mit dem Unfassbaren – ein tief bewegendes Denkmal und ein unverzichtbarer Baustein unserer Erinnerungskultur. Es verdeutlicht auf sachliche und gerade deshalb so erschütternde Weise, wie tragisch und grausam dieses Kapitel unserer Zeitgeschichte war. Wer eine fundierte und emotional greifbare Aufarbeitung sucht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Absolut empfehlenswert!

  • jutscha

    5/5

    14.06.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Absolut erschütternde wahre Lebensgeschichte während der Nazizeit

    Die Autorin Judith Schewe befasst sich seit Jahren mit der Ahnenforschung. Dieses kleine Büchlein ist eines der Ergebnisse dieser Leidenschaft und beschreibt das Leben ihrer Großtante Philippine und in Teilen auch des Großvaters und der Mutter der Autorin. Der Großvater der Autorin, Martin, wurde 1943 von den Nazis ermordet. Nur wenig ist von seinem Leben geblieben, darunter einige Urkunden. Die Autorin hätte von ihrer Großtante einiges erfahren können, falls sie diese noch kennengelernt hätte, doch so blieben nur Nachforschungen. Nach und nach hat sie Einzelheiten aus dem Leben von Philippine herausfinden können, deren harte Fakten sie behutsam mit eigenen Vermutungen zu einer unter die Haut gehenden Geschichte verwoben hat. Philippine hat früh die Mutter verloren und mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen gekämpft. Diverse Einweisungen in entsprechende "Anstalten" sowie die Tatsache, dass sie jüdische Vorfahren hatte, machte ihr Leben während der Nazizeit zu einem Spießrutenlauf. Dennoch hatte sie auch glückliche Momente, konnte sie doch ihre große Liebe heiraten. Dass sie wegen ihrer Krankheit und ihrer Herkunft als "unwertes Leben" abgestempelt wurde, macht dem Leser früh klar, welches Schicksal ihr widerfuhr. Der Schreibstil ist überwiegend nüchtern, passt aber absolut zum Thema, denn es stellt die Aufarbeitung der schwierigen und leidvollen Familiengeschichte der Autorin dar. Sie hat viele Fakten aus dem Leben der Großtante zusammengetragen und deren Lebensgeschichte aufgeschrieben. Fakten und Fiktion greifen nahtlos ineinander und machen die Geschichte greifbar und den Leser betroffen, denn Philippine und die ganze Familie haben unglaubliches Leid ertragen müssen. Und obwohl die Nazis viele Dokumente vernichtet haben, hat die Autorin extrem viel über das Leben Philippines herausgefunden. Eine tolle Arbeit und ein absolut wertvolles Zeugnis einer Familiengeschichte, die sicher auch die Nachkommen der Familie zu schätzen wissen und die in Ehren gehalten werden muss. Ich kann dieses Büchlein allen empfehlen, die mehr über das Leben in Zeiten des Nationalsozialismus wissen möchten. Sicher wäre es auch eine gute Schullektüre. Gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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