Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! Ein Glück, dass man als unbescholtener Bürger nicht täglich mit diesen politischen Konflikten zu tun hat.
Obwohl man als Leser nicht überprüfen kann, ob der Autor zur Spannungssteigerung etwas übertrieben hat, kann man aufgrund der Ereignisse der letzten Jahre wohl davon ausgehen, dass er zumindest auf der richtigen Spur geschrieben hat. Evtl. erscheint das Buch in Jahren sogar als naiv, muss man doch befürchten, dass die Einflussnahme über fake News, Narrative, Lügen,... immer größer wird und eine Unterscheidung zur Wahrheit, Realität immer schwieriger wird.
Während in den deutschen staatlichen und investigativen Medien bisher die Information an erster Stelle stand, entwickelte sich in anderen Ländern längst das Infotainment. Und so sinkt das Niveau langsam immer mehr in Richtung Gefühlsanteile, in Romantik, in Sentimentalität und verstärkt schließlich Ressentiments.
Unbedingt lesen!
Bewertung
aus Eichstetten
5/5
24.08.2022
eBook (ePUB 3)
Spannend und aktuell
Das Buch fängt gleich spannend an und umfasst viele aktuelle Themen; von arabischen Clans über Russland, Fake News und Shitstorms. Gleichzeitig gewinnt man einen Einblick in Investigativ-Journalismus. Yassin Musharabash hat bewiesen dass er nicht nur Recherche beherrscht, sondern auch selbst exzellent schreiben kann, sein Schreibstil hat mir sehr gefallen, das Buch liest sich flüssig und die Spannung wird bis zum Schluss gehalten. Von mir eine klare Leseempfehlung mit der Hoffnung auf weitere, gute Bücher dieses Autors.
Bewertung
aus Muttenz
5/5
25.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Eine Welt voller Intrigen, Lügen und voller Fake News und Vertuschungen.
Inhaltsangabe:
Mitten in der Stadt stürzt ein Mann vom Balkon und Merle, die investigativ Journalistin wird Zeuge von diesem Fall. Doch keine Medien berichten vom Sturz des Mannes. Merle recherchiert zum Thema und kommt gefährlichen Welt nahe, von denen ihre Arbeitskollegen keine Ahnung hatten. Plötzlich geht. nur noch um Leben und Tod....
Meinung:
Erst möchte ich mich bei Lovelybooks bedanken, dass ich bei der Leserunde teilnehmen durfte und einer der Exemplare ergattern durfte. Beim Verlag möchte ich mich für den kostenlosen Leseexemplar bedanken. Vielen Dank!
Dieses Buch war mein erstes Buch von Yassin Musharbash. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, der einen sofort in den Bann zieht. Schon nach ein paar Zeiten war in der Handlung sehr vertieft. Der Schreibstil ist nicht hektisch, sondern sehr ruhig.
Die Handlung und die Spannung baute sich während der Geschichte bis zum Schluss immer weiter auf. Es war schon sehr lange her, dass ich so eine spannende Geschichte gelesen habe. Ich konnte bis zum Schluss nicht erahnen, was als nächstes geschehen konnte. Es kamen immer wieder neue Überraschungen. Je weiter man mit der Geschichte vorankam, umso gefährlicher, bedrohlicher und tödlicher wurde die Geschichte.
Die Charaktere waren sehr gut gestaltet. Alle Charaktere hatten ihre Lücken und auch ihre Gedanken und Gefühle wurden sehr gut erklärt oder beschrieben, dass es für einen Leser verständlich oder lesbar war. Die Protagonistin Merle war eine ehrgeizige Journalistin und vehement gegen die Meinungen zu Journalisten wehrt. Merle tappt mit diesem Fall völlig in die dunkle Welt der gefährlichen Russen.
Auch die verschiedene Kooperationen und Unterstützungen wurde sehr gut erklärt. Es gibt keine grosse Actions in der Geschichte. Der Schwerpunkt lag hauptsächlich in den Recherchen der Journalisten, bis zur Veröffentlichung vom Artikel.
Normalerweise bin kein grosser Fan von offenen Enden, aber in diesem Fall fand das Ende gut. Es passt zur Geschichte. So können wir als Leser unsere eigene Meinung zu nächst möglichen Geschehnisse bilden.
Zudem fragt man sich, ob der Autor ein Folgeband für diese Geschichte plant. Denn ich könnte mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen.
Wer gerne Thriller liest, empfehle ich dieses Buch zu lesen. Durch dieses Buch kommt man in die Welt der Journalismus sehr nahe. Zudem enthält das Buch typische Merkmale zu einem Genre Thriller: Alltag der Journalisten, Verrat, Geheimnisse, Macht, Spion und Bedrohungen.
Bewertung
aus Unna
5/5
24.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Liste
Merle und ihr Kollege Arno sitzen in einem Berliner Cafe, als ihnen ein Mann vor die Füße fällt. Die Meldungen in der Presse sagen, dass er nicht tot sei, obwohl es für Merle keinen Zweifel darüber gibt. Marle arbeitet bei Globus und ist gerade zu den drei Fragezeichen in den investigativen Journalismus gewechselt. Wie es sich herausstellt, ist der Tote ein Russe, der für den Geheimdienst gearbeitet hat. Als eine Liste mit verschiedenen Namen, Zahlen und Geldbeträgen erwacht in Merle die Neugierde Ihr Kollege Timur von der konkurrierenden NZ recherchiert zufällig ebenfalls an diesem Fall. Sie beschließen in diesem Fall zusammenzuarbeiten und motivieren weitere Journalisten der beiden Zeitungen, da der Fall doch sehr umfangreich ist. Langsam, aber sich wird klar, dass nicht nur der russische Geheimdienst hinter dieser Liste steckt, sondern auch andere, die an Desinformationen interessiert sind. Doch was steckt wirklich hinter dieser Liste und was wird am Ende dabei herauskommen. Das ist eine Frage, die immer stärker in den Mittelpunkt rückt.
Dieser äußerst spannende und interessante Thriller führt den Leser tief in die Sphären des Journalismus und hier zum investigativen Journalismus. Es ist schon sehr spannend beschrieben, was für eine Stellung diese Sparte bei Zeitungen, hier der Globus und die NZ, einnehmen. Hier wird um jede Story gekämpft. Von daher ist die super mal zwei der Hauptakteure zusammen ermitteln zu lassen. Der Hauptperson Merle fällt ihre Story sozusagen vor die Füße und sie verbeißt sich mit einer Intensität in ihren ersten investigativen Fall. Das ist ihr Aufstieg im Globus in die erste Liga der Journalisten. In dieser Liga werden die wichtigen Preise verteilt. Und genau das ist der Aufhänger, um einen zweiten Globalplayer mit ins Boot zu holen, die NZ, mit dem Journalisten Timur. Beide am gleichen Fall und somit im selben Boot. Wenn ich mir den Fall betrachte, ist das auch eine riesige Herausforderung und wie man im Fortlauf des Romans feststellt auch mit vielen spannenden und unglaublichen Wendungen. Doch war das nicht zu erwarten, dass es hier auch um Fake News und die Vermischung von Wahrheit und Einflussnahme geht. Gerade wenn die sozialen Medien ins Spiel kommen, wird der Grat zwischen Wirklichkeit und Phantasie sehr klein. Die Aktualität dieses Falles ist sicherlich nicht gewollt und auch nur rein zufällig. Weit gefehlt. Der Spannungsbogen dieses Thrillers ist sehr gut ausgerichtet und der Knalleffekt am Ende, eventuell erwartet, aber doch sehr explosiv.
„Russische Botschaften“ von Yassin Musharabash ist für mich ein Thriller, der mich sehr überzeugt hat, spannend und aktuell. Ich konnte das Buch nach einigen Kapiteln kaum noch aus der Hand legen. Deshalb sehr empfehlenswert.
Bewertung
aus Alpthal
5/5
22.09.2021
Buch (Taschenbuch)
mitreissender Journalismus
Wer den Film um die Watergate Affäre mit Dustin Hoffmann und Robert Redford kennt, wird genau wissen was ich meine, wenn ich sage das trifft den Kern des Buches. Top aktuell mit einem Team von Journalisten die sich eine Affäre im den russischen Geheimdienst in Deutschland recherchieren. Oft frage ich mich, was bewegt einen Menschen, sich in so eine Gefahr zu begeben, aber beim lesen hätte ich am liebsten meine Abizeugnis geschnappt und mich gleich bei der nächsten Uni eingeschrieben für Wintersemester. Das der Autor selbst als investigativer Journalist gearbeitet hat, hat dem Buch und der Story natürlich erst den richtigen Touch gegeben, das ist schon eine ganz andere Nummer. Ich bin so begeistert, dass ich a mehr von Herrn Musharbash lesen will und vor allem auch mehr aus diesem Genre. Also jeder der wirklich Spannung sucht, aber nicht den nächsten Krimi in die Hand nehmen will, der ist hier an der richtigen Adresse.
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5/5
12.09.2021
Buch (Taschenbuch)
"Am Ende einer Recherche schreibe ich die Geschichte auf, was sonst kann man als Journalistin tun?"
Merle Schwalb, investigative Journalistin beim "Globus", wird innerhalb der Redaktion befördert, sie soll einen gegangenen Kollegen ersetzen, eine Legende des Hauses, der bis zu seinem Ausscheiden bei der Zeitung ein Drittel des legendären politischen "Dream-Teams" war. Dieses Team arbeitet abgeschottet vom Rest der Kollegen, ausgestattet mit, fast, unendlichen finanziellen Mitteln und größter Unabhängigkeit.
Und nun soll also, wie es die Herausgeberin der Zeitung so treffend zu ihr sagt, für Merle die "Zeit der großen Kanone" gekommen sein. Stolz auf der einen Seite, nervös auf der anderen, ob sie der Erwartung neben den beiden altgedienten "Kämpen" der Demokratie bestehen kann, ist sie schon in Gedanken bei ihrer ersten eigenen großen Story - was immer die auch zum Inhalt haben wird. Als in ihrer unmittelbaren Nähe ein junger Mann von einem Balkon zu Tode stürzt, ahnt Merle auch nicht ansatzweise, was dieser Suizid, dieser Mord, dieser Unfall, für sie bedeuten wird - aber schnell ist klar, dass es hier nicht, wie in Neukölln zu erwarten, um eine Clan-Geschichte handelt. Erste Spuren deuten auf den russischen Geheimdienst hin, auf diverse Personen des öffentlichen Lebens, der Politik und des Militärs. Und auf die Spitze zweier Redaktionen: Der "Norddeutschen Zeitung" und des "Globus"! Ihre Recherchen, zusammen mit einigen engen Vertrauten aus beiden Presse-Häusern, führt mitten ins Herz der Fake-News, deren Hintergründe, deren Täter und deren Absichten...
Yassin Musharbasch weiß nicht nur, wovon er schreibt, er ist selbst Journalist, sondern vor allem, wie! Nämlich höchst logisch, extrem spannend und, bei dem Thema besonders wichtig, sehr sehr glaubhaft! Ich versichere Ihnen, ich habe dieses Buch in jeder freien Minute gelesen, so unaufgeregt es geschrieben ist, so atemlos folgt man gleichzeitig den Wegen der "Ermittlungen", bis zum letzten geschlagenen Haken des Verfassers. Der Autor hebt den guten alten Polit-Thriller auf ein völlig neues Niveau, John LeCarre fällt einem beim Lesen als einer der wenigen Autoren ein, die so faszinierend komplexe politische Themen in Worte fassen können. Einziges Manko dieses Buchs: Selbst dem seriösesten Polit-Magazin, selbst der ehrlichsten Tageszeitung, steht man nach der Lektüre von "Russische Botschaften" ein wenig skeptisch gegenüber :-)
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