Sylter Welle ist der erste Roman von Autor, Sänger und Instagramphänomen Max Richard Leßmann. Eine schmerzhaft schöne Liebeserklärung an eine vom Aussterben bedrohte Generation: die Großeltern.Jeden Sommer seiner Kindheit und Jugend hat Max mit seinen eigenwilligen Großeltern auf Sylt verbracht. Nicht etwa im noblen Westerland, sondern auf dem Campingplatz. Jetzt fahren Oma Lore und Opa Ludwig noch ein allerletztes Mal auf die Insel und laden ihn ein, sie drei Tage zu besuchen. Und alles ist genau wie immer. Nur eben überhaupt nicht. Die nordische Tieffront Oma Lore, der Pate der Familie, gibt sich gewohnt kühl. Wenn sie ihre Liebe zeigt, dann ausschließlich im exzessiven Mästen ihrer Familienangehörigen. Der liebenswürdige Opa Ludwig nimmt die Sache mit seinem einzigartigen Humor. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Oma Lore will davon natürlich nichts wissen. Doch die Sylter Brise wird auch sie für einen ganz kurzen Moment erweichen.Würden wir unsere Familienangehörigen auch lieben, wären sie nicht mit uns verwandt? Dieser Frage bleibt Max auf der Spur. Und das solange, bis Sylt eines Tages im Meer versinkt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Brandis
5/5
03.09.2023
Hörbuch-Download (MP3)
So herrlich normal
Unverschnörkelt offen und mit viel Humor gibt der Autor einen Einblick in das Familienleben, welches durch die Großmutter väterlicherseits dominiert wird.
Neben fast haarsträubenden Episoden entdeckte ich dabei ein ums andere mal doch sehr aus eigenem Erleben bekannte Geschichten. Der ewige Zwist zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter zählt genauso dazu wie die kindliche Naivität.
Und trotzdem enthält das Buch auch tief greifendere Themen wie den Abschied geliebter Familienmitglieder, die sehr berühren.
Alles in allem ist und bleibt "Sylter Welle" eine herrlich normale aus dem Leben gegriffene Familiengeschichte ebenso wie eine Hommage an die Großeltern, explizit Großmutter.
Klare Lese/Hörempfehlung
Wortschätzchen
aus Kreis Heidelberg
5/5
21.08.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Der Lerge erzählt – und das wunderbar!
Was kann man ohne zu lügen antworten, wenn man gefragt wird, wen von den ganzen Menschen aus der Familie man wirklich lieben würde, wäre man nicht mit ihnen verwandt? Krasse Frage, aber man sollte echt mal darüber nachdenken!
Das Lied von der Beerdigung hat mich sehr angesprochen – und seltsamer Weise gleichzeitig traurig gemacht und auch getröstet. Auch die vermeintlich harte Oma mit ihren Sprüchen, die cooler sind, als sie selbst merkt, hat mich schnell für sich gewonnen. Ja, wieso sollte sie denn Mitleid mit dem Enkel haben, wenn er selbst genug davon für sich hat? Zumal sie so fair ist, dass sie dessen Mitleid auch nicht braucht, weil auch sie genug für sich selbst davon hat.
Es geht gar nicht so sehr um außergewöhnliche Ereignisse, sondern eher um all die kleinen alltäglichen und täglichen Begebenheiten. Leßmann erzählt gleichzeitig urkomisch, wie auch mit ganz viel Liebe über Ticks und Eigenarten, die es in jeder Familie so oder ganz ähnlich gibt. Dabei bemerkt man, dass man all die Dinge, die einen doch schon urewig an diversen Personen nerven, genau das sind, was man an ihnen auch liebt.
Ich hatte leider nie eine solche Verbindung zu einer meiner Omas, aber ich bin alt genug, um gesehen und erlebt zu haben, wie sich Menschen im Alter verändern, was Lebenserfahrung bedeutet und auch mit den Menschen macht und Abschied von beiden Eltern genommen haben zu müssen. So überzogen die eine oder andere Episode erscheint, der Kern ist doch wahr. Der lakonische und gern auch mal ironische Unterton zeigt nur, wie viel Liebe der Autor in seinen Texten versteckt hat. Vielleicht sehe, empfinde und lese ich das alles deshalb ein wenig anders. Obwohl es hier eigentlich um den sanften Abschied von den Großeltern geht, ist es ein wunderbares Buch. Auf alle Fälle fühle ich mich durch die Story tatsächlich bereichert. Das muss erst mal einer schaffen!
Man muss sich allerdings komplett frei machen und einfach nur treiben lassen, um ausschließlich den Augenblick wirken zu lassen. Die scheinbar einzelnen und unabhängigen Geschichten ergeben ein Ganzes und kleine Einzelheiten ergeben mit der Zeit Sinn, weil wieder darauf zurückgekommen und ein Kreis geschlossen wird. So zeigt und Leßmann auf unbeschreiblich liebevolle Art und Weise, dass Familie eben doch mehr ist, als nur gleiches Blut. Und ohne die Großeltern gäbe es uns ja auch gar nicht. Fünf Sterne!
Wortschätzchen
aus Kreis HD
5/5
21.08.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Der Lerge erzählt – und das…
Der Lerge erzählt – und das wunderbar! Was kann man ohne zu lügen antworten, wenn man gefragt wird, wen von den ganzen Menschen aus der Familie man wirklich lieben würde, wäre man nicht mit ihnen verwandt? Krasse Frage, aber man sollte echt mal darüber nachdenken! Das Lied von der Beerdigung hat mich sehr angesprochen – und seltsamer Weise gleichzeitig traurig gemacht und auch getröstet. Auch die vermeintlich harte Oma mit ihren Sprüchen, die cooler sind, als sie selbst merkt, hat mich schnell für sich gewonnen. Ja, wieso sollte sie denn Mitleid mit dem Enkel haben, wenn er selbst genug davon für sich hat? Zumal sie so fair ist, dass sie dessen Mitleid auch nicht braucht, weil auch sie genug für sich selbst davon hat. Es geht gar nicht so sehr um außergewöhnliche Ereignisse, sondern eher um all die kleinen alltäglichen und täglichen Begebenheiten. Leßmann erzählt gleichzeitig urkomisch, wie auch mit ganz viel Liebe über Ticks und Eigenarten, die es in jeder Familie so oder ganz ähnlich gibt. Dabei bemerkt man, dass man all die Dinge, die einen doch schon urewig an diversen Personen nerven, genau das sind, was man an ihnen auch liebt. Ich hatte leider nie eine solche Verbindung zu einer meiner Omas, aber ich bin alt genug, um gesehen und erlebt zu haben, wie sich Menschen im Alter verändern, was Lebenserfahrung bedeutet und auch mit den Menschen macht und Abschied von beiden Eltern genommen haben zu müssen. So überzogen die eine oder andere Episode erscheint, der Kern ist doch wahr. Der lakonische und gern auch mal ironische Unterton zeigt nur, wie viel Liebe der Autor in seinen Texten versteckt hat. Vielleicht sehe, empfinde und lese ich das alles deshalb ein wenig anders. Obwohl es hier eigentlich um den sanften Abschied von den Großeltern geht, ist es ein wunderbares Buch. Auf alle Fälle fühle ich mich durch die Story tatsächlich bereichert. Das muss erst mal einer schaffen! Man muss sich allerdings komplett frei machen und einfach nur treiben lassen, um ausschließlich den Augenblick wirken zu lassen. Die scheinbar einzelnen und unabhängigen Geschichten ergeben ein Ganzes und kleine Einzelheiten ergeben mit der Zeit Sinn, weil wieder darauf zurückgekommen und ein Kreis geschlossen wird. So zeigt und Leßmann auf unbeschreiblich liebevolle Art und Weise, dass Familie eben doch mehr ist, als nur gleiches Blut. Und ohne die Großeltern gäbe es uns ja auch gar nicht. Fünf Sterne!
Lesemama
3/5
10.10.2023
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So anders als erwartet
Hörbuchrezension
Zum Hörbuch:
Max, um die dreißig, fährt mit dem ICE von Berlin nach Sylt um dort ein paar Tage mit seinen Großeltern zu verbringen. Scho seit seiner Kindheit war er jeden Sommer bei den Großeltern auf Sylt. Früher mit dem Wohnwagen, heute in der Bettenburg "Sylter Welle".
Meine Meinung:
Also das Cover finde ich ja mal dermaßen unpassend Zum Inhalt. Als ich das sah, erwartete ich eher einen Krimi. Nach dem Klappentext war ich dann neugierig auf was es hinausläuft. Das Hörbuch wird von dem Autor selbst gesprochen, ist gewöhnungsbedürftig, da er teilweise etwas nuschelte. Die Gewchcih beginnt mit der Anreise auf Sylt und macht dann jede Menge Rückblenden in Max Kindheit, in die Vergangenheit seiner Großeltern und ist am Ende eine Hommage anebendiese. Oma Lore hat das Zepter fest in der Hand, Opa Ludwig scheint etwas vergesslich zu werden. Im Prinzip erzählt Max nur von ein, zwei Ereignissen aus dieser Zeit und der Reat sind irgendwelche Erinnerungen an die Vergangenheit. Kann man hören, mich hat es jetzt nicht ganz so mitgerissen.
Sursulapitschi
3/5
25.08.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Familiengeschichten
Das gibt es selten, aber in diesem Fall ist das Cover besser als das Buch. Ein klein wenig Feuer hätte das Buch gut gebrauchen können.
Max Richard Leßmann fährt für drei Tage nach Sylt, wo er als Kind oft Urlaub mit den Großeltern gemacht hat und wo sie auch dieses Jahr noch einmal sind. Wer weiß, wie lange sie das noch schaffen. Hier stellt er fest, dass sie alt geworden sind. Oma Lore hat zwar noch immer ihren bissigen Humor, aber sie ist gebrechlicher als früher und Opa Ludwig hat plötzlich ein Problem mit dem Gedächtnis. Max genießt drei Tage Sylt und hängt Erinnerungen nach.
Das ist das Buch, das mal humorvoll, mal anrührend manch Anekdote aus dem Leben der Familie zum Besten gibt. Ich habe einige Male gelacht, die Beerdigung von Onkel Jakob war berührend, die Geschichte von Otus, dem Eulerich, war lustig, gefehlt hat mir die Prise Besonderes.
Geschichten wie diese hat jeder von uns zu erzählen. Alle Großeltern sind eigen auf ihre Art und wir haben auch alle Schwänke aus der Jungend unserer Eltern im Repertoire, ohne dass wir ein Buch daraus machen würden. Max Richard Leßmann erzählt sehr schön, oft klug, auch originell, aber es ist weder stilistisch noch inhaltlich etwas dabei, was dieses Buch zu einem Erlebnis machen würde. Das Buch ist wie eine nette Plauderei am Kamin, man erzählt sich was und trinkt Ostfriesentee.
Das Hörbuch liest der Autor selbst und macht das gut, es dauert 4 Stunden und 19 Minuten.
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5/5
14.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzliche Hommage an die Familie
Das Buch "Sylter Welle" ist eine herzliche Hommage an die eigenen Großeltern, aber auch an die restliche Familie. Beim Lesen fühlt man sich ein wenig an Loriot erinnert und an dessen Feinsinn, Menschen und deren Macken zu pointieren, aber auch an die eigene Familie.
Der Schreibstil ist flüssig, scheinbar abschweifend, liebenswert, humorvoll und melancholisch.
Alles in Allem ein toller, gut wegzulesender Roman.
Darum geht es:
Max besucht, wahrscheinlich ein letztes Mal, die Großeltern in ihrem Urlaubsdomizil "Sylter Welle" auf Sylt. Rückblickend erzählt Max von anderen Urlauben, Familienbegebenheiten, Zwist zwischen den Eltern und Großeltern, Trauer, dem Älterwerden und Traditionen sowie festgefahrenen Verhaltensweisen.
Man hat das Gefühl, ein guter Freund erzählt aus seinem Leben. Manches kennt man. Manches erlebt man vielleicht selbst noch. Das macht es so persönlich und liebenswert.
Ein schönes, leichtes Buch, was einem oft ein Lächeln ins Gesicht zaubert, einen aber auch indirekt anregt, doch Mal wieder bei seinen Lieben anzurufen.
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5/5
06.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Wunderschön kurzweilig
Diesen herzerwärmenden Roman hab ich auf dem Weg in den Urlaub verschlungen. In dem einen Moment habe ich geweint vor Lachen und im nächsten ein paar Tränchen der Rührung verdrückt. Ein wirklich kurzweiliges und schönes Buch!
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5/5
30.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine liebevolle Hommage an die Großeltern
Max Richard Leßmann erzählt in Rückblicken von seiner Familie, dabei stehen die beiden Großeltern Lore und Ludwig im Mittelpunkt. Mit denen verbrachte er als Kind und Jugendlicher viele Urlaube auf dem Campingplatz auf Sylt.
Einzelne Geschichten werden mir nicht so gegenwärtig sein, aber die Botschaft hinter dem Buch, dass man nicht gleicher Meinung sein muss, um sich zu lieben, fand ich sehr stark.
Wie Max mit seinen Großeltern in seinem Erwachsenenalter umgegangen ist, fand ich sehr herzlich und so schön.
Sylter Welle“ ist daher für mich ein großartiges Buch, das Erinnerungen weckt an sorglose Sommer und eine nie zu enden scheinende Kindheit und einen gleichzeitig sanft und einfühlsam auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ein starkes Debüt, das Lust auf mehr macht!
Ich liebe den flapsigen lustigen Schreibstil, die ironischen Blicke auf Familienstrukturen.
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5/5
16.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der wunderbare Sänger und Podcaster...
Der wunderbare Sänger und Podcaster Max Richard Lessmann hat seinen ersten Roman geschrieben und die "Sylter Welle" finde ich umwerfend!
Ein Familienroman mit eigenwilligen Charakteren und einem einzigartigen Humor.
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