Die Frankfurter Fotografin Isabella erbt von einer Unbekannten ein Haus am Bodensee. Während sie versucht, diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, lernt sie den Sagenforscher Chris kennen. Gemeinsam tauchen die beiden in die aufregende Vergangenheit der Erblasserin Ada - einst eine berühmte französische Schauspielerin - ein, wobei sie sich auch privat immer näherkommen. Im Zuge ihrer Recherchen deckt Isabella nicht nur ein lang vergessen geglaubtes Verbrechen auf, sondern kommt auch hinter ein wohlbehütetes Geheimnis ihrer eigenen Familie ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
26.07.2024
eBook (PDF)
Grandioser Auftakt!
Die Erbin ist der Auftakt der Trilogie "Wie Spuren am See", einer Bodensee - Saga. Die Autorin hat mich von der ersten Zeile an mit ihren spannenden Schreibstil gefesselt.
Der Band spielt in Frankfurt und am Bodensee, dabei erbt die Fotografin Isabella von der mysteriösen Ada Beringer eine Villa in Lindau am Bodensee. Bernd, ihr Langzeitfreund, rät ihr ganz rational dazu das Anwesen zu verkaufen. Doch Isabella will ihrer Erbschaft auf den Grund gehen und eine Erklärung finden, wieso eine unbekannte Frau ihr soviel vererben sollte.
Am Bodensee angekommen lernt sie gleich den charmanten Nachbar Chris kennen, der sie herzlich empfängt und mit Rat und Tat zur Seite steht. Als Isabella Zeit in der Villa und mit Chris verbringt und sie gemeinsam Ada's Geheimnisse ergründen, weiß sie gar nicht mehr so recht, was sie denken geschweige denn fühlen soll....
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
12.02.2026
Buch (Taschenbuch)
362 Seiten voller Emotionen und bildhafter Szenen.
“Vermächtnis der Liebe” So beginnt der Gmeiner Verlag die Kurzbeschreibung des Reihenauftakts, dessen Hauptprotagonistin die Frankfurter Fotografin Isabella ist. Wir befinden uns in diesem Roman in Bad Schachen, einem Stadtteil von Lindau am Bodensee. Die Stadt ist schwäbisch/bayerisch geprägt, und besitzt den Charme der Schönen und Reichen. Aber keine Angst! Der Leser wird weder mit dialektischen Ausdrücken überhäuft noch ist er irgendwie abgehoben.
Obwohl ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, mich in die Geschichte einzulassen, hatten mich die bildhaften Beschreibungen der Villa am See schnell in Griff. Zu Beginn hatte es den Anschein, dass man den Inhalt der Geschichte schon tausendmal gehört und gesehen hätte. Armes Mäuschen erbt Palast! Schneewittchen! Aber nach ca. 50 Seiten kam dann die Wende und die Geschichte erhielt eine Eigendynamik. Plötzlich ging es nicht mehr um “das arme Mäuschen und der Märchenprinz”, sondern um die Erblasserin und ihre eigene Geschichte. Klar, dass hier Gefühle weiterhin eine Rolle spielten, aber diese Gefühle waren anders. Tiefer! Um nicht zu sagen: Ergreifender!
***
Dieser Reihenauftakt ist wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass in alten Häusern so viele Geschichten stecken. Geschichten, die nicht immer schön sind und auch nicht immer mit einem Happy End enden. Durch die Menschen, die die Häuser erbaut und/oder renoviert haben, darin leben, dürfen solch tolle, interessante und spannende Geschichten entstehen. Ich bin immer wieder davon fasziniert. Vielen Dank dafür!
Michael Kothe, Autor
5/5
29.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Bestnote für Plot und Stil. Fesselnd!
Erster Eindruck
Obwohl ich Kriminalromane lieber lese und schreibe als Liebesromane, hat mich Sibylle Baillons „Wie Spuren am See – Die Erbin“ vom ersten Kapitel an magisch angezogen. Ein sympathisch blumiger Schreibstil offenbart die Gefühle der Protagonistin Isabella, in der sich Leserin und Leser sofort wiederfinden können. So beflügeln ihre Gedanken und die Dialoge die Fantasie, die unweigerlich der Handlung vorauseilt. Gelegentliche Widersprüche zwischen einer aus Gewohnheit vorbestimmten Absicht und der spontan entgegengesetzt getroffenen Entscheidung verführen durch sanfte Ironie zum Schmunzeln.
Inhalt ohne Spoiler
Als Isabella von einer überraschenden Erbschaft erfährt, denkt sie zuerst an einen Scherz. Ada, die ihr eine Villa bei Lindau vermacht hat, ist ihr gänzlich unbekannt. Ihr Mann Bernd drängt sie, das Anwesen ungesehen zu verkaufen, da es seiner Ansicht nach eine Belastung darstellt. Obwohl Isabella zustimmt, fasst sie spontan den gegenteiligen Entschluss, bricht unvermittelt auf und findet sich 400 km weiter in einem Setting wieder, das an die 20er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts erinnert. Sofort beginnt sie mit der Suche nach Anhaltspunkten, die Adas Schicksal beleuchten. Nach kurzer Zeit nimmt die Suche detektivische Züge an und führt zu einem so nicht erwarteten dramatischen Höhepunkt. Besondere Hilfe verspricht sie sich von ihrem Nachbarn Chris, dessen burschikose Art so gänzlich anders ist als Bernds nüchterner, manchmal pedantischer Charakter …
Schreibstil
Dass in dem Roman drei Künstler aufeinander treffen, spürt der Leser, sobald die Figuren auftreten: Isabella, Hauptfigur und Fotografin, der Schriftsteller Chris, und – in Rückblenden – Ada, zu Lebzeiten eine begnadete Schauspielerin und Malerin. Lebendig, gewürzt mit vielen Dialogen, die häufig vor Ironie sprühen oder philosophische Aspekte ausbreiten … Gedanken, Fantasien und Gewissensbisse der Protagonistin reihen sich aneinander und werden zu einem literarischen Feuerwerk aus farbenfrohen Bildern. Bunt, aber nie grell, eher pastellfarben und gegen Ende mit dramatisch dunklen Grautönen. Baillon versteht es, die Gefühlswelt Isabellas vor den Lesern so auszubreiten, dass denen die eigenen unterdrückten Träume, die Selbstzweifel und deren Überwindung ins Bewusstsein drängen. Unweigerlich identifiziert man sich mit Isabella. Was mir auffiel, ist das stetige Vorwärtsstreben in der Handlung. Auch ruhige Passagen sind auf eine Art und Weise geschrieben, die – zum Gemütszustand Isabellas passend – nur wenig Entspannung erlauben. Handlung und Schreibstil lassen den Leser nie verharren, auch bei einer im Grunde ruhigen Beschreibung von Adas Villa und ihren Gemälden richtet sich der Blick nach vorn und sucht nach den Auflösungen der Rätsel um Adas Schicksal und um Isabellas Bestimmung. Der Gebrauch unvollständiger Sätze, der Wechsel zwischen Normal- und Kursivschrift untermalen bestens die zur Sucht werdende Neugierde und die innere Zerrissenheit der Hauptfigur. Dazu kommt eine sich langsam aufbauende Dramatik. Und wie könnte man das treffender zum Ausdruck bringen als durch eine Erzählung aus der Ich-Perspektive?
Fazit
Für Liebhaber des Genres und auch für mich, der ich durch mein eigenes Scheiben nicht anders kann als analytisch zu lesen, ist manches vorhersehbar, was im Buch erst später offengelegt wird. Der Lesefreude tut dies indes keinen Abbruch, vielmehr fiebert man gerade deshalb mit den Figuren mit. Einerseits, weil sie einem ans Herz gewachsen sind, andererseits, um die eigenen Prognosen bestätigt zu wissen. Auf diese Weise fesselt „Wie Spuren am See“ sowohl Fantasie als auch Neugier – vom Mitfühlen mit den Sympathieträgern ganz zu schweigen. Sibylle Baillons Buch empfehle ich nicht nur Genrefans, sondern allen, die sich durch das Eintauchen in literarisch wiedergegebene fröhliche Bilder in Pastelltönen entspannen und die erleben wollen, wie sich die Dramatik letztendlich zum Guten wendet. Der Liebesroman hat die Bestnote redlich verdient.
Bewertung
5/5
23.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Geheimnisvolles Erbe am Bodensee
Bei Isabella wird ein Traum, den viele von uns hegen, war. Eine Unbekannte vererbt ihr eine Villa am Bodensee. Doch auf dem Rbe liegt ein Schatten. Sie fährt zum Bodensee um mehr über die unbekannte Erblasserin Ada zu erfahren und lernt dabei Chris kennen, den Nachbarn der mysteriösen Villa. Gemeinsam versuchen sie, Licht ins Dunkel der geheimnisvollen Vergangenheit von Ada zu bringen. Das Ergebnis ihrer Forschungen lüftet auch in ihrer Familie ein alter Geheimnis.
Sibylle Baillon fesselt mit der Spurensuche von Isabella den Leser von Anfang an und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los. Das geheimnisvolle Leben von Ada wirft auch ein Licht auf das Leben und die Rechte von Frauen in den 40gern und 50gern des letzten Jahrhunderts. Auch das Sittenbild dieser Zeit lässt die Autorin wieder aufleben. Was mich persönlich auch begeistert hat, ist die Beschreibung der Natur des Bodensees. Auch Lindau bekommt seinen Platz und der Roman macht Laune, die Stadt mal wieder zu besuchen. Als bayerischer Schwabe kenne ich die Dialektausdrücke der Einheimischen, für Nordlichter sind sie sicher amüsant.
Das Buch ist ja Teil eins einer Reihe, ich werde auf alle Fälle die nächsten auch lesen, bin ja gespannt wie es mit Bella und Chris weitergeht…
Christina S.
aus Stuttgart
5/5
06.08.2024
Buch (Taschenbuch)
von Geheimnisvoll bis Liebe
Dieses Buch ist eine Mischung aus Liebes- aber auch Krimiroman. Die Spannung ist vom ersten Moment da und zum Greifen nah. Egal ob es da um Liebe oder die Handlung der Geschichte geht. Im Mittelpunkt steht Isabella die von einer Ihr unbekannten Dame ein Haus erbt welches am Bodensee liegt. Dort trifft sie dann auf Christopher ( Chris) bei den beiden sprühen sofort die Funken, gemeinsam versuchen sie raus zu bekommen warum Ada ihr das Haus vererbt hat.. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Durch die wendungsreiche Handlung ist sie sehr unterhaltsam und spannend. Der Schreibstil ist poetisch, locker, leicht und flüssig einfach angenehm zu lesen. Sehr gerne Empfehle ich dieses Buch weiter.
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