Produktbild: Kornblumenzeit

Kornblumenzeit Eine ostpreußische Familiengeschichte

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Verkaufsrang

46483

Erscheinungsdatum

12.07.2023

Verlag

Gmeiner Verlag eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Auflage

2023

Sprache

Deutsch

EAN

9783839277492

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

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Verkaufsrang

46483

Erscheinungsdatum

12.07.2023

Verlag

Gmeiner Verlag eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Auflage

2023

Sprache

Deutsch

EAN

9783839277492

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  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    23.08.2023

    eBook (ePUB)

    Eine ostpreußische Familiengeschichte

    1928 verliebt sich die Wirtstochter Käthe in den Bäckersohn Carl aus Locken. Als dieser seine Ausbildung zum Bäckermeister abgeschlossen hat, heiraten die beiden und führen eine glückliche Ehe. Carl erkennt früh die Gefahr, die von der NSDAP ausgeht. Da er als einziger Bäcker im Ort unabkömmlich ist, wird er nicht eingezogen. Er und seine Familie hängen an ihrem Besitz und dem guten Leben, das sie in vielen Jahren fleißiger Arbeit aufgebaut haben. Im Januar 1945 müssen sie sich jedoch auf die Flucht begeben. Ihr Ziel ist Berlin, aber es kommt ganz anders als gedacht. Simona Wernicke beschreibt die Geschichte der Familie Kühnapfel sachlich und ausgesprochen empathisch. Alle Protagonisten werden detailliert und gut vorstellbar beschrieben. Im ersten Teil geht es um das arbeitsame und nicht immer leichte Leben, denn neben der Bäckerei galt es, die Felder zu bestellen und das Vieh zu versorgen. Dennoch gab es genügend Gelegenheiten zum fröhlichen und unbeschwerten Feiern. Im zweiten Teil erzählt Simona Wernicke von den Erlebnissen auf der Flucht, die sehr aufwühlend und berührend sind. Trotz der vielen Grausamkeiten gibt es immer wieder Menschen, denen das Leid anderer nicht gleichgültig ist. In einem Epilog berichtet Simona Wernicke, wie es mit der Familie weiterging. Das hat mir als wichtige Ergänzung sehr gut gefallen. Eine Karte von Ostpreußen, die in meinem Exemplar leider sehr unscharf ist, ergänzt den Roman. Simona Wernicke, Jahrgang 1962, wurde in Berlin geboren, wo sie auch lebt. Sie arbeitete als Chefsekretärin und Redaktionsassistentin im Berliner Verlag. In ihrem Debüt-Roman verarbeitet sie die Erinnerungen ihres Vaters. Fazit: ein wichtiger Roman über Flucht und Vertreibung und die daraus entstehenden Traumata. Ich kann diesen Roman uneingeschränkt empfehlen.

  • Bifi

    aus Berlin

    5/5

    18.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Bewegend und erkenntnisreich

    Ist nicht über das einst von Deutschen bewohnte Ostpreußen und die Masuren schon alles gesagt, geschrieben, verfilmt worden? Und jetzt noch eine Familiengeschichte aus dieser Zeit? Ja! Genau zur richtigen Zeit! Was inzwischen drohte in der Versenkung der Erinnerung zu verschwinden, hat Simona Wernicke auf eine zauberhafte Weise wiederbelebt und zwar so, dass man hineingezogen wird in die Zeit, in die Landschaft und ihre Menschen und speziell in die sehr sympathische, arbeitsame Familie eines Bäckermeisters. Wir ahnten, wie es sein muss, morgens um 3 Uhr in der Backstube zu stehen. Aber damit war es nicht genug. Hier wurde außerdem das Korn noch selbst gesät und geerntet. Hier wurden Gemüse angebaut und Tiere gehalten, um die Familie zu ernähren, um einige der Produkte auch im hauseigenen Laden anzubieten. Dass so viel Fleiß und klaglose Selbstausbeutung zu einem gewissen Wohlstand führte, ist eine Genugtuung, die man selbst als Leser empfindet. Man gönnt es ihnen. War man doch mit dem jungen Carl in Gedanken im Berlin der ausklingenden goldenen 20er Jahre unterwegs. Seine Meisterjahre bei Bäcker Telschow krönte er mit einer Spezialität aus seiner Heimat, die ein Heimfahrtverbot zu Weihnachten zur Folge hatte: "Janz Berlin is nach deinem Königsberger Marzipan verrückt", bekam er zu hören und bescherte der Bäckerei satte Einnahmen.  Und ging man nicht mit der bescheidenen Käthe durch den langen Tag, streichelte die Kinder, fütterte das Vieh, hackte Unkraut und breitete die Wäsche zum Bleichen auf der Wiese aus? Man war bei den Höhepunkten dieses Familienlebens dabei, ob Taufe oder Beerdigung, Ferien bei den Gastwirts-Großeltern oder Besuche bei der Tante im fernen und feinen Königsberg. Soweit, so gut, so innig. Doch es ist ja eine Ostpreußen-Geschichte. Man weiß ja als Leser, was kommt. Aber hier, bei Simona Wernicke, kommt es zunächst wie ein Hauch, der durch die Räume streift und nicht bleiben will. Man höre da so einiges aus dem Reich, aber es wird schon nicht so schlimm werden und man ist ja weit weg von diesem Berlin. Und als aus dem Hauch schon eine steife Brise geworden war, hinter vorgehaltener Hand Angst vor einem Krieg geäußert wurde, denn offen zu reden war schon eine Existenzfrage geworden, da gab es auch einige, die es gar nicht mal so schlecht fanden, dass da jemand war, der durchgreifen wollte, aufräumen, Ordnung schaffen. Aber auch die meinten, so schlimm wird es schon nicht werden. Wie schlimm es wurde, lässt uns die Autorin genauso intensiv und authentisch miterleben. Zurück bleibt eine große Trauer und die Erkenntnis, dass wir vieles heute besser verstehen könnten, wenn uns Geschichte so lebendig in Hirne und Herzen geschrieben wird. Bannung von Kriegsgefahr, Umgang mit Hilfesuchenden, polnische Forderungen nach weiterer Wiedergutmachung - dieses Buch führt uns direkt in die Gegenwart. Auch gut für Leute, die glauben, eigentlich schon alles zu wissen.

  • Bewertung

    5/5

    14.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Wahres Meisterwerk

    Mit diesem Buch nimmt die Autorin uns in ihre eigene Familiengeschichte mit. Im Jahre 1928 lernt Käthe den Bäckerssohn Carl kennen und lieben. Bis zu Beginn des 2. Weltkrieges führen die beiden ein schönes Leben zusammen, sie sind sehr glücklich und die Bäckerei läuft gut. Doch das ändert sich plötzlich, als sie aus Ostpreußen fliehen müssen. Werden sie es schaffen, vor den Russen zu entkommen? Und was hat das Leben mit ihnen noch vor? Von Anfang an hat mich diese Geschichte wahnsinnig gefesselt. Ich liebe diesen Schreibstil, der mich mittendrin und dabei sein lässt. Ich habe mit den Protagonisten mitgefühlt, gebangt und gehofft. Die damaligen Verhältnisse wurden sehr detailliert beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Das Buch hinterlässt bei mir Nachdenklichkeit über die damalige Zeit. Es hat mich sehr berührt und wird mir lange in Erinnerung bleiben.

  • Bewertung

    aus Troisdorf

    5/5

    09.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine herzergreifende Familiengeschichte nach wahrer Begebenheit

    Ostpreußen 1928: Käthe, die Tochter einer Gastwirtsfamilie lernt den angehenden Bäckermeister Carl kennen. Sie heiraten kurze Zeit später und bekommen mehrere Kinder. Die Familie verbringt viele glückliche Jahre in ihrem Haus mit Bäckerei und vielen Tieren auf dem Hof in Locken. Doch dann folgt der Nationalsozialismus und im Januar 1945 folgt eine schicksalshafte Wendung für die Familie. Sie müssen ihre Heimat verlassen. Käthe ist gesundheitlich sehr angeschlagen und Carl gerät in Gefangenschaft. Was wird aus den fünf Kindern? Mir hat das Buch „ Kornblumenzeit- eine ostpreußische Familiengeschichte“ von Simona Wernicke sehr gut gefallen. Die Seiten flogen nur so dahin und mir fiel es schwer das Buch beiseite zu legen. Es ist ein Familienroman nach wahrer Begebenheit. Simona Wernicke konnte mich mit ihrem flüssigen, spannenden und emotionalen Schreibstil sehr begeistern und ich hatte beim Lesen die Bilder vor meinen Augen. Die Familie Kühnapfel hat mein Herz im Sturm erobert. Besonders gerne mochte ich die Hauptfiguren Käthe und Carl. Sie waren stark, haben immer zusammengehalten und waren für ihre Kinder tolle und fürsorgliche Eltern. Es wurden viele ostpreußische Traditionen beschrieben. Im ersten Teil des Buches standen glückliche und arbeitsame Jahre im Vordergrund während im zweiten Teil dramatische und schlimme Situationen während der Flucht und des Krieges beschrieben wurden. Simona Wernicke hat die Geschichte von ihrer Familie mit großen Einfühlungsvermögen erzählt und ich hatte an vielen Stellen Tränen in den Augen. Sie hat mit ihrem Roman zum Ausdruck gebracht, wie schlimm es ist, seine Heimat zu verlieren. Für mich war es wichtig zu wissen, wie es im Epilog mit den Personen weiter ging. Fazit: Wer gerne historische Familiengeschichten nach wahren Begebenheiten liest, für den ist der Roman genau richtig. Der Autorin ist mit ihrem Buch ein Meisterwerk gelungen. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe mehr wie 5 Lesesterne.

  • Bewertung

    aus Igensdorf

    5/5

    07.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Es muss weitergehen, immer weitergehen

    Es sind gut 500 Seiten, in denen mich Simona Wernicke auf eine lange Reise mitnimmt. Auf eine Reise ins alte Ostpreußen 1928. In einem sehr angenehmen, leichten und flüssigen Schreibstil beschreibt sie liebevoll und oft detailgenau das alte Leben in der masurischen Heimat von Carl, dem angehenden Bäckermeister und seiner großen Liebe Käthe. Es ist ein beschwerliches, arbeitsreiches aber auch beschauliches Leben, das sie dort mit ihren Kindern führen. Aber die Geschichte meint es nicht gut und das Schicksal nimmt ab 1945 seinen Lauf. Hier ändert sich der Schreibstil - es ist von grausamen Taten und schrecklichen Strapazen die Rede. Es beginnt ein Kampf zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Die Autorin versteht es mich in ihrem Roman, der nach wahren Begebenheiten und den Erlebnissen der eigenen Familie erzählt wird, von der ersten Seite an mitzunehmen. Besonders gelungen und wichtig finde ich den Epilog: Wie es weiterging ... Fazit: Unbedingt lesenswert weil: Geschichte nie vergessen werden darf und Heimat immer Heimat bleiben wird - egal wo sie sich befindet.

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    Eva-Regina Richter

    Thalia Cottbus – BLECHEN carré

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    5/5

    13.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Bewegendes Familienschicksal im...

    Bewegendes Familienschicksal im ehemaligen Ostpreußen. Über täglich gelebte Traditionen, Freundschaft, Zusammenhalt und vieles mehr. Mit der Flucht und späteren Verbreitung werden sie vor große Herausforderungen gestellt. Der Neuanfang erfordert mehr, als nur Mut.

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